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Do-It-Yourself: Glitzernde Vintage Weihnachtskugel

Wie kommen wir zu diesem Do-It-Yourself für eine Vintage Weihnachtskugel? Als ich ein Kind war und wir noch in den USA lebten, besuchten wir oft meine amerikanische Großmutter zu Weihnachten. Meine Eltern, meine Geschwister und ich packten aufgeregt und voller Vorfreude unsere Koffer und brachen in unserem alten Minivan zur langen 48-stündigen Fahrt zu ihr auf – quer durch die USA. Denke ich an die zahlreichen Weihnachtsfeiern bei ihr, fällt mir immer sofort ihr liebevoll dekorierter künstlicher Weihnachtsbaum ein, mit den unendlich vielen bunten, blinkenden Lichtern und zahllosen Weihnachtskugeln und -anhängern. Den Großteil davon hat sie selbst gemacht. Besonders gefallen haben mir ihre funkelnden, selbstgestalteten Kugeln mit Perlen und Pailletten, die mir prägnant in Erinnerung geblieben sind. An ihnen konnte ich mich nie satt sehen!

Selbstgemachte Vintage Weihnachtskugel mit großen Pailletten

Ein Stück amerikanische Vintage Weihnachten

Holen Sie sich ein Stückchen amerikanische Vintage Weihnachten zu sich nach Hause mit diesen hübschen Weihnachtskugeln. Aus nur wenigen Materialien und mit etwas Zeit lassen sich unendlich viele verschiedene Variationen für Ihren Weihnachtsbaum kreieren – ganz genau so wie es unsere Großmütter vor Jahrzehnten schon selbst gemacht haben.

Dieses Projekt ist perfekt für die Tage, an denen man entspannen und den Kopf frei bekommen möchte. Schenken Sie sich ein Glas Wein (oder Tee, oder heiße Schokolade…) ein, kuscheln Sie sich in gemütliche Kleidung, stellen Sie Ihre Lieblingsmusik oder -hörbuch an und legen Sie los!

Wer es nicht ganz so klassisch mag was Farben und Design angeht, kann nach Herzenslust experimentieren. Je nach persönlichem Geschmack und Stil entstehen so ganz wunderbare, einzigartige Accessoires. The sky is the limit – also nur Mut und ran an die Bastelmaterialien!

Liebst, Ihre Valerie Goldhahn

PS: Noch viel mehr Weihnachtliches gibt’s in der Ausgabe 31 des Vintage Flaneurs!

DIY Vintage Weihnachtskugel: Verzierung mit Perlen und Band

Sie benötigen:

  • Styroporkugeln (ich habe welche mit 6cm Durchmesser verwendet)
  • sehr(!) viele Stecknadeln
  • kleine Glasperlen
  • Pailletten (Farben, Form und Größe nach Geschmack)
  • Bastelkleber
  • farblich passendes Band zum Aufhängen
  • Filzstift und Eierbecher (optional)

Materialien für ein DIY für Vintage Weihnachtskugeln

DIY Vintage Weihnachtskugel: Einteilung
1) Überlegen Sie sich ein Farbschema und ein Muster für Ihre Kugel. Zeichnen Sie gegebenenfalls das Muster mit einem Filzstift auf der Styroporkugel vor, um sicher zu gehen, dass alle Perlen und Pailletten später an den rechten Platz kommen.
DIY Vintage Weihnachtskugel: Nadel mit Perle und Paillette
2) Nehmen Sie eine Stecknadel und „fädeln“ Sie zuerst eine Glasperle und anschließend eine Paillette auf. Wenn Sie größere Pailletten verwenden, sollten Sie auf jede Nadelspitze einen kleinen Tropfen Kleber geben, um einen sicheren Halt in der Kugel zu gewährleisten.
DIY Vintage Weihnachtskugel: Paillette auf Kugel
3) Stecken Sie die Stecknadel gemäß Ihrem vorgezeichneten Muster in die Styroporkugel.
DIY Vintage Weihnachtskugel: Kugel mit Pailletten bedecken
4) Nun verfahren Sie mit weiteren Nadeln wie im Schritt zuvor, bis die gesamte Kugel bedeckt ist. Dabei sollten die Pailletten einander immer leicht überlappen, damit die weiße Styroporkugel darunter zum Schluss nicht mehr sichtbar ist. Ein Eierbecher hilft dabei, Ihre Kugel während der Arbeit an Ort und Stelle zu halten. WICHTIG: Lassen Sie an einem Ende der Kugel eine kleine Stelle frei (etwa in der Größe einer einzelnen Paillette). Diese ist für das Band, an dem Sie später die Kugel aufhängen.
DIY Weihnachtskugel: Band befestigen
5) Schneiden Sie Ihr Band in der passenden Länge ab und legen Sie es in der Hälfte zusammen. Fädeln Sie zuerst eine Glasperle und dann eine Paillette auf eine Stecknadel. Nun durchspießen Sie mit der Nadel die beiden abgeschnittenen Enden des Bandes. Geben Sie einen kleinen Tropfen Kleber auf die Spitze der Stecknadel und auf die freie Stelle auf der Styroporkugel.

 

DIY Vintage Weihnachtskugel: die fertige Kugel
6) Stechen Sie die Stecknadel so in die Kugel ein, dass die freie Fläche vom Band und der Paillette überdeckt wird. Lassen Sie den Kleber nun gut trocknen. Fertig ist Ihre ganz individuelle Weihnachtsbaumkugel!
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Inspirationen für die Retro-Party: 20er, 30er und 40er, 50er und 60er

Mann und Frau bei Retro-Party

Egal, ob man den Vintage-Style immer lebt, oder nicht: Eine Retro-Party geht eigentlich immer. Schon in Ausgabe 30 des Vintage Flaneurs gibt es viel zu dem Thema zu lesen: In Zeiten von Babylon Berlin und einschlägigen großen 20er Partys fragen sich viele: Kann ich mir die Roaring Twenties auch nach Hause holen? Und wie ist es mit den Jahrzehnten danach, was für Partypotential bieten sie? Wir bieten einige weitere Inspirationen!

Die Roaring 20s Retro-Party

Für die 20er Party gibt es im Moment zahlreiche öffentliche Beispiele. Sie ist daheim nicht ganz leicht zu rekonstruieren, da Sie auch von einer opulenten Umgebung lebt, aber möglich ist es. Ganz allgemein verbindet man eine gewisse Verworfenheit mit den 20ern. Getragen wird von den Damen „Flapper“-Kleidung: Kleider (je nach Anlass in verschiedenen Längen) mit Fransen oder Pailletten- und Perlenverzierungen, lange Perlenketten oder Kunstfellstolas gehören in der öffentlichen Wahrnehmung ebenso dazu wie Stirnbänder. Federboas sind so eine Sache: Von Verfechtern der Authentizität werden sie gehasst (vor allem die billigen, die immer Federn verlieren) – will man es originalgetreu muss man auf eine Marabu-Federstola zurückgreifen. Verboten sind Federboas aber natürlich nicht. Alternativ können Damen auch einen Dandystyle tragen, mit High Waist-Marlene Hosen, Hosenträgern und Herrenhemd, vielleicht sogar einem Zylinder. Das Makeup ist dramatisch und dunkel: schwarz umrandete Augen, dunkel geschminkte „Bienenstich-Lippen“, sehr schmale hoch gewölbte Augenbrauen. Typische Frisuren waren die Wasserwelle und ein kurzer Bob, möglicherweise mit Pony. Die Herren können auf den pomadisierten Seitenscheitel zurückgreifen und haben in der Garderobe eine Auswahl von Knickerbocker bis Smoking. Als Deko können Sie schauen, ob Sie sich beispielsweise ein Trichtergrammophon leihen können. Stoffbahnen in gedeckten Tönen, große Pflanzen und Jugendstil- und ArtDeco Muster passen in die Stimmung. Als Getränk bietet sich klassischerweise Absinth an. Musikalisch können Sie mit Charleston, Swing oder alten Schlagern (im Original oder z.B. von Max Raabe neu aufgelegt) punkten, wenn Sie es moderner mögen passt auch Elektroswing gut.

Die 30er und 40er: Von Diva bis Teeparty

Die 30er und 40er sind als Kriegsjahre nur bedingt gute Paten für ein Retro-Party Motto. Aber natürlich kann man auch mit diesen Dekaden arbeiten und zum Beispiel eine glamouröse Hollywood-Party mit Cocktails auf die Beine stellen. Oder wie wäre es mit einer verruchten Mafiaparty? So oder so: Hier können Sie die Diva (und den Gentleman) herauskehren. Auch sehr schön (und einfacher auszuführen) ist eine stilvolle Teeparty im Winter oder ein Picknick (vielleicht mit Retrofahrrad?) im Sommer. Das sind tolle Gelegenheiten, schicke Hüte und klassische Garderoben auszuführen. Das Make-up sollte hier etwas zurückgenommen und natürlich sein, die Lippen in einem klassischem aber nicht zu knalligen Rot. Als Frisur bietet sich zum Beispiel die Victory Roll an. Die Herren können leicht ein Outfit mit Flair zaubern, wenn sie auf Hosenträger und Westen zurückgreifen.

Mann und Frau im Retro Mafia Look
Aus Ausgabe 8 des Vintage Flaneurs, Fotografin: Sarah Tröster, Models: Heinz Chrom und Missy Queen, H&M: Rougerie, Illustration: Severuy Heyn

Die 50er und 60er: Rock’n’Roll oder Schlager?

Ein Kontrastprogramm dazu sind die verschiedenen Möglichkeiten, die 50er und 60er als Partymotto für eine Retro-Party aufzugreifen. Für Besucher, die mit Vintage privat nicht viel zu tun haben, ist die Party im amerikanischen Stil nach Art von Grease am einfachsten: Fröhlicher Rock’n’Roll, Polkadots oder sexy Highwaist-Caprihose oder Pencilskirt, es wird wild und alle kennen es und können mitmachen. Bunte Eiscreme passt so gut wie Diner-inspirierte Burger oder Milchshakes. Auch was die Schminke angeht, darf es hier mehr sein: Vom dicken schwarzen Lidstrich mit Wing bis hin zu knallig roten Lippen. Die Herren punkten mit Tolle, Jeans und Lederjacke.  Nicht ganz so gängig, aber auch schön, ist es, das Partymotto weniger amerikanisch aufzumachen. Dann sind die Kleider und Deko weniger bunt, alles etwas gediegener und klassischer. Das Toast Hawaii passt hier ebenso hin wie die berühmten Eier-Tomaten-Pilze. Vom Flair her darf es vordergründig etwas spießig sein. Gestrickte Pullunder, Cateyebrillen und Kleider bis über die Knie schaffen die richtige Atmosphäre, genau wie ein Plattenspieler oder Retro-Radio.

Weitere Inspirationen können Sie sich auch den 68ern holen, eine Hippieparty im Boho-Stil etwa. Oder wie wäre es mit einer Mini-Rock-Party mit Bienenkorbhaaren und blauem Lidschatten und Cord-Schlaghosen und Koteletten bei den Herren? Das ist sicher etwas, was Ihre Gäste nicht dauernd erleben. Auch die Disco-Ära kann spannende Impulse bieten und gibt Gelegenheit, den ganzen Abend Abba und die Bee Gees rauf und runter laufen zu lassen und eine Menge Glitzer zu tragen. In diesem Sinne: Lassen Sie es krachen!

(Bild oben aus Ausgabe 30 des Vintage Flaneurs von Peter Odefey, H&M: Esther Filarsky für GATO Hair, Models: Paula Walks und Mike Mustacho)

 

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Selbstliebe und der eigene innere Dialog – 3 Tipps für ein besseres Selbstwertgefühl

Herz aus Blumen als Symbol für Selbstliebe

Vintage und Selbstwertgefühl: Was auf den ersten Blick nicht zwingend zusammengehört, steht im Leben vieler, die Vintage lieben, im direkten Zusammenhang, ebenso wie die Themen Achtsamkeit oder Respekt voreinander. Denn gut auf sich und sein Selbstbewusstsein zu achten, das geht in der Geschwindigkeit und Lautstärke eine sich digitalisierenden Welt schnell verloren. Steffi von tephora macht sich Gedanken zu diesem Thema un gibt Tipps für ein besseres Selbstwertgefühl.

Es passiert automatisch, unbewusst und nahezu den ganzen Tag – das Gespräch, das wir mit uns selbst führen, der eigene innere Dialog. Ungefähr sechzigtausend Gedanken hat jeder von uns am Tag – eine unglaubliche Zahl, wenn man bedenkt, dass alle diese Gedanken darauf einwirken, ob wir uns gut oder schlecht fühlen und das Selbstwertgefühl extrem beeinflussen. Und was denkt man nun so den ganzen Tag? Haben Sie schon einmal bewusst darauf geachtet? Ich habe es versucht und festgestellt: Das ist alles andere als einfach.

Welche Art von Gedanken haben wir?

  1. Flüchtige, belanglose Gedanken

Nähert sich der Feierabend, frage ich mich, ob ich noch einkaufen gehe oder ob ich das doch auf morgen verschiebe. Ich denke, dass ich müde bin und überlege, mich kurz aufs Sofa zu legen … oder lieber doch nicht, weil ich ja noch Wäsche waschen muss.

Diese Gedanken sind eher unbedeutender Natur und nehmen doch einen großen Teil unseres täglichen Denkens ein. Sie haben keinen größeren Sinn, wiederholen sich häufig und machen uns müde.

  1. Gedanken über andere Menschen und Situationen

Was hat sie denn für Klamotten an? Was für eine lahme Ente sitzt denn da an der Kasse? Ach – und früher war ja sowieso alles besser.

Diese Gedanken schaden anderen – und sogar uns selbst. Warum? Weil man auch mit negativen Gedanken über Andere indirekt über sich selbst urteilt.

  1. Gedanken über uns selbst

Ich bin zu dick. Ich schaff das nicht. Ich kann das nicht. Bestimmt kann sie mich nicht leiden. Solche Gedanken kennt sicher jeder von uns. Viel zu oft aber scheinen wir zu vergessen, dass diese Gedanken – diese inneren Dialoge – etwas mit uns machen. Sie führen zu negativen Gefühlen und damit häufig zu innerer Unzufriedenheit. Langfristig führt dies zu einem negativ beeinflussten Selbstwertgefühl. Da klingt es nur allzu logisch, dass wir unseren eigenen inneren Dialog immer mal wieder überprüfen und positiv ausrichten sollten, oder? Wie aber soll das funktionieren?

 

Foto von Vanessa Marie Fotografin

 

Den eigenen inneren Dialog positiv ausrichten – 3 Tipps

  1. Hören Sie Ihren eigenen Gedanken aufmerksam zu

Wie sprechen Sie innerlich zu sich selbst? Positiv oder eher negativ? Verurteilen Sie sich nicht, falls Sie negative innere Dialoge entdecken. Akzeptieren und lenken Sie ihn ganz bewusst in eine positive Richtung. Ich persönlich empfinde es tatsächlich bereits als Herausforderung, mich im Flow des Alltags ganz bewusst auf meine inneren Selbstgespräche zu konzentrieren.

  1. Werden Sie Ihr eigener bester Freund

Überlegen Sie mal, wie Sie mit Ihrem besten Freund sprechen. Würden Sie ihn in einer schwierigen Situation noch weiter runterziehen, ihn entmutigen oder ihm Vorwürfe machen? Wohl eher nicht. Seien Sie also so respektvoll, nett und ermutigend zu sich selbst wie Sie es zu Ihren Freunden sind.

  1. Gestalten Sie einen positiven inneren Dialog

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Negative Gedanken werden sich immer wieder mal einschleichen. Zunächst kann man sich auch dazu entschließen, einfach nicht alles Negative glauben zu müssen, was man denkt. Auch positive Affirmationen sind für manche Menschen hilfreich. Hierbei ist es enorm wichtig, Affirmationen zu finden und zu nutzen, die sich für einen selbst gut und richtig anfühlen. Beispiele könnten sein: Ich liebe und akzeptiere mich so wie ich bin. Ich bin so wie ich bin. Ich liebe mein Leben.

Bonus-Tipp

Übrigens ist es ebenfalls hilfreich, negative Dialoge auch im äußeren Umfeld aufzusprüren und im besten Fall zu minimieren – denn auch das Umfeld prägt unseren eigenen inneren Dialog und damit unser Selbstwertgefühl.

 

Falls Ihnen gefallen hat, was Sie gelesen haben, besuchen Sie mich auf meinem Blog: www.tephora.de

Ihre Steffi

PS: Weitere Denksanstöße finden Sie in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs!

(Beitragsbild: www.unsplash.com)

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Bild-Lilli: Barbie vor der Barbiepuppe

Sammlung von Vintage Puppen

In Ausgabe 27 des Vintage Flaneurs finden Sie die überaus interessante Geschichte der Barbiepuppe. Unerwähnt blieb dort die Bild-Lilli – das wird hier nachgeholt!

Vom Lückenfüller zum Star

Als die erste Ausgabe der Bildzeitung am 24. Juni 1952 erschien, war das auch die Geburt der Comicfigur „Lilli“. Eigentlich klaffte an einer Stelle der Zeitung eine Lücke, in die Reinhard Beuthin, Zeichner bei der Bildzeitung, dann einen Comic einfügte. Die Lilli hatte endlos lange Beine, einen blonden Pferdeschwanz mit schwarzer Schleife und war keck und ein bisschen frech. In dem Comic saß sie einer alten Wahrsagerin gegenüber und sagte: „Können Sie mir nicht Namen und Adresse eines großen, schönen, reichen Mannes sagen?“ Lilli erschien fortan in jeder Ausgabe der Bildzeitung, hatte ihren festen Platz und hatte sehr viele Fans. Sie stand für den neu aufkommenden Zeitgeist, der von Konsum, Mode und neuen Freiheiten geprägt war. Lilli bekam sogar Leserpost und es wuchs die Idee, eine Puppe Lilli herzustellen.

Vintage Puppe im Abendkleid

Vom Papier zur Puppe

Bei O&M Hausser GmbH in Neustadt/Coburg wurde das Modell „Lilli“ als dreidimensionale Puppe hergestellt. Der Modelleur Max Weißbrodt erschuf eine Puppe, deren Ausstrahlung Teenager, Backfisch und junge Frau vereinte.

Auf Lilli liefen drei Patente:

  1. Die Art, wie ihre Haare befestigt wurden
  2. Der Kopf war schräg auf das Halsstück gesetzt, was ermöglichte, dass sie keck den Kopf zur Seite neigen konnte, wie bei einem verführerischen Augenaufschlag
  3. die Art, wie sie die Beine züchtig zusammenhielt, wenn man sie hinsetzen wollte. Damalige Puppen spreizten die Beine beim Sitzen, was sich für eine Erwachsenenpuppe nicht ziemte. Lilli hielt sie brav geschlossen.

Bei Hausser wurde die Lilli nur gegossen. Zusammengesetzt, bemalt und eingekleidet wurde sie bei der Firma 3M in Mönchröden, in der Nähe von Coburg. Martha Maar, die Eigentümerin von 3M (Martha Maar Mönchröden), war mit Hausser verwandt. Alle Kleidungsstücke wurden meist von ihr, später auch von ihrer Tochter Magdalena designed. Auch die Stoffe und eine penible Qualitätskontrolle, erfolgte durch Martha Maar persönlich.

Lilli war eigentlich nie ein Spielzeug für Kinder. Herren sollten ihrer Dame eine Lilli schenken, zusätzlich zu oder statt Blumen. Sie war auch sehr teuer, viele konnten sie sich nicht leisten. Lilli ist überwiegend blond, sehr selten tauchen brünette, rothaarige und schwarzhaarige Lillis auf. Im Inneren sind ihre Gliedmaßen mit einem Gummiband fixiert. Sie besteht aus dem zerbrechlichen Material Polystyrol. Jede Lilli hat einen anderen Gesichtsausdruck, da alle liebevoll von Hand bemalt wurden. 21 Näherinnen fertigten bei 3M damals die Kleidung.

Lilli gab es in 2 Größen: 29 cm und 19 cm groß. Es gab eine große Kollektion an Kleidung, die sehr hochwertig verarbeitet ist. Da Lilli reine Handarbeit war, konnte sie nur in geringer Stückzahl gefertigt werden. Etwa 300.000 große und kleine Lillis entstanden zwischen 1955 und 1964.

Danach verkaufte Hausser die Rechte für geringe 30.000 DM an Mattel, damit die Barbie Puppe in Deutschland verkauft werden konnte. Das besiegelte das Ende der Lilli Puppe.

Vintage Puppen in Trachten

Von Bild-Lilli zur Barbiepuppe

Ruth Handler kaufte auf einer Europareise in der Schweiz, wo Lilli neben Österreich und Schweden auch verkauft wurde, eine große Lilli Puppe. Sie kreierte darauf ihre Barbie, die immense Ähnlichkeit mit Lilli hatte.

Hausser klagte vergeblich. Mattel hält die Rechte an der Bild-Lilli. Auch der amerikanische Spielzeughersteller Marx-Toys musste seine „Miss Seventeen“-Produktion einstellen. Mit der Genehmigung von Hausser stellte er Anfang der 60er Jahre eine billige Lilli-Kopie in 3 Größen in China her. In den 70er Jahren schließt auch die Firma 3M für immer ihre Tore.

Lilli ist für einige Modepuppenliebhaber ein echtes Sammelobjekt. Aufgrund ihrer Seltenheit ist sie leider ein teures Sammelvergnügen. Aber die Bild-Lilli hat nichts von ihrem Charme verloren.

Text und Fotos: Nicole Heineking

Hier geht’s zur Geschichte des Pin-up Girls

rothaarige Bild-Lilli

Vintage Puppe Bild-Lilli

Vintage Puppe im roten Kleid und Hut

Bild-Lilli in Hose und Pullover

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Die Symbole der Rockabillys: Von Schwalben, Kirschen und Eightballs

Rockabilly Kirschen

Sie sind schon was fürs Auge, die Rockabillys. Die Damen in Petticoatkleidern mit kirschroten Lippen, geschwungenem Lidstrich und Bettie-Page-Frisuren in den unterschiedlichsten Farben. (Ich bewundere diese Haarkünstlerinnen sehr. Bei mir selbst scheitere ich meist an zu lockig, zu glatt oder gar einem „So kannst Du nun aber wirklich nicht auf die Strasse gehen“.) Die Herren daneben sind oft klassisch mit Pomade und Tolle unterwegs, die Jeans wahlweise hauteng oder in Worker-Style. Ein cooler Blick oder eine klassische Sonnenbrille runden diesen Style ab. Natürlich findet man den Style auch oft im Vintage Flaneur, wie zum Beispiel in Ausgabe 24, Ausgabe 18 oder Ausgabe 12.

Titel Vintage Flaneur 24

Bei all diesen Erkennungszeichen kann die Szene nicht pauschalisiert werden, sie ist vielfältig. Aber  eines zieht sich wie ein roter Faden: Die wiederkehrenden Motive mit ihren doch tiefgründigen Bedeutungen. Denn kaum eine Subkultur trägt die Symbolik einzelner Motive so offen und stolz wie die Rockabillys. Sicher haben auch Sie, liebe Leser, einige davon im Schrank hängen. Aber haben Sie sich auch schon gefragt, was hinter den einzelnen Darstellungen steckt? Heute möchte ich Ihnen einige davon vorstellen. Und vielleicht sehen Sie diese dann nochmals mit anderen Augen.

Die Symbole der Rockabillys

Kirschen und Kirschblüten

Rot, saftig und glänzend, so kennen Sie diese Frucht. Zart und leicht wirkt die Blüte. Genauso wie die Assoziationen, ist die Bedeutung. Positive Emotionen, Liebe, Leidenschaft all das verkörpern diese Motive. In Kombination mit der Blüte steht es für Neubeginn und Reinheit.

Schwalben

Oft als Paar, entfernt aber doch die Gesichter zugewandt, stehen sie für Liebe und Hoffnung. Die Entfernung und die Flügelsymbolik zeigen allerdings auch den Wunsch nach Freiheit und Erlösung.

Anker

Zu den Hochzeiten der Seefahrt im 19.Jahrhundert wurde dieses Motiv als Tattoo zum Leitbild der Matrosen. Als Repräsentation für eine Ozeanüberquerung, und gleichzeitig zum Beeindrucken der freudig wartenden Damenwelt im Hafen. Der Anker bedeutet Hoffnung und ewige Liebe. Der Seeleute zum Meer und die Wiederkehr in den sicheren Hafen, oder zu der Frau des Herzens.

Rockabilly Anker
Bikki – Pixabay

8 Ball und Pik As

Diese Motive sind gegensätzlich und doch miteinander verbunden.Während die schwarze 8er Kugel Risikobereitschaft und Schicksal symbolisiert, zeigt das Pik As nicht das Risiko sondern das Glück im Spiel.

Flammendes Herz

Ob Sie, oder natürlich auch ich – wer wünscht sich nicht brennende Leidenschaft? Dafür steht dieses Motiv. In seiner Bedeutung wohl augenscheinlich eindeutig. Das Herz brennt vor Passion, aber man sollte nicht vergessen, dass Feuer auch alles Lebendige verzehren kann. Aber wen interessiert das, wenn das Herz erst einmal brennt?

Nordstern

Auch hier findet man die klassischen Bedeutung in der Seefahrt. Der Stern diente den Matrosen als Wegweiser zum Heimathafen. Tragen Sie ihn heute, zeigt der die Suche nach dem Sinn und die Hoffnung auf Erfolg.

Nordstern Rockabilly
(c) OpenClipart-Vectors – pixabay

Und meine persönlichen Symbole?

Mich persönlich begleitet schon immer die Liebe zu Punkten und Leopardenmuster. Woher diese Liebe kommt, kann ich gar nicht so genau sagen. Vor allem Polka Dots haben mich als Kind schon fasziniert, schon vor meinen Begegnungen mit den Rockabillys. Manchmal ruht diese Leidenschaft allerdings. Dann muss erst wieder der Kleiderschrank genauer betrachtet werden, und sofort blüht sie wieder auf. Vielleicht sprechen wir darüber an anderer Stelle? Für heute schließe ich die bedeutsame Rede, mit der Hoffnung Ihnen eine andere Betrachtungsweise näher gebracht zu haben.

So verbleibe ich,

Ihre Ingrid von Linden

Wie man übrigens einen Petticoat richtig trägt, erfahren Sie hier!

Rockabilly Lady
Ingrid von Linden

(Kirschenbild: Pixabay: Clker-Free-Vector-Images)

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Vintage im Disneyland: Der Dapper Day

Disneyschloss im Dunkeln

Nach meinem Bericht in Ausgabe 29 des Vintage Flaneurs über den Dapper Day an und für sich, möchte ich Ihnen hier noch meine ganz persönlichen Erfahrungen auf diesem Event berichten. Ein Besuch in Disneyland Paris ist für mich etwas ganz Besonderes: die Nostalgie aus Kindertagen gepaart mit der unfassbaren Detailverliebtheit des Parks zieht mich immer wieder zurück… erst recht, seit durch den Dapper Day zwei Mal im Jahr die Schönheit der Themenparkanlage zusätzlich unterstrichen wird durch die Eleganz der teilnehmenden Besucher.

Den Dapper Day erleben

Mein erster Dapper Day ist mittlerweile schon zwei Jahre her, aber ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen: an mein allererstes Retro-Kleid, eigens für diesen Anlass im Internet gekauft, an die irritierten Blicke der Touristen im Shuttle-Bus zum Freizeitpark, als meine beste Freundin und ich herausgeputzt mit Kleidchen, Handschuhen und rotem Lippenstift zwischen ihnen Platz nahmen…

Frau beim Dapper day auf Balkon

Es war der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte! Knapp hundert Teilnehmer waren es an diesem Tag, seitdem wächst die Gruppe unaufhaltsam: wenn einmal alle am gleichen Ort versammelt sind, weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll vor lauter schönen Menschen. Zwischen alten Bekannten und neuen Freunden hat man nicht selten das Gefühl, dass der Tag mehr als 24 Stunden bräuchte – die Zeit scheint nie auszureichen, um sich mit allen ausgedehnt zu unterhalten, jeden einzelnen Look ausgiebig zu bewundern und all die Komplimente loszuwerden, die einem auf der Zunge liegen. Trotzdem haftet der Veranstaltung immer noch etwas unglaublich Familiäres an; das mag an den bekannten Gesichtern liegen, die man Mal um Mal dort antrifft oder an der Tatsache, dass wildfremde Menschen durch ein gemeinsames Interesse für einen Tag zu einer Art Familie werden. Die vorherrschende gute Stimmung trotzt allen Widrigkeiten – sei es das manchmal unvermeidliche schlechte Wetter oder der nicht selten selbstauferlegte Stress der regulären Themenparkbesucher.

Der Dapper Day ist tatsächlich ein sehr entschleunigtes Freizeitparkerlebnis: allzu schnelle Achterbahnen fallen wegen Hut und Haaren schon einmal weg und verkürzen damit ganz erheblich den Zeitverlust durch stundenlanges Anstehen. Die so gewonnene Zeit lässt sich ganz fantastisch nutzen, um nach Herzenslust durch den Park zu flanieren, die liebevoll gestalteten Themenländer auf sich wirken zu lassen und natürlich auch um den perfekten Ort für das perfekte Erinnerungsfoto zu finden. Es gibt so viele kleine versteckte Ecken und Winkel, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Und wenn man sich am Ende doch einmal in einer längeren Warteschlange wiederfindet, dann oftmals nicht alleine. So lassen sich dann auch endlich diese ersehnten, ausgedehnten Gespräche führen und man hat vielleicht den einen oder anderen Geheimtipp in Sachen Styling in der Tasche, wenn man endlich den Einstiegsbereich erreicht.

Disneyschloss

 

Einmal „Vintage Prinzessin“

Natürlich zieht eine Gruppe von mehreren hundert sorgfältig herausgeputzten Leuten unweigerlich die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich – auch, wenn sie eigentlich die meiste Zeit des Tages über in weit verstreuten Grüppchen unterschiedlicher Größe unterwegs ist. Irritation, Neugier und vor allem Begeisterung prägen die Begegnungen sowohl mit den Angestellten als auch mit den regulären Parkbesuchern. Nicht selten erkundigen sich die einen wie die anderen nach dem Anlass für all die schönen Kleider. „Warum seid ihr wie Prinzessinnen angezogen?“ hat mal eine junge Frau gefragt, als ich mit Freunden hinter dem Dornröschenschloss Fotos gemacht habe. Und obwohl es normalerweise ja eigentlich die Besucher sind, die die Mitarbeiter fotografieren, wurden wir vor zwei Jahren tatsächlich einmal halb im Scherz um ein Bild gebeten – die Kollegin fände die Kleider so hübsch. Meine bisher liebste Reaktion kam allerdings im letzten Herbst von Cinderellas Stiefschwestern, die wissen wollten, ob ich eine Königin sei und sie bitte zu meinem nächsten Ball einladen könne; darüber muss ich heute noch lachen!

Frau mit Disney Prinzessinen

Es ist ein wunderbares Gefühl zu merken, dass man nicht nur sich selbst einen schönen Moment bereitet, sondern auch den Menschen um sich herum. Der Dapper Day ermöglicht seinen Teilnehmern, sich selbst zu einem Teil des Zaubers zu machen, wenn sie in ihren eleganten Kleidern in die detailverliebten Dekors des Parks eintauchen. Nicht wenige können sich das Disneyland hinterher gar nicht mehr vorstellen ohne all die schön gekleideten Menschen, die ihnen den Tag über begegnet sind. Und auch für sie selbst kommt eine Rückkehr zur Jeans, T-Shirt und Turnschuhen kaum in Frage – nicht jeder mag durch den Dapper Day zur Vintage-Szene finden, aber zumindest die Devise „Hauptsache praktisch“ wird nach solch einem Tag durchaus hinterfragt. Und manchmal kann es ja schon ausreichen, wenn für den Einzelnen die Welt für einen einzigen, besonderen Tag ein bisschen schöner wird!

PS: Lust auf Disney? Hier finden Sie noch ein DIY für eine maritime Disney-angehauchte Muschelbrosche, die Sie auf dem DapperDay strahlen lassen wird!

Caro beim DapperDay

Text und alle Bilder: Carolin Unnewehr

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London Edge 2018: Die Vintage Modemesse geht nach Vegas!

Alternativ gekleidete Menschen auf der London Edge

Immer wieder berichtet der Vintage Flaneur auch über die London Edge, die Messe für alternative Mode in London. Schon seit dem Millenium ist sie ein wichtiger Bestandteil der Handelsmessen in EU und UK. Stolz steht sie für den Lifestyle und die Mode der alternativen Gemeinschaft, z.B. für Gothics, Punks, Metaller aber auch die Vintageszene, und gibt großen wie kleinen Marken die Chance, sich zu präsentieren.

Die alternative Welt vereint

Als internationale Veranstaltung, bei der Händler und Influencer aus über 40 verschiedenen Ländern auf Aussteller aus über 20 verschiedenen Nationen treffen, vereint die London Edge die Welt unter ihrem Dach. Besonders jetzt, in Zeiten, in denen die Zeit nicht mehr nach einem universellen Stil verlangt, sondern die Individualität zunehmend an Bedeutung gewinnt, wachsen auch die „London Edge Marken“ und werden immer wichtiger auf dem Markt. Und so ist es kein Wunder, dass die London Edge den Schritt über den großen Teich wagt und, zusätzlcih zum Event in London, eine Messe in las Vegas eröffnet.

Vintage Modenshow auf der London Edge

Von London nach Las Vegas

Die London Edge/London findet am 2. und 3. September 2018 wie gehabt im Business Design Centre in Islington im Norden Londons statt. Die Örtlichkeit ist gut zu erreichen und bietet vielfache Möglichkeiten in ihrem Umfeld: Cafés, Bars, Indie-Läden, Restaurats und Vintage Stores.

Die Premiere in Las Vegas ist im Flamingo Hotel am 14. und 15. August 2018. Firmen, Influencer, Shops und die Presse werden willkommen geheißen!

Händler vor Ort können Messe für alternative Mode neue und etablierte Lifestyle-Marken mit Mode, Scuhen und Accessoires entdecken können. Diese Marken kommen aus Bereichen wie Vintage-Repros, Dark Street Wear, Festival Garb, Punk Rock, Musik Merchandise/Licensed Products, Rockabilly, Grunge, Kawaii und viel mehr. Die Aussteller beinhalten die großartige Designer, die wie keine anderen von Musik, Kunst, Geschichte und Jugendkultur und jede Saison neuer Kreativität inspiriert werden. Die Lojndon Edge bietet Händlern, Ausstellern und Influencern die Möglichkeit, zu networken und in einem inspirierenden Umfeld zusammen zu arbeiten.

Ausblick auf die alternative Modemesse London Edge

Für Informationen um die London Edge in Las Vegas oder London zu besuchen, klicken Sie hier: www.londonedge.com/Visiting.html

Für mehr Informationen, um auszustellen, kontaktieren Sie die London Edge hier: www.londonedge.com/Exhibiting-at-LondonEdge.html.

Der Laufsteg der Modemesse London Edge

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Oldtimertreffen: Das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck

Oldtimer Classic Festival Schloss Lembeck

(Werbung – ja, wir bekommen Geld dafür, aber der Tipp ist trotzdem prima!)

Sich einmal wieder schickmachen und in stilvolle Vintage Kleidung hüllen, wundervolle alte Autos bei einem Oldtimertreffen bewundern und ein edles, herrschaftliches Ambiente genießen – das hört sich für Sie verheißungsvoll an? Dann ist das Oldtimer Classic-Festival auf dem westfälischen Wasserschloss Lembeck bei Dorsten vom 20. – 22. Juli 2018 das richtige für Sie!

Die Premiere der Veranstaltung im letzten Jahr war ein voller Erfolg. Kein Wunder, dass die Veranstalter Klaus Koehne und Thomas Schlott daran anschließen wollen. Und sie haben sich einiges einfallen lassen, um das Erlebnis noch runder, noch vielfältiger und noch lohnenswerter zu machen.

Savoir Vivre rund um den Oldtimer

Die Kulisse mit dem Schloss und einem herrlichen Gartenambiente setzt den Rahmen für die chromblitzenden Träume auf 4 Rädern. Diese können nicht nur bewundert, sondern bei den zahlreichen Händlern in allen Preisklassen auch gekauft werden. Und für wen ein neues, altes Auto nicht erschwinglich ist, der wird sicher an den Marktständen des Oldtimerfestivals mit Mode, Kunst und Lifestyle für Retro-Freunde fündig. Auch für das leibliche Wohl ist selbstredend gesorgt – vom U.S.-Burger über Flammkuchen, bis hin zum Festzelt von Starkoch Thomas Püttmann ist für jeden Gaumen etwas dabei.

Doch auch über das „klassische“ Angebot eines Oldtimertreffens hinaus hat das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck einiges zu bieten.

Am Freitag gibt es eine Pre-Party, die Sie mit oder ohne Abendessen buchen können, und bei der die „Wonderfrolleins“ (die Sie auch schon aus dem Vintage Flaneur kennen) für Spaß und musikalische Unterhaltung sorgen.

Am Samstag bietet das Festival neben einer Ausfahrt der Oldtimer einen vom fachkundigen und bekannten Moderator Georg Meyering begleiteten „Concours d’Elegance“, bei dem die prachtvollsten Autos präsentiert werden. Die Jury sind dabei Sie, wertes Publikum, die Sie per Stimmkarte Ihren Favoriten wählen können. Dazu kommen gleich zwei Sonderausstellungen: Eine mit Vorkriegsoldtimern und eine mit legendären Straßenkreuzern.

Sie möchten einmal etwas ganz anderes sehen und erleben? Wie wäre es mit einer historischen Dampfwalze aus dem Jahre 1925? Eine solche fährt über das Gelände und präsentiert sich fauchend dem Publikum. Oder vielleicht steht Ihnen der Sinn nach einer Rundfahrt in einem legendären Oldtimer-Haubenbus? Dies wird am Sonntag möglich sein, in einem original Mercedes O3500 von 1954.

So wird das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck seinem Motto: „Savoir Vivre rund um den Oldtimer“ ohne Mühen gerecht – ein guter Tipp für ein fantastisches Wochenende! (Lesen Sie nach dem Foto weiter)

Szene vom Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck
(c) Classic-Festival Event GmbH

Das Oldtimertreffen in Zahlen

Das Oldtimer-Festival beginnt mit der Pre-Party am Freitag.

Regulär geöffnet ist das Festival dann am Samstag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr, und am Sonntag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Die Tickets bekommen Sie im Vorverkauf ausschließlich über die Webseite www.classic-festival.de. Natürlich gibt es auch eine Tageskasse.

Das normale Tagesticket kostet € 15,00 pro Person, Kinder bis 14 Jahre sind frei!

Eine andere Möglichkeit ist das „Picknick-Ticket“ für € 35,00: Darin ist ein großzügiger Parkplatz für den eigenen Oldtimer auf der Schlosswiese sowie 2 Tagestickets mitinbegriffen. Dieses Ticket ist perfekt für Oldtimerbesitzer, die gerne innerhalb des Schlossparks parken wollen.

Und wer erst am Nachmittag vorbeischauen will oder kann, der kauft am besten ein vergünstigtes „Nachmittagsticket“ für € 10,00 an der Tageskasse, das ab 15:00 Uhr gültig ist.

Alles über die Anmeldefrist zum Concours d’Elegance oder die Verfügbarkeit von Plätzen zur Ausfahrt erhalten Sie ebenfalls auf der Seite www.classic-festival.de

Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck – let the good times roll…

Autos beim Classic-Festival Schloss Lembeck
(c)Classic-Festival Event GmbH

Bilder (c) Classic-Festival Event GmbH und Thomas Schlott

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Mein Start in den Vintage Lifestyle

Frau in geblümten Kleid

Dies ist der Anfang meiner Reise in den Vintage Lifestyle. Ich bin bereit, mich auf den Weg zu machen. Ich stehe mit meinen rot lackierten Fingernägeln, dem neu erstandenen 50iger Jahre Swing Rock im Karo-Muster, dem weißen flauschigen Retro-Pulli und in meinen schwarzen Pumps an der Bushaltestelle. Bereit. Warte auf den Bus, der mich mitnimmt in eine Zeit, die ich eigentlich nicht kenne. Aber mit der ich mich so verbunden fühle.

Vintage Lifestyle: So gings los

Angefangen hat alles vor ca. acht Wochen. Da muss ich mich mit dem Vintage-Fieber angesteckt haben. Ich bin ihm seitdem gnadenlos ausgeliefert. Diese vielen, wunderschönen Frisuren, diese glitzernden Broschen und das wunderschöne Make-Up.- der Wahnsinn.

Ich weiß nicht, wie genau ich auf den Vintage Lifestyle gestoßen bin. Wir sind gerade am Ausbau unseres Hauses und ich glaube, ich war auf der Suche nach einer Lampe für unsere neue Büro-Einrichtung. So eine kleine, mit einem kleinen Lampenschirm. Vintage halt!

Da muss es passiert sein. Plötzlich landete ich auf einem Blog. Einem Vintage-Blog. Ich weiß noch wie ich dachte: „Wow, sie sieht einfach so wahnsinnig hübsch aus. Dieser Stil steht ihr unglaublich gut!“ Kann mir das auch stehen, würde ich auch so unglaublich zufrieden und einfach mal wieder richtig hübsch aussehen können?

Und so startete ich meinen eigenen Weg zum Vintage Lifestyle

Innerhalb von einem halben Tag hatte ich den ganzen Block durchforstet, klickte mich durch mehrere Klamotten-Stores und am Ende des Tages saß ich da: Mit zwei neuen Swing- Röcken, zwei neuen wahnsinnig edlen Oberteilen sowie einer Brosche im Warenkorb – und ganz vielen Träumereien im Kopf.

Das Eintreffen des Postboten zwei Tage später konnte ich kaum abwarten. Wird es mir überhaupt stehen, sieht es nicht vielleicht doch etwas lächerlich aus, an mir? Fünf Minuten später stehe ich vor meinem Spiegel, drehe mich im Kreis und lasse meinen Swing Rock fliegen. Ich fühle mich einfach wunderbar. Ob er mir steht? Sicher! Ich sehe phantastisch aus, ich fühle mich phantastisch.

Und wo gehts nun hin?

Jetzt kann meine Reise beginnnen. Ich bin mir sicher, es wird dauern, bis ich ankomme. Ich werde viel ausprobieren und einiges wird mir nicht stehen, in vielem werde ich mich nicht wohl fühlen. Aber es gibt so viel zu entdecken. Ich bin bereit.

Hier stehe ich nun, mit meinen rot lackierten Fingernägeln, dem 50iger Jahre Swing Rock mit Karo-Muster, dem weißen flauschigen Retro-Pulli und in meinen schwarzen Pumps. Da vorne kommt der Bus, ich bin aufgeregt und freue mich. Ich steige ein und nehme Platz neben all diesen wunderschönen Frauen, die sich mit mir auf eine Reise machen- in eine Zeit, die wir eigentlich nicht kennen. Mit der wir uns aber dennoch so verbunden fühlen.

Katrin D.

Foto: Stocksnap Valeria Boltneva

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20er Jahre Party geben

Frau im 20er Jahre Kleid vor Piano

Feiern wie der große Gatsby mit einer grandiosen 20er Jahre Party – das ist derzeit das hohe Ideal einer Feier. Legendär erscheinen die Zusammenkünfte der Roaring Twenties, unabhängig davon, ob im glanzvollen Amerika oder dem verruchten Berlin der Weimarer Republik. Rauschhaft kommt sie uns vor diese Zeit und vor allem ihre Parties, hemmungslos und prachtvoll. Wer kann sich dieser Ästhetik schon entziehen? Auch wir lieben sie und haben in Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs so einiges Glitzerndes und Glamouröses für ein solches Fest zusammengetragen.

In diesem Zuge kam eine Leserin auf uns zu und fragte nach Tipps für eine eigene Festivität im Stil der 20er. Seither frage ich mich, ob man die so wirklich geben kann.

Die 20er Jahre – abseits der Pracht

Werfen wir einen kleinen, nur oberflächlichen Blick nach hinten: Die 20er Jahre waren wirklich sehr weit von unserem heutigen Leben entfernt. Im Zuge von schillernden Figuren wie dem Großen Gatsby blenden wir gerne aus, dass es eine finanziell und gesellschaftlich sehr schwierige Zeit war. Der erste Weltkrieg war gerade vorbei, viele Menschen bitter arm, vom Krieg traumatisiert, viele Väter, Söhne, Brüder waren nicht zurückgekommen oder seelisch oder körperlich verletzt. Viele alten Überzeugungen, moralisch wie politisch, waren in den Grundfesten erschüttert worden. Es war eine pessimistische Generation, von F. Scott Fitzgerald und Getrude Stein als „verlorene Generation“ oder Frankreich als „Generation in Flammen“ bezeichnet. Und auch abseits des Krieges war die Lebenswelt eine andere: An eine Wohnkultur wie heute beispielsweise war gar nicht zu denken in einer Zeit, wo viele in Zimmern mit nur der allernötigsten Ausstattung lebten, ohne Bad, ohne fließendes Wasser, ohne Elektrizität (das gab es natürlich alles schon, aber es war keineswegs für jeden zugänglich). Das schreibe ich nicht, um den moralische  Zeigefinger gegen 20er Jahre Feiern zu erheben, sondern weil es elemtarer Bestandteil auch der Feierkultur war. (lesen Sie unter dem Bild weiter)

Zwei Damen in 20er Jahre Kleidern
Aus Ausgabe 19 von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty, hinten: Teresa von Thée in Vecona Vintage, vorne: Paula Walks in Frock & Frill

Das androgyne Schönheitsideal des Flappergirls beispielsweise hat eigentlich einen eher unschönen Hintergrund: Die jungen Mädchen hatten lange gehungert und waren mangelernährt, daher waren sie per se viel schmaler als Frauen heute. Und auch, dass das Korsett damals in die Kritik geriet und as lockere Kleid in Mode kam, hatte nicht nur mit modischer Entwicklung und Emanzipation zu tun: Viele Frauen mussten nun, da die Männer auf dem Schlachtfeld waren, arbeiten und legten das Korsett daher ab, nicht aus hehren Idealen. An dieser Stelle stößt man einmal mehr auf das spannende Phänomen, dass der Krieg, bei all seinen Schrecken, die Frauenbewegungen immer vorangetrieben hat (das gilt auch für den zweiten Weltkrieg wieder). Durch das Wegfallen der Männer zu Hause kam es für die weiblichen Mitglieder der Familie zu einer anderen Situation. Das Arbeiten war mühselig, gab aber auch ein neues Selbstbewusstsein. Und es war oft kein Vater und kein Bruder zu Hause, der die jungen Mädchen, die nach Ablenkung vom Alltag hungerten, zu Hause hätten halten können – was ihnen die Möglichkeit gab, Feiern zu gehen, zu rauchen und gegebenenfalls auch moralische Grenzen hinter sich zu lassen.

Die eben erwähnte Wohnsituation trieb viele Menschen aus dem Haus. Wie viel schöner war es doch in einer Bar oder einem Café oder einem der legendären Tanzhäuser Berlins (wenn man es sich leisten konnte) als in einem kargen Zimmer. Liebe Flaneure, gerade die großen Tanzhäuser müssen unglaublich gewesen sein, mit unendlich viel Phantasie (und Budget wie es scheint) eingerichtet, mit Wasserfällen, Telefonleitungen von Tisch zu Tisch, Spiegeln, Lüstern, exotischen Tieren und und und. Investitionen in Amüsementbetriebe lohnten sich: Keiner wollte zu Hause bleiben, und der eben überstandene Krieg ließ den Menschen das Geld aus der Tasche fließen. Das Leben konnte so kurz sein, es wollte genossen und die Erinnerungen an die Übel der Welt vergessen werden.

Vergessen, das ist ein wichtiges Stichwort für diese Generation ohne Zukunft. Und Drogen gehörten da für viele dazu. Zum Mythos der goldenen 20er gehören rauhe Mengen an Alkohol untrennbar dazu (übrigens nicht nur zu den Feiern, trinken war alltäglicher als heute, weil es weniger umstritten war). Aber nicht nur das, auch andere Rauschmittel wie Opiate, Kokain oder Heroin waren zu bekommen und wurden viel hemmungsloser genutzt als heute. Schwierig zu bewerten erscheint mir die Sexualität der damaligen Zeit, zwischen alten Moralvorstellungen und dem Gefühl, das Leben sofort genießen zu müssen (und vielleicht für eine Nacht mit Gefälligkeiten auch von einem Herren den ganzen Abend eingeladen zu werden).

Ganz sicher ist jedoch: Mit Tipps für eine „echte 20er Jahre Party“ stoße ich an meine Grenzen. Wir können und wollen die Zeit nicht zurückdrehen. Und ich kann Ihnen schlecht raten, lebende exotische Vögel als Dekoration in Ihr Wohnzimmer zu setzen, Ihren Gästen eine Schellackplatte aufzulegen und Ihnen dann reichlich Opiate anzubieten. Seien wir ehrlich: Wenn wir eine 20er Jahre Party feiern, dann lehnen wir uns optisch und musikalisch an, aber wir feiern einen Traum, einen Mythos, und sollten das auch genau so genießen.

Nun aber doch: Tipps für die 20er Jahre Party

Damit aber wenigsten ein bisschen der passende Flair aufkommen kann, will ich wenigstens versuchen Ihnen etwas an die Hand zu geben. Am einfachsten ist der Weg zu einer professionell organisierten 20er Jahre Party zu gehen wie der Boheme Sauvage oder „Party like Gatsby“, e sgibt derzeit verschiedene Anbieter. Da ist schon für eine tolle Location und oft ein bombastisches Unterhaltungsprogramm gesorgt. Sie müssen nur noch die passende Garderobe (die Sie zum Beispiel in Ausgabe 25 der Vinatge Flaneurs finden) sorgen und für das passende 20er Jahre Make-up.

Es soll aber doch bei Ihnen daheim sein?

Passende Kleidung und Make-up sollten selbstredend auch hier nicht fehlen. Für das Essen spare ich mir Tipps – die Essgewohnheiten der 20er sind weit weg von unseren und Sie werden viele „echte Rezepte“ nicht nachmachen können oder wollen. Machen Sie einfach etwas Leckeres, nicht wahr? Sorgen Sie für passende Musik (je nach Geschmack, alte Schlager, Swing oder Elektro-Swing beispielsweise). Ein Trichter-Grammophon ist natürlich sehr zierend, funktionierende Repros sind für nicht allzuviel Geld zu bekommen – allerdings dürfen Sie von einem 60 Euro Gerät auch keine große klangliche Leistung erwarten. Außerdem bräuchten Sie dann noch jede Menge Nadeln und natürlich passende Schellackplatten – wenn es ums Musikhören geht bleiben Sie also vielleicht einfach bei Ihrem gewohnten Gerät. Als Dekoration bieten sich massig Stoffe an, dunkle und Gold vielleicht. Prächtige Blumen, große Vasen, alte Teppiche, es darf üppig sein. Versuchen Sie Ihre Wohnung zu verzaubern, dann erreichen Sie die Stimmung, die wir alle an den 20er Jahre Partys so lieben.

(Bild oben: Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Model: Lisa Denise, Mode via Fräulein Backfisch)

Frauen im 20er Jahre Stil
Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Models. Kety Biela und Malena, Mode via Fräulein Backfisch (vorne), Vecona Vintage und Maliné (Turban) hinten
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Vintage Weihnachten – Weihnachtsbräuche und -symbole

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole

Weihnachten – das ist ein überaus verheißungsvolles Wort! Jeder von uns verbindet mit der Vorweihnachts- und Festtagszeit sicherlich ganz spezielle Erinnerungen aus Kindertagen. Für die meisten von uns gehört der Duft von Plätzchen in die Adventszeit, ebenso wie Kerzenschein und Zeit mit der Familie. Unvorstellbar außerdem: Ein Weihnachten ohne den lichtgeschmückten Weihnachtsbaum und das oft üppige Festtagsessen.

Um ein richtiges Vintage Weihnachten zu feiern, ist mehr nötig als das perfekte retro Styling für sie und ihn oder true vintage Christbaumkugeln. Weihnachten bedeutet vor allem Zeit für Familie und hat viel mit Tradition und Brauchtum zu tun. Für einige Familien gehört es z.B. bis heute zum Heiligen Abend, in die traditionelle Christmette zu gehen und manche stellen noch immer, wie schon ihre Eltern und Großeltern, eine Weihnachtskrippe in ihrem Wohnzimmer auf.  Eine gute Gelegenheit, den Bräuchen und Symbolen der Adventszeit und der Weihnachtstage einmal auf den Grund zu gehen!

Vorweihnachtszeit – Wann kommt endlich das Christkind?

Zur Vorweihnachtszeit gehört ganz klar der Adventskranz. Mit jedem Adventssonntag wird eine weitere der vier Kerzen entzündet bis das Weihnachtsfest endlich vor er Tür steht. Der Adventskranz geht dabei auf den Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 für die Kinder in seinem Haus einen Holzkranz mit 23 Kerzen baute. An jedem neuen Morgen durfte eine weitere Kerze angezündet werden. Unser heutiger Adventskranz aus Tannengrün ist eine vereinfachte Version dieses Holzkranzes und hat zog erst um 1900 in jeden weihnachtlich gestimmten Haushalt ein.

Auch der bei Kindern wie Erwachsenen so beliebte Adventskalender gehört in die Vorweihnachtszeit. Bis zum Heiligabend darf jeden Tag ein neues Türchen geöffnet werden. Dabei gibt es den Adventskalender tatsächlich noch gar nicht so lange: Die fabelhafte Idee hatte ein Unternehmer aus München im Jahr 1903: er druckte einen Kalender mit 24 Feldern, auf den Kinder zunächst bunte Bilder kleben konnten. Die Idee, hinter den Zahlen und Türchen Schokolade oder andere Süßigkeiten zu verstecken, entwickelte sich sogar noch sehr viel später.

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole
Fotos aus Ausgabe 19: Fotografie und Bearbeitung: Jamari Lior, H&M: Christina vom Little Shop of Beauty in Bonn, Model: Paula Walks.

O Tannenbaum – Der Weihnachtsbaum

Zum Weihnachtsfest gehört hierzulande ein passender Baum, d.h. eine schöne, dunkelgrüne Tanne, die dann mit allerlei Glaskugeln, Figuren, Strohsternen, Kerzen und wahlweise ganz viel Lametta behangen wird.

Schon im Mittelalter galten grüne Zweige in der Winterzeit als Hoffnungsträger, sie standen für neues Leben und so hängte man Misteln, Tannen- und Eibenzweige auf, um damit in der kalten Weihnachtszeit das Leben zu feiern und böse Geister fern zu halten.

 

Im Mittelalter wurde das Weihnachtsfest übrigens öffentlich gefeiert: dazu gehörten schon damals Weihnachtsmärkte, Festumzüge auf den Straßen und Krippenspiele in den Kirchen. Die meisten Weihnachtsbäume wurden öffentlich auf großen Plätzen aufgestellt, ganz ähnlich wie die Maibäume und sie hießen dementsprechend auch Weihnachtsmaien.

Einer der ersten erwähnten Weihnachtsbäume stand 1419 im Freiburger Heilig-Geist Spital. Er war nicht wie heute üblich mit Glasschmuck und Kerzen versehen, sondern wurde mit Lebkuchen, Äpfeln und Nüssen behängt, die dann am Neujahrstag geplündert werden durften.

Erst mit der Aufklärung, in deren Kontext die teils bis ins Mittelalter zurückreichenden Bräuche als Aberglauben bekämpft wurden, hielt das Weihnachtsfest in die immer wichtiger werdende Familie und den geschützten Privatraum Einzug und so fand auch der Weihnachtsbaum allmählich seinen Weg in die Wohnzimmer, zunächst allerdings vornehmlich in protestantischen Familien. Für Katholiken war weiterhin die Weihnachtskrippe die wichtigste Requisite der Weihnachtszeit.

Es glitzert und funkelt – Der Christbaumschmuck

Für viele von uns gehören Lichter an den Weihnachtsbaum und wahrscheinlich kennt jeder von uns einige Verfechter der Tradition, nur echte Kerzen an den Baum zu stecken und die Lichterketten mit Nicht-Achtung zu strafen. Die Tradition, den Weihnachtsbaum, mit Kerzen zu schmücken, ist übrigens noch gar nicht so alt. Erst im 19. Jahrhundert und mit den Stoffen Stearin und Paraffin brachte das Kerzenlicht weihnachtliches Leuchten in die Haushalte und an den Tannenbaum.

Ebenso verhält es sich mit den gläsernen Christbaumkugeln, im 18. Jahrhundert behängte man die sogenannten Zuckerbäume noch mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen, die gerne auch schon vergoldet sein durften. Wann genau dann die große Produktion der gläsernen Weihnachtsbaumkugeln einsetzte, kann offenbar nicht mehr mit Sicherheit zurückverfolgt werden. Es existiert z.B. die Geschichte, dass sich im Jahr 1847 einer der traditionellen Glasbläser in Lauscha die schönen Äpfel und Nüsse für den Baum nicht leisten konnte und sich den Baumschmuck daher selbst aus Glas anfertigte. Belegbar dagegen ist, dass 1848 in Lauscha ein erster Auftrag über sechs Dutzend Glaskugeln aufgegeben wurde.

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole
Fotos aus Ausgabe 19: Fotografie und Bearbeitung: Jamari Lior, H&M: Christina vom Little Shop of Beauty in Bonn, Models: Teresa von Thée & Paula Walks.

Christkind, Santa Claus & Co

Am 24. Dezember hat all das Warten dann endlich ein Ende: an Heiligabend kommt das Christkind (oder in vielen Familien inzwischen der Weihnachtsmann) und legt die Geschenke unter den festlich geschmückten Tannenbaum. Doch das ist nicht überall der Fall: In den Niederlanden dagegen ist nicht der 24. Dezember der höchste Weihnachtstag, sondern der Nikolaustag und damit der 6. Dezember. In Großbritannien, den USA und Australien bringt Santa Claus oder Father Christmas die Geschenke durch die Schornsteine in die Häuser und die Bescherung folgt erst am Morgen des 25. Dezembers.

Abseits von diesen inzwischen schon allseits bekannten Figuren der Weihnacht gibt es aber auch noch andere spannende Weihnachtsbräuche und Symbole: in Spanien sind es beispielsweise die Heiligen Drei Könige, die den Kindern am 6. Januar die Geschenke bringen und ihre Ankunft wird schon am Tag zuvor mit großen Straßenumzügen gefeiert. Während in Spanien fast überall Weihnachtskrippen aufgestellt werden, finden sich unsere so geliebten Weihnachtsbäume eher selten.

In Italien ist Weihnachten (natürlich!) ebenfalls ein großes Familienfest, auch hier werden die Kinder am Dreikönigstag beschenkt, hier ist es allerdings die weise Hexe Befana, die durch die Kamine in die Häuser rutscht und in den Schuhen der Kinder Geschenke hinterlässt. In einigen Teilen des Landes werden die Kinder auch schon am Heiligen Abend durch das Gesû bambino (das Christkind) oder von Babbo Natale, eine Version des Weihnachtsmannes, beschenkt.

Auch, wenn es sicher noch sehr viel mehr zu den vielen Symbolen der Weihnachtszeit zu sagen gäbe, endet hier unser kleiner Ausflug durch die Welt der Weihnacht, der sie hoffentlich ein wenig auf diese besondere Zeit des Jahres einstimmen konnte.

Erzählen Sie uns doch gerne in einem Kommentar von Ihren speziellen Bräuchen und Erinnerungen oder was Sie traditionellerweise an Ihren Weihnachtsbaum hängen.

Abendmode für die Festtagszeit, jede Menge Geschenktipps, Do it Yourselfs und vieles mehr finden Sie auch in der Weihnachtsausgabe 25.

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Frozen Devil – Fruchtige Sorbets mit Schuss für Genießer

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil

(Advertorial) Was gibt es Schöneres als eine kühle Erfrischung an einem sommerlich-warmen Tag mit Sonnenschein? Die leckeren Sorbets mit Schuss von Frozen Devil sind aber nicht nur im Sommer ein Genuss, sondern sicher auch ein Highlight für einen schönen Feierabend. Im Interview hat uns die Inhaberin von Frozen Devil Dunia El-Said ganz persönlich von der Firmengründung und den tollen Sorbet-Sorten erzählt:

Möchten Sie uns Ihre Geschichte zu erzählen: Wie kamen Sie auf die Idee, qualitativ hochwertige Eissorten mit Alkohol zu produzieren und Frozen Devil zu gründen?

Seit 20 Jahren beschäftige ich mich als Beraterin der Lebensmittelbranche mit dem Thema Lebensmittel. Die letzten 8 Jahre habe ich mich schwerpunktmäßig dem Dessert gewidmet. Was mir gefehlt hat war ein hochwertiges Dessert, gefroren, speziell für Erwachsene, aber leicht und fruchtig sollte es sein. Ich habe zunächst ein Jahr lang diese Idee mit mir herum getragen und dann endlich mit den Versuchen für ein Sorbet mit Schuss begonnen. Nach einem weiteren Jahr hatte ich drei leckere Sorbets entwickelt. Nun stand ich vor der Frage was damit tun… Viele Freunde und vor allen Dingen meine Familie haben mich bei dem Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt.

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil
Der Bestseller von Frozen Devil – Mango & Gin

Sie sind Unternehmerin und Mutter, wie Sie uns erzählt haben, gab es spezielle Hürden zu meistern. Welche Eigenschaften braucht man als Start-Up-Unternehmen Ihrer Meinung nach besonders?

Ja als Mutter zweier Kinder und mit einem Mann, der beruflich sehr stark eingespannt ist, braucht es eine 100% ige Überzeugung für die eigene Idee. Trotz der Überzeugung braucht man den Rückhalt der Familie, da unendlich viele Stunden Arbeit den Weg in die Selbstständigkeit pflastern. Zudem benötigt man ein finanzielles Polster, denn es ist zunächst einmal eine finanzielle Durststrecke angesagt. Welche Eigenschaften man besonders benötigt? Ein starker Wille seine Idee zu verwirklichen , Offenheit Veränderungen anzunehmen: Der Weg geht nicht gerade nach oben, es treten Umstände auf, mit denen man nicht rechnet, Spaß am Netzwerken, denn vieles läuft zunächst nur über Kontakte, Bereitschaft viel Neues zu lernen, denn wer beherrscht schon von A wie Akquise über S wie Steuer bis P wie Produktion alle Bereiche…?

Was ist Frozen Devil und welche Sorten gibt es? Haben Sie selbst einen Favoriten unter den Sorten von Frozen Devil?

Frozen Devil ist das erste handgefertigte Sorbet mit Alkohol welches in den Supermärken zu kaufen gibt.  Frozen Devil steht für exquisiten Genuss. Lieber Klasse statt Masse. Alle Produkte sind Vegan, Glutenfrei und ohne Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt. Es gibt die Sorten: Mango & Gin, Strawberry & Rum und Blueberry & Vodka.

 

Meine Lieblingssorte ist Blaubeere mit Wodka, obwohl diese am schwersten zu produzieren ist und ich jedes Mal bei der Reinigung meiner Eismanufaktur darüber nachdenke besser ein helles Sorbet zu produzieren.

Der Bestseller ist Mango mit Gin. Die Kunden lieben den Geschmack als würde man in eine Flugmango beißen. Der Gin verstärkt dieses wundervolle Aroma noch weiter.

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil

Worauf achten Sie besonders hinsichtlich der Zutaten?

Für mich ist es wichtig, dass die Zutaten kein allergenes Potential haben. Zudem kaufe ich die Früchte immer bei einem Händler, von dessen Qualität ich überzeugt bin. Nur so kann ich eine gleichbleibende Qualität des Endproduktes garantieren.

Wo produzieren Sie und wo kann man Frozen Devil kaufen?

Hergestellt werden die Devils in Bad Godesberg in meiner eigenen Eismanufaktur. Ich habe mich sehr bewusst dagegen entschieden die Produktion an ein Femdunternehmen abzugeben, da ich ansonsten nicht nach meinem Verfahren gearbeitet werden würde. Der Nachteil ist allerdings, dass ich nur langsam wachsen kann, da die Produktionskapazitäten begrenzt sind. Der Prozess ist sehr zeitintensiv dafür erhalte ich ein Spitzenprodukt.
Kaufen kann man die Devils in Bonn bei Edeka Mohr, Edeka Schüller, im Early Bird, im Schni, bei Kooki, Herrn Schlösser und im BTHV. In Hamburg bei Feinkost Ahrend. In Köln bei Edeka Engls. Wir versenden das Eis sehr gerne in speziellen Verpackungen oder man kann es nach Rücksprache mit mir in der Eismanufaktur abholen.

Haben Sie drei Tipps für uns und unsere LeserInnen wie man möglichst cool durch den Sommer kommt?

„Cool bleiben“ gelingt prima bei einem Spaziergang am frühen Morgen bevor der Trubel und die Hitze des Tages aufsteigen, Mittags einfach mal Eiswürfel an die Arme und den Kopf reiben und abends ein Frozen Devil mit Freunden genießen und dabei Spaß haben!

Haben Sie auch Lust auf einen Frozen Devil bekommen? Dann schauen Sie bei Frozen Devil vorbei: www.frozen-devil.com

Mehr Tipps für den Sommer finden Sie u.a. auch im Vintage Flaneur Nr.23.

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Von der Liebe zu Sammeltassen und Zuckerdosen – Vintage Porzellan von Goldröschen

Thementisch Kaffeetafel von Goldröschen Porzellanverleih

(Advertorial) In unserer Modestrecke zum Thema „Vintage Hochzeit“ der Ausgabe Nr.22 des Vintage Flaneurs stehen unsere zauberhaften Vintage Bräute u.a. an einer wunderschön gedeckten Kaffeetafel. Das unglaublich feine Kaffeeservice mit Goldrand, die Zuckerdosen, Etageren und kristallenen Karaffen ist echtes Vintage Porzellan und wurde uns freundlicherweise von Anja Happe von Goldröschen zur Verfügung gestellt, die wir Ihnen heute näher vorstellen wollen:

Als Spezialistin für die schönsten Kaffeekränzchen und stilvoll gedeckten Hochzeitstafeln bietet Anja Happe mit „Goldröschen“ ausgesuchtes Vintage-Porzellan und Nostalgie-Dekoration für Hochzeiten, Geburtstage und Feste zum Verleih an. Seltene Sammeltassen, Kaffeeservices, alte Tee- und Kaffeekannen, Vintage-Kaffeelöffel und Kuchengabeln, Milchkännchen und Zuckerdöschen sowie Kuchenplatten und Etageren – über 2.500 liebevoll gesammelte und zusammengetragene Erbstücke rund um den gedeckten Tisch finden sich aktuell in ihrem Sortiment.
Um den gedeckten Tisch komplett abzurunden, bietet das Goldröschen-Team neben Vintage-Porzellan, altem Besteck und Kristallgläsern auch passende Tischwäsche und nostalgische Dekoration zum Ausleihen an. Für den Extra-Klecks Sahne auf der Torte sorgt dabei Anja Happes langjährige berufliche Expertise rund um Porzellan, Besteck und Gläser, die sie in die individuelle Beratung aller Kunden einfließen lässt.

Für die Leserinnen und Leser des Vintage Flaneurs hat Anja Happe noch ein paar Fragen rund um ihr wunderschönes Vintage Porzellan beantwortet:

Vintage Porzellan von Goldröschen im Vintage Flaneur Nr.22
Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, Vintage Porzellan: Goldröschen

Woher kommt Ihre Leidenschaft für Sammelporzellan? Was fasziniert Sie daran besonders?

Meine Familie und ich leben in einem über 100 Jahr alten Haus, welches echten Retro Charme versprüht. Ich liebe die vielen kleinen Ecken und Kanten unseres Hauses und frage mich ganz oft, was hier wohl schon alles geschehen ist. Und genau so geht es mir mit meinem Sammelporzellan. Mein ältestes Service ist von einer Hochzeit am 18. Oktober 1894. Die Geschichten – das Besondere, das diese Gegenstände ausstrahlen, faszinieren mich.

Wie ist Goldröschen entstanden? Wann haben Sie den Entschluss gewagt, sich mit Ihrer Leidenschaft selbstständig zu machen?

Wir haben unsere eigene Winter-Hochzeit in einer alten umgebauten Scheune gefeiert und mussten vom Mobiliar bis zur Deko alles selber organisieren und vor Ort bringen. Meine Omas und Tanten haben für unsere Hochzeit  ihre Schränke leer geräumt und es entstand ein wundervolles buntes Sammelsurium aus dem unterschiedlichsten Porzellan. Bei vielen Gästen hat es Erinnerungen geweckt – wie wir bspw. selber als Kinder aus diesem Porzellan unseren Kinderkaffee von meiner Oma bekommen haben. Das Eis war bei allen Gästen sehr schnell gebrochen und unsere Hochzeit war ein rundum gelungenes Fest.

Nach der Geburt meiner beiden Töchter habe ich dann im Jahr 2015 den lang gehegten Wunsch der Selbstständigkeit mit Goldröschen gewagt, und statte heute Feste und Feier jeder Art und Couleur mit meinem Retro Porzellan und der nostalgischen Dekoration aus.

Thementisch "Wedding Table" von Goldröschen
Thementisch „Hochzeitstafel“ von Goldröschen – Vintage Porzellanverleih. Foto von Yvonne Haag.

Woher stammt all Ihr wunderschönes Vintage Porzellan?

Den Grundstein hat damals tatsächlich das Familienporzellan für unsere eigene Hochzeit gelegt. Heute findet man mich oft auf Trödelmärkten, wo ich manchmal „neues“ altes Porzellan und Deko für meinen Verleih finde. Manchmal sucht das Porzellan allerdings auch seinen Weg zu mir und wir begegnen uns an den unterschiedlichsten Orten. Es gibt also viele Wege, in die Goldröschen-Familie aufgenommen zu werden.

Für welche Anlässe wird Ihr Porzellan gebucht?

Für jede Art von Fest. Sei es eine kleine Familienfeier zur Taufe oder einen runden Geburtstag, eine große Hochzeitsfeier, ein Gartenfest oder auch Betriebsfeiern mit bis zu 250 Personen. Immer öfter kommen jetzt auch Anfragen für das „Getting Ready“ der Braut. Viele Frauen wollen die letzten ruhigen Momente vor ihrem großen Tag noch einmal in Ruhe mit ihren Lieben genießen und was hilft da besser, als eine schöne Tasse Tee und ein wenig Gebäck?

Mein Porzellan und die nostalgische Dekorationen tanzen einfach gerne auf jeder Feier und jedem Anlass mit!

Vintage Brautkleid von küssdiebraut
Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, H&M: Ioanna – Hair & Make Up, Model: Michelle Ramone, Kleid: küssdiebraut, Vintage Porzellan: Goldröschen

Gibt es in diesem Zusammenhang ein Ereignis oder eine spezielle Geschichte, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Jede Feier und Hochzeit ist auf ihre Art einzigartig und wunderschön. Es gibt so viele tolle private Momente, die die Menschen gebührend mit so viel Liebe zum Detail feiern. Daher sollten diese Ereignisse dann eines auch bleiben: ganz privat.

Gibt es ein Service oder vielleicht auch nur einen bestimmten Gegenstand aus Ihrem Sortiment, den Sie besonders lieb gewonnen haben?

Ich hänge tatsächlich ganz besonders an meinem Hochzeitsservice von 1894. Das Porzellan ist mit bunten Blumen handbemalt und die Kaffeetassen wahnsinnig filigran gearbeitet. Jede Tasse, jeder Teller erzählen eine eigene kleine florale Geschichte. Wenn ich manchmal in Ruhe  eine Tasse Kaffee aus diesem ganz besonderen Porzellan genieße, stelle ich mir oft die Geschichten der Menschen vor, die im Laufe der letzten 120 Jahre mit diesen Tellern und Tassen  gegessen und getrunken haben und frage mich, wie wohl die erste Hochzeit und vor allem die Braut ausgesehen haben mag.

Herzlichen Dank für das Interview, liebe Frau Happe!

Sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht auch noch auf der Suche nach dem ganz besonderen Detail für Ihre Hochzeit oder eine Geburtstagsfeier? Dann schauen Sie gerne bei Goldröschen vorbei! Der Goldröschen-Service umfasst den Köln-Düsseldorfer-Raum sowie Dortmund, Wuppertal, Hagen und den Nürburgring.

Whisky Bar von Goldröschen - Vintage Porzellan
Whisky Bar von Goldröschen – Vintage Porzellanverleih. Foto von Daniela Hitzblech.
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Vintage Mode: Wie trage ich einen Petticoat?

Darf man den Petticoat sehen oder nicht?

Der Petticoat gehört zur retro Mode dazu wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Vielen fällt er bei dem Thema sogar als erstes ein. Tatsächlich wird er jedoch auch heiß umkämpft – denn wie trägt man ihn denn eigentlich, diesen Unterrock?

Kleine Geschichte des Petticoat

Beim Petticoat (übersetzt etwa „Kleiner Umhang“) handelt es sich um einen bauschigen Unterrock aus verschiedenen Stufen. Der Stoff ist je nach gewünschter Fallform sehr steif, klassisch sind Petticoats aus Perlon oder Nylon (heute auch oft aus Tüll), manches Mal verziert mit Rüschen oder Spitze. Meistens besteht er aus einer ersten Stufe, die noch schmal fällt – dem Sattel. Es folgen die ausladenden Stufen, die den Rock der Oberbekleidung in die gewünschte Form heben und dabei die schmale Taille betonen.

Man kann sich denken, dass formende Unterröcke nicht erst seit den 50ern existieren (zumal die vielen Stofflagen einen zusätzlichen Vorteil haben: Sie wärmen die Dame im Winter). Es gibt sie bereits seit dem 16. Jahrhundert. Auch die nach 1840 aufkommenden und weit weniger angenehm zu tragenden Reifröcke (oder Krinolinen) gehören in diese Kategorie.

1947 aber enstand unter Christian Dior ein neues weibliches Formenideal, das seinen Geschichte machenden „New Look“ prägte. Die Damen sollten weich abfallende Schultern haben, runde Hüften und eine extrem schmale Taille. Nicht zuletzt wurde hier auch wieder angefangen, das in den 20ern weitestgehend unpopulär gewordene Taillenkorsett zu tragen. Die schmale Taille konnte aber auch durch einen sehr engen oder eben einen weiten, durch einen Petticoat gestützen Rock hervorgehoben werden. (By the way: Ob Sie eher der der niedliche Weite-Rock-Typ sind oder der Sexy-Pencilskirt-Typ, das können Sie in diesem amüsanten Test herausfinden) – unterm Bild gehts weiter

Sieht man etwa meinen Petticoat?!?
Sieht man etwa meinen Petticoat?!? – Bild aus Ausgabe 18 von Miss Giggles, H&M: Clockstopper Studios, Model: Silvana Denker

In den 50ern gelangte der Petticoat dann zu weiterer Popularität, auch mit dem Boom um den Rock’n’Roll zusammenhängend. Schon hier tat sich erstmals die Frage auf: Darf der Petticoat unter dem Rock hervorschauen oder ist das absolut ungehörig? Immerhin müssen Sie bedenken, dass viele Eltern dieser Zeit überaus prüde waren. Von den Streitigkeiten ungerührt überlebte der Petticoat noch eine ganze Weile, bis in den späten 60ern der Minirock, aber auch mit Twiggy ein wiederum vollkommen neues Formenideal für Frauen aufkam, in das dieser Unterrock überhaupt nicht mehr passte.

Ausgestorben ist er freilich nicht. Natürlich zum einen in der Vintage- und Rock’n’Roll-Szene. In vielen traditionellen Tanzbekleidungen lebte er die ganze Zeit weiter, etwa im Square Dance oder bei den hiesigen Tanzmariechen. In der Braut- und Abendmode ist er ebenfalls ein Evergreen. Wann immer jemand einem Kleid oder Rock eine gefällige, ausgestellte Form geben will, setzt er einen Petticoat ein – wie oft haben Sie schon in Läden Kleider gesehen, bei denen unten die eingenähten Tüllbahnen unter dem Rock hervorschauten? Womit wir zu der umkämpften Frage kommen: Darf das überhaupt sein?!?

Wie lang muss und darf ein Petticoat sein?

Wieviel darf man vom Petticoat sehen?
Foto aus Ausgabe 5 des Vintage Flaneurs von Redtro Photography, H&M: Eliza Dotlittle, Model: Tinka Demand

Eines kann man ganz sicher sagen: Ein zu kurzer Petticoat, das geht nicht. Das hat ganz praktische Gründe. Ist der Unterrock billig und nur ein bisschen Tüll, hat er dann keinen Effekt. Ein echter Petticoat aber macht dann eine Stufe in den Rock, der darüber getragen wird: Es gibt einen Knick, wo der Unterrock aufhört, danach fällt der Rock gerade nach unten. Das sieht wirklich seltsam aus.

Spannender und für mehr Unmut sorgend ist die Frage nach dem zu langen Petticoat. Ursprünglich durfte ein Petticoat nicht unterm Rock hervorschauen. Er war Unterwäsche und genauso wenig wie man seinen BH oder sein Höschen (oder, hätten Sie es gewusst?: bei den Herren auch die Hosenträger) herausblitzen ließ, sollte auch der Unterrock zu sehen sein. Das gehörte sich nun wirklich nicht. Wer es also sehr ernst nimmt mit solchen althergebrachten Regeln, der hat hier sicher recht. Ganz ehrlich: Wir hier in der Redaktion stehen nicht darauf, wenn der Petticoat zu sehen ist. Als Herausgeber einer Modezeitschrift wissen wir aber auch: Alte Regeln sind nicht immer das, wonach sich die Mode richtet (Gott sei Dank). Sie richtet sich auch schlicht nach dem, was eben de facto getragen wird. In einer Zeit, in der das Hervorschauen von Unterwäsche nun wirklich nichts Außergewöhnliches ist (erinnern Sie sich an die Zeit, mit den Hüfthosen und den Tangas?!? DAS war gruselig!) und in der Röcke an und für sich fast schon etwas Besonderes sind kann man nicht unbedingt die alten Messlatten anlegen. Auch haben wir ja schon gelesen, dass bereits in den späten 50ern junge Menschen ihre Eltern damit provozierten, den Petticoat herausschauen zu lassen – über den historischen Background kann man sich also nicht wirklich beschweren. Und ganz ehrlich: Viele der Dekolletés der modernen retro Kleidung wären damals mit Sicherheit auf große Ablehnung gestoßen.

Kurz: Wir plädieren für die Friedensfahne. Man sollte Bescheid wissen, was man tut, das sicher. Allzuoft macht man sich durch den heraushängenden Petticoat vor allem als verkleidet und uninformiert kenntlich. Aber was man nun letzten Endes kleidsam findet, bleibt ja einem selbst überlassen. Wir selber finden es schöner, den Unterrock nicht zu sehen – also werden Sie das im Vintage Flaneur auch kaum finden.

Aber vielleicht sehen Sie es ja anders? Oder genauso? Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Letzter Tipp:

Sie möchten sich einen Petticoat kaufen? Wir können hier nur zu Qualität raten. Ein 25-Euro-Petticoat aus einem Billiglohnland und ein teurer oder gar ein echter Vintage Petticoat – das sind wirklich Welten.

Ein Petticoat kann auch elegant sein
Foto aus Ausgabe 7 von Redtro Photography, H&M und Model: Mademoiselle Parfait de la Neige

Bild oben: Foto aus Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs von Vanessa Marie Fotografie, H&M: Melanie Draeger, Model: Julia Rockets

 

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Ombré Lippenstifte im Test

Catrice Ombré TwoTone Lippenstifte

Zugegeben, unsere Redaktion war Anfangs mehr als irritiert, als der sogenannten Ombré Lippenstift (oder auch Two Tone- oder 2-in-1-Lippenstifte – Lipliner und Lippenstift in einem) herauskam. Ombré für die Haare war ja schon eine zweischneidige Sache, Sie erinnern sich? Ombré, das ist ein Farbverlauf über die Länge, damals der Haare, von hell nach dunkel. Das konnte prima aussehen, aber im Zweifel wirkte es wie rausgewachsene Haarfärbung – und das war dann alles andere als schön.

Und nun auf den Lippen? Wir dachten mit Grauen an die 90er – oder waren es bereits die 2000er – als es eine Weile Mode war, die Lippen sehr dunkel zu umranden und dann heller auszumalen. Schauderhaft! Aber der Trend ist nicht zu übersehen, bringen doch zahlreiche Make-Up-Marken gerade solche Lippenstifte heraus. Und als sich uns die Gelegenheit bot, den von Catrice zu testen, kämpften wir die innere Skepsis nieder und schauten uns das Produkt genauer an.

Der erste Eindruck

Neben dem zuvor genannten „Ohje-Gefühl“ müssen wir sagen, dass die Lippenstifte hübsch aussehen und angenehm duften.

Die Benutzung

Die Lippenstifte haben eine schöne, cremige Konsistenz. Das ordentliche Auftragen ist allerdings etwas schwierig und braucht eine ruhige Hand und etwas Übung. Die Befürchtung, die Lippen könnten zu schmal für das Lippenstiftkonzept sein, bewahrheitete sich aber nicht.

Das Ergebnis

Erstaunlich schön nach unseren anfänglichen Befürchtungen. Die Lippen bekommen lediglich einen leichten 3D-Effekt, die Angst vor einem vollkommen überzogenen Lipliner mit sehr hellen Lippenstift konnten wir begraben. Die Farbe verwischt bei diesem hier etwas zu leicht, und das Rot könnte intensiver sein – der rosafarbene gefällt dagegen gut.

Fazit

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt seine Vorbehalte zu überwinden. Fräulein Kunkel hat den rosa Lippenstift gleich entführt. Das Fräulein Dovermann bleibt lieber bei tiefem und vor allem matten Rot, ganz eindimensional, aber klassisch. Allerdings wechselt Fräulein Dovermann solche Dinge selten – sie benutzt auch annähernd nur eine Handtasche… Für Experimentierfreudige oder Lippenstiftliebhaberinnen sind Ombré-Lippenstifte, von welcher Firma auch immer, sicher eine schöne Abwechslung.

Tolle Make-up oder Frisurentipps gibts übrigens in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs.

 

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Rezept: Lemon Curd

Vintageinspirierte Mode mit britischem Charme

Wir bekamen eine Mail von Madame Gnadenvoll. Sie schrieb uns, dass ihr unser British-Thema in Ausgabe 19 des Vintage Flaneur sehr gefalle, ihr aber ein Rezept fehle, dass sie selber sehr liebe: Das für Lemon Curd, den zitronig süßen Brotaufstrich, den man in England so oft findet. Sie war so nett, uns ihr Rezept für Sie zur Verfügung zu stellen!

Sie brauchen:

– 2 Eier Gr. L

– 200 g Puderzucker

– 140 g Butter

– abgeriebene Schale + Saft von 3 Bio Zitronen

– einen guten Teelöffel Vanillepulver (um es weihnachtlicher zu machen und nach Geschmack, man kann die Vanille auch weg lassen oder durch andere Gewürze ersetzen)

So geht es:

Alle Zutaten in einen kleinen Topf füllen. Diesen in einen Topf mit Wasser stellen und im Wasserbad „kochen“ bis die Masse eingedickt ist, das könnte etwas dauern. Wenn das Wasser zu stark sprudelt, den Herd etwas runter drehen. Anschließend kann man den Lemon curd sofort essen oder durch ein Sieb passieren und dann genießen! Abgefüllt in ein Glas hält es sich eine Woche! Super lecker zum Frühstück oder auch zwischendurch! Ich genieße ihn zu jeder Tageszeit :-)!

Ich wünsche viel Freude beim Nachkochen und eine genussvolle Zeit! 🙂 Madame Gnadenvoll

Wir bedanken uns herzlich bei Madame Gnadenvoll für diesen Beitrag! Wenn Sie auch gerne etwas beisteuern möchten, schreiben Sie uns einfach eine Mail an frl_dovermann@vintage-flaneur.de!

Headerbild: Irrlicht Photographie, H&M: Jessels mobiler Frisörservice, Model: Rose Delicate in einem kleid von King Louie, Herrenmode: Vecona Vintage

 

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Ein Einlick in den Vintage Flaneur Ausgabe 19

Der neue Vintage Flaneur Ausgabe 19 bietet wieder alles, was das retroliebende Herz begehrt: Mode, Lifestyle, Rezepte, Do-it-yourselfs, Kultur. Der Vintage Flaneur Ausgabe 19  widmet sich dabei insbesondere den folgenden Themen:

  • „Großbritannien“ mit toller winterlicher Mode im angesagten British-Schick, einer mondänen Frisurenanleitung auch für Hutträgerinnen, Artikeln über London und Sherlock Holmes, großartigen Rezepten die auch der Queen munden würden und viel mehr
  • Wohliger Vintage Winter – Wellness für die kalte Jahreszeit, eine Anleitung für einen bezaubernden Schal oder der perfekte Tee
  • Elegante Weihnachten und glamouröses Silvester – mit festlicher Mode, die Sie zum Träumen bringen wird, einem romantischen Adventskalender zum Selbermachen, Hilfestellungen zum Planen einer retro-Festivität, einem Ausflug zum Silvesterpfad ins winterliche Wien.

Im folgenden finden Sie Auszüge aus dem Vintage Flaneur Ausgabe 19 und im Anschluss das komplette Inhaltsverzeichnis: Belohnen Sie sich selber oder Ihre Lieben mit dieser hinreißenden Ausgabe.

Sherlock Holmes
Sherlock Holmes – von Katja Geiler
Modestrecke im retro British Schick
Modestrecke British Schick – von Irrlicht Fotografie mit Jessels mobiler Frisörservice und Rose Delicate
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion/magazin
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion.de/magazin
DIY für einen Schal
DIY für einen Schal von Starangel
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Ein DIY-Adventskalender und Tipps für Feste
Ein DIY-Adventskalender von Corazonisima und Tipps für Feste von Lili Fiore
Musik: Cool Cats
Musik: Cool Cats

 

Der Inhalt von Ausgabe 19:

Think-it-Yourself: Der Trost von Telefonzellen

Sherlock Holmes: Der Prototyp des Ermittlers

Mondäner British-Style für den Winter

Rückblick: Flaneur Bonn Vintage Weekend

Miss Vintage Flaneur 2016: Rose Delicate im Interview

Literaturhinweis: Best of British

Rezepte: Royal British Beauties

Ein kleiner London (Shopping) Guide

Frisurenanleitung: London Chic with Hat

Winterliche Wellness-Freuden

Do-It-Yourself: Hinreißender Schluppenschal für kalte Tage

Wärme im Wimter: Der perfekte Tee

Klassische Eleganz für Weihnachten und funkelnder Glamour für Silvester

Nostalgische Weihnachts-Inspirationen

Flanieren auf dem Wiener Silvesterpfad

Do-it-yourself: Der Bonbon-Adventskalender

Eine Feier geben ist nicht schwer… Tipps für ein gelungenes Vintage-Event

Wundervolle Geschenkideen für deine Lieben

Der Glanz am Ohr: Keine Angst vor Ohrschmuck

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly Style

Bildband: US-Cars – Legenden mit Geschichte

Qualität und Leidenschaft: Fruchthaus Berlin

Musik: The Cool Cats und The Kölsch Cats

Lotte Tobisch: Die Grande Dame der Wiener Gesellschaft

London Edge: Wieder ein voller Erfolg

Ausstellungshinweis: Peter Gowland’s Girls*

Literaturtipp: Das Schmetterlingsmädchen

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly-Style

Das neue Krimirätsel: Absinth auf Rezept?

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Lena Hoschek: Vintage Storeeröffnung und weitere News

Lena Hoschek bei der Storeeröffnung in Wien

Wiens Innenstadt ist um eine neue „Vintage-Attraktion“ reicher: Lena Hoschek eröffnete ihren neuen Flagshipstore. Die bekannte retroinspirierte Modedesignerin Lena Hoschek ist häufig Gast im Vintage Flaneur: Ob mit ihrer Mode oder auch mit einem ausführlichen Interview in Ausgabe 13,deren Cover sie auch ziert. Nun können wir nun einige News nachliefern: Seit Ende April hat Lena nun in Wien ihren neuen Flagshipstore.

Vintage Stadt Wien

Schon vorher war Wien für Vintageverliebte und Retrointeressierte immer eine Reise wert, zu schön ist diese grandiose Stadt. Doch nun lohnt sich ein Besuch um so mehr. Im geschichtsträchtigen Trattnerhof, direkt im Herzen Wien, ganz nah beim Graben und dem „Goldenen Quartier“ (Wiens Luxus-Einkaufsmeile) eröffnete Lena Hoschek mit einer typisch unkomplizierten, coolen und wie immer sehr sympathischen Feier auf 200 qm ihr durchgestyltes Geschäft. Mit dem Glanz des alten Hollywood, einem Hauch Vintage – so kam die neueste Musik aus einem Vintage-Radio – , hinreißenden Tapeten und einer maßgefertigten Kassentheke bewies Lena auch hier wieder ihr Gespür für Design. Da es aus diesem Anlass auch einen verführerischen Rabatt auf die neuesten Teile ihrer Kollektion gab, wurden neben der hochprozentigen Bar vor allem die Umkleidekabinen gestürmt; die Kollektion dieses Sommers macht Lust auf Landleben in der Provence: Dirndln, Hochzeitskleider, … alles Verführung pur! Und ab heute ist diese wundervolle Kollektion auch noch im Sale – übrigens auch online!Lena Hoschek Flagshipstore in Wien

Aber es wäre nicht Lena Hoschek, wenn dies schon die letzte Schlagzeile wäre. Sie hat einen weiteren „coup“ gelandet: Die „grand-dame“ der Wiener Society, Elisabeth Gürtler (de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_G%C3%BCrtler-Mauthner) die unschlagbar erfolgreiche und stilsichere Sacher-Chefin, Chefin der „Spanischen Hofreitschule“ und frühere Opernballmutter, trägt auf dem von ihr ins Leben gerufenen Sommerball der Bälle, der „Fete impérial“ (www.fete-imperiale.at/fete-imperiale), ein Kleid von Lena Hoschek. Wie es aussieht, ist wie immer ein gut gehütetes Geheimnis, aber nicht mehr lange: der Ball findet nämlich heute, am 24. Juni statt, Karten gibt es noch und ich kann nur bestätigen: es ist ein einziges Märchen-Event!

Mit Grüßen direkt aus Wien, Ihre Silke Ränsch

(Fotos: Atelier Karasinski)

Theke im neuen Lena Hoschek Store

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Vintageinspirierte Mode mit Gewissen: King Louie

Kleidung des Vintage Labels King Louie

Fragt man in der Redaktion des Vintage Flaneurs nach gut im Alltag tragbarer vintageinspirierter Mode, so kommt ganz sicher wie aus der Pistole geschossen die Antwort „King Louie“ – nicht umsonst, unser Frl. Dovermann setzt als „working Mum“ privat viel auf das niederländische Label. Richtig schön sind die Kleider noch dazu, wie das Cover der Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs eindrucksvoll beweist. Was viele nicht kennen, ist die spannende Geschichte und die Ethik hinter diesem Unternehmen. Wir wollen sie Ihnen erzählen.

Die Geschichte des Vintagelabels King Louie

Schon 1981 gründen Ann Berlips und George Cramer (sie waren damals 22 und 26 Jahre alt) ihre Firma in Amsterdam. Als echte Vintagefans suchen sie Vintage Kleidung und verkaufen sie sehr erfolgreich auf dem Noordermarkt in Amsterdam. Dazu haben sie noch Nebenjobs und studieren beide. Ihr Konzept funktioniert so gut, dass der Kleidungsvorrat bald nicht mehr bei Ann auf den Dachboden passt. So eröffnen Ann und George 1983 ihren ersten Laden in Amsterdam und nennen ihn „Exota“, nach einer 50er-Jahre-Limonadenmarke. Sie verkaufen dort eine bunte Mischung aus Vintagekleidung, Second Hand-Stücken und eigenen Entwürfen.

Ihre selbstentworfene Kleidung kommen dabei so gut an, dass George und Ann ihr eigenes Label auf den Markt bringen wollen. Einen passenden Namen zu finden ist nicht so einfach, doch der Name von einer Vintage Bowling Shirt-Marke gefällt ihnen so gut, dass sie ihre Marke auch „King Louie“ nennen. Ein schwarzer Rollkragenpullover aus Baumwolle ist der erste Entwurf, der diesen Namen trägt. Solche Pullover wurden in den 80er Jahren, ganz „jazz“, zu einer Levi’s 501 und einem breiten Gürtel getragen – das war so modern, dass es einfach nicht genug „true vintage“ Rollkragen gab.

1987 richten die zwei bereits ihren eigenen Großhandel ein und damit beginnen auch andere Geschäfte mit dem Verkauf der King Louie-Kleidung. Das Sortiment wird einige Jahre später um die Kinderlinie Petit Louie erweitert – sie ist natürlich ebenfalls vintageinspiriert.

1992 zieht das Ladengeschäft „Exota“ um – der alte Laden ist inzwischen viel zu klein. Es geht in die Negen Straatjes, die sich zu einem der schönsten Einkaufsviertel von Amsterdam entwickeln. Und dort ist Exota auch heute noch dort zu finden. Und nicht nur mit einem Laden, denn auch dieser erste Shop bietet bald nicht mehr genug Platz für die wachsende Kollektion von King Louie. Deswegen eröffnet ein zweites Exota-Geschäft schräg gegenüber dem ersten.

Auch das Internet kommt mehr und mehr auf und King Louie bekommt 2008 seinen Online-Shop. Ganz im alten Stil werden Bestellungen aus diesem innerhalb von Amsterdam zu Beginn noch mit dem Transportfahrrad zugestellt. Und nicht nur hier besinnt sich King Louie auf alte Wurzeln: Bis heute – das heißt seit über 30 Jahren – ist King Louie immer noch jeden Montag und Samstag auf dem Noordermarkt in Amsterdam. (Lesen Sie unter dem Bild weiter…)

Aus der aktuellen Kollektion des Retro Modelabls King Louie
Aus der aktuellen Kollektion des Retro Modelabls King Louie

Nachhaltigkeit und soziales Engagement bei King Louie

Und so wächst King Louie bis heute. Es folgen weitere Kollektionen wie die Ledertaschenkollektion, Vintage-Sandalen oder Schmuck. Inzwischen gibt es das Label fast in ganz Europa zu kaufen. Einiges ist George und Ann aber bis heute wichtig und ändert sich sicher nicht: Sie wollen der Kleidung sowie den Herstellern und Mitarbeitern Beachtung schenken. Viele der heutigen Mitarbeiter sind schon von Anfang an bei King Louie tätig.

Zudem arbeitet das Label nur mit Herstellern zusammen, die gute Arbeitsbedingungen sicher gewährleisten. King Louie ist deswegen 2015 der „Fair Wear Foundation“ beigetreten. Dabei handelt es sich um eine unabhängigen Organisation, die sich für die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie einsetzt. Dazu kontrolliert die Foundation streng, dass die Produktionsstätten keine Kinderarbeit und keine übermäßig langen Arbeitszeiten zulassen und dass alle Mitarbeiter unter unbedenklichen und sicheren Umständen arbeiten. Bei Reisen in die Türkei und nach Asien überzeugt dich das Label jedes Jahr selbst von den Umständen. King Louies größter Lieferant, mit dem das Label schon seit über 20 Jahren zusammen arbeitet, ist ein Hersteller, dessen Inhaberin sich bereits seit Jahren für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt.

In diese Richtung soll es auch weitergehen. 10 % der Kleidung von King Louie haben derzeit ein GOTS-Zertifikat (d.h. Global Organic Textile Standard). Das bedeutet, dass die Kleidung dank biologischer Fasern und entsprechender Produktionsverfahren hundertprozentig nachhaltig ist. Dazu kommen, ganz neu, Kleider aus recyceltem Polyester, die aus alten PET-Flaschen hergestellt werden. Beeindruckend, oder? (Lesen Sie unter dem Bild weiter…)

King Louie bietet Strickjacken in toller Qualität - Foto aus Ausgabe 16 by Vanessa Marie Fotografie, H&M Melanie Draeger, Model Julia Rockets, Rock via Fräulein Backfisch.
King Louie bietet Strickjacken in toller Qualität – Foto aus Ausgabe 16 by Vanessa Marie Fotografie, H&M Melanie Draeger, Model Julia Rockets, Rock via Fräulein Backfisch.

 

Des Vintage Flaneurs Meinung

Wir hatten das Glück, George bei einer Berlin Fashion Week über den Weg zu laufen – und so können wir aus dem Nähkästchen plaudern, dass er bei allem Erfolg ein sehr netter und umgänglicher Mann mit stilsicherem Auftreten ist. Dazu finden wir es vorbildlich, sich so sehr für bessere Bedingungen in der Modeindustrie einzusetzen. Dementsprechend legen wir Ihnen dieses farbenfrohe, vintageinspirierte Label mit ethischem Hintergrund und einer echten Geschichte gern und mit gutem Gewissen ans Herz. Und sollten Sie, liebe Leser, sich mal in Amsterdam aufhalten: Schauen Sie unbedingt in den Negen Straatjes und in den Exota-Läden vorbei, die Shops alleine bieten Ihnen schon viel Wundervolles. Aber dazu stimmt es, dass das ganze Viertel wunderschön ist und man dort Amsterdam von seiner schönsten Seite erlebt.

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Vintage-Trip durch München

wir waren 2 sehr schöne Tage zu Besuch in München. Und wir hatten das Glück, gleich drei Münchnerinnen zu haben, die uns gezeigt haben, wie viel Vintage diese Stadt zu bieten hat: Tanja zur Mühlen vom Online Vintage-Schmuck-Laden wunder-same-vintage.de, Showgirl, Schauspielerin und Burlesque-Lehrerin Sandy Beach und Patricia vom Retro Plussize-Laden Rebel Curves haben uns eine kleine Führung gegeben. Wir zeigen Ihnen, wo es uns hin verschlagen hat – und sammeln dazu weitere Tipps (denn in der kurzen Zeit haben wir nur einen kleinen Teil schaffen können). Schreiben Sie uns einen Kommentar wenn etwas fehlt, damit Besucher wie wir eine gute Übersicht haben!

Retro-Cafés und Restaurants in München

Cafe Cord – im Café Cord waren wir Mittagessen – ein klares schlichtes 60s Ambiente und gutes Essen. – Sonnenstr. 19

Wir machen Cupcakes – ist ein winziger ganz bezaubernder Miniladen mit leckeren Cupcakes. – Utzschneiderstrasse 12

Vintage Cupcakeladen in München
Cupcakeladen in München: Wir machen Cupcakes

Café Lotti: Romantischer Shabby Chique – Schleißheimer Str. 13

Hoover&Floyd: Kuchen und Essen im grandiosen Ambiente der 20er und 30er Jahre – Ickstattstraße 2, 80469

Café Jasmin: Traditionsreiches Café in originalgetreuem Stil – Steinheilstraße 20

Barroom: Charmante und intime Bar mit Belle-Époque-Flair, wo der Inhaber persönlich die Cocktails kreiert und mixt.Milchstraße 17

Café Fräulein: Café im Shabby Chique Stil, bekannt für seine Zimtschnecken – Frauenstraße 11

Der verrückte Eismacher: … macht unglaublich verrücktes Eis! – Amalienstraße 77

Kongress Bar: Cocktailbar im Stil der 50er Jahre Theresienhöhe 15

Vintage und Retro Shops

Alexa’s – ist einer der ältesten Vintage Läden in München und absoluter Kult. Seit über 30 Jahren verkauft Alexa True Vintage Mode gemischt mit ein wenig Repros. – Utzschneiderstraße 10

Alexas ist der älteste Vintage Laden Münchens
Der Vintage Flaneur zu Besuch bei Alexa

Maison Chi Chi – Die bezaubernde Chi Chi Bouvet führt mit ihrem Maison Chi Chi einen wunderschönen Vintageladen mit hochwertiger und eleganter Repro-Mode. – Baaderstraße 64

Der Vintage Flaneur beim Retroladen Maison ChiChi in München
Der Vintage Flaneur beim Retroladen Maison ChiChi

Cat with a hat – ein True-Vintage-True-Munich-Laden mit Münchner Originalen – Baaderstraße 53

Cat with a Hat: True Vintage in München
Cat with a Hat: True Vintage in München

Tricia Leonard VintageTrue Vintage Laden in München mit besonders schönem Schmuck. – Baaderstraße 53

Fräulein HeleneHochwertige Damenmode mit VintageflairRumfordstr. 45

Vintage Love – Vintage Love legt großen Wert auf Exklusivität und Einzigartigkeit, daher findet man dort selten ein Teil zweimal. – Frauenstraße 22, 80469 München

Gross Real Wear: Ein spannendes Konzept von hochwertiger Retro-Mode bis Skaterkleidung – Ledererstraße 2

Der Gürtelmacher Thomas W. Beckert – Hier liegen Genie und Wahnsinn eng beieinander –  Sendlinger Str. 49

Cove & Co – Maßanzüge und feine Trachten beim Traditionsmaßschneider – Josephspitalstraße 6

Cove & Co, Maßschneiderei in München
Cove & Co, Maßschneiderei

Hammer und Nagel – Eine echte Werkstatt für Maniküre & Pediküre für Männer, unbedingt ansehen! – Blumenstraße 3

Pomade Shop – weithin bekannter Shop für Pomade, Haar- und Bartpflege – Blumenstraße 3

Gerdismann – kultiger SecondHand-Laden –  Fraunhoferstraße 9 & Barerstr. 74

Ralf’s Fine Garments Seeker for Seekers – ausgewählte Marken und Produkte für Männer, die auf der Suche nach dem Besonderen sind – Fraunhoferstraße 29

Statement Denim Store – Coole Mode für Männer die das Besondere schätzen – Fraunhoferstraße 8

 

Andere Arten von verrückten Läden im Vintage Stil

Omas Köstlichkeiten – Kleiner Laden voll mit Schokolade, Tee, Marmelade und Retro-Geschenkartikeln – Sendlinger Str. 49

Sams & Son -Die coolste Schatzkammer an Antiquitäten die ihr euch vorstellen könnt –  Fraunhoferstraße 23

Szenedrinks & Delikatessen – Klasse statt Masse auch auf dem Tisch – Baaderstraße 66

Hot Wollé – Nur ein Wollladen? Nein, geführt von Petra Perle, einem Urgestein der Münchener Künstlerszene wird es ein Abenteuer – Müllerstr. 50

Haben will – Wundervoller Antiquitätenladen – Fraunhoferstr. 41

Vintage Dance Studio – Alles Vintage, oder was? Steptanz, Burlesque, Charleston, Clogging, Cancan, Vintage Jazz u.v.m. – Maillingerstraße 6