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Softplastik – Vintage Modeschmuck mit Attitüde

Softplastik Ohrringe

Schrill, bunt, groß, glamourös – so präsentiert sich Modeschmuck aus Softplastik. Bei diesen ausgefallenen Schmuckstücken handelt es sich um echte Vintage-Schätzchen.

Wo kommt Softplastik her?

Softplastikschmuck entstand, ähnlich wie Lucite, im Zuge der Nachkriegszeit, in der der Bedarf nach etwas Neuem, Ausgefallenem und nach Luxusgütern groß war. Seine Blütezeit hatte er Ende der 40er und in den 50er Jahren. Hergestellt in Deutschland, namentlich in Hessen und Bayern, war er dennoch in Deutschland eher unbekannt – wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Mutter oder Großmutter keinen Softplastikschmuck besaß. Die bunten Stücke wurden ausschließlich für den Export in die USA hergestellt. Dort erfreute sich der meist als extravagante Federn oder Blumen ausgearbeitete Schmuck großer Beliebtheit. Und er wurde im Laufe der Jahre immer größer, bunter und ausgefallener. Einige Exemplare sind fast so groß wie die komplette Ohrmuschel und vielfach sind sie verziert mit glitzernden Strasssteinchen oder fluffigen Federn. Als besonders vorteilhaft wurde das im Vergleich zu Metallen und Perlen sehr geringe Gewicht angesehen. Aber auch die Wasserfestigkeit, die ein Tragen der Schmuckteile am Strand oder Pool ermöglichte, machte sie so beliebt. Bunte, auffällige Schmuckstücke, die man zum Bikini tragen kann – kein Wunder, dass Softplastik in Amerika so beliebt war! Und auch heute noch können Sie diese fröhlichen Blickfänger effektiv in Ihr Outfit einbauen und von den Vorteilen des Softplastik profitieren.

Wo gibt es Softplastik und wie muss ich es behandeln?

Sie finden originale Softplastik Stücke vor allem bei echten Vintage Händlern oder auch im Internet. Einige Schmuck-Reprolabels arbeiten aber auch mit diesem Material (oder alten Ohrringen die beim Upcycling ein neues Leben bekommen). Wenn Sie ein schönes Softplastik-Stück ergattern konnten, haben Sie möglicherweise das Problem, dass es verschmutzt ist – der weiche Kunststoff ist sehr anfällig dafür. Um sie zu reinigen können Sie einfach Gebissreiniger verwenden. Verwahren Sie sie sorgfältig, lagern Sie sie nicht zu eng, damit das Material nicht zerquetscht wird. Dann werden Sie sicher sehr lange Freude an Ihren extravganten Neuanschaffungen haben.

Sie wollen mehr wissen? Dann versuchen Sie es doch einmal mit einer Ausgabe des Vintage Flaneurs! Viele tolle Themen und spannende Artikel gibt es (neben grandioser Mode) in jeder Ausgabe!

(Der Dank für die Bilder der Ohrringe geht an wunder-same Vintage und Johns Vintage)

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Die Symbole der Rockabillys: Von Schwalben, Kirschen und Eightballs

Rockabilly Kirschen

Sie sind schon was fürs Auge, die Rockabillys. Die Damen in Petticoatkleidern mit kirschroten Lippen, geschwungenem Lidstrich und Bettie-Page-Frisuren in den unterschiedlichsten Farben. (Ich bewundere diese Haarkünstlerinnen sehr. Bei mir selbst scheitere ich meist an zu lockig, zu glatt oder gar einem „So kannst Du nun aber wirklich nicht auf die Strasse gehen“.) Die Herren daneben sind oft klassisch mit Pomade und Tolle unterwegs, die Jeans wahlweise hauteng oder in Worker-Style. Ein cooler Blick oder eine klassische Sonnenbrille runden diesen Style ab. Natürlich findet man den Style auch oft im Vintage Flaneur, wie zum Beispiel in Ausgabe 24, Ausgabe 18 oder Ausgabe 12.

Titel Vintage Flaneur 24

Bei all diesen Erkennungszeichen kann die Szene nicht pauschalisiert werden, sie ist vielfältig. Aber  eines zieht sich wie ein roter Faden: Die wiederkehrenden Motive mit ihren doch tiefgründigen Bedeutungen. Denn kaum eine Subkultur trägt die Symbolik einzelner Motive so offen und stolz wie die Rockabillys. Sicher haben auch Sie, liebe Leser, einige davon im Schrank hängen. Aber haben Sie sich auch schon gefragt, was hinter den einzelnen Darstellungen steckt? Heute möchte ich Ihnen einige davon vorstellen. Und vielleicht sehen Sie diese dann nochmals mit anderen Augen.

Die Symbole der Rockabillys

Kirschen und Kirschblüten

Rot, saftig und glänzend, so kennen Sie diese Frucht. Zart und leicht wirkt die Blüte. Genauso wie die Assoziationen, ist die Bedeutung. Positive Emotionen, Liebe, Leidenschaft all das verkörpern diese Motive. In Kombination mit der Blüte steht es für Neubeginn und Reinheit.

Schwalben

Oft als Paar, entfernt aber doch die Gesichter zugewandt, stehen sie für Liebe und Hoffnung. Die Entfernung und die Flügelsymbolik zeigen allerdings auch den Wunsch nach Freiheit und Erlösung.

Anker

Zu den Hochzeiten der Seefahrt im 19.Jahrhundert wurde dieses Motiv als Tattoo zum Leitbild der Matrosen. Als Repräsentation für eine Ozeanüberquerung, und gleichzeitig zum Beeindrucken der freudig wartenden Damenwelt im Hafen. Der Anker bedeutet Hoffnung und ewige Liebe. Der Seeleute zum Meer und die Wiederkehr in den sicheren Hafen, oder zu der Frau des Herzens.

Rockabilly Anker
Bikki – Pixabay

8 Ball und Pik As

Diese Motive sind gegensätzlich und doch miteinander verbunden.Während die schwarze 8er Kugel Risikobereitschaft und Schicksal symbolisiert, zeigt das Pik As nicht das Risiko sondern das Glück im Spiel.

Flammendes Herz

Ob Sie, oder natürlich auch ich – wer wünscht sich nicht brennende Leidenschaft? Dafür steht dieses Motiv. In seiner Bedeutung wohl augenscheinlich eindeutig. Das Herz brennt vor Passion, aber man sollte nicht vergessen, dass Feuer auch alles Lebendige verzehren kann. Aber wen interessiert das, wenn das Herz erst einmal brennt?

Nordstern

Auch hier findet man die klassischen Bedeutung in der Seefahrt. Der Stern diente den Matrosen als Wegweiser zum Heimathafen. Tragen Sie ihn heute, zeigt der die Suche nach dem Sinn und die Hoffnung auf Erfolg.

Nordstern Rockabilly
(c) OpenClipart-Vectors – pixabay

Und meine persönlichen Symbole?

Mich persönlich begleitet schon immer die Liebe zu Punkten und Leopardenmuster. Woher diese Liebe kommt, kann ich gar nicht so genau sagen. Vor allem Polka Dots haben mich als Kind schon fasziniert, schon vor meinen Begegnungen mit den Rockabillys. Manchmal ruht diese Leidenschaft allerdings. Dann muss erst wieder der Kleiderschrank genauer betrachtet werden, und sofort blüht sie wieder auf. Vielleicht sprechen wir darüber an anderer Stelle? Für heute schließe ich die bedeutsame Rede, mit der Hoffnung Ihnen eine andere Betrachtungsweise näher gebracht zu haben.

So verbleibe ich,

Ihre Ingrid von Linden

Wie man übrigens einen Petticoat richtig trägt, erfahren Sie hier!

Rockabilly Lady
Ingrid von Linden

(Kirschenbild: Pixabay: Clker-Free-Vector-Images)

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London Edge 2018: Die Vintage Modemesse geht nach Vegas!

Alternativ gekleidete Menschen auf der London Edge

Immer wieder berichtet der Vintage Flaneur auch über die London Edge, die Messe für alternative Mode in London. Schon seit dem Millenium ist sie ein wichtiger Bestandteil der Handelsmessen in EU und UK. Stolz steht sie für den Lifestyle und die Mode der alternativen Gemeinschaft, z.B. für Gothics, Punks, Metaller aber auch die Vintageszene, und gibt großen wie kleinen Marken die Chance, sich zu präsentieren.

Die alternative Welt vereint

Als internationale Veranstaltung, bei der Händler und Influencer aus über 40 verschiedenen Ländern auf Aussteller aus über 20 verschiedenen Nationen treffen, vereint die London Edge die Welt unter ihrem Dach. Besonders jetzt, in Zeiten, in denen die Zeit nicht mehr nach einem universellen Stil verlangt, sondern die Individualität zunehmend an Bedeutung gewinnt, wachsen auch die „London Edge Marken“ und werden immer wichtiger auf dem Markt. Und so ist es kein Wunder, dass die London Edge den Schritt über den großen Teich wagt und, zusätzlcih zum Event in London, eine Messe in las Vegas eröffnet.

Vintage Modenshow auf der London Edge

Von London nach Las Vegas

Die London Edge/London findet am 2. und 3. September 2018 wie gehabt im Business Design Centre in Islington im Norden Londons statt. Die Örtlichkeit ist gut zu erreichen und bietet vielfache Möglichkeiten in ihrem Umfeld: Cafés, Bars, Indie-Läden, Restaurats und Vintage Stores.

Die Premiere in Las Vegas ist im Flamingo Hotel am 14. und 15. August 2018. Firmen, Influencer, Shops und die Presse werden willkommen geheißen!

Händler vor Ort können Messe für alternative Mode neue und etablierte Lifestyle-Marken mit Mode, Scuhen und Accessoires entdecken können. Diese Marken kommen aus Bereichen wie Vintage-Repros, Dark Street Wear, Festival Garb, Punk Rock, Musik Merchandise/Licensed Products, Rockabilly, Grunge, Kawaii und viel mehr. Die Aussteller beinhalten die großartige Designer, die wie keine anderen von Musik, Kunst, Geschichte und Jugendkultur und jede Saison neuer Kreativität inspiriert werden. Die Lojndon Edge bietet Händlern, Ausstellern und Influencern die Möglichkeit, zu networken und in einem inspirierenden Umfeld zusammen zu arbeiten.

Ausblick auf die alternative Modemesse London Edge

Für Informationen um die London Edge in Las Vegas oder London zu besuchen, klicken Sie hier: www.londonedge.com/Visiting.html

Für mehr Informationen, um auszustellen, kontaktieren Sie die London Edge hier: www.londonedge.com/Exhibiting-at-LondonEdge.html.

Der Laufsteg der Modemesse London Edge

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„Der wundervoll weibliche Vintage Virus“ – Ein Interview mit Heike Merkle von Death by Dress

Vintage Kostüm von Death by Dress

(Advertorial)

Heike Merkle entwirft mit viel Enthusiasmus für ihr Frankfurter Label Death by Dress wundervolle Vintage Kleider und liebt es, die Persönlichkeit ihrer Kundinnen zum Strahlen zu bringen. Für den Vintage Flaneur hat sie sich die Zeit genommen einige Fragen rund um ihr Label zu beantworten.

Liebe Heike, du bist eine ausgebildete Damenschneiderin und Bekleidungstechnikerin; wann begann deine Leidenschaft für Kleidung und wann kam der Entschluss, Death by Dress zu gründen?

Death by Dress entstand in einer Zeit, in der es mir nicht gut ging: Nach einem Burn-out 2011 wusste ich, dass ich mein Leben ändern muss. Mich um mich selbst kümmern, das war jetzt angesagt. Ich reduzierte meine Arbeitszeit und machte eine Stilberatung, ja wirklich 😉 In der Zeit traf ich mich regelmäßig mit lieben Freundinnen zu einem Creative Sunday und da hat mich dann die Freude am Kleider designen und nähen wieder gepackt. Nach über 25 Jahren (!) holte ich die Nähmaschine aus dem Schrank und habe angefangen wieder zu nähen, erstmal nur für mich. Meine Freunde motivierten mich, meine Kleider auf einem Designmarkt in Frankfurt zu präsentieren.  Das Feedback war so überwältigend, dass ich mich entschloss Death by Dress nebenberuflich zu betreiben. 2016 habe ich in Frankfurt Höchst ein kleines Atelier angemietet, wo ich nun meine Kleider designe, anfertige und meine wundervollen Kundinnen empfangen kann. Im gleichen Jahr stellte ich fest, dass mein damaliger Arbeitgeber, für den ich immer noch zu 60% tätig war, nicht mehr zu mir und meinen Wertevorstellungen passte. Ich konnte mich damit nicht mehr arrangieren. Seit 2018 stehe ich nun auf eigenen Füßen und arbeite auf eine Weise, die mich erfüllt und zufrieden macht.Vintage Kleid von Death by Dress

Wofür steht Death by Dress? Worauf legst du besonderen Wert bei deinen Entwürfen?

Death by Dress steht für authentische und wundervoll weibliche Mode. Ich liebe Kleider, die die Persönlichkeit einer Frau unterstreichen – ganz gleich welche Figur sie hat. Und wenn Sie dazu noch die Weiblichkeit einer Frau betonen, ist das wunderbar. Es gibt keinen Grund die Weiblichkeit einer Frau zu verstecken. Auch als emanzipierte Frau möchte ich mich stilvoll und weiblich kleiden und das zu jedem Anlass passend. Ich möchte mich nicht uniformiert und der Männerwelt angepasst kleiden müssen. Und in welcher Zeit waren Frauen weiblicher und stilvoller gekleidet als in den 30er bis 60er Jahren? Ich finde es herrlich diesen schönen Kleidungsstil heute mit Selbstbewusstsein und Emanzipation in Einklang zu bringen.

Es ist wichtig, dass die Kleider alltagstauglich sind. Also in jeder Situation getragen werden können, ob im Business, auf dem Spielplatz mit den Kindern, beim Rad fahren oder bei einer Einladung. Dabei lege ich Wert auf eine hohe Qualität und darauf, dass die Kleider waschbar sind. Nichts ist schlimmer, als Kleidungsstücke, die in die Reinigung gegeben werden müssen. Auch verwende ich überwiegend Baumwolle, Leinen, Schurwolle mit Kaschmir oder Seide. Polyester vermeide ich soweit wie möglich, maximal als Beimischung.

Vintage Kostüm von Death by Dress

Die Kleider von Death by Dress sind limitierte Maßanfertigungen, wie entstehen diese Kleider bzw. wie entwickelst du mit deinen Kundinnen den Traum vom Kleid? Hast du verschiedene Schnittmuster oder können noch eigene Ideen eingebracht werden?

Ich orientiere mich nicht an Trends weder bei Farbe, Muster oder Stil. Es interessiert mich auch nicht, was gerade angesagt ist. In erster Linie orientiere an dem, was mir gefällt und was ich selbst tragen möchte – auch wenn ich selbst nicht alles anziehen kann. Umso mehr freue ich mich darüber, dass es so viele verschiedene Frauentypen gibt, für die ich Kleider kreieren darf. Inspiration finde ich in Schnittmusterheften aus den 1930er und 1950er Jahren. Wenn mein Herz beim Anblick eines Kleides zu pochen anfängt, entwickle ich aus diesen Vorlagen einen neuen, modernisierten Schnitt für Death by Dress. Stoffe kaufe ich oft nach Bauchgefühl – und manchmal liegt ein Stoff dann zwei Jahre im Regal. Irgendwann lese ich etwas oder sehe auf einer Ausstellung ein Bild und plötzlich ist sie da, die Idee für dieses neue, ganz individuelle Kleid.

Und ganz wichtig ist das Feedback meiner Kundinnen. Bekommen Sie viele Komplimente wird der Schnitt in der kommenden Saison beibehalten und weiterentwickelt.

Ich habe pro Saison verschiedenen Schnittmuster die man mit meinen Stoffen kombinieren kann. Individuelle Anpassungen sind immer möglich. Manche Kundinnen wollen lieber kleine Ärmel an Ihren Kleidern, andere wiederum mögen das Kleid gerne kürzer oder, wenn es zum Kleid passt, auch lieber mal einen engeren Rock. Das sind Wünsche, auf die ich im Atelier eingehen kann.

Vintage Kleid von Death by Dress

Was ist für dich das Besondere an den Kleidern im Vintage und Retro-Stil?

Dass sie so wunderbar weiblich sind. Sie machen die Welt bunter und vielfältiger. Und man bekommt als Frau ganz viel Komplimente von Männern und vor allen Dingen auch Frauen. Ganz spontan und ganz ehrlich. Was gibt es Schöneres! Viele Menschen freuen sich diesen Stil auf den Straßen zu sehen, auch wenn Sie sich selbst noch nicht trauen, weil frau damit auch auffällt. Aber vielleicht können wir ja die eine oder andere mit dem wundervoll weiblichen “Vintage-Virus“ infizieren. 😉

Welche Kleider, welche Farben, Themen und Schnitte wird man im Frühjahr bei Death by Dress finden?

Wie immer wird es sehr vielfältig und bunt, sowohl bei der Schnittführung, als auch bei den Mustern, sodass jede Frau ein Lieblingskleid für sich finden kann! Zusätzlich werden wieder feine Jäckchen und Mäntel für die Übergangszeit dazu kommen.

Herzlichen Dank, liebe Heike, für das Interview!

 

Mehr von Death by Dress zeigen wir Ihnen auch in unserer aktuellen Ausgabe Nr.26.

Zur Webseite von Death by Dress geht es hier entlang.

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„Wir legen Wert auf Entschleunigung & Qualität.“ – Anna von Dotty & Dan im Interview

Dotty & Dan. Vintage Kleider aus Berlin

(Advertorial)

In Werneuchen bei Berlin befindet sich eine kleine Perle für Vintage-Liebhaber namens Dotty & Dan. Dort werden alle fündig, die sich schöne Vintage Kleidung mit hoher Qualität und ein ganz besonderes Shoppingerlebnis wünschen. Die wunderbare Anna von Dotty & Dan hat sich die Zeit genommen, uns ein paar Fragen rund um ihren persönlichen Vintage Lifestyle und natürlich ihr Geschäft zu beantworten.

Liebe Anna, was bedeutet Vintage Lifestyle für dich? Und wann begann deine Leidenschaft für Vintage?

Vintage Lifestyle assoziiere ich mit den Glanzzeiten des alten Hollywoods. Ich fand schon immer Menschen, welche ihren eigenen Stil haben und nicht jedem Modetrend folgen sehr interessant. Von klein auf habe ich gern mit meiner Oma alte Filme gesehen und war schon damals besonders von der Kleidung angetan. Aber ebenso mag ich noch heute die Etikette der alten Zeit.

Dotty & Dan und das Team dahinter.
von links nach rechts: Tochter Julia, Annas Mann Micha, Anna selbst und Stefan (guter Freund und stetiger Helfer).

Trotz allem entdeckte ich die Leidenschaft erst für diesen Stil mit meinem Umzug nach Berlin im Jahr 2010.

Wann kam der Entschluss, einen Laden für Vintage und Rockabilly Mode zu eröffnen?

Ich wollte mich schon lange beruflich verändern und etwas Neues probieren. Im Jahr 2016 wurde dann aus einer fixen Idee ein handfestes Konzept. Dank großer Unterstützung meines Mannes konnte ich meinen Traum verwirklichen und meine Leidenschaft für diese Mode mit meinen Kunden teilen. Am 24. September 2016 wurde das Geschäft dann eröffnet.

Welchen Stil findet man bei Dotty & Dan? Welche Marken bietet ihr an?

Bei uns findet man Vintage-Mode aus den 40er bis 60er Jahren und natürlich auch den Rockabilly-Style. Wir sind stets auf der Suche nach europäischen Labels und Firmen aus Deutschland. Mir ist es besonders wichtig kleinere Unternehmen, wie JessiAnn Collection, Petticoatwelt, Funkelzucker, Pompy´s Pomade, Miss Apple Blossom usw. zu unterstützen.

Man findet bei uns außerdem Labels wie emmy design Schweden, Daisy Dapper, Very Cherry, Diefenthal 1905, Club of Gents, King Louie, mademoiselle yeye, Kleinkariert, Rumble59 uvm.

Einblick in Dotty & Dan

Was wird bei Dotty & Dan ganz großgeschrieben und wofür seid ihr bekannt?

In unserer schnelllebigen Zeit haben wir uns das Ziel gesetzt mit unserem Geschäft einen Ort der Entschleunigung zu schaffen. Wir möchten mit unserem Geschäft erreichen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen, sich Zeit nehmen, und wenn es auch nur ums Kontakte-knüpfen geht. Wir möchten erreichen, dass der Kunde zufrieden unseren Laden verlässt. Wir legen Wert auf Authentizität, Individualität und möchten, dass sich der Kunde rückbesinnt auf Werte und Qualität, da diese heutige „Geiz ist geil“-Mentalität viele Einzelhändler kaputt macht.

Hast du ein paar persönliche Tipps für den winterlichen Vintage Look? Was kann man im Januar, wenn man das graue, kalte Wetter schon langsam satt hat, tragen?

Ich persönlich trage gern Tweed (z. B. den Winterrock Polly von JessiAnn Collection) und Tartan (z.B. von Vivien of Holloway). Diese Stoffe gepaart mit einem Strickrolli oder Schluppenbluse mit Weste wärmen und sehen immer elegant aus. Und nicht zu vergessen: ein Hut! Das macht das Outfit in meinen Augen erst perfekt!

Ganz lieben Dank, Anna, für das Interview!

 

In Ausgabe 25 konnte der Vintage Flaneur übrigens auch schon tolle Outfits von Dotty & Dan präsentieren!

Zur Webseite & zum Onlineshop von Dotty & Dan geht es hier lang.

Dotty & Dan Logo

 

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Modistin Bea Kahl vom Atelier Behauptungen im Interview

Hutmode vom Atelier Behauptungen aus Solingen

(Advertorial)

Bea Kahl ist gelernte Modistin und u.a. spezialisiert auf Vintage Hutmode, in ihrem Atelier Behauptungen in Solingen entwirft sie individuelle Modelle für Hutbegeisterte und gibt in ihren Kursen die Geheimnisse der Hutmacherkunst an Interessierte weiter. Dem Vintage Flaneur hat sie ein paar Fragen rund um ihren Beruf und ihr Atelier beantwortet:

Erzählen Sie uns ein bisschen von Ihrem Werdegang: wie sind Sie zu Ihrem wunderbaren Beruf gekommen?

Ein Handwerkberuf sollte es sein, das war klar. Ich erinnere mich an meine ersten Designversuche, die ich als Kind mit meiner Barbiepuppe umgesetzt habe und die Freude, die ich daran empfunden habe. An den Beruf der Modistin habe ich zunächst gar nicht gedacht als ich einen Ausbildungsplatz suchte.  Aber das Schicksal wollte es, dass mir dieser Beruf zur richtigen Zeit über den Weg gelaufen ist und es fühlte sich sofort zweifellos richtig an.

Gelernt habe ich von 1987 bis 1989, in einem kleinen Hutgeschäft in Düsseldorf.  Nach einigen Jahren Berufserfahrung, unter anderem als Filialleiterin in einem Hutgeschäft auf der Düsseldorfer Königsallee, habe ich 1993 die Meisterschule in Abendform besucht und die Prüfung 1994 abgelegt. Während meiner Kindererziehungszeit war es praktisch, mein Atelier zu Hause zu haben.  Dort entstanden Hutmodelle, die ich auf Kunsthandwerkermärkten verkaufte.Hüte aus der Kollektion des Atelier Behauptungen

Vor vier Jahren dann, habe ich mich getraut im Solinger Künstlerviertel, den alten Güterhallen im Südpark, ein schönes großes und lichtes Atelier anzumieten. Außerdem war mir immer wichtig, das Wissen dieses wundervollen Handwerks weiter zu tragen, deshalb engagiere ich mich seit 1998 ehrenamtlich, als Mitglied im Meisterprüfungsausschuss für Modisten bei der Handwerkskammer in Aachen. Und seit dieser Zeit gebe ich auch mein Wissen der Hutmacherkunst in Kursen an Interessierte weiter. In gemütlicher Atmosphäre und einer Gruppe von höchstens 5 TeilnehmerInnen biete ich in meinen Kursen die Gelegenheit, intensiver auf die Kreativität, Wünsche  und Experimentierlust der TeilnehmerInnen einzugehen und eigene Hüte zu kreieren. Stolz kann ich behaupten, dass einige meiner Schüler den Weg in ihre eigene Selbstständigkeit gefunden haben.

Hutmacherin Bea Kahl vom Atelier Behauptungen

Was ist das Besondere am Atelier Behauptungen? Was zeichnet Sie und Ihre Kreationen aus?

Erst einmal…  ich liebe Wortspiele. Behauptungen ist mir eines Nachts einfach vor mein inneres Auge gehüpft. Der Name spielt auf das Haupt und auch seine Bedeckung, den Hut an; das Haupt zu bedecken, heißt auch es zu schützen. Und in der heutigen Zeit, in der das  Huttragen eher etwas Besonderes ist,  muss man sich mit Hut schon durchsetzen, sprich behaupten. Zudem finde ich es immer wieder spannend, die Behauptung „Ich habe gar kein Hutgesicht“ zu widerlegen.

Ich bin Mitglied in einem Kunstverein, der jedes Jahr 2 Feste unter einem bestimmten Thema ausrichtet.  Jedes Atelier setzt dieses Thema in seinem Gewerk um. Dies ist natürlich eine sehr kreative Zeit. So entstehen sehr außergewöhnliche Modelle, die auf der Grenze zwischen Design und Kunst liegen. Diese knisternde Atmosphäre zieht Menschen an, die Gefallen haben an den Besonderheiten, die sich hier entwickeln.

Und natürlich wünsche ich mir sehr, dass der Hut  wieder mehr zum Alltag gehört. Deshalb machen alltagstaugliche Hüte mit einem besonderen Touch an Individualität ein großes Spektrum meiner Kreationen aus. Meine Damenhüte und Herrenhüte sind in ihren Stilen so mannigfaltig wie es Persönlichkeiten gibt. Oft dienen meine Modelle als  Ausgangspunkt.  Dann erarbeite ich mit den Kunden/Innen zusammen Farbe und Material für eine neue Anfertigung , der Hutkopf  und der Hutrand werden den Proportionen der Träger/Innen angepasst und das Material nach Zweck gewählt.

Zu welchen Anlässen kaufen die Menschen heute gerne Hüte?

Zum Schutz, vor Wind und Wetter, für festliche Anlässe und natürlich zum  Ausdruck seiner Persönlichkeit. In den letzten Jahren ist die Vintagemode ein wichtiger Bestandteil meiner Kollektion geworden. Da die  Romantik und Weiblichkeit vergangener Jahrzehnte wieder aufgeblüht ist, besteht ein steigendes Interesse an diesen Hutmodellen. Ich liebe zum Beispiel den New Look der 1940er Jahre und die Hutmode der 20er.

Vintage Hut aus dem Atelier Behauptungen

Der Hut ist wieder zum Individualisierungsmerkmal geworden. Im Gegensatz zu früher, als es gar keine Frage war ob mit Hut oder ohne, ist es in der heutigen Zeit so, dass man sich entschließen muss Hutträger zu werden.  In diesem Stadium ist es wichtig ganz sensibel zu beraten. Wer Huträger werden will, muss erst mal seinen eigenen Stil finden, in dem er sich authentisch fühlt. Jede Kopfbedeckung sollte eine Einheit mit seinem Träger bilden und nicht wie ein Fremdkörper auf dem Kopf thronen. Und es braucht Zeit und Muße bis sich der Blick in den Spiegel nicht mehr fremd anfühlt.

Wer Hutträger werden möchte, sollte sich die Zeit nehmen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit Hüte probieren. Er wird dann mit der Zeit merken, wie sich der Blick auf sich selber verändert. Das Persönliche entwickele ich oft mit meinen Kunden zusammen, so wird der Bezug zum neuen Hut vertrauter.

Welche Hutformen und Materialien sind besonders gut für die nasskalte Jahreszeit geeignet?

Filze sind von ihrer natürlichen Eigenschaft her wärmend und wasserabweisend und deshalb sehr gut für die nasskalte Jahreszeit geeignet. Getragen werden zur Zeit eher unkomplizierte großrandige Hüte oder Schirmkappen, die den Kopf vor Regen schützen. Und warme Kappen, die die Ohren bedecken.

Wärmende Hutmode für den Winter

Welche Farben sind im Winter besonders beliebt?

Ganz ehrlich… ich richte ich mich nicht wirklich nach dem, was so jedes Jahr von wem auch immer vorgegeben wird. Bei hochwertigen Hüten legen meine Kunden sehr viel Wert darauf, dass sie die Hüte mehrere Jahre tragen können. Deshalb sind die klassischen Farben schwarz, grau, blau, rot, bordeaux, wie eh und je, immer besonders beliebt, da sie sehr kompatibel sind. Aber auf Wunsch fertigen ich natürlich auch Hüte in jeder andere Farbe an.

Ein Hut begleitet seinen Besitzer mehr als nur eine Saison, haben Sie ein paar Tipps für die richtige Aufbewahrung und Pflege?

  • Ein Hut, den sie regelmäßig tragen, sollte einen Platz im Kleiderschrank oder auf der Garderobe haben. Der Hutrand sollte frei hängen, damit er seine Form behält.
  • Filzhüte, die feucht geworden sind, trocknen sie formgerecht bei Zimmertemperatur.
  • Polstern Sie den Hutkopf mit Seidenpapier aus und stellen sie den Hut dann zum trocknen auf eine Flasche oder ähnliches.
  • Staub entfernen Sie mit einen Fusselbürste.
  • Im Sommer bewahrt man einen Filzhut am besten in einer Schachtel auf. Polstern sie die Schachtel mit Seidenpapier aus damit Hutkopf und Hutrand geschützt sind. Zum Mottenschutz legen Sie eine Nelke oder Sandelholz mit in die Schachtel.
  • Einen Stroh- bzw. Panamahut sollte man in einer aufgeblasenen Plastiktüte aufbewahren um ihn vor dem Austrocknen zu schützen.
  • Mehr Brillianz bekommt der Hut wieder, wenn sie ihn mit einer weichen Bürste und mit Dampf aus dem Wasserkessel oder Wasserkocher abbürsten

 

Herzlichen Dank an Bea Kahl vom Atelier Behauptungen für das schöne Interview!

 

Atelier BehauptungenAtelier Behauptungen - Logo

Alexander-Coppel- Str. 24

42651 Solingen

Mehr Infos zum Atelier Behauptungen & zu den Hutkursen finden Sie hier.

 

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Vintage Mode für den filmreifen Winter

Frau im Vintagelook isst Popcorn

Liebe Flaneure, erstmalig zeigen wir Ihnen heute eine ganze geschlossene Strecke aus der Ausgabe 25: Die filmreife Vintage Wintermode im Kino!

Aus der Vintage Flaneur Redaktion

Was fast niemand weiß, obwohl es alle kennen: Ein Bild kommt nicht so aus dem Druck, wie es am Bildschirm aussieht. Sie können es selber versuchen und mal ein Foto daheim ausdrucken. Sie werden sehen, dass es die Farben verändert, die Schärfen und noch mehr. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, wie der Typ des Druckers und das Papier, auf dem Sie drucken.

Genau das gilt auch für uns: Wenn wir unsere Daten in die Druckerei schicken, wissen wir nie zu 100 % was wir als Produkt zurückbekommen. Es ist auch für uns immer eine Überraschung – meistens eine gute, aber eben nicht immer. So kam die Strecke zur Wintermode im Kino zu dunkel heraus. Dafür kann niemand etwas: Die Fotografin Yvonne Sophie Thöne hat ebenso tolle Arbeit geleistet wie Visagistin Nicole Blasel und die Models Marcel Häfner, Madame Donna de la Miez, Mina Ignis und Miss Sunset oder die Location, die Wied-Scala in Neitersen.

Über Vintage Glamour und Wintermode

Das können wir so natürlich nicht stehen lassen. Wir wissen, dass die meisten von Ihnen unsere Modestrecken lieben und immer gespannt erwarten, was die Modewelt zu bieten hat. Und so sollen Sie auch heute unser Vintage Wintermode sehen. Für alle, die die Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs bereits haben als Zusatz zur gedruckten Strecke. Und für alle, die ihn noch nicht haben, als Anreiz: Die Ausgabe 25 ist nämlich sehr schön geworden. Die zweite Foto-Strecke voll mit glamouröser Abendmode sieht toll aus, spannende Artikel (über Kino und Filme, über Absinth, über Babylon Berlin und so viel mehr) säumen die Strecken und Do-it-yourselfs regen zum Zeit nehmen und Nachmachen an. Nicht zuletzt gibt es die schönsten Geschenktipps für Weihnachten. Hier finden Sie weitere Infos.

Und nun wünschen wir Ihnen ganz viel Spaß mit unserer filmreifen Vintage Wintermode!

Gruppe von Menschen in Vintage Wintermode betritt ein Kino
Mina Ignis: Mantel via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux – Madame Donna de la Miez: Jacke und Rock via TopVintage – Miss Sunset: Mantel via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Collegejacke, Jeans und Portemonnaikette: Rumble59
Frauen in Retrofashion suchen ihren Platz im Kino
Miss Sunset: Kleid: Vive Maria – Madame Donna de la Miez: Kleid via Dotty & Dan, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Menschen in Vintagemode im Kino bringen popcorn
Madame Donna de la Miez: Oberteil und Pencilskirt: Rumble59, Hut: Maliné – Miss Sunset: Kleid: Orsay, Hut: Maliné – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage
Frau in Retrokleidung vor Kinoleinwand
Madame Donna de la Miez: Kleid via TopVintage, Headpiece: Maliné
Frauen in Vintagekleidung im Kino klappen Stühle runter
Miss Sunset: Rock und Strickjacke via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Vive Maria, Strickjacke und Handschuhe via Dotty & Dan, Hut: Maliné
Päärchen in Retromode füttern sich im Kino mit Popcorn
Miss Sunset: Strickkleid via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage
Päärchen in Vintagefashion sitzt im Kino
Marcel Häfner: Hemd, Weste und Hose: Vecona Vintage – Madame Donna de la Miez: Pullover und Rock via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Rockabilly im Kino machen Popcornschlacht
Mina Ignis: Kleid via TopVintage, Schuhe: Keds – Miss Sunset: Overall via Dotty & Dan, Mütze: Coy – Art to wear/Berliner – Marcel Häfner: Jeans und Hemd: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans und Collegejacke: Rumble 59, Schuhe: Keds
Menschen in Retrokleid und Knickerbocker sitzen im Kino
Miss Sunset: Kleid: Blutsgeschwister – Marcel Häfner: Knickerbocker, Weste und Mütze: Retronia, Strümpfe via Retronia – Mina Ignis: Bluse und Rock via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux
Frauen in Retrokleidung langweilen sich bei Actionfilm
Madame Donna de la Miez: Kleid: Vive Maria, Tasche via Dotty & Dan – Miss Sunset: Kleid via TopVintage, Hut: Maliné – Mina Ignis: Strickkleid: Blutsgeschwister
Frau im Vintageoutfit sitzt im Kino
Miss Sunset: Hose und Pullover via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
zwei Päärchen in Vintage Mode sitzen im Kino
Madame Donna de la Miez: Rock und Strickoberteil via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Blutsgeschwister – Miss Sunset: High Waist-Hose und Bluse via Dotty & Dan – Marcel Häfner: Jeans und Gürtel: Rumble 59, Hut via Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Päärchen im schicken Vintagelook verlässt Kino
Mina Ignis: Kleid via TopVintage – Marcel Häfner: Knickerbocker und Weste: Retronia, Strümpfe via Retronia
Rock'n'Roll Päärchen im Kino Gang
Marcel Häfner: Oberteil, Jeans und Gürtel: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans: Rumble59, Bluse: Vive Maria

 

Frau im Vintagelook isst Popcorn
Mina Ignis: Strickjacke: Blutsgeschwister
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„An einem Tag mit Hut ist man nicht in Eile“ – Hutmacherin Antia im Interview

Fräulein Zauberhaft und Antia - Die Hutmacherin

(Advertorial) In Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs präsentieren wir Ihnen alles rund um den vintage Hut und zeigen schöne Hutmode passend zum Herbst. Auch von Antia – der Hutmacherin ist in der Ausgabe 24 der ein oder andere wundervolle vintage Hut zu sehen. Als gelernte Modistin hat sie natürlich besonders viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Hutformen und viele, gute Tipps für alle, die gerne mehr Hut tragen möchten. Dem Vintage Flaneur hat Antia einige Fragen zum Thema beantwortet und erzählt von ihrer Herbst- Winter Kollektion.

Wann begann deine Leidenschaft für Hüte? Und wann hast du dich dazu entschieden, Modistin zu werden?

Meine Leidenschaft für Hüte und Kopfputz habe ich bereits von Kindesbeinen an. Als Kind war Omas Hutschrank mein Reich und bot mir grenzenlosen Eintritt in die Welt der Phantasie: Ich wurde zur Prinzessin, Piratenbraut, war auf Pferderennen und bin mit großen, alten US Cars gefahren. Später waren Flohmärkte und Secondhandshops meine Ziele, um immer wieder neue Hut und Kleiderschätzchen zu finden. Damals wurden meine mit Stolz getragenen Errungenschaften milde belächelt und als „Oma Klamotte“ betitelt und auch abgetan. Heute nennt man es Vintage und wird zu meiner Freunde vermehrt getragen.

Während meine Schulzeit erfuhr ich, dass es den Handwerksberuf der Modistin (frühere Bezeichnung – Putzmacherin) gibt und ja, was kann ich mehr sagen, ab da war klar was ich machen werde.

Was ist typisch Antia? Wofür stehen deine Hüte?

Meine Hüte stehen für die Weiblichkeit, für das (wieder) sichtbar-Sein, für das eigene Empfinden, für die eigenen Augen – für das Bild, welches neu aus einem Spiegel herausschaut und so schön ist. Es ist dieses unbeschreiblich wunderbare Gefühl was so ein kleines Kopfputz-Schätzchen mit der Trägerin machen kann. Plötzlich hat man Zeit, die Schritte werden langsamer und das Hütchen macht sich selbstständig. Nicht selten geschehen kleine unerwartete federleichte Ereignisse… Türen werden aufgehalten, Gentlemen bieten sich an beim Tragen zu helfen oder ziehen im vorbei gehen den Hut. Das Lächeln kommt zurück…

An so einem Tag mit vintage Hut ist man nicht in Eile…vintageinspirierter Hut

Vermisst du als Modistin eigentlich die vergangenen Zeiten, in denen Hüte noch ganz selbstverständlich zu einem kompletten Outfit gehörten? Oder findest du, dass die Möglichkeiten sich auszudrücken heute vielfältiger sind?

Hm, das ist eine Frage, die nicht mit ja oder nein beantwortet werden kann.

Definitiv war es eine ganz wunderbare und enorm ausdrucksstarke Zeit der Mode, doch war diese auch sehr streng reglementiert. Der Hintergrund der gesellschaftlichen Ordnung, die Stellung der Frau, die Rechte der Frau – alles war anders und spiegelte sich auch entsprechend in der Mode wieder.

Gerade mal vor 40 Jahren gab es eine Reform des Ehe- und Familienrechts. „Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein.“ Vorher musste Frau den Ehegatten um Erlaubnis fragen, ob sie arbeiten gehen darf. Ohne Berufstätigkeit hatten die Damen damals somit um einiges mehr Zeit für sich selbst zur Verfügung. Geht man noch weiter zurück und nimmt nur mal die Gegebenheiten, so gab es größere Autos, in die es einfach war mit großem Hut und enger schmaler Kleidung bequem hineinzugleiten (oftmals stand auch der private Chauffeur hilfreich zur Seite). Versucht man heutzutage in diesem Outfit in einen kleinen Corsa und/oder eine ältere hohe Straßenbahn einzusteigen – so hat man ein kleines Problem.

Danach kam die komplette Wende. Die Achtsamkeit auf sich selbst wurde beiseitegelegt und alles verschwand unter Hektik, Stress und einem immensen Grad an „Funktionieren müssen“. In den 1980er Jahren erlebte man das große Schließen der Hutsalons.

Die Zeiten ändern sich jedoch erneut und die Damen wie auch die Herren beginnen sich die Zeit zu nehmen die Weiblichkeit wiederzuentdecken und liebevoll auszuleben. Herren, die sich in ihre Liebsten neu verlieben weil ein Umbruch geschieht und die Damenwelt wieder weiblich wird. Dies ist so schön zu sehen insbesondere dies auch miterleben zu können.

Hüte von Antia - Die Hutmacherin
Fräulein Zuaberhaft macht ihrem Namen alle Ehre mit dem roten Hut von Antia.

Trägst du eigentlich auch privat oft einen vintage Hut und zu welchen Anlässen?

Ja, da ich mit „Hut“ aufgewachsen bin, gehört er einfach und selbstverständlich dazu. Für mich ist der Hut das berühmte i-Tüpfelchen an Ausdruck, ein Accessoire, aber auch der im ursprünglichen Sinne Schutz vor Kälte, Regen, Sonne… Ein weiterer, wenn auch sehr persönlicher Grund, ist, dass ich nicht wirklich begabt bin, schöne Frisuren zu zaubern und es wie ihr ja alle kennt diese furchtbaren Bad Hair Days gibt, so trage ich auch im Alltag Hut und es sieht einfach schön aus.

Auf Messen und Events im Vintage-Style ist Hut natürlich eine äußerst angenehme Pflicht. Sehr gerne greife ich aber auch zu einem kleinen Fascinator oder Headscarf (hach, so herrlich unkompliziert), je nach Lust, Laune und Outfit. Oft höre ich von Frauen „wann soll ich einen Hut tragen“ oder „sowas steht mir nicht“, hier kann ich nur erwidern: Jedem steht Hut, es gibt so viele verschiedene Formen und Variationen, hier findet sich für jedes Köpfchen ein Hütchen. Und tragen? Wann man Lust dazu hat! Ihr selbst seid der Anlass. Hüte passen auch wunderbar auf Jeans und Hosen. Es muss nicht immer Rock oder Kleid sein. Und wenn es „nur“ ein kleiner Fascinator ist, es hebt das Outfit nochmals besonders hervor.

Jetzt, wo der Herbst vor der Tür steht, beginnt auch wieder die Zeit für wärmende Hutmode und die Farben werden gedeckter. Welche Materialien, Farben und Hutformen verwendest du jetzt besonders gern?

Bei neuen Hut Kollektionen arbeite ich gerne mit meiner Berliner Designerin Fräulein Zauberhaft zusammen und lasse mich von Ihr beraten. Sie wählt Farben und Materialien aus, skizziert und beschreibt Formen und Tragevariationen von neuen Hütchen, die sie sich vorstellt. So sind bereits wundervolle „Vintage inspirierte Träumchen“ entstanden. Als Tochter der Hutmacherin ist sie inmitten von Hutformen und Materialien aufgewachsen und hat ein ganz eigenes und wunderbares Gespür für Harmonie und Ausdruck entwickelt.

Aber hört Sie selbst:

Unser beider Leidenschaft ist es ist schönen und oftmals einzigartigen Hut und Kopfputz zu entwerfen und anzufertigen. Wir durchforsten alle erdenklichen Fundorte nach Bändern, Spitzen, Federn, Schleier, Broschen und vieles mehr, um wunderbare Hüte zu machen, die kein anderer haben wird.
Speziell für den Herbst geht es natürlich auch in gedecktere Farben. Wir lieben warme Ton in Ton Farben aber auch Mischungen und Kontraste wie z.B. ockergelb zu braungrau aber auch zu moosgrün oder azurblau, anthrazit zu braun aber auch zu aubergine und flaschengrün  uvm.

Unverzichtbar sind klassische Muster wie Pepita, Leo oder besonders in diesem Herbst Tartan. Für diese kühlere und kalte Jahreszeit verarbeiten wir hauptsächlich Haarfilz und bevorzugt in Langhaar und Velour Qualitäten. Natürlich ist auch Wollfilz immer dabei – dieses Material verwenden wir vermehrt für unsere 40er und 50er Jahre Hut-Kollektionen. Verbunden mit der richtigen Hutform ist der Hut nicht nur schön und wärmend, sondern wird zudem zum unverzichtbaren Accessoire.

Eines noch – dies hat mir meine Lehrherrin, aus dem legendären Hutsalon Ilona, mit auf den Weg gegeben. Haltet euch immer vor Augen: „Man wird nur angeschaut wenn man gefällt“

Nehmt also die Blicke, die ihr an einem Tag mit Hut bekommt als Kompliment, als überaus positive Resonanz und als „Ja – du gefällst mir, sehr“ und lächelt…

Eure Putzmacherinnen

Antia & Alisha/ Fräulein Zauberhaft

www.antia.de

Alles für das perfekte Outfit mit vintage Hut finden Sie im Vintage Flaneur Nr.24

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Vegane Vintage Mode von Glücksgöttin – bunt, fröhlich und feminin

Glücksgöttin Vegane Vintage Mode

(Advertorial) In der Gartenparty-Modestrecke der Sommerausgabe Nr.23 des Vintage Flaneurs können Sie unter anderem ein paar bezaubernde Kleider des Labels Glücksgöttin entdecken. Glücksgöttin steht für nachhaltige, vegane Vintage Mode und für verspielte, farbenfrohe Vintage Kleider. Dieses Label und die Designerin hinter Glücksgöttin, Stephanie Springstrow, möchten wir Ihnen heute gerne einmal näher vorstellen:

Seit wann gibt es Glücksgöttin und wofür steht dein Label? Was hat dich zur Gründung von Glücksgöttin motiviert?

Glücksgöttin gibt es seit 2012. Mir gefiel die Art und Weise nicht, wie (die meiste) Kleidung entsteht. Umso tiefer man recherchiert, um so gruseliger wird es. Und die faire Mode, die es bereits gab, war mir persönlich nicht verspielt und weiblich genug.

Vegane Vintage Mode von GlücksgöttinGlücksgöttin steht explizit für vegane Vintage Mode, was bedeutet das bzw. worauf muss man achten, damit Mode vegan ist?

Nachdem ich selbst seit 6 Jahren vegan lebe, ist es selbstverständlich für mich gewesen vegane Kleidung zu produzieren. D.h. ich verzichte auf Wolle, Seide, Leder, Horn, Muscheln und verwende überwiegend Baumwolle. Tierleidfreie Mode ist mir neben der Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema.

Kannst du deine Kundinnen beschreiben: was sind das für Frauen, die bei Glücksgöttin ihre Kleider kaufen? Oder für welche Sorte Frau entwirfst du deine Kleider?

Das sind lebensfrohe und selbstbewusste Frauen, die etwas Besonderes suchen und mutig ihren eigenen Weg gehen. Neulich habe ich eines der schönsten Komplimente von einer Kundin bekommen. Sie meinte, egal wo sie sich befindet, sobald sie ein Glücksgöttin-Kleid trägt, fühlt sie sich als etwas ganz Besonderes.

Vegane Vintage Mode von Glücksgöttin
Stephanie Springstrow von Glücksgöttin.

Viele Glücksgöttin-Kleider sind farbenfroh, leicht und verspielt. Gibt es bestimmte Farben oder Muster, mit denen du jetzt im Sommer besonders gern arbeitest?

Im Grunde entstehen alle Kleider aus dem Augenblick heraus. Ich sehe ein Stück Stoff und weiß was daraus werden soll. So entstehen immer wieder wunderbare Einzelstücke…und es bleibt spannend. In den Sommermonaten wird es natürlich noch ein bisschen bunter und blumiger. Momentan habe ich eine Schwäche für die ganz nostalgischen beziehungsweise romantischen Modelle.

Wo findest du eigentlich all die schönen Stoffe für die Glücksgöttin-Kleider?

Wie bereits erwähnt, ist Nachhaltigkeit für mich ein wichtiges Thema. Daher verwende ich zu 99% vorhandene Materialien. Ich bin ständig auf der Jagd nach gut erhaltenen Stoffschätzen. Fündig werde ich auf Flohmärkten, Ebay und Secondhand-Läden. Denn nachhaltig ist das Stück Stoff, das am längsten lebt.

Vegane Vintage Mode von GlücksgöttinWas bedeutet Vintage für dich? Lebst du selbst vintage?

Ich selbst bevorzuge alte, beseelte Dinge mit Charme und in guter Qualität. Stil und Klasse, statt liebloser Masse. Ich halte es jedoch locker und springe in den Epochen gerne hin und her oder mixe alles wild miteinander. Erlaubt ist was gefällt. Irgendetwas ist immer vintage an mir, sei es die Friseur, ein Accessoire oder das Glücksgöttin Kleidungsstück (ich selbst trage natürlich auch gerne Glücksgöttin). In Hosen wird man mich sehr selten antreffen.  Ich finde der Vintage Stil ist eine wunderbare Möglichkeit aus jeder Frau die schönste Seite hervor zu locken.

Herzlichen Dank, liebe Stephanie für das Interview & viel Erfolg mit Glücksgöttin!

 

Neugierig geworden? Dann schauen Sie noch schnell bei Glücksgöttin vorbei:

https://de-de.facebook.com/GluecksgoettinveganeMode/

http://www.ebay.de/usr/gluecksgoettin*vegane*mode?_trksid=p2047675.l2559

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Jetzt wird es bunt! – Kleinkariert im Interview mit dem Vintage Flaneur

Nadine Vieker von Kleinkariert

(Advertorial) Accessoires sind das A und O für ein gelungenes Vintage Outfit und wer auf der Suche nach besonderem, fröhlich-bunten Schmuck oder einem einzigartigen Fascinator ist, der wird bei Kleinkariert sicherlich fündig. Auch zum Beispiel in der Sommerausgabe Nr.23 des Vintage Flaneurs zeigen wir einige hinreißende Stücke von Kleinkariert, in die man sich direkt verlieben kann. Heute möchten wir Ihnen das Gesicht hinter Kleinkariert vorstellen: Nadine Vieker designt für ihr Label nicht nur Schmuck, sondern auch bezaubernde und detailverliebte Fascinator und ebenso tolle Röcke mit einzigartigen Prints.

Liebe Nadine, woher kommt deine Begeisterung für Vintage Mode und Schmuck? Seit wann spielt Vintage für dich eine Rolle und was fasziniert dich daran?

Schon in der frühen Kindheit bin ich mit Rock’n’Roll in Berührung gekommen. Meine ältere Schwester war ein grosser Elvis-Fan und ich war davon überzeugt, dass Sie ihn auch heiraten würde (damals war mir nicht klar, dass Elvis schon lange tot war). Gemeinsam haben wir uns viele Filme angesehen und ich war begeistert von diesen „Dreh-Röcken“, die so schön beim Tanzen abstehen. In meiner Jugend habe ich dann selbst mit Kleidung und Frisuren experimentiert. Das, was ich gerne anziehen wollte, gab es nicht zu kaufen, weshalb ich anfing, selbst Hand und Nadel anzulegen. Die Liebe zur Rock’n’Roll-Musik hat mich soweit ich denken kann immer schon begleitet.

Kleinkariert - Vintage Mode und Accessoires

Seit wann gibt es Kleinkariert?

Kleinkariert  wurde im Jahr 2008 gegründet und  zunächst neben dem Beruf ausgeübt. Mein kleines Label erfreute sich schnell an einem festen Kundenstamm, der die in liebevoller Handarbeit gearbeiteten Produkte aus feinsten Rohstoffen zu schätzen wusste und mir so die Entscheidung, Anfang 2017 in die Selbstständigkeit zu wechseln, erleichterte.

Dein neues Logo ist sehr sommerlich-fröhlich, darauf ist ein Flamingo zu sehen, und es passt wunderbar zu deiner Sommerkollektion. Erzähl uns ein bisschen davon: Mit welchen Themen und Motiven arbeitest du diesen Sommer?

Nun, der Flamingo als heimliches Maskottchen begleitet Kleinkariert schon seit der Gründung. In diesem Jahr wollten wir dem Lebensgefühl unserer Kundinnen ein bisschen mehr Sonne im Herzen hinzufügen und ihnen ein noch breiteres Lächeln ins Gesicht zaubern, so dass der Slogan „Kleines Label, grosse Liebe“ um den Satz „Das fühlt sich an wie Urlaub“ erweitert werden kann. Und dieser Satz beschreibt nicht nur das Design mit sommerlichen Farben, Tiki-Motiven, Flamingo-Prints oder Hibiskus-Blüten, sondern auch den Tragekomfort der Kleinkariert-Röcke, die eben niemals kneifen, sondern jede Kalorieneskapade mitmachen.

Headpiece Strawberringo von Kleinkariert
Headpiece Strawberringo von Kleinkariert

Mit welchen Materialien arbeitest du eigentlich und woher nimmst du deine Ideen?

Woher ich meine Ideen nehme, kann ich selbst nie genau sagen. Wenn ich durch die Gegend laufe, ist eine Auge immer absolut Kleinkariert fokussiert. Ich sehe etwas, habe die Idee und kann es meist kaum erwarten, diese in die Tat umzusetzen. Gerne verwende ich „alte“ Materialien. Also solche, die bereits vor langer Zeit ihren eigentlichen Dienst eingestellt haben. Das kann besonders im Schmuckbereich beispielsweise altes Sammlerspielzeug sein. Oft finden sich in der Kleinkariert-Kleidung original Vintage-Stoffe wieder. Bei neuen Stoffen achte ich darauf, dass diese  fair gehandelt sind.

Was sind deine persönlichen Top 3 für den Sommer? Ohne welche Dinge gehst du nicht aus dem Haus?

Puh… ich persönlich mag gerade sehr gerne alles was aus Bambus ist. Das kann Schmuck oder auch ein damit dekoriertes Headpiece sein. Ich selbst gehe nie ohne Ohrringe aus dem Haus, denn die Kleinkariert-Ohrringe sind immer ein Hingucker und auch meine Kundinnen berichten mir, dass sie sehr oft dafür Komplimente bekommen.

Tiki-Ohrringe von Kleinkariert
Sommerliche Tiki-Ohrringe von Kleinkariert

Du fertigst u.a. auch ganz zauberhafte Fascinator an: findest du die Frauen sollten mehr Hüte & Co tragen?

Ich finde gerade die Hut- und Frisurenmode der „guten alten Zeit“ faszinierend und bin auch jedes Mal erstaunt darüber, wie viel Mühe sich Frau damals gegben hat. Gerade die Hutmode wertet jedes Outfit auf und lenkt den Blick der anderen direkt auf das wichtigste: den Kopf – selbst ohne aufwendige Frisuren.

Herzlichen Dank an Nadine von Kleinkariert für das Interview!

Schauen Sie schnell noch bei Kleinkariert vorbei: www.kleinkariert-klunker.de

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Interview: Designerin Anne-Marie Morscheck von Atelier DSigns über ihr Vintage Label „Fräulein Valentine“

Logo Atelier DSigns

(Advertorial) In der Sommerausgabe 23 des Vintage Flaneurs zeigen wir in unseren Modestrecken u.a. wunderbare Vintage Kleider von Atelier DSigns aus Düsseldorf. Hinter diesem Namen steht die Designerin Anne-Marie Morscheck, die sich zu einem Interview mit dem Vintage Flaneur bereit erklärt hat und sich und ihre Arbeit heute einmal ganz persönlich vorstellt:

Liebe Frau Morscheck, Sie entwerfen Kleider für die beiden Labels „Atelier DSigns“ und „Fräulein Valentine“ by Atelier DSigns – wofür stehen die Labels jeweils und was machen die einzelnen Kollektionen aus?

Das ich zwei Kollektionslinien habe, mag sicherlich etwas verwirrend erscheinen, hat aber einen ganz einfachen Grund. Ich habe mich 2003 mit dem Label Atelier DSigns selbständig gemacht. Die Kollektion steht für moderne Schnitte, geprägt von asymmetrischen Schnittformen und ungewöhnlichen Materialkompositionen mit einem nostalgischen Anklang.

Seit 2007 ist dann die Linie Fräulein Valentine hinzugekommen. Hier tobe ich mich auf dem Feld der 40er und 50er Jahre aus. Nostalgische Petticoatkleider mit liebevollen Schnittdetails bilden hier den Schwerpunkt. Auf die hochwertigen Materialien sowie die handwerkliche Verarbeitung wird hier großen Wert gelegt. Die Kleider werden nach den Maßen der Kundin angefertigt.

Aus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

Woher kommt ihre Begeisterung für Vintage-inspirierte Mode und die Schnitte der 1950er Jahre? Was lieben Sie besonders an den Schnitten von damals und wie interpretieren Sie sie neu?

Ich liebe den Stil der 50er Jahre. Ich mag die Farben, die Pastelltöne- vanillegelb, pistazie, himbeere… Ich finde die Möbel aus der Zeit wunderschön. Es war alles sehr filigran aber dennoch sehr klar und schnörkellos. Auch die Grafiken und Muster finde ich interessant. Die Mode war sehr weiblich und hat mit der X-Silhouette die Figur der Frau optimal unterstrichen. Es war eine sehr positive Zeit- natürlich auch noch stark von gesellschaftlichen Konventionen geprägt, besonders für die Frauen, aber der Krieg war vorbei, der Wohlstand wuchs und die Menschen freuten sich überlebt zu haben.

Tragen Sie selbst auch Vintage Mode?

Immer wieder werde ich als Modedesignerin damit konfrontiert, wie ich mich selber anziehe. Ich muss ehrlich gestehen, ich verfolge keinen bestimmten Stil oder Look. Ich glaube, ich bin als Designerin, die sich tagein tagaus mit dem Thema Mode beschäftigt, einfach überinformiert und darum mache ich auch nicht jede Mode mit. Der Stil der 50er Jahre gefällt mir unheimlich gut, aber ich selber sehe mich nicht darin. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht in die Frau hineinversetzen kann, die sich in dem Stil kleidet, das ist ja schließlich mein Beruf.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Kollektionen? Wie entstehen Ihre Kleider?

Inspirieren lasse ich mich sehr gerne von Filmen und Fotografien aber auch Musik oder ein bestimmter Stoff, sowie ein Lebensstil kann Inspirationsquelle sein.

Die Kollektion entsteht in meinem Atelier in Düsseldorf. Nach Erstellung einer Ideensammlung (auch Moodbord genannt) skizziere und sortiere ich so lange, bis sich einige essentielle Teile herauskristallisieren. Dann beginnt, wenn nicht schon vorhanden, die Materialrecherche. Anschließend wird der Schnitt und ein Dummie erstellt, anprobiert, korrigiert, erneut anprobiert, korrigiert, bis er gut ist. Schlussendlich wird alles aus dem Originalstoff zugeschnitten und genäht.Aus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

Welche Kleidungsstücke sind für Sie zeitlose Klassiker, die jede Frau über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte tragen kann?

Ein zeitloser Mantel ist eine gute Investition, Etuit- und Hemdblusenkleider lassen sich immer wieder neu interpretieren, ebenso eine Marlene-Hose und ein paar gute Jeans.

Vermissen Sie etwas an der heutigen Frauen-Mode oder sehen Sie darin vielleicht ganz im Gegenteil besondere Stärken?

Die sehr bekannte Trendforscherin Lee Edelkoort propagiert zur Zeit die These, dass die Mode tot ist und das ist, wie ich meine, eine traurige Tatsache. Die Entwicklung der Fast-Fashion, mit zig Kollektionen pro Jahr, macht es unmöglich von Mode zu sprechen, da geht es nur ums konsumieren. Es gibt kaum noch Wissen über Bekleidung. Wie werden die Stoffe hergestellt, wo die Kollektionen und wie sieht ein Kleidungsstück aus, das wirklich sitzt.

Die wenigen Frauen, die sich mit dem Thema Stil (und nicht Trend) auseinandersetzen finden sich besonders in der Vintage- Szene. Ich hoffe, dass sich hier das Denken über die Wertigkeit und auch die Nachhaltigkeit weiter trägt.

Herzlichen Dank für das schöne und interessante Interview!

Zögern Sie nicht und schauen Sie auch gleich auf der Webseite des Atelier DSigns vorbei: www.lookatdsigns.deAus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

 

 

 

 

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Vintage, Coco und Rockabilly Hochzeit – Brautkleider von „Brautmoden Adriane Böhm“

(Advertorial) Passend zu der Modestrecke zum Thema „Vintage Hochzeit“ in der Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs möchten wir Ihnen heute die zauberhafte Brautmoden-Boutique „Brautmoden Adriane Böhm“ in Rosenheim/Kolbermoor vorstellen. Auf ihrer Webseite zitiert Adriane Böhm niemand anderen als die legendäre Coco Chanel, die einmal sagte: „Anders zu sein ist unersetzlich“. Dieses Motto wird bei Brautmoden Adriane Böhm ganz groß geschrieben, und so sind bei Adriane Böhm, die sich auch selbst für den Vintage Stil und die Rockabilly Hochzeit begeistert, alle Bräute an der richtigen Stelle, die auf ein individuelles, einzigartiges Outfit setzen.

Im Gespräch mit dem Vintage Flaneur erzählt Adriane Böhm von ihrem Konzept, aktuellen Trends und der Faszination „Vintage“:

Liebe Frau Böhm, seit wann gibt es Ihre Boutique und wofür steht „Brautmoden Adriane Böhm“?

Das Geschäft “Brautmoden Adriane Böhm“ wurde im November 2009 eröffnet. Wir stehen vor allem für herzliche und kompetente Beratung.

Inspiriert wurde ich bei der Gründung von den Modesalons vergangener Epochen und den kleinen feinen Boutiquen in Frankreich und Italien. (Haben Sie den Spielfilm “Coco“ gesehen? Genau so! 🙂 )

Adriane Böhm liebt den Vintage Lifestyle und hat auch für Rockabella Bräute die richtige Kleiderauswahl.

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Kleider für Ihre Boutique aus?

Jede Braut braucht und möchte ihr individuelles Kleid, das ihren Stil und ihre Persönlichkeit unterstreicht, z.B. bei einer Rockabilly Hochzeit. Genau das sind die Kriterien unseres liebevoll ausgesuchten Sortiments. Wir bieten luftige Tüllträume, Roben in fließenden Stoffen, feine Spitzengebilde ebenso wie klare Outfits. Es ist vielfältig und aufregend bei uns!

Gibt es gerade einen speziellen Trend?

Leichte Tüllkleider im Ballerina Stil, mit Strickjäckchen aus Kaschmire oder Corsagette in Spitze sind sehr gefragt.

Auch der Bohostyle ist momentan beliebt und wird dabei eleganter. Die Schnitte sind körperbetonter und die Stoffe edler.

Wie Sie uns verraten haben, haben Sie selbst eine Vorliebe für Vintage Mode – woher kommt diese Leidenschaft und was ist für Sie so besonders an den Kleidern im Vintage Stil?

Es ist weniger die Mode, es ist dieses Lebensgefühl, das mich schon seit meiner Jugend begleitet. Das „Click!“ einer Handtasche mit Bügelverschluss, der Geruch eines Gesichtspuders im Perlmuttdöschen… und dieses Selbstbewusstsein, im wahrsten Sinne des Wortes, das die Menschen ausstrahlen, die Vintage Mode tragen und diesen Lifestyle inszenieren.

„Brautmoden Adriane Böhm“ hat alles, um auch die rockige Vintage Braut einzukleiden!

Was lieben Sie besonders an Ihrer Arbeit in der Hochzeitsbranche?

Eine Hochzeit ist ein ganz besonderer Moment im Leben und wir sind stolz, ein wenig dazu beitragen zu dürfen, dass dieser Moment unvergesslich bleibt.

Herzlichen Dank für das Interview!

Schauen Sie gern auch online bei Adriane Böhm vorbei und lesen Sie die Tipps auf dem dazugehörigen Hochzeitsblog: https://www.adrianeboehm.de/

Fotos & Bildbearbeitung von: Lisi Lehner Fotografie.

(Advertorial)

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„Ihr seid wunderschön!“ – Patricia von Rebel Curves über Vintage Plus Size Mode

Vintage Mode von Rebel Curves aus München

(Advertorial) Rebel Curves aus Müchen bietet Vintage Plus Size Mode ab Größe 42 und ist damit die richtige Anlaufstelle für alle Plus Size Ladies, die Spaß an Vintage Mode haben. Sei es bunt und fröhlich oder klassisch-elegant: Bei Rebel Curves gibt es wunderschöne Kleider für jeden Anlass und Geschmack. Hinter dem Namen „Rebel Curves“ steht die wunderbare Patricia, die genau weiß, mit welchen Sorgen die Plus Size-Damenwelt zu kämpfen hat und sich vor allem eines auf ihre Fahne geschrieben hat: ihre Kundinnen sollen in ihren neuen Kleidern schön, weiblich und selbstbewusst fühlen!

Für den Vintage Flaneur erzählt Patricia heute mehr über Rebel Curves und das Thema Vintage Plus Size Mode:

Wann hast du den Entschluss gefasst, Rebel Curves zu gründen? Und wofür steht Rebel Curves?

Die Entscheidung Rebel Curves zu gründen kam im Jahr 2012, als ich trotz intensiver Suche nach Vintage Mode für große Größen nichts finden konnte, was in meinen Augen der klassischen Frau entsprechen würde. Eine Frau die sich mit ihren weiblichen Kurven auch in einem Classy-50s Dress schön fühlen und zeigen möchte. Zu dem Zeitpunkt entwickelte sich die Idee, selbst einen Shop zu eröffnen, mit ausgewählten Marken und später auch einer eigenen Kollektion. Nach intensiver Vorbereitungszeit startete ich dann 2015 mein geplantes Projekt und eröffnete meinen Showroom mit angeschlossenem Online Shop.

In meinem Logo habe ich mein persönliches Credo „Beauty has no size“ verewigt. Das spiegelt meine Meinung wider, dass Schönheit nicht an eine Konfektionsgröße gebunden ist, sondern in allen Formen, Kurven und Größen vertreten ist und wunderbar aussieht. Da ich weiß, dass wir Frauen das ganz gerne vergessen, wenn es um uns selbst geht, möchte ich genau hier ansetzen und meinen Kundinnen sagen/zeigen: „Ihr seid wunderschön und das sollt ihr auch zeigen!“

Die wunderbare Patricia von Rebel Curves.
Patricia von Rebel Curves.

Welche Labels bietest du an?

Ich führe im Moment Kleider der Marken, Cherry Velvet, Lady V Vinatge, Banned, Collectif, Dolly&Dotty und Hellbunny. Im Laufe der Zeit kommen weitere ausgewählte Lieferanten dazu, aber ich achte sehr darauf, dass die Kleider in den größeren Größen nicht einfach nur „größer“ geschnitten sind, sondern eben auch an die Kurven angepasst wurden.

Was war deine persönliche Motivation, dich auf Vintage Plus Size Mode zu konzentrieren?

Ganz klar meine eigene Konfektionsgröße – 48. Seit ich denken kann, hatte ich immer Probleme hübsche Sachen zu finden, shoppen gehen war für mich nicht so simpel, wie für eine Frau mit einer Konfektionsgröße um die 38. Ja, das konnte echt frustrierend sein… bis   ich diese wundervolle Vintage-Mode für mich entdeckt habe.

Hat sich dein Leben verändert, seit du mit Rebel Curves unterwegs bist? Was liebst du an deinem Job am meisten?

Oh ja, mein Leben hat sich um 180 Grad gewandelt! Ich habe so viele wunderbare Menschen durch meine Leidenschaft für Vintage-Mode und mein Projekt kennen lernen dürfen. Mein Job ist nicht einfach „nur“ meine tägliche Arbeit, sondern er ist zu meinem Lebensmittelpunkt geworden und ich habe riesen Spaß daran meine Begeisterung mit meinen Kundinnen zu teilen. Die allergrößte Freude bereitet mir, wenn sich eine Kundin schön und sexy fühlt – völlig unabhängig von ihrer Konfektionsgröße. Dieses Strahlen in den Augen, wenn sie sich im Spiegel des Showrooms ansehen, den Rock schwingen lassen und dabei kokettieren – das ist unbezahlbar!

Rebel Cuvres - Vintage Mode für Plus Size Ladies
Elegante Vintage Mode ab Größe 42 von Rebel Curves.

Viele Frauen, die in die Kategorie Plus Size fallen, trauen sich nicht, schöne und auch farbenfrohe Kleider zu tragen. Aus deiner Erfahrung: warum sind gerade die Kleider im 50er Jahre-Stil toll für kurvige Frauen?

Gerade die Swing-Kleider sind perfekt für Plus Size- sie betonen die Taille und umschmeicheln mit weitschwingendem Rock evtl. Pölsterchen. Aber auch Pencilkleider stehen kurvigen Ladies extrem gut, besonders wenn sie ein oder mehrere pfiffige Details haben, wie einen seitlichen Faltenüberwurf und ein sexy Dekolleté. Die farbenfrohen Modelle der Kleider umschmeicheln gekonnt die Kurven und betonen die tolle Silhouette.

Hast du eine persönliche Botschaft an alle Plus Size-Frauen, die noch zweifeln und auf der Suche nach schöner Mode für sich sind?

Traut Euch! Probiert alle Farben, Schnitte, Längen aus und wählt dann die Modelle in denen Ihr Euch absolut wohl und schön fühlt. Gebt Euch nicht mit weniger zufrieden! Glaubt mir, es lohnt sich. Und dabei ist es völlig egal, ob Ihr damit aus dem (modischen) Rahmen fallt oder nicht. Und das Beste zum Schluss: Ihr werdet mit Komplimenten nur so überschüttet werden!

Und hier noch 3 tolle Tipps von Patricia für Plus Size Frauen:

  • Erlaubt ist was gefällt und in was frau sich schön fühlt –  dann stimmt auch die Ausstrahlung und man rockt sein Outfit
  • Trage auch mal Sachen, die Dich vielleicht im ersten Moment aus deiner gewohnten Komfortzone herausbringen: Wenn Du Dich z. B. in einem ärmellosen Kleid absolut unwohl fühlst, weil Du Deine Arme nicht schön findest, dann wähle ein Kleid mit Ärmeln oder kombiniere einen Paschmina oder ein Strickwestchen dazu. Dadurch hast Du zusätzlich mehr Kombinationsmöglichkeiten. Es ist völlig normal, etwas an sich nicht so toll zu finden. Wichtig dabei ist, dass Du nicht aus den Augen verlierst, wie schön und feminin Du bist und das mit Deinem Outfit gekonnt unterstreichst.
  • Noch etwas Praktisches zum Schluss: Spielt mit Accessoires! Gürtel in einer Kontrastfarbe oder unterschiedlicher Breite verändern das komplette Outfit. So kannst Du Deine Outfits mal klassisch, mal peppig oder auch leger tragen. Das Gleiche gilt für Schmuck: Broschen sind absolute Multitasker – ob an der Brust, als „Gürtel-Highlight“ oder in Kombination mit einem Schal. Sie betonen Deine Vorzüge, oder lenken von einer Problemzone ab- je nachdem wo Du sie einsetzten möchtest.

 

Vielen Dank, liebe Patricia für das schöne Interview!

Schauen Sie bei Rebel Curves vorbei.

Wunderbare Vintage Plus Size Mode finden Sie z.B. auch im Vintage Flaneur Nr.18.

(Advertorial)

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Aus alt mach neu – Vintage Brautkleider mit Geschichte von Vererbt

True Vintage Brautkleid von Vererbt

(Advertorial) Wir freuen uns sehr, Ihnen heute Judith Erb von Vererbt vorzustellen, deren wirklich einzigartige Vintage Brautkleider u.a. in unserer Modestrecke zum Thema Vintage Hochzeit der Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs zu sehen sind:

Judith Erb stöbert für ihre Kollektionen Vintage Brautkleider aus der Generation unserer Eltern und Großeltern auf, bereitet sie auf oder arbeitet sie um und gibt die wundervollen true vintage-Kleider auf diese Weise mit ihrer ganz individuellen Geschichte weiter an die neuen Bräute. Vererbt will individuellen Geschmack fördern und den Dingen die Wertschätzung verleihen, die sie verdienen. Das Konzept von Vererbt ist damit vor allem eines: alles andere als mainstream und dadurch etwas für alle Bräute, die auf der Suche nach etwas ganz Besonderem sind!

Du bist eigentlich Wirtschaftsingenieurin. Wie kam es dazu, dass du dich für die Schneiderei, die Hochzeitsbranche und die Selbstständigkeit entschieden hast?

Vererbt gibt es seit etwas mehr als zwei Jahren. Über meine Leidenschaft alte Dinge neu zu kombinieren und die Erkenntnis, dass es so viele wunderbare Hochzeitskleider in den Schränken geben muss, bin ich auf die Idee gekommen, Vintage-Brautkleider zu verkaufen. Das hätte ich mir vor fünf Jahren sicher noch nicht träumen lassen. Begonnen habe ich ganz klein in meiner Altbauwohnung in Essen. Seit letztem Jahr gibt es ein kleines Studio in Köln. Nach wie vor mache ich Vererbt aber nur in Teilzeit. Freitags und samstags können die Bräute zur Anprobe kommen, die übrigen Tage arbeite ich in Essen.

Brautkleid Merle von Vererbt
Modell „Merle“ aus der Kollektion von Vererbt.

Woher kommt deine Leidenschaft für Vintage Brautkleider?

Mich faszinieren die verschiedenen Schnitte und Materialien, die sich doch sehr deutlich von heutigen Trends unterscheiden. Zudem gibt es bei Vererbt ja immer eine Geschichte zu jedem Kleid. Die ursprünglichen Besitzerinnen erzählen mir von ihrer Hochzeit, wie sie ihren Mann kennengelernt haben etc.. Jedes Mal, wenn ich eine Geschichte höre und sehe, welches Leuchten die zum Teil über 50 Jahre verheirateten Paar beim Gedanken an ihre Hochzeit in den Augen haben, freue ich mich, diesen Moment geschaffen zu haben.

Und wo findest du all die wundervollen Vintage Brautkleider?

In der Zwischenzeit hat sich die Idee von Vererbt schon weit herumgesprochen. Ich bekomme die Kleider meist per E-Mail oder telefonisch angeboten. Ich schaue mir die Kleider dann an und entscheide, ob ich es gerne in die Kollektion aufnehmen möchte.

Du bearbeitest die Vintage Brautkleider, nähst sie um oder fügst neue Details hinzu: Was bedeutet dir die Kombination von alt & neu?

Ich kann mich immer wieder neu dafür begeistern, die alten Modelle neu zu designen. Ich hole mir Inspirationen bei aktuellen Kleidern und wir schauen dann gemeinsam mit der Kundin, was passen könnte. Wir haben wirklich schon viele tolle Ideen entwickelt und so ein ganz individuelles Kleid geschaffen, dass ganz auf die Wünsche der Braut zugeschnitten ist. Wenn ich dann ein Foto der Braut in ihrem Vererbt-Kleid sehe, macht mich das schon sehr stolz.

Bemerkst du einen neuen Trend zum Thema Vintage und welche Frauen kommen zu dir?

Es fällt mir schwer meine Kundinnen in einen Typ zu kategorisieren. Grundsätzlich sind es alles Frauen, die vielleicht etwas Individuelles wollen, aber nicht so viel Geld dafür ausgeben wollen. Eine große Rolle spielt für viele auch, dass jedes Kleid eine Geschichte mit sich bringt und ein bisschen zum Glücksbringer wird.

Einen neuen Trend im Bereich Vintage kann ich nicht beobachten. Mir fällt nur immer wieder auf, dass Vintage inzwischen ein sehr weitläufiger Begriff ist. Wenn ich meine Originale aus der Zeit anschaue, sehe ich die Schnitte etc. selten in den neu aufgelegten Vintage-Kollektionen wieder.

Vintage Flaneur - Vintage Brautkleid von Vererbt
Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, H&M: Ioanna – Hair & Make Up, Model: Michelle Ramone, Kleid: Vererbt

Gibt es ein Kleid aus deiner aktuellen Kollektion, das du besonders gern hast? Oder gibt es ein Kleid mit einer besonderen Geschichte?

Ich habe viele Favoriten in der Kollektion. Die Kleider sind alle so unterschiedlich wie auch ihre Geschichten. Da gibt es Ost-West-Liebesgeschichten, Karnevals- oder Schützenfest Kennenlernstorys, Berichte von großen Polterabenden uvm. Ein sehr besonderes Kleid ist für mich zum Beispiel die Roswitha. Sie stammt aus dem Jahr 1965 und wurde für eine Winterhochzeit maßgeschneidert.

Gibt es einen Ratschlag, den du einer Braut, die noch auf der Suche nach ihrem Kleid ist, mit auf den Weg geben würdest?

In jedem Fall sollte jede Braut sich in ihrem Kleid wohlfühlen und sich auf den eigenen Geschmack verlassen. Dann sollte man sich vielleicht auch überlegen, welchen Wert man dem Kleid zusprechen mag, dabei hat der Preis aus meiner Sicht nicht immer was mit der Schönheit des Kleides zu tun. Bevor man in die konventionellen Brautmodengeschäfte geht, gibt es sicher so viele Alternativen, die es sich anzuschauen lohnt. Vererbt ist eine davon, aber es gibt auch tolle Maßschneider oder alternative Konzepte, die wunderbare Kleider herstellen!

Herzlichen Dank an Judith Erb für das schöne Interview!

Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einmal bei Vererbt vorbei: Für den Verkauf der Brautkleider lädt Judith Erb nach Köln-Mülheim ein, in ihrem kleinen Studio im Gebäude 6 am Deutz-Mülheimer Hafen befindet sich genug Platz für Anproben mit den Freundinnen oder der ganzen Familie. Termine können telefonisch vereinbart werden. Anproben sind jeweils freitags oder samstags möglich.

Brautkleid Marion von Vererbt
Modell „Marion“ aus der Kollektion von Vererbt.

 

 

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Vintage Hochzeit – Kerstin Mechler von küssdiebraut im Interview

Vintage Brautkleid von küssdiebraut

(Advertorial) In der Modestrecke zum Thema „Vintage Wedding“ der Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs können Sie auch die traumhaften Modelle von küssdiebraut bewundern. Das junge deutsche Premium-Label, das wir Ihnen heute näher vorstellen möchten, wurde 2009 von der Designerin Kerstin Mechler gegründet; sie entwirft bezaubernd lässige Brautmode mit abgestimmten Accessoires, die jedem Kleid einen individuellen Charakter verleihen. Der typische küssdiebraut-Look ist schlicht, authentisch und mit viel Vintage-Charme. Die Designerin liebt innovative Materialien, außergewöhnliche Silhouetten und die Vielfalt, die aus beidem entstehen kann – das macht die Kollektionen von küssdiebraut so unverwechselbar und abwechslungsreich!

Die neue Kollektion 2017 besticht durch außergewöhnliche kurze und lange Brautkleider – modische Formen, leichte Stoffe und eine vielfältige Accessoireauswahl. Ein frecher Retro-Wind weht in den kurzen Petticoat-Brautkleidern, die fröhliche 50ies Stimmung verbreiten. Neben diesen neuen Varianten der kurzen Braukleider in schwingenden Formen gibt es aber auch schmal fließende, lange und dabei sinnlich-feminine Silhouetten, inspiriert vom Hippielook und mit viel Boho-Glamour! Es finden sich hochgeschlossene Modelle, verschiedene Arm- und Trägervarianten und tiefe Rückenausschnitte, wie sie z.B. auch in der Hochzeitsstrecke im Vintage Flaneur – Ausgabe 22 – zu sehen sind. Auch Overall und Brautanzug sind ein wichtiges und zeitgemäßes Thema bei küssdiebraut. Das Premium Label steht für einen modernen Stil, der sich durch eine lässige Kombination aus neuem Vintage Look und urbanem Touch auszeichnet.

Vintage Hochzeit mit dem Modell Zoe von küssdiebraut
Modell Zoe aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Für den Vintage Flaneur hat die Designerin Kerstin Mechler noch ein paar ganz persönliche Fragen zu Ihrem Label küssdiebraut beantwortet:

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Designerin gekommen? Was hat Sie dazu angetrieben?

Mich hat Kleidung schon immer fasziniert, ich habe als Jugendliche einfach drauf los genäht, mit Stoffen experimentiert – aber damals noch ganz ohne Hintergedanken 😉 Bei der Berufswahl bin ich dann auf Modedesign gestoßen und war sofort begeistert.

Was macht Ihr Label küssdiebraut aus?

Unser Konzept war von Anfang an, ein anspruchsvolles Designprodukt zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Dabei ist unser Stil modern und eher schlicht, in der Kombination mit unseren unterschiedlichsten Accessoires kann die Braut ihr Brautoutfit dadurch selbst individuell mitgestalten.

Vintage Hochzeit mit dem Modell Dana von küssdiebraut
Modell Dana aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Woher holen Sie sich Ihre Inspirationen für neue Kollektionen?

Inspirationen sammle ich im Unterbewusstsein immer und überall, das kann ich nicht konkret beschreiben. Aber wenn zu einer gewissen Zeit im Jahr die Entwurfsphase ansteht, beginnt sie für mich mit der Auswahl neuer Stoffe. Sobald ich die Materialien in den Händen halte und fühle, entstehen automatisch die passenden Schnittformen und Silhouetten in meinem Kopf.

Mit welchen Stoffen und Details arbeiten Sie aktuell am liebsten?

Mir ist es wichtig, dass unsere Kleider angenehm, luftig und leicht zu tragen sind. Daher wähle ich stets weiche, fließende Stoffe wie zarte Seide, filigrane Spitzen und softe Elastanqualitäten.

Gibt es ein Modell, mit dessen Entwurf Sie eine besondere Erinnerung oder Geschichte verbinden?

Nicht so direkt … aber ich glaube, die Geburt unserer Kinder hat meine Handschrift noch etwas weicher und stimmiger werden lassen. Daher gibt es für mich die Kollektionen vor und die mit den Kindern – vielleicht empfinde ich das auch nur selbst so 😉

Brautkleid Shelly von küssdiebraut
Modell Shelly aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Unter Ihren kurzen Brautkleidern finden sich viele Kleider in tea length oder mit Petticoat – haben Sie selber eine Liebe für Vintage Kleider? Was fasziniert Sie am Vintage Stil?

Für mich bedeutet Vintage eine Anerkennung früherer Jahrzehnte bzw. deren Kleidung und Lebensstil. Dabei mag ich besonders die Eleganz und die Frische der 50er Jahre, die wir in unseren kurzen Petticoat-Kleidern widerspiegeln. Aber ebenso auch die Aufgeschlossenheit und Lebensfreude der Hippiezeit, die wir in unseren Boho-Modellen anklingen lassen.

Für welche Sorte Frau bzw. Braut entwerfen Sie Ihre Kleider?

Die küssdiebraut-Braut ist kein Mäuschen, das sich hinter einem großen Brautkleid versteckt oder verkleiden möchte. Sie ist selbstbewusst, kennt sich und ihren Stil, möchte ihren Hochzeitstag nach den eigenen Vorstellungen feiern und sich dabei in ihrem Brautkleid wohl und authentisch fühlen!

Herzlichen Dank an Kerstin Mechler für das Interview. Werfen Sie abschließend noch einen Blick auf die wundervolle Kollektion von küssdiebraut, es lohnt sich!

Vintage Hochzeit mit dem Modell Poppy von küssdiebraut
Modell Poppy aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

 

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Was ziehe ich heute an? Die Pariser Antwort auf die Frage aller Fragen – Literaturtipp

Frau in Kleid vor Eifelturm

(Promotion) In der Ausgabe Nr.22 des Vintage Flaneurs beschäftigen wir uns u.a. mit dem ominösen Phänomen des Pariser Modestils und verweisen dabei auch auf den Style Guide „Pariser Chic“ von Inès de la Fressange. Für alle Modebegeisterten, die noch immer nicht genug von der Pariser Eleganz haben, ist sicherlich auch der im April 2017 erschienene, zweite Band „Was ziehe ich heute an? Pariser Chic – Einfach perfekt für jeden Anlass“ ein inspirierendes Lesevergnügen.

Vom Mädchenabend mit den besten Freundinnen über den Nachmittag mit den Kids auf dem Spielplatz bis zur perfekten Business- und Abendgarderobe – Inès de la Fressange zeigt uns den perfekten Stil einer Pariserin für alle Gelegenheiten.
Die Modeikone zeigt eine Garderobe aus zeitlosen und einfachen Basics, die sich zu großen Teilen garantiert schon im eigenen Kleiderschrank befinden und in immer neuen Kombinationen einfach stylish aussehen. Zu jedem Look präsentieren Fotos die einzelnen Teile im Detail und dazu das perfekte Ergebnis. Dazu gibt es amüsante Tipps, welche modischen Kniffe zu empfehlen sind oder doch eher vermieden werden sollten.

Zugegeben: True Vintage Ladies und Rockabellas mit Leib und Seele auf der Suche nach Tipps für den perfekten Vintage Look im Pariser Stil werden im Style Guide von Inès de la Fressange und Sophie Gachet nicht fündig. Die Paris Looks von Inès de la Fressange sind modern, reduziert, aber immer lässig elegant und zeitlos. Auch dieses Mal geben die Farben Schwarz, Weiß, Beige und Dunkelblau in den modischen Vorschlägen den Ton an. Das kleine Schwarze und der schicke Hosenanzug sind immernoch unverzichtbares Musthave im Kleiderschrank der modisch sicheren Frau. Viel Wert legt Fressange dieses Mal außerdem auf den jeweiligen Look abrundende Handtaschen, die besonders, wenn es mit den Kindern an die Frische Luft geht, groß genug, praktisch und trotzdem schick sind.

Bei allem geht es Fressange keineswegs darum, jeder neuen Trendvorgabe hinterher zu rennen, vielmehr geht es ihr um eine solide, modische Grundausstattung und die Kombination zeitloser Basics, die letzten Endes für einen modisch souveränen und eleganten Pariser Look sorgen.
„Was ziehe ich heute an?“ ist ein praktisches Ideenbuch für stilbewusste und mode-interessierten Leserinnen, das sich leicht und unterhaltsam liest und durch seine reiche Bebilderung viel fürs Auge bietet. Es zeigt jeder Frau, wie sie sich leicht und unkompliziert anzieht und jeden Tag in ihrer Kleidung absolut wohlfühlt. Lässig und elegant wie eine Pariserin eben.

Inès de la Fressange/ Sopie Gachet
Was ziehe ich heute an? Pariser Chic – einfach perfekt für jeden Anlass

Broschiert, 160 Seiten,
mit 150 farbigen Abbildungen
aus dem Französischen von Ursula Held
erschienen im Knesebeck Verlag
Preis € 24,95 [D] 25,70 [A]
ISBN 978-3-95728-084-8

Style Guide von Inès de la Fressange: Was ziehe ich heute an?

(Titelbild: Pixabay: rozeroodart)

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Vintage Hochzeit – Brautkleider von noni: farbenfroh und federleicht

Vintage Hochzeit mit noni

(Advertorial) In unserer Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs widmen wir uns einmal mehr dem Thema Vintage Hochzeit und zeigen Ihnen dabei u.a. die wunderbaren Kleider des Kölner Labels noni, das wir Ihnen heute näher vorstellen wollen:

Hinter dem Namen noni stehen die Designerinnen Johanne Bossmann und Judith Müller und ihr fünfzehnköpfiges Team. Seit 2005 entwerfen die beiden Designerinnen in ihrem Kölner Atelier einzigartige Brautkleider und hochwertige Accessoires. Typisch für die Kleider von noni ist der puristische Stil und die Liebe zu klaren Formen und Schnitten, wie sie z.B. auch in den sechs neuen Modellen der “noni Kollektion“ zu erkennen sind.

Vintage Brautkleid Mia von Noni
Modell Mia aus der noni Kollektion 2017

Aber auch die farbenfrohe Vintage Braut mit einer Vorliebe für schwingende Röcke und Petticoats wird bei noni mit Sicherheit fündig, denn auch die Kleider im Stil der 50er Jahre sind seit jeher ein noni-Markenzeichen! Kleine Details in pink und rosa oder zartem blau und grün verleihen den Kleidern in tea length und aus elfenbeinfarbener Dupionseide farbige Akzente und Leichtigkeit.

Neben den fröhlichen Rockabilly Hochzeitskleidern mit Petticoats in kräftigen Farben (mehr zum richtigen Tragen des Petticoat lesen Sie hier) finden sich natürlich auch klassische, bodenlange Kleider im modernen oder verträumten Stil, z.B. in der neuen Linie „noni federleicht“. Mit den sieben neuen Kleidern dieser Linie mit Brautkleidern aus eleganter Seide, Seidenchiffon, edlem Tüll oder hochwertigem Organza interpretiert das Designer-Duo den romantischen Bohemian-Stil für die Saison 2017 neu und bleibt dabei seinem puristischen Stil dennoch treu. Im Übrigen bezieht Noni alle Stoffe von europäischen Anbietern – ein weiteres Markenzeichen.

Vintage Brautkleid Fleur von noni
Brautkleid Fleur aus der Linie noni federleicht

Grundsätzlich kann sich jede zukünftige Braut bei noni Länge, Form, Farbe und die Accessoires ihres maßgeschneiderten Kleides ganz nach Wunsch zusammenstellen. Das Gleiche gilt auch für die Kleider im 50er Jahre Stil, auch hier gilt es zwischen verschiedenen Ausschnittvarianten, Ärmellängen, Brautjäckchen aus zarter Spitze und farbigen Bändern auszuwählen und das Kleid damit zu individualiseren. Am Ende ist jedes noni-Kleid so wunderschön und einzigartig wie seine Braut!

Neugierig geworden, liebe Vintage Bräute? Dann schauen Sie doch bei noni vorbei!

Vintage Brautkleid von noni
Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, H&M: Ioanna – Hair & Make Up, Model: Sumaiya, Kleid: noni

(Foto oben aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs von Coeval, H&M: Ioanna Hair & Makeup, Model: Michelle Ramone, Kleid: Noni)

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Vintage Mode: Wie trage ich einen Petticoat?

Darf man den Petticoat sehen oder nicht?

Der Petticoat gehört zur retro Mode dazu wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Vielen fällt er bei dem Thema sogar als erstes ein. Tatsächlich wird er jedoch auch heiß umkämpft – denn wie trägt man ihn denn eigentlich, diesen Unterrock?

Kleine Geschichte des Petticoat

Beim Petticoat (übersetzt etwa „Kleiner Umhang“) handelt es sich um einen bauschigen Unterrock aus verschiedenen Stufen. Der Stoff ist je nach gewünschter Fallform sehr steif, klassisch sind Petticoats aus Perlon oder Nylon (heute auch oft aus Tüll), manches Mal verziert mit Rüschen oder Spitze. Meistens besteht er aus einer ersten Stufe, die noch schmal fällt – dem Sattel. Es folgen die ausladenden Stufen, die den Rock der Oberbekleidung in die gewünschte Form heben und dabei die schmale Taille betonen.

Man kann sich denken, dass formende Unterröcke nicht erst seit den 50ern existieren (zumal die vielen Stofflagen einen zusätzlichen Vorteil haben: Sie wärmen die Dame im Winter). Es gibt sie bereits seit dem 16. Jahrhundert. Auch die nach 1840 aufkommenden und weit weniger angenehm zu tragenden Reifröcke (oder Krinolinen) gehören in diese Kategorie.

1947 aber enstand unter Christian Dior ein neues weibliches Formenideal, das seinen Geschichte machenden „New Look“ prägte. Die Damen sollten weich abfallende Schultern haben, runde Hüften und eine extrem schmale Taille. Nicht zuletzt wurde hier auch wieder angefangen, das in den 20ern weitestgehend unpopulär gewordene Taillenkorsett zu tragen. Die schmale Taille konnte aber auch durch einen sehr engen oder eben einen weiten, durch einen Petticoat gestützen Rock hervorgehoben werden. (By the way: Ob Sie eher der der niedliche Weite-Rock-Typ sind oder der Sexy-Pencilskirt-Typ, das können Sie in diesem amüsanten Test herausfinden) – unterm Bild gehts weiter

Sieht man etwa meinen Petticoat?!?
Sieht man etwa meinen Petticoat?!? – Bild aus Ausgabe 18 von Miss Giggles, H&M: Clockstopper Studios, Model: Silvana Denker

In den 50ern gelangte der Petticoat dann zu weiterer Popularität, auch mit dem Boom um den Rock’n’Roll zusammenhängend. Schon hier tat sich erstmals die Frage auf: Darf der Petticoat unter dem Rock hervorschauen oder ist das absolut ungehörig? Immerhin müssen Sie bedenken, dass viele Eltern dieser Zeit überaus prüde waren. Von den Streitigkeiten ungerührt überlebte der Petticoat noch eine ganze Weile, bis in den späten 60ern der Minirock, aber auch mit Twiggy ein wiederum vollkommen neues Formenideal für Frauen aufkam, in das dieser Unterrock überhaupt nicht mehr passte.

Ausgestorben ist er freilich nicht. Natürlich zum einen in der Vintage- und Rock’n’Roll-Szene. In vielen traditionellen Tanzbekleidungen lebte er die ganze Zeit weiter, etwa im Square Dance oder bei den hiesigen Tanzmariechen. In der Braut- und Abendmode ist er ebenfalls ein Evergreen. Wann immer jemand einem Kleid oder Rock eine gefällige, ausgestellte Form geben will, setzt er einen Petticoat ein – wie oft haben Sie schon in Läden Kleider gesehen, bei denen unten die eingenähten Tüllbahnen unter dem Rock hervorschauten? Womit wir zu der umkämpften Frage kommen: Darf das überhaupt sein?!?

Wie lang muss und darf ein Petticoat sein?

Wieviel darf man vom Petticoat sehen?
Foto aus Ausgabe 5 des Vintage Flaneurs von Redtro Photography, H&M: Eliza Dotlittle, Model: Tinka Demand

Eines kann man ganz sicher sagen: Ein zu kurzer Petticoat, das geht nicht. Das hat ganz praktische Gründe. Ist der Unterrock billig und nur ein bisschen Tüll, hat er dann keinen Effekt. Ein echter Petticoat aber macht dann eine Stufe in den Rock, der darüber getragen wird: Es gibt einen Knick, wo der Unterrock aufhört, danach fällt der Rock gerade nach unten. Das sieht wirklich seltsam aus.

Spannender und für mehr Unmut sorgend ist die Frage nach dem zu langen Petticoat. Ursprünglich durfte ein Petticoat nicht unterm Rock hervorschauen. Er war Unterwäsche und genauso wenig wie man seinen BH oder sein Höschen (oder, hätten Sie es gewusst?: bei den Herren auch die Hosenträger) herausblitzen ließ, sollte auch der Unterrock zu sehen sein. Das gehörte sich nun wirklich nicht. Wer es also sehr ernst nimmt mit solchen althergebrachten Regeln, der hat hier sicher recht. Ganz ehrlich: Wir hier in der Redaktion stehen nicht darauf, wenn der Petticoat zu sehen ist. Als Herausgeber einer Modezeitschrift wissen wir aber auch: Alte Regeln sind nicht immer das, wonach sich die Mode richtet (Gott sei Dank). Sie richtet sich auch schlicht nach dem, was eben de facto getragen wird. In einer Zeit, in der das Hervorschauen von Unterwäsche nun wirklich nichts Außergewöhnliches ist (erinnern Sie sich an die Zeit, mit den Hüfthosen und den Tangas?!? DAS war gruselig!) und in der Röcke an und für sich fast schon etwas Besonderes sind kann man nicht unbedingt die alten Messlatten anlegen. Auch haben wir ja schon gelesen, dass bereits in den späten 50ern junge Menschen ihre Eltern damit provozierten, den Petticoat herausschauen zu lassen – über den historischen Background kann man sich also nicht wirklich beschweren. Und ganz ehrlich: Viele der Dekolletés der modernen retro Kleidung wären damals mit Sicherheit auf große Ablehnung gestoßen.

Kurz: Wir plädieren für die Friedensfahne. Man sollte Bescheid wissen, was man tut, das sicher. Allzuoft macht man sich durch den heraushängenden Petticoat vor allem als verkleidet und uninformiert kenntlich. Aber was man nun letzten Endes kleidsam findet, bleibt ja einem selbst überlassen. Wir selber finden es schöner, den Unterrock nicht zu sehen – also werden Sie das im Vintage Flaneur auch kaum finden.

Aber vielleicht sehen Sie es ja anders? Oder genauso? Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Letzter Tipp:

Sie möchten sich einen Petticoat kaufen? Wir können hier nur zu Qualität raten. Ein 25-Euro-Petticoat aus einem Billiglohnland und ein teurer oder gar ein echter Vintage Petticoat – das sind wirklich Welten.

Ein Petticoat kann auch elegant sein
Foto aus Ausgabe 7 von Redtro Photography, H&M und Model: Mademoiselle Parfait de la Neige

Bild oben: Foto aus Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs von Vanessa Marie Fotografie, H&M: Melanie Draeger, Model: Julia Rockets

 

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Mein wunderbarer Hutsalon: Kopfkunst zum Kaufen oder Erlernen

Hüte von Ricarda Engelsberger im Vintage Flaneur

Dass Ricarda Engelsberger von „Mein wunderbarer Hutsalon“ sich bestens auf die Kunst versteht, zauberhafte vintageinspirierte Hüte herzustellen, zeigte bereits ihr Auftritt in einem der Modeshootings in Ausgabe 18 des Vintage Flaneurs. Doch das ist nicht das einzige Angebot: Ricarda gibt auch Workshops in denen sich die Dame von Welt ihren ganz eigenen Traumhut selber herstellen kann.. Wäre das nicht ein unschlagbar individuelles Weihnachtsgeschenk? Wir stellten Ricarda unsere 5 Fragen.

Beschreib uns kurz dein Hutlabel “Mein wunderbarer Hutsalon”

Meine Liebe zum Modistenhandwerk möchte ich gerne teilen und mitteilen. Aus diesem Grund gebe ich mit viel Herzblut Workshops in denen frau (oder man) den eigenen, ganz individuellen Wunschhut oder Mode- und Kostümschaffende allgemeine Grundlagen der Modisterei und gerne auch spezifische Techniken erlernen können, denn dieses Handwerk ist einfach viel zu schön um in Vergessenheit zu geraten.

Außerdem bietet Mein wunderbarer Hutsalon neben der klassischen Anfertigung von Modellhüten nach Wunsch auch ausgesuchte Modelle in Konfektion im Online-Shop an.

Ricarda Engelsberger von Mein wunderbarer Hutsalon
Ricarda Engelsberger von Mein wunderbarer Hutsalon

Was hat dich zum wunderbaren Hutsalon inspiriert?

„Mein wunderbarer Hutsalon“ ist inspiriert von den Hutsalons wie es sie früher gab: Hüte aufputzen und umarbeiten lassen, nach (Bild)-Vorlage anfertigen lassen oder Hüte bei guter Beratung probieren – das ist eine besondere Welt, die mich fasziniert.

Vorbild ist der Hutsalon, in dem ich gelernt habe und meine Meisterin, die die vielen alten, tollen Techniken der Modisterei aus den 40er und 50er Jahren und ihr Fachwissen an mich weitergegeben hat.

Hutworkshop in "Mein wunderbarer Hutsalon"
Hutworkshop in „Mein wunderbarer Hutsalon“

 

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Vintage oder die Liebe zu vergangenen Zeiten ist eine Leidenschaft, die mich schon als Kind begleitete. Die 50er Jahre Singles meiner Mutter und die Mode aus dieser Zeit begeisterten mich und meine Eltern und Großeltern mussten sehr oft „von früher“ erzählen. Diese Begeisterung und meine Leidenschaft für kreatives Handwerk haben mich dann später dazu gebracht, dem Beruf der Modistin zu erlernen und mich mit Stil- und Kostümkunde der 20-er bis 50er Jahre zu beschäftigen.

Eines der Hutkunstwerke von Ricarda Engelsberger
Eines der Hutkunstwerke von Ricarda Engelsberger

 

Was sind deine Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Neben dem Hut, der unser Outfit erst komplett macht, und den ich definitiv als Musthave für den stilvollen Vintage-Look bezeichnen möchte, sind Höflichkeit und gute Umgangsformen einfach unschlagbar schmückend und machen unwiderstehlich.

 

Was würdest du unseren Lesern gerne mitgeben?

Steht zu Euren kleinen Marotten und pflegt sie, sie machen Euch einzigartig. 🙂

Ein weiterer wundervoller Hut von Mein wunderbarer Hutsalon
Ein weiterer wundervoller Hut von Mein wunderbarer Hutsalon

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Bild ganz oben aus Ausgabe 18 des Vintage Flaneurs: by Miss Giggles, Model: Tanya Gouraige, Kleid: Stop Staring via Fruchthaus Berlin

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Ein Einlick in den Vintage Flaneur Ausgabe 19

Der neue Vintage Flaneur Ausgabe 19 bietet wieder alles, was das retroliebende Herz begehrt: Mode, Lifestyle, Rezepte, Do-it-yourselfs, Kultur. Der Vintage Flaneur Ausgabe 19  widmet sich dabei insbesondere den folgenden Themen:

  • „Großbritannien“ mit toller winterlicher Mode im angesagten British-Schick, einer mondänen Frisurenanleitung auch für Hutträgerinnen, Artikeln über London und Sherlock Holmes, großartigen Rezepten die auch der Queen munden würden und viel mehr
  • Wohliger Vintage Winter – Wellness für die kalte Jahreszeit, eine Anleitung für einen bezaubernden Schal oder der perfekte Tee
  • Elegante Weihnachten und glamouröses Silvester – mit festlicher Mode, die Sie zum Träumen bringen wird, einem romantischen Adventskalender zum Selbermachen, Hilfestellungen zum Planen einer retro-Festivität, einem Ausflug zum Silvesterpfad ins winterliche Wien.

Im folgenden finden Sie Auszüge aus dem Vintage Flaneur Ausgabe 19 und im Anschluss das komplette Inhaltsverzeichnis: Belohnen Sie sich selber oder Ihre Lieben mit dieser hinreißenden Ausgabe.

Sherlock Holmes
Sherlock Holmes – von Katja Geiler
Modestrecke im retro British Schick
Modestrecke British Schick – von Irrlicht Fotografie mit Jessels mobiler Frisörservice und Rose Delicate
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion/magazin
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion.de/magazin
DIY für einen Schal
DIY für einen Schal von Starangel
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Ein DIY-Adventskalender und Tipps für Feste
Ein DIY-Adventskalender von Corazonisima und Tipps für Feste von Lili Fiore
Musik: Cool Cats
Musik: Cool Cats

 

Der Inhalt von Ausgabe 19:

Think-it-Yourself: Der Trost von Telefonzellen

Sherlock Holmes: Der Prototyp des Ermittlers

Mondäner British-Style für den Winter

Rückblick: Flaneur Bonn Vintage Weekend

Miss Vintage Flaneur 2016: Rose Delicate im Interview

Literaturhinweis: Best of British

Rezepte: Royal British Beauties

Ein kleiner London (Shopping) Guide

Frisurenanleitung: London Chic with Hat

Winterliche Wellness-Freuden

Do-It-Yourself: Hinreißender Schluppenschal für kalte Tage

Wärme im Wimter: Der perfekte Tee

Klassische Eleganz für Weihnachten und funkelnder Glamour für Silvester

Nostalgische Weihnachts-Inspirationen

Flanieren auf dem Wiener Silvesterpfad

Do-it-yourself: Der Bonbon-Adventskalender

Eine Feier geben ist nicht schwer… Tipps für ein gelungenes Vintage-Event

Wundervolle Geschenkideen für deine Lieben

Der Glanz am Ohr: Keine Angst vor Ohrschmuck

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly Style

Bildband: US-Cars – Legenden mit Geschichte

Qualität und Leidenschaft: Fruchthaus Berlin

Musik: The Cool Cats und The Kölsch Cats

Lotte Tobisch: Die Grande Dame der Wiener Gesellschaft

London Edge: Wieder ein voller Erfolg

Ausstellungshinweis: Peter Gowland’s Girls*

Literaturtipp: Das Schmetterlingsmädchen

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly-Style

Das neue Krimirätsel: Absinth auf Rezept?