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Die 20er Jahre-Show: GLANZ AUF DEM VULKAN

[Dieses Interview finden Sie – mit weiteren tollen Bildern – in der Ausgabe 37 des Vintage Flaneurs] Eine neue, große und großartige Show steht in den Startlöchern, um den Beginn der „neuen 20er“ zu feiern und zu überdenken: GLANZ AUF DEM VULKAN heißt sie, und wir hatten die Freude und die Ehre, ein ausführliches Interview mit Eva „Evi“ Leupold über ihr großes Herzensprojekt zu führen.

Liebe Evi, wir kennen Dich als Darstellerin, Sängerin und Produzentin der M&G Showcompany, mit der Du gemeinsam mit Deinem Ehemann und Partner Mr. Leu Shows auf die Bühne bringst, die immer etwas mit Vintage zu tun haben und auf Musik basieren. Nun werdet ihr zum Auftakt der 2020er Jahre eine neue große Show auf die Bühne bringen, die GLANZ AUF DEM VULKAN heißt. Was ist Dein künstlerischer Background für solch eine Show?

Mit GLANZ AUF DEM VULKAN erfülle ich mir einen Traum, den ich seit nunmehr 30 Jahren im Herzen trage, und der jetzt so weit gereift ist, dass es jetzt genau an der rechten Zeit ist, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Damals, Ende der 80er Jahre hatte ich gerade meine Ausbildung zur Opernsängerin abgeschlossen, wollte aber nicht in ein festes Engagement, sondern hatte bereits mein BERLINER LUFT ENSEMBLE gegründet. Angefangen hatten wir als Trio mit Cabaret-Revuen der 20er Jahre von Kurt Weill bis zu den herrlich albernen Schlagern dieser Zeit, aber auch schon immer mit Texten und Couplets von Literaten und Textern, allen voran Fritz Grünbaum. Unsere Shows waren immer eine sehr spielfreudige Mischung aus ausgelassener Albernheit und Melancholie. Ich wollte die kompromisslose Vergnügungssucht im Kontrast zur Tristesse dieser Jahre spürbar machen. Sie bedingen einander.
Viele Jahre sind seither vergangen. Ich habe meinen Mr. Leu kennen gelernt, ihn geheiratet und die Showcompany mit ihm gegründet. Wir sind nach Berlin gegangen und haben überall gespielt, wo wir immer schon spielen wollten und haben verschiedenste Shows kreiert. Wir haben unsere sehr unterschiedlichen Backgrounds verwoben und somit Evi & Das Tier begründet. Wir leben in unseren Shows das aus, was uns geprägt hat und verbinden es in neuen Kombinationen, führen es zu etwas Neuem.

Wie ist das zu verstehen?

Für uns gibt es keine Grenzen zwischen U- und E-Musik [d.h. Unterhaltungs- und ernster Musik, Anm.d.Red.], zwischen altem und jungem Publikum, zwischen Jazz, Rock’n‘Roll und Klassik, zwischen Ballett, Ausdruckstanz und Burlesque, damals und heute, Hochkultur und Unterwelt. Es gibt ganz sicher große Unterschiede und Abgründe zwischen all dem, aber genau die möchten wir überschreiten. Genau darin liegt der Kick. Hier wird es erst interessant.
Wir sind respektlos darin, Schubladen kräftig auszumisten und sie einfach auszuleeren, aber immer voller Hochachtung den Künstlern, den Menschen gegenüber, die uns all diese wundervolle Musik, Kunst, Theatralik, Lyrik und vor allem diese künstlerische Freiheit hinterlassen haben. Vieles, was in diesen Schubladen steckt, verdient es, von Staub befreit in einem neuen Kontext in neuem Glanze zu erstrahlen. Wir werden dabei inspiriert von den Freigeistern der Weimarer Republik, den Dadaisten, den Expressionisten, den Bauhäuslern, den vielen Künstlern. Wie zum Beispiel Fritz Grünbaum, für den es überhaupt kein Widerspruch war, das intellektuelle, satirisch scharfe Kabarett zu erfinden und gleichzeitig Libretti für die großen, kommerziell erfolgreichen Ausstattungsrevuen von Haller oder Charell zu schreiben, mit denen vor allem die Touristen nach Berlin gelockt wurden. Er war ein Star dieser Jahre und starb 1941 im KZ Dachau. Er hat es sich aber nicht nehmen lassen, den KZ Aufsehern noch stark und feingeistig gegenüberzutreten, z. B. mit dem Spruch „Wenn man kein Geld für Seife hat, sollte man sich besser keine Konzentrationslager halten.“, als ihm ein Stück Seife zum Waschen verweigert wurde. Dieser buchstäbliche Galgenhumor, das Sich-seelisch-nicht-brechen-lassen zeugt von echter Größe und stellt auch eine Verantwortung für die Nachwelt dar. Fritz Grünbaum ist für mich eine Leitfigur. Die 20er Jahre sind für uns vor allem die Zeit der künstlerischen Befreiung, der Grenzüberschreitung. Sie stehen für Mut, kosmopolitisches Denken, höchste Kreativität und Inspiriertheit. Und auf dieser künstlerischen Ebene treffen wir uns beide, Mr. Leu und ich, generell, um eine Show auf die Bühne zu bringen.

Bei Euren Shows spielt ja immer die Musik eine tragende Rolle. Was hat uns bezüglich der Musik bei GLANZ AUF DEM VULKAN zu erwarten?

Gemeinsam mit unseren Musikern sind Mr. Leu und ich wieder die Band THE GLANZ, die das gesamte Fundament für diesen Abend legt, diesmal noch mit einem weiteren Musiker. Auch diesmal haben wir so einige Musiktitel in die Show eingebettet, die wir selbst geschrieben haben. Von zweien davon, nämlich von dem Titelsong „Glanz Auf Dem Vulkan“ und „Perlen, Sekt und Aprikosen“ gibt es bereits eine Single CD.
Bei der weiteren Musik schöpfen wir aus dem großartigen Repertoire dieser Zeit, machen aber auch einmal musikalische Ausflüge in das Hier und Jetzt. Aber da möchte ich nicht zu viel verraten, weil wir auch kleine Überraschungen einbauen, die man erst auf das zweite Hören erkennt. Die meisten Arrangements hat James Scannell für uns geschrieben. Wir wollen nicht den Sound von damals kopieren, aber er muss etwas Echtes, Glaubwürdiges haben. Ich glaube, ich kann mit Stolz sagen, dass uns ein homogener und authentischer Sound trotz eines so vielfältigen Repertoires gelingt.
Wir machen einen großen Brückenschlag von Charleston, Couplets und Schlagern der Zwanziger Jahre über sehr grotesk-dadaistische Musik bis zu Tango, Blues und New Orleans Jazz.
Aber in GLANZ AUF DEM VULKAN geht es nicht nur um einfach aneinandergereihte Lieder. Diese Show ist keine Nummernrevue mit Musikeinlagen. Alle Szenen und Tänze sind von Musik unterlegt und durchdrungen. Die Atmosphäre, die dadurch entsteht, hat etwas Magisches. Der Sound trifft mitten ins Herz.

Glanz auf dem Vulkan Das Tier

Man munkelt, dass Ihr Tänzerinnen aus der Serie „Babylon Berlin“ in Eurer Show habt. Ist das wahr?

Ja, wir sind sehr stolz darauf, das Tanz-Ensemble „Die Gl’Amouresque“ in GLANZ AUF DEM VULKAN zu haben! Natürlich bedarf es eines besonderen Niveaus, um bei solch einer TV-Produktion mitzuwirken, und das ist es ja, worauf es auch bei uns ankommt. Uns war es wichtig, echte Tanzprofis zu haben, die Choreografien zu verschiedensten Anforderungen so mit uns entwickeln, dass sie genauso den Nerv treffen, wie es die Musik tut. Es ist ein Zusammenwirken auf Augenhöhe, das großen Spaß macht.
Dazu kommt Uwe Czebulla in der Rolle als Tänzer der Nacht. Er ist als Charakter sehr expressiv und spiegelt die beiden Gesichter der Weimarer Republik wider: Die Lebenslust, den Freiheits- und Pioniergeist, die Kreativität und den Mut und anderseits die Sehnsucht, das Böse, die Entbehrung, die Angst, die Allgegenwart des Todes. Er ist in der Rolle so etwas wie mein ständiger Begleiter und Konterpart, mein Engel, mein Schatten und mein Fluch in einem.

Und dann gibt es noch Tigris, den Schlangenmenschen.

Oh ja! Das ist für mich ein absoluter Glücksfall, dass wir Tigris gewinnen konnten. Er ist einer der wenigen Artisten, die nicht nur ihrer Disziplin höchste Könnerschaft beweisen, sondern er hat auch eine sehr starke sinnliche Ausstrahlung – auf die Damen und die Herren! Es war nicht einfach, ihn für ein Tourneeprojekt zu verpflichten, da er natürlich in aller Welt sehr gefragt ist. Aber GLANZ AUF DEM VULKAN und seine Rolle darin haben ihm sofort gefallen. Wir kennen uns auch schon seit Mitte der 90er Jahre aus diversen Berliner Nachtshows, sind seitdem freundschaftlich miteinander verbunden, und haben in so einigen Shows gemeinsam viel Spaß auf der Bühne gehabt.

Die Künstler tragen immer auch ihre Personality mit in eure Shows. Ihr setzt auf unverwechselbare Individuen, die eine eigene Handschrift haben. Was ist das Zaubermittel, mit dem ihr all diese doch sehr eigenen Künstler, all die verschiedenen Stile in Musik und Tanz, die Texte zueinander bringt, so dass dann wirklich das angestrebte Gesamtkunstwerk entsteht?

Durch das Prinzip, nur mit Künstlern zusammenzuarbeiten, die eine eigene Strahlkraft haben und erfolgreiche Karrieren haben, fahren wir natürlich ein hohes Risiko. Sie sind nicht mal eben austauschbar. Anderseits ist die Energie, die entsteht, wenn solch hochkarätige Künstler zusammenwirken, auch wirklich phänomenal. Und lustigerweise sind die besonders professionellen Künstler auch diejenigen mit den wenigsten Allüren. Wir alle sind so sehr auf die Show fokussiert, dass kaum Raum für nervigen Kleinkrieg bleibt. Und je mehr Selbstwertgefühl der einzelne Künstler hat, desto weniger müssen die sonst oft üblichen Machtspielchen ausgetragen werden. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass wir quasi komplett davon verschont sind. Das emotionale Zaubermittel liegt also darin, dass alles Ego sich der Sache hingibt. An dieser Stelle auch ein unbezahlbares Dankeschön an unser großartiges Team in Produktion, Agentur, PR und Technik, ohne das so eine Sache nicht möglich wäre. Der Lohn ist dann das unbeschreibliche Gefühl des gemeinsamen Erfolges – und hoffentlich auch die Begeisterung des Publikums:  volle Theater und kulturelles Ansehen, auch in den Medien.

Es zieht Euch ins Fernsehen?

Warum nicht? Das Fernsehen ist immer noch Bekanntheits-Multiplikator Nummer eins bei unserem Zielpublikum. Eigentlich müssen wir sogar ins Fernsehen! Wir leisten ja mit GLANZ AUF DEM VULKAN einen echten kulturellen Beitrag. Wir geben eine künstlerische Antwort auf die Stimmung unserer Gesellschaft im Hier und Jetzt. Wir arbeiten zwar ohne moralischen Zeigefinger, ohne direkte politische Inhalte, aber wir vermitteln eine Haltung: Nicht einfach der Masse hinterlaufen, die Dinge immer wieder aufs Neue hinterfragen, von verschiedenen Standpunkten aus betrachten, sich keine Angst einjagen lassen, selbst Verantwortung übernehmen, für sich, für die Welt um sich herum. Mit dem Blick in den „Spiegel der Zeit“ fängt es an. Wir wollen aber nicht belehren, politisch formen, wie einst Bert Brecht. Wir regen an, das Leben an sich und die Welt, in der wir leben, in ihrem ganzen Reichtum zu erkennen und auszuloten, unsere Rolle darin zu erfahren und auszufüllen und die Welt nicht denen zu überlassen, die Böses damit vorhaben. Und wenn ich WIR sage, meine ich alle, die mit uns die 20er Jahre mit GLANZ AUF DEM VULKAN erleben möchten.
Damit erweisen wir auch denen die Ehre, deren Leben und Wirken jäh beendet wurde, oder die daran langsam zerbrochen sind, wie Fritz Grünbaum oder Mascha Kaleko. Die konnte zwar rechtzeitig flüchten, aber sie konnte nie wieder richtig Fuß fassen. Als Lyrikerin fehlte ihr in Amerika die Sprache als Ausdrucksmittel.
Viele dieser heute teilweise unbekannten Künstler kommen bei GLANZ AUF DEM VULKAN zu Wort, bekommen einen Ehrenplatz. Sie sind der Geist, aus dem die wahrlich Goldenen 20er tatsächlich bestehen, den wir feiern und der uns inspiriert zu neuen künstlerischen Taten.

GLANZ AUF DEM VULKAN verspricht aber auch visuell ein besonderes Ereignis zu werden. Erzähle uns doch etwas über die Ausstattung, die Kostüme, visuelle Besonderheiten…

Seit über 30 Jahren begleitet mich das Thema 20er Jahre. Ich bin quasi durchdrungen von dieser Zeit. In meinem Kopf hatten sich so viele Bilder und Visionen angesammelt, viel zu viel, um alles in einer einzigen Show abzuarbeiten. Also verwebe ich verschiedenen Ebenen viel dichter und kann so viel mehr darstellen, und auch tiefer greifen, bei dem was ich darstellen möchte. So arbeiten wir mit dem Hamburger Videokünstler Domenico Toma eng zusammen, der über die Dauer der gesamten Show aufwändige Video-Bilder kreiert hat. Es ist beeindruckend, wie das auf einer großen Leinwand wirkt, ein eigenständiges Element der Show ist und gleichzeitig alles zusammenbringt.
Für das Kostümbild hatte ich schon sehr klare Vorstellungen, was ich unbedingt auf der Bühne haben wollte. Die Einzelteile stammen aus völlig unterschiedlichen Quellen: Maßschneidereien, vom Flohmarkt oder second hand gekauft, umgearbeitet aus teilweise kostümfremden Materialien, usw. Einen Großteil der Kostüme stellen uns unsere Geschäftspartner Vecona Vintage zur Verfügung. Von all den Vintage-Ausstattern ist das mein absolutes Lieblingslabel, das auf seinem Gebiet ganz ähnlich arbeitet, wie wir auf unserem: Mit Personality, Präzision, Stilsicherheit, Beharrlichkeit, Bodenhaftung und Mut zum Extravaganten. Viele Nächte lang habe ich mir aber auch selbst die Finger buchstäblich blutig genäht. Man braucht auch erst mal die Idee, wie man etwas umsetzen kann. Die bodenlangen Fransenröcken für unsere Tanz-Reminiszenz an den Stummfilm „Metropolis“ haben mich wirklich Nerven und viele Stunden Handarbeit gekostet. Aber sie sehen jetzt auch echt toll aus.

Glanz auf Dem Vulkan 20er Show

Eure letzte große Show LET’S BURLESQUE! fand bzw. findet immer noch sehr großen Anklang, weil sie den Nerv eines großen Publikums trifft. Inwieweit wird die Idee von Burlesque auch in GLANZ AUF DEM VULKAN fortgeführt?

GLANZ AUF DEM VULKAN ist in dem Sinne keine Burlesque-Show wie LET’S BURLESQUE! Aber dennoch führen wir die übergeordnete Idee von Burlesque fort, nämlich vor allem bezüglich der Rolle der Frau. Burlesque ist für mich der Gipfel der Emanzipation, denn hier geht es beim künstlerischen Darstellen des weiblichen Körpers auf der Bühne um ein selbstbestimmtes, lustvolles Spiel mit dem Publikum. Die Frau ist nicht mehr Objekt, sondern sie bestimmt die Regeln, sie muss keinem gängigen Schönheitsideal entsprechen, und die Verführung spricht die Damen und die Herren gleichermaßen an. Die Emanzipation war in den 20er Jahren viel weiter fortgeschritten, als wir uns vorstellen können, und doch war die Zeit der Restriktionen für Frauen erst jüngster Vergangenheit und oftmals auch noch der Gegenwart angehörig. Die Befreiung der Frau als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft ist erst dann vollständig erreicht, wenn nicht mehr dafür gekämpft werden muss. Die Frau der 20er Jahre wird bei uns stellvertretend durch drei sehr unterschiedliche Charaktere dargestellt: Mitzi, das Flappergirl, ist angelehnt an die literarische Figur Doris aus dem Roman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun. Die Inspiration für Claire, die Tollkühne, ist die historische Frau Clärenore Stinnes, die als erster Mensch der Welt mit dem Automobil die Welt umrundet hat. Die Dame, Isadora, atmet den Geist der Ballerina Grusinskaja, die im Wandel der Zeiten strauchelt, aus dem Roman „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum. Alle drei stecken auf ihre Art in einem Dilemma zwischen Befreiung und Sehnsucht nach Halt, das wir in GLANZ AUF DEM VULKAN beleuchten.

Ihr habt euch viel vorgenommen. Wie schafft man es, als kleines Familienunternehmen solch ein Großprojekt zu stemmen? Zumal es auch eine Menge anderer Shows zum Jubiläumsthema „20er Jahre“ gibt. Wie grenzt Ihr Euch da ab?

Man muss schon einigermaßen wahnsinnig sein, um sich so etwas zuzutrauen und auch durchzuziehen. Es braucht ein wirklich starkes, verlässliches Team. Das große Grundkapital ist, dass ich seit Jahrzehnten die 20er Jahre in mich aufgesogen habe. Ich springe nicht wie viele andere auf dieses Thema auf, sondern ich muss einfach nur umsetzen, was mir seit vielen Jahren schon im Kopf und im Herzen umherschwirrt. Es sprudelt nur so aus mir raus. Unsere sehr starke Band und ebensolche Arrangements stellen auch eine Besonderheit dar: Bei uns ist alles live. Das Publikum wird letztendlich entscheiden. Aber da sind wir sehr selbstbewusst. Solch eine Show, wie wir sie machen, kann man auch mit einem Vielfachen an finanziellem Einsatz nicht einfach so in die Welt zaubern. Aber wir, wir können das!  

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Evi! Gibt es denn noch etwas, was Du Dir wünschst zum Abschluss unseres Gespräches?

Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns schon auf alle Besucher unserer Shows und wünschen uns natürlich überall volle Häuser, interessante Gespräche und fröhliche Aftershows in den Theaterfoyers nach den Shows. Besuchen Sie bitte auch unsere Startnext-Seite und helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dieses Großprojekt GLANZ AUF DEM VULKAN zu finanzieren. Es gibt wunderbare Dankeschöns! Da ist sicher auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk dabei. Wir wurden von den Kulturfonds Rhein-Main und der Aventis Foundation als förderungswürdiges Projekt kuratiert und kamen auf diesem Weg erstmalig auf eine Crowdfundingplattform. Das Konzept ist fantastisch, denn am Ende ist es eine Win-win-Situation und es findet echtes Networking statt. Wir freuen uns, wenn ganz Viele an diesem Projekt teilnehmen und wenn ganz viele dabei sind, mit uns die 20er Jahre zu feiern, damals – heute – immerdar!

Weitere Informationen, Termine, die CD und Links zum Ticketvorverkauf finden Sie unter www.glanz-auf-dem-vulkan.com

Verlosung

Wir freuen uns, Ihnen die Möglichkeit zu geben, eine von 3 CDs zu GLANZ AUF DEM VULKAN zu gewinnen: Um an der Verlosung teilzunehmen schicken Sie uns einfach bis zum 8. Januar 2020 eine E-Mail mit dem Betreff „Glanz auf dem Vulkan“ und Ihrer Adresse an verlosung@vintage-flaneur.de. Ihre Daten werden zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt und werden anschließend gelöscht. Teilnahme ab 18 Jahren, der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung sind ausgeschlossen.

Bilder: Andrey Kezzyn

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Miss Vintage Flaneur 2019 Lilly León im Interview

Miss Vintage Flaneur 2019 Lilly León in winterlichem Ambiente

Mitte dieses Jahres fand sie statt, die vierte Miss Vintage Flaneur Wahl. Nach einem Online-Durchgang bei Facebook und zwei Runden live beim Firebirds Festival in Trebsen, bei dem sich die Kandidatinnen in selbst gewählten Outfits von TopVintage auf der Bühne präsentierten, stand Lilly León als Miss Vintage Flaneur 2019 fest. Hier will sie sich Ihnen vorstellen und von dieser ganz besonderen Erfahrung berichten.

Liebe Lilly, erzähl uns doch am Anfang etwas über dich!

Mein Name ist Lilly Marie, ich bin 23 Jahre alt und bin Key Account Managerin in einem mittelgroßen Betrieb, wo ich für namenhafte IT-Hersteller Leihstellungen organisiere. Ich wohne mit meinem Freund und unserer Katze in der Bergstadt Oerlinghausen im schönen Lipperland in NRW.

Was bedeutet „Vintage“ für dich? Wieso entscheidest du dich für diesen Stil?

Vintage ist für mich nicht nur ein Kleidungsstil, es ist weit mehr als das. Für mich geht es darum, meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, mein Innerstes nach außen zu kehren und mich um mich zu kümmern. Wenn ich morgens vor dem Spiegel stehe, ist das meine Zeit für mich, meine Lilly-Zeit. Außerdem gefällt mir die heute moderne Kleidung auch einfach nicht so gut. Jeans empfinde ich als wahnsinnig unbequem und es stört mich auch, dass „alle das gleiche tragen“. Im Grunde ist es egal, ob man in den einen oder den anderen Laden geht, überall hängt das Gleiche in den Regalen. Bei Vintage hat man die bessere Möglichkeit, Individualität zu erschaffen.

Lilly Leòn kann es nicht fassen - sie ist Miss Vintage Flaneur 2019
Lilly Leòn kann es nicht fassen – sie ist Miss Vintage Flaneur 2019 (c)Tom Josewski, Mode der Kandidatinnen: TopVintage

Du hast an unserer Wahl zur Miss Vintage Flaneur 2019 teilgenommen und gewonnen. Magst du uns von diesem Erlebnis berichten?

Die Miss Vintage Flaneur Wahl war für mich mein Highlight des Jahres und etwas ganz Besonderes. Für mich war es das erste Mal, dass ich Menschen getroffen habe, die sich auch so für Vintage interessieren und ich habe liebe Freunde gewonnen. Im Grunde war es eine spontane Entscheidung bei der Wahl mitzumachen. Ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas gibt, dann sah ich den Facebook-Post und dachte mir: Warum denn eigentlich nicht? Ich entschied mich für ein Foto, machte kräftig Werbung für mich, um es durch die Vorentscheidung zu schaffen und auf einmal fand ich mich in Trebsen wieder. Dort erhielt ich mein erstes Outfit von TopVintage und plötzlich stand ich mit acht anderen Frauen hinter der Bühne und bereitete mich auf eine kleine Modenschau vor. Wir waren alle so aufgeregt, die Jury übrigens auch. Wir konnten gar nicht glauben, was dort passiert. Der Moment auf der Bühne verging wie im Flug, ich kann mich kaum erinnern was genau ich zum Moderator Bert Callenbach sagte und war schon wieder fertig mit meinem Auftritt. Dann das Bangen und die schier endlosen Minuten, bis mein Name fiel, die Spannung war kaum auszuhalten. Den restlichen Tag habe ich mich einfach nur noch fantastisch gefühlt, war aber natürlich erst recht aufgeregt, weil das Finale am nächsten Tag angesetzt war. Natürlich musste ich das Weiterkommen an diesem Abend auch ein wenig mit meiner Familie feiern.
Der Sonntag verlief ähnlich, voller Aufregung und Momenten, die zu schnell vorbei waren. Dann standen wir drei Finalistinnen dort oben auf der großen Bühne und hielten uns an den Händen. Natürlich war der schönste Moment, als mein Name fiel und mir die amtierende Miss Vintage Flaneur 2018, Lisa Carter Cash, die Schärpe umhing. Ich fühlte mich, als könnte ich die Welt umarmen.

Was ist besonders schön an der Wahl für dich gewesen?

Am schönsten an der Wahl war der Austausch mit Gleichgesinnten für mich. Wir Mädels haben uns auf Anhieb verstanden und haben einander Halt gegeben und uns unterstützt. Auch langfristige Idole zu treffen war ein ganz besonderes Erlebnis. Von der ausgelassenen Stimmung auf dem Festival ganz zu schweigen. (Hier finden Sie den Bericht zur Miss Wahl beim Firebirds Festival in Trebsen.)

Frau im Winter mit Retro Kleid
Foto: Vanessa Marie Fotografin, Haare und Make-up: Heike Fix, Model: Lilly León (Miss Vintage Flaneur 2019). Kleid via Vintagemädel, Ohrringe: Bijou Brigitte

Nun hast du auch deinen Hauptgewinn hinter dir, deine eigene Fotostrecke im Vintage Flaneur. Wie war es?

Das Shooting war unglaublich toll! Es war das erste Mal für mich, dass ich Teil eines professionellen Fotoshootings war. Das Feeling ist schon sehr besonders, dort anzukommen, ein kurzes Fitting und dann in der Maske zu sitzen. Alle waren sehr hilfsbereit und standen mir mit Rat und Tat zur Seite, wenn mir keine Pose mehr einfiel, ich mit den Haaren festhing oder meine Kleider nicht richtig saßen. Natürlich waren auch die Kleider ein Traum, und es war sehr spannend auch mal Outfits zu tragen, die ich selbst nicht in meinen Kleiderschrank habe und zu sehen was andere Menschen für Visionen haben und wie sie diese umsetzen. Der ganze Tag war eine große Inspiration für mich. Das Team war klasse und ich bin sehr dankbar für dieses Erlebnis. (Die komplette sehr sehenswerte Fotostrecke finden Sie zusammen mit diesem Interview in Ausgabe 37 des Vintage Flaneurs) – unter dem Bild geht’s weiter!

Ausgabe 37 des Neo-Vintage Indie Mag Der Vintage Flaneur

Und dann gab es noch eine Art Zusatzgewinn, der nicht Bestandteil des Wettbewerbs war: Erzähl uns doch auch von deiner Kooperation mit Miranda‘s Choice!

Nadine von Miranda‘s Choice sprach mich noch auf dem Festival direkt nach meinem Gewinn an und fragte mich, ob ich im Zuge ihrer Stars Collections Lust auf eine Kooperation hätte. Die Antwort stand praktisch sofort fest. Wir sprachen uns also ab, was genau wir machten wollten und ich entschied mich für das Thema Winter. An einem Sonntag dann fuhr ich zu ihr ins Atelier und gemeinsam erarbeiteten wir einen Fascinator. Am schönsten war für mich, Nadine bei Ihrer Arbeit beobachten zu können. Es war auch fantastisch. in ihrem Atelier/Laden in Ruhe herumzuschauen und das eine oder andere Teil, welches ich schon aus dem Internet kannte, live zu sehen und auch anzuprobieren. Nadine war unglaublich lieb und den Entstehungsprozess ihrer Werke zu sehen war sehr spannend. Nun freue ich mich, wenn „mein“ Fascinator anderen Frauen Freude bereiten kann. (Besuchen Sie hier Miranda’s Choice!)

Was würdest du den Frauen sagen, die für das nächste Jahr überlegen, mitzumachen bei der Wahl?

Machen! Zögert nicht, denn ihr könnt dabei nur gewinnen! Es ist eine wunderbare Erfahrung und ein Erlebnis, das ihr wohl nie vergessen werdet. Macht euch keine Sorgen, die gesamte Community ist sehr unterstützend, liebe Worte hört man von allen Seiten und es ist sehr wahrscheinlich, dass Wildfremde zu dir kommen und dir geradeaus sagen, wie toll du ausschaust. Ich würde diese Erfahrung nicht missen wollen.

Liebe Lilly, vielen Dank für die vielen nette Worte und die Zeit, die du dir genommen hast! Wir freuen uns, dass du unsere Miss Vintage Flaneur 2019 bist – und auf die Wahl im nächsten Jahr!

Vintage Frau mit Fascinator
Foto: Vanessa Marie Fotografin, Haare und Make-up: Heike Fix, Model: Lilly León (Miss Vintage Flaneur 2019), Kleid via Mainstreet Vintage Shop, Fascinator und Ohrringe: Miranda’s Choice

Artikelbild: Foto: Vanessa Marie Fotografin, Haare und Make-up: Heike Fix, Model: Lilly León (Miss Vintage Flaneur 2019), Mode via TopVintage

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Vintage Make-up: Perfekte rote Lippen

Rote Lippen Vintage Makeup

Wenig wird so viel mit weiblicher Sinnlichkeit in Verbindung gebracht, wie perfekte rote Lippen. Dabei ist ein sorgfältiger Auftrag wichtig, denn, sind wir ehrlich, ein verschmierter, ungekonnter Lippenstift sieht im Zweifel schlimm aus. Hier also die ausführliche Anleitung für den unvergesslichen Auftritt und perfekte rote Lippen!

Die richtige Pflege

Durch Kälte und trockene Heizungsluft sind die Lippen in Winter oft spröde. Daher ist eine Pflege vorab wichtig, besonders, wenn die Lippen mit einem auffallenden roten Ton in Szene gesetzt werden.
Um die trockenen Schüppchen zu entfernen empfiehlt sich ein Lippenpeeling, das mit dem Finger in kreisenden Bewegungen einmassiert wird. Tipp: Es eignet sich dafür auch ein Olivenöl/Zucker Gemisch. Lass das Peeling etwas einwirken, bevor du es mit einem feuchten Wattepad abnimmst. Trage im Anschluss Lipbalm auf, um die Lippen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Lass ihn gut einziehen: In der Zeit kannst du das sonstige Make-Up auftragen.

Die Kontur

Ziehe die Kontur der Lippen mit einem Concealer nach. Die Haltbarkeit des Lippenstiftes wird dadurch verbessert und die Kontur wird geschärft. Mit dem Pinsel wird der Concealer eingearbeitet. Bei Lippenfältchen ist es wichtig, dass unter der Farbe ein Primer aufgetragen wird. Die Fältchen werden damit aufgefüllt. Ziehe dann mit einem Lipliner die gewünschte Kontur. Der Lipliner verhindert das Auslaufen der Farbe. Beginne oben am Lippenherz und vervollständige sie dann vom Mundwinkel nach oben.

Der Farbauftrag

Nun kannst du die Lippenkontur mit Lippenstift auffüllen. Für präzises Arbeiten eignet sich ein passender Pinsel. Dabei kannst du ruhig auch lächeln, dann gleitet der Pinsel umso besser und die Lippen sind gestrafft. Press die Lippen vorsichtig zusammen, um die Farbe zu verteilen. Trage die Farbe bis in die Mundwinkel auf. Nimm überflüssige Farbe vorsichtig mit einem Tuch ab. Fertig sind perfekte rote Lippen!

Tolle Haar- und Make-Up-Tipps gibt es in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs!

Weitere Artikel zum Thema Lippenstift? Hier erzählt Frl. Eule von ihrer verzweifelten Suche nach dem perfekten Lippenstift!

Foto: Rafael Saes – Unsplash, Text: MelDra Visagistik und Miriam Dovermann, mit Bildern zu finden in Ausgabe 32 des Vintage Flaneurs

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Miss Vintage Flaneur Wahl 2019

Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Die drei Finalistinnen

(möglicherweise Werbung wegen Nennung von Menschen, Läden und Festivitäten) Zum vierten Mal fand am Wochenende 06. und 07. Juli 2019 die Wahl zur Miss Vintage Flaneur statt. Für die Damen war es wie jedes Mal ein aufregendes, aber auch schönes Erlebnis.

Die Vorrunden

9 Damen traten live beim Firebirds Festival in Trebsen gegeneinander an. Diese hatten sich vorher bereits gegen über 50 weitere Bewerberinnen in einem Voting aus Facebook-Likes und Juryentscheid durchgesetzt: Aus der Kategorie „normal“ kamen Fräulein Lili Marleen, Ska la Rich und Berta von Ulrich zur Wahl, aus der Kategorie „bestage“ Miss Monroe, Lise Lotte und Zuckerbiene Miri Lou und aus der Kategorie „plussize“ Lilly Leòn, Miss Ivy O’Lala und DeeDeeDany.

Logo TopVintage
www.topvintage.de

Gesponsert wurde die Wahl zur Miss Vintgae Flaneur 2019 von TopVintage – Das heißt, sämtliche Kleidung der Missen finden Sie bei TopVintage zum Nachkaufen!

Tag 1: Neun Damen im Tagesoutfit

Ihre Aufgabe war es (übrigens abseits von den Kategorien, die nur in der Vorrunde eine Rolle spielen) ein Tagesoutfit für einen bestimmten Wert bei Europas größter Retro-Onlineboutique TopVintage zusammenzustellen und am Samstag im Modezelt auf der Bühne souverän zu präsentieren. Neben Outfit und Styling gab ein kleines Interview mit unserem charmanten Moderator Bert Callenbach Auskunft über die Teilnehmerinnen. So galt es die Jury vor Ort zu überzeugen. Diese bestand in diesem Jahr aus Pin-up-Model und Lifecoach Rina Bambina für den Vintage Flaneur, Vintagemädel Victoria für TopVintage, Lisa Carter Cash (Miss Vintage Flaneur 2018), Mike Moustache (Dandy) und einem Publikums-Mitglied. Das Rennen machten Berta von Ulrich, Miss Monroe und Lilly Leòn – besonders schön, dass aus jeder Kategorie eine Vertreterin dabei war! Sie erhielten noch ganz aufgeregt auf der Bühne ihr Abendoutfit, das sie ebenfalls im Vorfeld bei TopVintage ausgesucht hatten und das sie am Tag darauf auf der großen Bühne präsentieren sollten!

Bert Callenbach
Moderator und Entertainer Bert Callenbach (c)TomJosewski
Jury Miss Vintage Flaneur 2019
Jury von links: Publikumsteilnehmer, Pin-up-Model und Lifecoach Rina Bambina für den Vintage Flaneur, Lisa Carter Cash (Miss Vintage Flaneur 2018), Vintagemädel Victoria für TopVintage und Mike Moustache (Dandy) (c) PhilippKumbier
Wahl zur Miss Vintage Flaneur 2019
Wahl zur Miss Vintage Flaneur 2019 (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur 2019 Kury
Die begeisterte Jury (c)TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich
Berta von Ulrich (c) Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich
Verneigung von Berta von Ulrich (c)TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Ska la Rich
Ska la Rich (c) Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Ska la Rich Profil
Ska la Rich (c) TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Kandidatin LiseLotte
Lise Lotte (c)TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 LiseLotte
Lise Lotte (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 MissMonroe
Miss Monroe (c)TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Miss Monroe Portrait
Miss Monroe (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Fräulein Lili Marleen
Fräulein Lili Marleen (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Fräulein Lili Marleen
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Zuckerbiene Miri Lou
Zuckerbiene Miri Lou (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Zuckerbiene Miri Lou
Zuckerbiene Miri Lou (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Ivy O'Lala
Ivy O’Lala (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Ivy O'Lala mit Kusshändchen
Ivy O’Lala (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 DeeDeeDany
DeeDeeDany (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 DeeDeeDany
DeeDeeDany (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Lilly Leòn
Lilly Leòn (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Moderator Bert Callenbach mit Lilly Leòn
Moderator Bert Callenbach mit Lilly Leòn (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Rundlauf
Die Damen präsentieren sich nochmal während die Jury wertet (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Moderator befragt die Jury
Nun ist die Meinung der Jury gefragt (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich kommt in die nächste Runde
Berta von Ulrich kommt in die nächste Runde (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich ist weiter
Berta von Ulrich ist eine Runde weiter und erhält ihr Abendoutfit von TopVintage (c)Philipp Kumbier
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Lilly Leòn ist weiter
Auch Lilly Leòn erhält von Vintagemädchen ihr Abendoutfit von TopVintage (c)TomJosewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Auch Miss Monroe ist weiter
Auch Miss Monroe ist weiter (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Gemeinschaftsaufnahme
Alle zusammen auf der Bühne (c)Philipp Kumbier

Tag 2: Die drei Finalistinnen im Abendoutfit

Schwer aufgeregt stellten sich unsere drei Finalistinnen am Sonntag der Herausforderung, auf der großen Bühne des Firebirds Festivals ihre ausgewählten Abendoutfits zu präsentieren. Hinreißend sahen sie alle aus. Berta von Urlich war stilvoll in einem senfgelben Pencildress zu bewundern, abgerundet mit dunkelgrünen Accessoires. Miss Monroe sah ihrem Namen entsprechend überaus glamourös aus in einem weißen, engen Kleid, der nekischen Libellenbrosche und edlen Handschuhen. Die Jury vollends überzeugen sollte aber Lilly Leòn in einem hinreißenden, dunkelgrünen Swingkleid und mit opulentem Halsschmuck. Damit ist sie unsere Miss Vintage Flaneur 2019!

Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Jury Tag 2
Auch am zweiten Tag sieht unsere Jury fantastisch aus. (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Miss Monroe präsentiert ihr Abendoutfit
Miss Monroe präsentiert ihr Abendoutfit (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Miss Monroe im Abendoutfit
Miss Monroe im Abendoutfit (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich sexy im Abendoutfit
Berta von Ulrich sexy im Abendoutfit (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Berta von Ulrich im Abendoutfit mit Bert Callenbach
Berta von Ulrich im Abendoutfit mit Bert Callenbach (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Lilly Leòn im Abendoutfit mit Bert Callenbach
Lilly Leòn im Abendoutfit mit Bert Callenbach (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Moderator Bert Callenbach mit Miss Vintage Flaneur 2018, Lisa Carter Cash
Moderator Bert Callenbach mit Miss Vintage Flaneur 2018, Lisa Carter Cash (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Die drei Finalistinnen
Die drei Finalistinnen Lilly Leòn, Berta von Ulrich und Miss Monroe (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Wer wird Miss VIntage Flaneur 2019?
Die Spannung steigt: Wer wird Miss VIntage Flaneur 2019? (c)Tom Josewski
Lilly Leòn kann es nicht fassen - sie ist Miss Vintage Flaneur 2019
Lilly Leòn kann es nicht fassen – sie ist Miss Vintage Flaneur 2019 (c)Tom Josewski
Freude pur bei MIss Vintage Flaneur 2019 Lilly Leòn
Freude pur bei Lilly Leòn (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur 2019 Lilly Leòn mit Pin-up Model Rina Bambina
Miss Vintage Flaneur 2019 Lilly Leòn mit Pin-up Model Rina Bambina (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Ein Kuss für die Siegerin
Ein Kuss für die Siegerin (c)Tom Josewski
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Die neue und die "alte" Miss Vintage Flaneur
Die neue und die „alte“ Miss Vintage Flaneur, Lilly Leòn und Lisa Carter Cash
Miss Vintage Flaneur Wahl 2019 Die Jury mit den 3 Finalistinnen
Die Jury mit den 3 Finalistinnen (c)Tom Josewski

Auch letztes Jahr gab es eine Wahl zur Miss Vintage Flaneur – schau hier, wie es war!

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Musik, Spaß und Ideale – Das Festival und seine Geschichte

In der Vintage-Szene spielt das Festival eine große Rolle, dieser Ort wo sich Rock’n’Roll oder Swing noch live erleben und Gleichgesinnte treffen lassen. Wie es so die Art des Vintage Flaneurs ist, haben wir uns das Phänomen genauer angesehen.

Musikalische Veranstaltungen, die so groß sind, dass sie sich in Ort und Organisation von „alltäglichen“ Konzerten unterscheiden – so könnte man ein Festival definieren. Mehr als normale Konzerte sind sie außerdem oft von gesellschaftlich/kultureller Bedeutung, viele sind auf eine bestimmte Musikrichtung und damit eine Musikkultur ausgerichtet. Festivals weisen oft hohe Besucherzahlen auf und gehen über mehrere Tage. Dadurch wird der Besucher aus dem Alltag herausgenommen und erlebt ein ganz eigenes Gefühl der Zusammengehörigkeit – und das ist es für Viele, was sie immer wieder zu Festivals hinzieht.

Wurzeln in Amerika

Auch wenn Festivals nicht zwingend unter freiem Himmel stattfinden, entstammt das uns so wichtige Musikfestival doch dem Open-Air-Festival. Der Begriff entstand Ende der 1960er Jahre. Immer größere Menschenmengen, vor allem Jugendliche, versammelten sich, um zusammen Pop- oder Rockmusik zu hören. Diese Art der musikalischen Veranstaltung war nicht nur größer als alle bisherigen, sie beinhaltete vor allem auch Ideale und war eng verknüpft mit der steigenden Bedeutung von Musik und Stars für die Zuhörer.

Die Geschichte des Open-Airs begann in Amerika. Das erste große und bekannte Festival war das 1. Newport Folk Festival 1959, das mit Jazz, Blues und Folk verschiedene Musikstile vereinte und dadurch immer mehr Menschen anzog. 1965 wies es 80.000 Besucher auf. Allerdings war die Veranstaltungsorganisation noch unausgereift und es gab oft Probleme, was immer wieder zu Ausfällen des Festivals führte. Nichtsdestotrotz erfreute es sich steigender Beliebtheit.

Ein riesen Erfolg war das Monterey International Pop Festival im Jahr 1967 mit 200.000 Besuchern. Es war ein wichtiger Karriereschritt für bedeutsame Künstler wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who, die bis dato kaum bekannt waren. Der Erfolg der Veranstaltung sollte viele weitere große Festivals inspirieren. 1969 folgte das bis heute bekannteste Open-Air-Festival: Woodstock. Es spielten 32 Bands vor 500.000 Menschen. Bei weiteren Festivals dieser Größenordnung wurde jedoch auch klar, dass die Organisatoren diesen Dimensionen noch nicht gewachsen waren. Es kam zu Fehlern, durch die zum Beispiel beim Altamont Free Concert 1969 vier Menschen an nur einem Tag starben.

Der Weg des Festivals nach Europa

Die Begeisterung für Festivals blieb aber bestehen und schwappte zu dieser Zeit auch nach Europa, zunächst nach England. Dort wurde 1968 das erste Isle of Wight Festival veranstaltet, das (mit einigen Brüchen) bis heute existiert. Im zweiten Jahr war es mit 120.000 Besuchern schon groß, wurde aber in den Schatten gestellt von dem 1970: Mit 600.000 Besuchern war es mit amerikanischen Events auf Augenhöhe und wurde auch das „Woodstock Europas“ genannt.

1965 erreichte das Festival als Format Deutschland. Hier gab es allerdings einige Startschwierigkeiten. Erst Ende der 70er Jahre fanden die amerikanischen Organisationsstrukturen Eingang, was den Festivalmarkt in Schwung brachte. Bis 1983 waren es bereits 30 größere Festivals, unter anderem ein Alternativ- und Rockfestival auf dem Nürburgring (ab 1980) und die Rockpalast-Festival-Reihe auf der Loreley, die 1984 mit 22.000 Besuchern hiesige Rekorde brach. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre wurden immer mehr auch kleinere Festivals auf die Beine gestellt, jedoch wurde das Pflaster auch schwieriger. Viele von ihnen kamen und gingen bis heute – die Musiklandschaft verändert sich, Künstlergagen steigen, die Menschen, die durch Festivals erreicht werden, ticken anders als früher. Dennoch ist das Format nach wie vor beliebt, heute sind es einige hundert Festivals in Deutschland. Und es gibt eine Reihe von Großveranstaltungen, die aus der deutschen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken sind. Dazu kommen zahlreiche kleinere, oft an Szenen orientierte Festivals, auch im Vintage- und Retrobereich.

Gutes Tun und Spaß dabei

Wie bereits erwähnt sind viele Festivals ideell aufgeladen. Sie werden zum Ausdruck einer bestimmten Lebenseinstellung oder politischen Idee. Konsequenterweise gibt es daher auch Veranstaltungen, bei denen es nicht um den Gewinn geht, Benefizveranstaltungen wie das berühmte Wohltätigkeitskonzert Live Aid. Es fand parallel in London und Philadelphia am 13. Juli 1985 statt und war das bis dahin größte Rockkonzert der Geschichte. Viele Festivals, die keinen Eintritt kosten, bereichern die kulturelle Landschaft weltweit. Auffällig vor allem in jüngster Zeit ist auch das Anliegen vieler Festivals, die Ideen von Nachhaltigkeit und weltweiter Gemeinschaft an die Zuhörer zu bringen, ohne dabei verstaubt oder langweilig zu wirken. So werden in der Organisation immer häufiger Fragen nach sauberer Energie, wiederverwertbaren Ressourcen und dem Umgang mit Müll diskutiert.

Kein Wunder also, dass Sie in Ausgabe 34 des Vintage Flaneurs neben nützlichen Tipps zum Thema „Festival“ auch das Thema „Nachhaltigkeit“ finden, mit tollen Projekten und spannenden Geschichten, wie der des Elektroautos. Make-up und/oder Frisuren, die auch fürs Festival taugen, gibt es natürlich auch in jeder Ausgabem aber auch hier auf unserer Seite. (lies unten noch weiter)

Cover Vintage Flaneur 34 MD

Dein Vintage-Festival-Tipp

Natürlich gibt es auch im Vintage bereich inzwischen zahlreiche größere und kleinere Festivals. Sie werden gern kombiniert mit Tanzkursen und Oldtimertreffen, bieten famosen Live-Musik und Märkte, auf denen man alles erstehen kann, was das Vintage-Herz begehrt. Auch der Vintage Flaneur ist auf einigen zu finden – so zum Beispiel auf dem Walldorf Weekender, der US-Car & Bikeshow in Grefrath und natürlich dem Firebirds Festival in Trebsen bei Leipzig, wo auch unsere Wahl zur Miss Vintage Flaneur ihr Finale findet. Aber das war natürlich noch lange nicht alles, was es gibt. Gib uns deinen Tipp: Welches Vintage-Festival sollte man als Retro-Fan auf keinen Fall verpassen?

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Alternativen Lifestyle verbinden – mit LondonEdgeNow

LondonEdge FS 2019

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Die alternative Lifestyle-Messe LondonEdge launcht ihr marktführendes Geschäftsportal.

Die Messe: LondonEdge London & Las Vegas

Um diese Messe kommt man als Vintageshop nicht herum: Schon seit geraumer Zeit ist die LondonEdge der Dreh- und Angelpunkt für Labels und Händler im Alternativen Fashionbereich. Zweimal im Jahr ist sie die Plattform, in deren Rahmen Shops, Brands, Influencer und Presse zusammentreffen und Geschäfte machen. Kurz: Sie ist der Raum, in dem Ihre Lieblingsshops mit Kleidern und Accessoires gefüllt werden. Und die LondonEdge wächst rapide: Seit letztem Jahr gibt es sie nicht mehr nur in London, sondern auch in Las Vegas. Die nächsten Termine stehen kurz bevor, London am 27. & 28. Januar 2019, Las Vegas am 5. & 6. Februar 2019.

Das Portal LondonEdgeNOW

Die Messen bleiben das Kernstück der Marke LondonEdge. Immerhin ist auch im Zeitalter der Digitalisierung persönlicher Kontakt zwischen Geschäftstreibenden nicht zu ersetzen. Doch um den Bedarf nach Information, Kontakt und Handel auch außerhalb der halbjährlichen Termine zu decken und Marken und Läden zusammenzuführen, erweitert die LondonEdge nun ihr Portfolio um eine Onlineplattform: LondonEdgeNOW.

LondonEdgeNOW ist das digitale Gegenstück der LondonEdge, ein Platz, an dem Wiederverkäufer ihre Produkte jederzeit bereitstellen, Verbindungen herstellen und Beziehungen pflegen können. Denn die Welt verändert sich – neben den fixen Terminen im internationalen lifestyle Fahion Kalender, werden Geschäfte inzwischen das ganze Jahr hindurch gemacht.

Die Bedingungen

Der B2B-Store der LondonEdgeNOW kostet Aussteller der LondonEdge nichts, andere Labels bezahlen einen überschaubaren monatlichen Betrag um dort einen Store zu präsentieren. Dieser erlaubt Designern, Manufakturen, dem Großhandel und Marken einen direkten Zugang zu tausenden von Käufern und bietet so jederzeit die Möglichkeit für Geschäfte. Die Einkäufer profitieren unterdessen vom freien Service rund um brandaktuelle alternative Lifestyle Kollektionen die schon in den Startlöchern stehen – unanbhängig von Ort und Zeit.

Links & Kontakt

  • www.londonedge.com
  • www.londonedgenow.com
  • Kontakt: operations@londonedge.com oder +44 (0) 116 279 5179
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Der Klassiker unter den Vintagefrisuren: Victory Rolls

Frau mit Victory Rolls

Die „Victory Rolls“ sind eine der bekanntesten Frisuren aus dem Retro-Bereich. Sie wurden in den 40er Jahren viel getragen und bekamen auch einen Namen dieser Zeit: Sie sind nach einer Flugfigur von Fliegern aus dem 2. Weltkrieg benannt, bei der diese eine Rolle am Himmel schlugen.

Was für eine Frisur sind Victory Rolls eigentlich?

Victory Rolls zeichnen sich durch voluminöse Locken aus, die schmückend um das Gesicht gelegt werden. Dabei sind die Möglichkeiten vielfältig: Ob auf dem Kopf oder neben dem Gesicht, ob eher klein gehalten oder extrem groß aufgebaut, der Vielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Dazu lassen sie sich hervorragend mit anderen Frisuren kombinieren. Da sie nur die vorderen Haarpartien betreffen, kann mit den hinteren Partien ganz nach Belieben verfahren werden. Für Hüte sind sie zwar wenig geeignet und für Fascinator nur in einem gewissen Rahmen. Dafür kann man sie hervorragend mit Haarblumen kombinieren – oder mit Haarbändern und -tüchern, so wie es viele arbeitende Frauen der Kriegs- und Nachkriegszeit taten, um ihre Haare zu schützen.

Üben, üben, üben…

Jeder, der sich schon einmal an diesen Rollen versucht hat, weiß wovon wir reden: Victory Rolls brauchen Übung. Das läst sich nicht beschönigen. Um sie zu beherrschen muss man zum einen sein Haar gut kennen und wissen, wie man es zu haltbare Frisuren überredet bekommt. Zum anderen muss man verschiedene Techniken wie das Toupieren, das Feststecken und Locken der Haare beherrschen. Hat man den Dreh (im wahrsten Sinne des Wortes) dann aber raus, hat sich die Mühe gelohnt! Mit Victory Rolls werden Sie immer etwas hermachen. Und Sie können annähernd jedem Outfit einen retrotouch damit geben. Also fühlen Sie sich ermuntert: Verstecken Sie sich nicht hinter „Mit meinen Haaren geht das nicht“. So lange Ihre Haare nicht zu kurz oder viel zu lang sind, ist lediglich Know-how und Übung der begrenzende Faktor! – Und im Fall der Fälle gibt es auch wirklich hübsche Frisuren für Menschen, die ihre Haaren nicht so gut gezähmt bekommen 😉

Lassen Sie sich nun von Delicate Photography und Mme Rouge vorführen, wie es geht! Weitere tolle Frisurentipps finden Sie übrigens in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs!

So geht’s

Frau mit 2fach gefärbten Haaren
Vorher. Schauen Sie, dass Sie keine zu weich machenden Spülungen und Pflegen verwenden. Wenn Ihre Haare sehr glatt sind, können Sie sie im Vorfeld locken.

Frau toupiert vordere Haarpartie
Toupieren Sie die vordere Haarpartie und glätten Sie sie danach.

Frau rollt Haarsträhne zur Victory Roll
Rollen Sie die Strähne nach hinten ordentlich auf.

Frau steckt Victory Roll fest
Stecken Sie die Rolle so fest, dass man die Nadeln nicht sieht.

Frau rollt seitliche Victora Rolls
Wiederholen Sie das Toupieren und Aufrollen an den Seiten.

Frau setzt Haarschmuck in Retrofrisur
Wir setzen jetzt schon den Schmuck ins Haar.

Frau macht Locken mit Lockenstab
Hier lockt Mme Rouge ihre nicht in die Victory Rolls eingearbeiteten Haare mit einem Lockenstab.

Ausbürsten der Locken für die Vintagefrisur
Zu guter Letzt werden die Locken ausgebürstet und natürlich alles gut mit Haarspray fixiert!

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Softplastik – Vintage Modeschmuck mit Attitüde

Softplastik Ohrringe

Schrill, bunt, groß, glamourös – so präsentiert sich Modeschmuck aus Softplastik. Bei diesen ausgefallenen Schmuckstücken handelt es sich um echte Vintage-Schätzchen.

Wo kommt Softplastik her?

Softplastikschmuck entstand, ähnlich wie Lucite, im Zuge der Nachkriegszeit, in der der Bedarf nach etwas Neuem, Ausgefallenem und nach Luxusgütern groß war. Seine Blütezeit hatte er Ende der 40er und in den 50er Jahren. Hergestellt in Deutschland, namentlich in Hessen und Bayern, war er dennoch in Deutschland eher unbekannt – wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Mutter oder Großmutter keinen Softplastikschmuck besaß. Die bunten Stücke wurden ausschließlich für den Export in die USA hergestellt. Dort erfreute sich der meist als extravagante Federn oder Blumen ausgearbeitete Schmuck großer Beliebtheit. Und er wurde im Laufe der Jahre immer größer, bunter und ausgefallener. Einige Exemplare sind fast so groß wie die komplette Ohrmuschel und vielfach sind sie verziert mit glitzernden Strasssteinchen oder fluffigen Federn. Als besonders vorteilhaft wurde das im Vergleich zu Metallen und Perlen sehr geringe Gewicht angesehen. Aber auch die Wasserfestigkeit, die ein Tragen der Schmuckteile am Strand oder Pool ermöglichte, machte sie so beliebt. Bunte, auffällige Schmuckstücke, die man zum Bikini tragen kann – kein Wunder, dass Softplastik in Amerika so beliebt war! Und auch heute noch können Sie diese fröhlichen Blickfänger effektiv in Ihr Outfit einbauen und von den Vorteilen des Softplastik profitieren.

Wo gibt es Softplastik und wie muss ich es behandeln?

Sie finden originale Softplastik Stücke vor allem bei echten Vintage Händlern oder auch im Internet. Einige Schmuck-Reprolabels arbeiten aber auch mit diesem Material (oder alten Ohrringen die beim Upcycling ein neues Leben bekommen). Wenn Sie ein schönes Softplastik-Stück ergattern konnten, haben Sie möglicherweise das Problem, dass es verschmutzt ist – der weiche Kunststoff ist sehr anfällig dafür. Um sie zu reinigen können Sie einfach Gebissreiniger verwenden. Verwahren Sie sie sorgfältig, lagern Sie sie nicht zu eng, damit das Material nicht zerquetscht wird. Dann werden Sie sicher sehr lange Freude an Ihren extravganten Neuanschaffungen haben.

Sie wollen mehr wissen? Dann versuchen Sie es doch einmal mit einer Ausgabe des Vintage Flaneurs! Viele tolle Themen und spannende Artikel gibt es (neben grandioser Mode) in jeder Ausgabe!

(Der Dank für die Bilder der Ohrringe geht an wunder-same Vintage und Johns Vintage)

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Inspirationen für die Retro-Party: 20er, 30er und 40er, 50er und 60er

Mann und Frau bei Retro-Party

Egal, ob man den Vintage-Style immer lebt, oder nicht: Eine Retro-Party geht eigentlich immer. Schon in Ausgabe 30 des Vintage Flaneurs gibt es viel zu dem Thema zu lesen: In Zeiten von Babylon Berlin und einschlägigen großen 20er Partys fragen sich viele: Kann ich mir die Roaring Twenties auch nach Hause holen? Und wie ist es mit den Jahrzehnten danach, was für Partypotential bieten sie? Wir bieten einige weitere Inspirationen!

Die Roaring 20s Retro-Party

Für die 20er Party gibt es im Moment zahlreiche öffentliche Beispiele. Sie ist daheim nicht ganz leicht zu rekonstruieren, da Sie auch von einer opulenten Umgebung lebt, aber möglich ist es. Ganz allgemein verbindet man eine gewisse Verworfenheit mit den 20ern. Getragen wird von den Damen „Flapper“-Kleidung: Kleider (je nach Anlass in verschiedenen Längen) mit Fransen oder Pailletten- und Perlenverzierungen, lange Perlenketten oder Kunstfellstolas gehören in der öffentlichen Wahrnehmung ebenso dazu wie Stirnbänder. Federboas sind so eine Sache: Von Verfechtern der Authentizität werden sie gehasst (vor allem die billigen, die immer Federn verlieren) – will man es originalgetreu muss man auf eine Marabu-Federstola zurückgreifen. Verboten sind Federboas aber natürlich nicht. Alternativ können Damen auch einen Dandystyle tragen, mit High Waist-Marlene Hosen, Hosenträgern und Herrenhemd, vielleicht sogar einem Zylinder. Das Makeup ist dramatisch und dunkel: schwarz umrandete Augen, dunkel geschminkte „Bienenstich-Lippen“, sehr schmale hoch gewölbte Augenbrauen. Typische Frisuren waren die Wasserwelle und ein kurzer Bob, möglicherweise mit Pony. Die Herren können auf den pomadisierten Seitenscheitel zurückgreifen und haben in der Garderobe eine Auswahl von Knickerbocker bis Smoking. Als Deko können Sie schauen, ob Sie sich beispielsweise ein Trichtergrammophon leihen können. Stoffbahnen in gedeckten Tönen, große Pflanzen und Jugendstil- und ArtDeco Muster passen in die Stimmung. Als Getränk bietet sich klassischerweise Absinth an. Musikalisch können Sie mit Charleston, Swing oder alten Schlagern (im Original oder z.B. von Max Raabe neu aufgelegt) punkten, wenn Sie es moderner mögen passt auch Elektroswing gut.

Die 30er und 40er: Von Diva bis Teeparty

Die 30er und 40er sind als Kriegsjahre nur bedingt gute Paten für ein Retro-Party Motto. Aber natürlich kann man auch mit diesen Dekaden arbeiten und zum Beispiel eine glamouröse Hollywood-Party mit Cocktails auf die Beine stellen. Oder wie wäre es mit einer verruchten Mafiaparty? So oder so: Hier können Sie die Diva (und den Gentleman) herauskehren. Auch sehr schön (und einfacher auszuführen) ist eine stilvolle Teeparty im Winter oder ein Picknick (vielleicht mit Retrofahrrad?) im Sommer. Das sind tolle Gelegenheiten, schicke Hüte und klassische Garderoben auszuführen. Das Make-up sollte hier etwas zurückgenommen und natürlich sein, die Lippen in einem klassischem aber nicht zu knalligen Rot. Als Frisur bietet sich zum Beispiel die Victory Roll an. Die Herren können leicht ein Outfit mit Flair zaubern, wenn sie auf Hosenträger und Westen zurückgreifen.

Mann und Frau im Retro Mafia Look
Aus Ausgabe 8 des Vintage Flaneurs, Fotografin: Sarah Tröster, Models: Heinz Chrom und Missy Queen, H&M: Rougerie, Illustration: Severuy Heyn

Die 50er und 60er: Rock’n’Roll oder Schlager?

Ein Kontrastprogramm dazu sind die verschiedenen Möglichkeiten, die 50er und 60er als Partymotto für eine Retro-Party aufzugreifen. Für Besucher, die mit Vintage privat nicht viel zu tun haben, ist die Party im amerikanischen Stil nach Art von Grease am einfachsten: Fröhlicher Rock’n’Roll, Polkadots oder sexy Highwaist-Caprihose oder Pencilskirt, es wird wild und alle kennen es und können mitmachen. Bunte Eiscreme passt so gut wie Diner-inspirierte Burger oder Milchshakes. Auch was die Schminke angeht, darf es hier mehr sein: Vom dicken schwarzen Lidstrich mit Wing bis hin zu knallig roten Lippen. Die Herren punkten mit Tolle, Jeans und Lederjacke.  Nicht ganz so gängig, aber auch schön, ist es, das Partymotto weniger amerikanisch aufzumachen. Dann sind die Kleider und Deko weniger bunt, alles etwas gediegener und klassischer. Das Toast Hawaii passt hier ebenso hin wie die berühmten Eier-Tomaten-Pilze. Vom Flair her darf es vordergründig etwas spießig sein. Gestrickte Pullunder, Cateyebrillen und Kleider bis über die Knie schaffen die richtige Atmosphäre, genau wie ein Plattenspieler oder Retro-Radio.

Weitere Inspirationen können Sie sich auch den 68ern holen, eine Hippieparty im Boho-Stil etwa. Oder wie wäre es mit einer Mini-Rock-Party mit Bienenkorbhaaren und blauem Lidschatten und Cord-Schlaghosen und Koteletten bei den Herren? Das ist sicher etwas, was Ihre Gäste nicht dauernd erleben. Auch die Disco-Ära kann spannende Impulse bieten und gibt Gelegenheit, den ganzen Abend Abba und die Bee Gees rauf und runter laufen zu lassen und eine Menge Glitzer zu tragen. In diesem Sinne: Lassen Sie es krachen!

(Bild oben aus Ausgabe 30 des Vintage Flaneurs von Peter Odefey, H&M: Esther Filarsky für GATO Hair, Models: Paula Walks und Mike Mustacho)

 

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„Vintage im Kopf“: Frauen hintern Herd!

Auf annähernd jeder Retro-Veranstaltung, auf der wir mit dem Vintage Flaneur sind, passiert dies (und jedes Mal ärgert und beschäftigt es mich über einen langen Zeitraum): Irgendwann kommt ein meist älterer Herr zu uns an den Stand, grinst mir etwas verschwörerisch zu und sagt in diesem einen bestimmten Tonfall: „Jaja, damals, da waren Frauen noch echte Frauen!“ oder etwa „Damals, da durften Männer noch Machos sein!“ Auch als Facebook-Kommentar unter unseren Bilder kommt das immer mal wieder vor. Jedes Mal fällt es mir schwer, nicht extrem unhöflich zu werden oder anzufangen zu lachen. „Vintage im Kopf“ nennen das manche, und damit ist natürlich nichts Positives gemeint.

Das Problem hier ist offensichtlich nicht, dass den Herren Damen in Kleidern gefallen (man darf Frauen in Kleidern attraktiv finden, das ist legitim). Das Problem sind die Haltungen, die dahinterstehten. Gemeint ist, dass diesen Herren das Gefälle fehlt, dass es damals zwischen Frauen und Männern gab (und auch heute noch viel zu oft gibt): Der Mann steht über der Frau.

Frauen hintern Herd!

In Wahrheit ist ja nichts Schlimmes dabei, wenn sich ein Päärchen zusammensetzt und aus diesen und jenen Gründen gemeinschaftlich entscheidet, dass es in sein (also des Päärchens) Leben am besten passt, wenn die Frau sich um Kinder und Haushalt kümmert und der Mann arbeiten geht. Genauso wie es etabliert und möglich sein sollte, dass unser Päärchen entscheidet, dass es besser passt, wenn der Mann zu Hause bleibt und die Frau arbeitet. Oder die beiden einen ganz anderen Entwurf für sich finden, in dem beide beides tun. Wichtig ist dabei, die Freiheit, die Gleichberechtigung und die Gewissheit, seine Bedürfnisse beachtet zu wissen, von Mann und Frau.

Ausgerechnet zu mir, einer Selbstständigen, zu kommen und zu erwarten, dass ich mich für ein völlig veraltetes Beziehungs- und Rechtskonstrukt ausspreche, in dem die Frau im Zweifel nicht die Wahl hatte, weil ihr Mann ihr das Arbeiten verbot: Das ist absurd. Und auch wenn unser Paar NICHT aus Mann und Frau besteht sondern homosexuell ist: Liebe ist Liebe!

Wie ist hier die Rolle des femininen Looks?

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Gleichberechtigung für mich nichts mit „gleicher Kleidung“ zu tun hat. Ich möchte die Freiheit haben zu tragen, was ich will, ohne dass deswegen jemand anderes meint, über mir zu stehen. Ich möchte Kleider tragen dürfen, aber nicht müssen. Und wenn es eine Hose sein soll, auch gut! Ich möchte feminin aussehen dürfen, aber nicht müssen. Und ich räume dieses Recht auch jedem anderen ein.

Frauen sehen heute so scheußlich aus!

Unsagbar herabwürdigend sind Äußerungen dieser Art. Wir reden hier über Menschen mit Geschichten, Mühsalen und Freuden, eben einem kompletten Leben. Wie frech, einfach so über sie zu urteilen! Wenn ich Frauen vorschlage, sich die Haare zu machen und sich ein schönes Kleid anzuziehen (oder auch eine tolle Hose), dann nicht mit dem Gedanken: Echt, jetzt zieh dich mal ordentlich an! Sondern in dem Wissen, dass ein positiver Blick auf sich selber das ganze Leben verändern kann.

Ich beobachte immer wieder (auch an mir selber), dass Frauen, die sich nicht um sich kümmern, mit einem schlechten Selbstwertgefühl kämpfen. Was wiederum dazu führt, dass sie sich nicht um sich kümmern. Der Selbstwert leidet weiter. Sie arbeiten sich krumm als Mutter und/oder im Job und stecken trotzdem in diesem Teufelskreis fest, der ihnen sagt, dass sie nicht genügen. Unterstützt von den Herren der Schöpfung, die solche blöde Sprüche von sich geben. Leider auch von Frauen, die es besser wissen sollten. Und von Leitbildern der Medien, die suggerieren, dass man nur gut ist, wenn man arbeitet, Mutter ist, den Haushalt schmeißt, Sport macht und nebenher immer super aussieht. Und das alles ohne die geringsten Anzeichen von Erschöpfung (im Zweifel gibt es gegen diese sicher ein Deo oder eine Creme!)

Was ich mir und anderen wünsche und wonach ich suche, ist ein Weg zum besseren Selbstwert. Und in einer Fülle von Möglichkeiten, ein positives Bild von sich selber zu haben und sich attraktiv zu finden, ist der Vintage Stil eine. Sie ist nicht besser und nicht schlechter als viele andere Wege.

Natürlich muss man übrigens nicht jeden modischen Trend oder jedes Kleidungsstück gut finden. Und man darf da auch zu seiner Meinung stehen. Aber mit Respekt und dem Wissen, dass der, über den man da urteilt, mehr ist, als nur eine Oberfläche, die einem gerade nicht in den Kram passt.

Und by the way: Selbstredend sind die meisten Herren, die mir mit solch einem wie anfangs erwähnten Spruch kommen, selber eher grenzwertig bekleidet.

Vintage im Kopf andersherum

Vintage im Kopf negativ ist also klar: Sich selber über andere erheben und über sie urteilen, sei es aufgrund des Geschlechtes, der Sexualität, der Religion oder der Nationalität oder auch wegen so banaler Dinge wie Tattoos.

Der Vintage Flaneur aber sollte schon immer für „Vintage im Kopf“ auf eine positive Art stehen. Sein Leben entschleunigen, Persönlichkeit und persönlichen Kontakt pflegen, sich selbst, andere und die Welt respektvoll behandeln. Das ist unser Weg. Das verbinde ich mit diesem Look.

Und, das sei auch gesagt, besagte Herren, die der Aufhänger für diesen Aufschrieb waren, sind die Ausnahme.

In Ausgabe 20 des Vintage Flaneurs finden Sie übrigens einen spannenden Artikel über einige der vielen historischen weiblichen „Role-Models“: Vom Blaustrumpf über das Flapper Girl hin zur „klassischen Hausfrau“, über die wir hier redeten.

Haben Sie auch ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder ganz andere?

Vintage Flaneur Ausgabe 20 Cover

Fotocredits: Startbild aus Ausgabe 27 des Vintage Flaneurs, Foto: Katharina Ke, H&M: Jessels Vintage Hair und Makeup, Model Tessa Janine, Kleid via TopVintage, Accessoires via Johns Vintage

Cover Ausgabe 20: Foto: Damona Art, H&M: Monika Gassmann, Models: Seraphine Strange in Hose und Hemd von Mademoiselle Tambour und Fay Loren in einem Kleid via TopVintage

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London Edge 2018: Die Vintage Modemesse geht nach Vegas!

Alternativ gekleidete Menschen auf der London Edge

Immer wieder berichtet der Vintage Flaneur auch über die London Edge, die Messe für alternative Mode in London. Schon seit dem Millenium ist sie ein wichtiger Bestandteil der Handelsmessen in EU und UK. Stolz steht sie für den Lifestyle und die Mode der alternativen Gemeinschaft, z.B. für Gothics, Punks, Metaller aber auch die Vintageszene, und gibt großen wie kleinen Marken die Chance, sich zu präsentieren.

Die alternative Welt vereint

Als internationale Veranstaltung, bei der Händler und Influencer aus über 40 verschiedenen Ländern auf Aussteller aus über 20 verschiedenen Nationen treffen, vereint die London Edge die Welt unter ihrem Dach. Besonders jetzt, in Zeiten, in denen die Zeit nicht mehr nach einem universellen Stil verlangt, sondern die Individualität zunehmend an Bedeutung gewinnt, wachsen auch die „London Edge Marken“ und werden immer wichtiger auf dem Markt. Und so ist es kein Wunder, dass die London Edge den Schritt über den großen Teich wagt und, zusätzlcih zum Event in London, eine Messe in las Vegas eröffnet.

Vintage Modenshow auf der London Edge

Von London nach Las Vegas

Die London Edge/London findet am 2. und 3. September 2018 wie gehabt im Business Design Centre in Islington im Norden Londons statt. Die Örtlichkeit ist gut zu erreichen und bietet vielfache Möglichkeiten in ihrem Umfeld: Cafés, Bars, Indie-Läden, Restaurats und Vintage Stores.

Die Premiere in Las Vegas ist im Flamingo Hotel am 14. und 15. August 2018. Firmen, Influencer, Shops und die Presse werden willkommen geheißen!

Händler vor Ort können Messe für alternative Mode neue und etablierte Lifestyle-Marken mit Mode, Scuhen und Accessoires entdecken können. Diese Marken kommen aus Bereichen wie Vintage-Repros, Dark Street Wear, Festival Garb, Punk Rock, Musik Merchandise/Licensed Products, Rockabilly, Grunge, Kawaii und viel mehr. Die Aussteller beinhalten die großartige Designer, die wie keine anderen von Musik, Kunst, Geschichte und Jugendkultur und jede Saison neuer Kreativität inspiriert werden. Die Lojndon Edge bietet Händlern, Ausstellern und Influencern die Möglichkeit, zu networken und in einem inspirierenden Umfeld zusammen zu arbeiten.

Ausblick auf die alternative Modemesse London Edge

Für Informationen um die London Edge in Las Vegas oder London zu besuchen, klicken Sie hier: www.londonedge.com/Visiting.html

Für mehr Informationen, um auszustellen, kontaktieren Sie die London Edge hier: www.londonedge.com/Exhibiting-at-LondonEdge.html.

Der Laufsteg der Modemesse London Edge

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Umfrage: Der liebste Vintage-Film für eine Veranstaltung

Menschen in Retrokleid und Knickerbocker sitzen im Kino

Wir wären nicht wir, wenn wir nicht schon den nächsten Plan hätten: Eine Veranstaltung in einem wunderschönen alten Kino. Mit Spaß, Tanz, Musik und natürlich Vintage-Film. Wir wüssten gern: Welchen Film würden Sie bei solch einer Gelegenheit gerne sehen? Sie können eigenen Antworten hinzufüge, wir müssen sie dann allerdings freigeben. Bedenken Sie: Es sollte etwas mit fröhlicher Stimmung sein.

[socialpoll id=“2512011″]

Wir haben uns sehr gefreut, als das Kurtheater Hennef, ein wirklich schönes altes Kino, auf uns zukam und uns fragte, ob wir nicht Lust auf eine Veranstaltung hätten. Natürlich auf eine Filmvorführung, aber schnell kam uns gemeinsam der Gedanke, mehr daraus zu machen: Einen Abend mit Tanz, Unterhaltung, Snacks, kleinen Vintage-Goodies und dann natürlich einem Film. Nun stehen wir vor der Frage: Welcher Film? Die Möglichkeiten sind so vielfältig! Ein orginal alter Film, eine Remineszenz wie Cry Baby oder Grease, oder auch ein neuer Film, der einfach früher spielt, wie „Der große Gatsby“? Es wird auf jeden Fall etwas mit Stimmung werden – ein Kriegsfilm ist in diesem Rahmen nicht das richtige. Und es sollte vielen Menschen Spaß machen, denn wenn nur 3 Leute kommen wäre es auch langweilig. Und wenn es allen Spaß macht und gut läuft, dann werden wir das ab und an mal machen 🙂 Dazu würden wir gerne auch ihre Ideen erfahren, denn gemeinsam weiß man immer mehr! Was fänden Sie eine gute Wahl für einen Abend mit Freunden?

Alle Informationen zu diesem hoffentlich gelungenen Abend mit Vintage-Film und allem Drumherum, wo genau, wann und was wird es in den kommenden Ausgaben des Vintage Flaneurs zu finden geben. Aber auch auf Facebook halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden. – Und wenn Sie sich bis dahin einen filmreifen Urlaub in Italien wünschen: Mit diesen Urlaubstipps wandeln Sie auf Audrey Hepburns Spuren.

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Miss Vintage Flaneur Wahl 2018

Ein Foto zum Abschluss des aufregenden ersten Teils der Wahl.

(möglicherweise Werbung wegen Nennung von Menschen, Läden und Festivitäten) Aufregend war es wieder und dieses Jahr richtig heiß (wortwörtlich bei über 30 Grad) bei der Miss Vintage Flaneur Wahl 2018. Wie auch schon im letzten Jahr fand sie einen passenden Rahmen beim bekannten und beliebten Firebirds Festival in Trebsen bei Leipzig. Nachdem sich 9 Kandidatinnen bei einem Onlinevoting (das 50:50 von Facebook-Fans und einer unabhängigen Jury entschieden wurde) aus 74 Bewerberinnen durchgesetzt hatten, traten diese entzückenden Damen hier nun live an 2 Tagen gegeneinander an. Ihre Aufgabe: Ein Tages- und ein Abendoutfit, das sie optimal in Szene setzt, bei TopVintage, Europas größter Vintage-Online-Boutique  und Sponsor der Wahl, aussuchen und sich und die Kleidung charmant bei der Wahl präsentieren. Hier folgt nun die Dokumentation in Bildern der 2 Tage (alle gemacht von Sunshine-Photodesign)! Alle Kleider, Taschen und den meisten Schmuck, die Sie hier an den Miss-Kandidatinnen sehen, können Sie natürlich auch bei TopVintage finden und für sich selber kaufen.

Tag 1: Neun Kandidatinnen im Tagesoutfit

Schon vor der großen Show im Modezelt des Firebirds Festivals war die Aufregung der Ladies groß. Hinter den Kulissen hieß es, einander kennenzulernen, seinem Styling den letzten Schliff zu geben, die Kleider von TopVintage aneinander zu bewundern – und sich gegenseitig zu helfen wenn nötig.

Frau in Vintagekleid vor Spiegel
Die Haare sitzen bei Eva van Hoven

Die Jury (hier unsere Miss Vintage Flaneur 2017, Little Miss Richard) trifft auf die Kandidatinn
Die Jury (hier unsere Miss Vintage Flaneur 2017, Little Miss Richard) trifft auf die Kandidatinnen

Man hilft sich gegenseitig wo es geht (Bambi von Backenzahn und Eva van Hoven)
Man hilft sich gegenseitig wo es geht (Bambi von Backenzahn und Eva van Hoven)

Die letzten Vorbereitungen vor dem großen Augenblick werden getroffen (Jennylee Pinup Davidson und Bambi von Backenzahn)
Die letzten Vorbereitungen vor dem großen Augenblick werden getroffen (Jennylee Pinup Davidson und Bambi von Backenzahn)

Auch das bekannte Pinup-Model und Jurymitglied Rina Bambina möchte die Kandidatinnen kennenlernen
Auch das bekannte Pinup-Model und Jurymitglied Rina Bambina möchte die Kandidatinnen kennenlernen

Die Jury vor Ort ist bereit: Von links nach rechts sind es das bekannte Pinup-Model Rina Bambina, Little Miss Richard (unsere Miss Vintage Flaneur 2017), Laura von TopVintage, eine Publikumskandidatin und Konrad von den Firebirds, Mitorganisator und Initiator des Firebirds Festivals.

Die Jury der Miss Vintage Flaneur Wahl 2018
Die Jury der Miss Vintage Flaneur Wahl 2018

Nun war der große Augenblick gekommen. Moderator Bert Callenbach, seines Zeichens Entertainer und erfahrener Showman, holte die Damen nacheinander auf die Bühne, prüfte sie auf Herz und Nieren und schickte sie amüsant wie charmant über den Laufsteg um sich dem Publikum zu präsentieren.

Eva van Hoven auf dem Laufsteg
Eva van Hoven auf dem Laufsteg

Lisa Carter Cash im Interview
Lisa Carter Cash im Interview

Bambi von Backenzahn auf dem Laufsteg
Bambi von Backenzahn auf dem Laufsteg

Teresa von Thee auf dem Laufsteg
Teresa von Thee auf dem Laufsteg

Thekla Gras mit Moderator Bert Callenbach
Thekla Gras mit Moderator Bert Callenbach

Jennylee Pinup Davidson im Interview
Jennylee Pinup Davidson im Interview

Yvonne Hausmann im Interview
Yvonne Hausmann im Interview

Coco van Cat auf dem Laufsteg
Coco van Cat auf dem Laufsteg

Mademoiselle Kokettier auf dem Laufsteg
Mademoiselle Kokettier auf dem Laufsteg

Nun war es an der Zeit für die jury zu entscheiden. Um den Damen und Herren dafür etwas Zeit zu geben, unterhielt Bert Callenbach was das Zeug hielt und die Damen zeigten sich nochmal in einer Reihe auf dem Laufsteg.

Alle Vor-Finalistinnen zur Miss Vintage Flaneur Wahl 2018
Alle Vor-Finalistinnen zur Miss Vintage Flaneur Wahl 2018

Yvonne Hausmann
Yvonne Hausmann

Eva van Hoven
Eva van Hoven

Jennylee Pinup Davidson
Jennylee Pinup Davidson

Mademoiselle Kokettier
Mademoiselle Kokettier

Bert Callenbach zeigt sein sportliches Geschick (wir sind beeindruckt)
Bert Callenbach zeigt sein sportliches Geschick (wir sind beeindruckt)

Schließlich hat sich die Jury nach nervenaufreibenden Minuten entschieden und Bert Callenbach erhält die Ergebnisse.

Bert Callenbach verkündet die Ergebnisse
Bert Callenbach verkündet die Ergebnisse

Und die drei Finalistinnen sind: Eva van Hoven, Jennylee Pinup Davidson und Lisa Carter Cash! Sie dürfen am nächsten Tag ihre Wahl zur Abendgarderobe vorstellen (und natürlich auch behalten).

Lisa Carter Cash freut sich, weitergekommen zu sein
Lisa Carter Cash freut sich, weitergekommen zu sein

Ein Freudentänzchen von Jennylee Pinup Davidson und auch Eva van Hoven hat es geschafft.
Ein Freudentänzchen von Jennylee Pinup Davidson und auch Eva van Hoven hat es geschafft.

Ein Foto zum Abschluss des aufregenden ersten Teils der Wahl.
Ein Foto zum Abschluss des aufregenden ersten Teils der Wahl.

Tag 2: Drei Finalistinnen in Abendgarderobe

Für das Finale zog die Misswahl einen Tag später (wie auch schon im Jahr zuvor) auf die große Bühne um. Drei aufgeregte, aber hinreißende Damen präsentierten sich in wunderschönen edlen Outfits ihrer Wahl. Die Jury aber kam zuerst auf die Bühne, allen voran unsere so wunderschön schwangere Little Miss Richard (Miss Vintage Flaneur 2017).

Little Miss Richard betritt die Bühne, vorgestellt von Bert Callenbach
Little Miss Richard betritt die Bühne, vorgestellt von Bert Callenbach

Die Jury besteht wieder aus Little Miss Richard/Miss Vintage Flaneur 2017, Laura von TopVintage, Pinup-Model Rina Bambina, einer Publikumskandidatin und Firebirds-Verantwortlichem Konrad
Die Jury besteht wieder aus Little Miss Richard/Miss Vintage Flaneur 2017, Laura von TopVintage, Pinup-Model Rina Bambina, einer Publikumskandidatin und Firebirds-Verantwortlichem Konrad

Jennylee Pinup Davidson präsentiert sich in sexy Pencilskirt und Oberteil mit ausgefallenem Regenschirm
Jennylee Pinup Davidson präsentiert sich sexy in Pencilskirt und Oberteil – und ist mit dem ausgefallenen Regenschirm auch Wetterumschwüngen gewachsen

Eva van Hoven sieht umwerfend aus in feurigem Rot
Eva van Hoven sieht umwerfend aus in feurigem Rot

Hinreißend in weiß bezirzt Lisa Carter Cash die Anwesenden
Hinreißend in weiß bezirzt Lisa Carter Cash die Anwesenden

Die Jury hat es nicht leicht, aber sie muss eine Entscheidung treffen
Die Jury hat es nicht leicht, aber sie muss eine Entscheidung treffen

Alle drei Finalistinnen sind sehr aufgeregt
Alle drei Finalistinnen sind sehr aufgeregt

Hier kommt die Schärpe, getragen von Laura von TopVintage und Rina Bambina
Hier kommt die Schärpe, getragen von Laura von TopVintage und Rina Bambina. Und sie geht an….

Lisa Carter Cash kann es kaum fassen, dass sie die neue Miss Vintage Flaneur ist!
Lisa Carter Cash kann es kaum fassen, dass sie die neue Miss Vintage Flaneur ist!

Lisa Carter Cash, Miss Vintage Flaneur 2018
Lisa Carter Cash, Miss Vintage Flaneur 2018

Weil sie soumwerfend aussehen, noch einmal alle 3 Finalistinnen
Weil sie soumwerfend aussehen, noch einmal alle 3 Finalistinnen

Eva van Hoven, Little Miss Richard und Jennylee Pinup Davidson (von links)
Eva van Hoven, Little Miss Richard und Jennylee Pinup Davidson (von links)

Das muss gefeiert werden!
Das muss gefeiert werden!

Auch die Jury lässt es sich nicht nehmen, mit Lisa und miteinander anzustoßen
Auch die Jury lässt es sich nicht nehmen, mit Lisa und miteinander anzustoßen (und sehen sie nicht auch fantastisch aus?)

Alles aufeinmal: Miss Vintage Flaneur 2018 Lisa Carter Cash vor Vintage Flaneur Stand mit TopVintage Tüte
Alles aufeinmal: Miss Vintage Flaneur 2018 Lisa Carter Cash vor Vintage Flaneur Stand mit TopVintage Tüte (Puh, das war oft „Vintage“)

Miss Vintage Flaneur 2017 (Little Miss Richard) und Miss Vintage Flaneur 2018 (Lisa Carter Cash)
Miss Vintage Flaneur 2017 (Little Miss Richard) und Miss Vintage Flaneur 2018 (Lisa Carter Cash)

Und zum Abschluss noch ein letztes Bild unserer drei wundervollen Finalistinnen mit Moderator Bert Callenbach
Und zum Abschluss noch ein letztes Bild unserer drei wundervollen Finalistinnen mit Moderator Bert Callenbach

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Oldtimertreffen: Das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck

Oldtimer Classic Festival Schloss Lembeck

(Werbung – ja, wir bekommen Geld dafür, aber der Tipp ist trotzdem prima!)

Sich einmal wieder schickmachen und in stilvolle Vintage Kleidung hüllen, wundervolle alte Autos bei einem Oldtimertreffen bewundern und ein edles, herrschaftliches Ambiente genießen – das hört sich für Sie verheißungsvoll an? Dann ist das Oldtimer Classic-Festival auf dem westfälischen Wasserschloss Lembeck bei Dorsten vom 20. – 22. Juli 2018 das richtige für Sie!

Die Premiere der Veranstaltung im letzten Jahr war ein voller Erfolg. Kein Wunder, dass die Veranstalter Klaus Koehne und Thomas Schlott daran anschließen wollen. Und sie haben sich einiges einfallen lassen, um das Erlebnis noch runder, noch vielfältiger und noch lohnenswerter zu machen.

Savoir Vivre rund um den Oldtimer

Die Kulisse mit dem Schloss und einem herrlichen Gartenambiente setzt den Rahmen für die chromblitzenden Träume auf 4 Rädern. Diese können nicht nur bewundert, sondern bei den zahlreichen Händlern in allen Preisklassen auch gekauft werden. Und für wen ein neues, altes Auto nicht erschwinglich ist, der wird sicher an den Marktständen des Oldtimerfestivals mit Mode, Kunst und Lifestyle für Retro-Freunde fündig. Auch für das leibliche Wohl ist selbstredend gesorgt – vom U.S.-Burger über Flammkuchen, bis hin zum Festzelt von Starkoch Thomas Püttmann ist für jeden Gaumen etwas dabei.

Doch auch über das „klassische“ Angebot eines Oldtimertreffens hinaus hat das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck einiges zu bieten.

Am Freitag gibt es eine Pre-Party, die Sie mit oder ohne Abendessen buchen können, und bei der die „Wonderfrolleins“ (die Sie auch schon aus dem Vintage Flaneur kennen) für Spaß und musikalische Unterhaltung sorgen.

Am Samstag bietet das Festival neben einer Ausfahrt der Oldtimer einen vom fachkundigen und bekannten Moderator Georg Meyering begleiteten „Concours d’Elegance“, bei dem die prachtvollsten Autos präsentiert werden. Die Jury sind dabei Sie, wertes Publikum, die Sie per Stimmkarte Ihren Favoriten wählen können. Dazu kommen gleich zwei Sonderausstellungen: Eine mit Vorkriegsoldtimern und eine mit legendären Straßenkreuzern.

Sie möchten einmal etwas ganz anderes sehen und erleben? Wie wäre es mit einer historischen Dampfwalze aus dem Jahre 1925? Eine solche fährt über das Gelände und präsentiert sich fauchend dem Publikum. Oder vielleicht steht Ihnen der Sinn nach einer Rundfahrt in einem legendären Oldtimer-Haubenbus? Dies wird am Sonntag möglich sein, in einem original Mercedes O3500 von 1954.

So wird das Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck seinem Motto: „Savoir Vivre rund um den Oldtimer“ ohne Mühen gerecht – ein guter Tipp für ein fantastisches Wochenende! (Lesen Sie nach dem Foto weiter)

Szene vom Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck
(c) Classic-Festival Event GmbH

Das Oldtimertreffen in Zahlen

Das Oldtimer-Festival beginnt mit der Pre-Party am Freitag.

Regulär geöffnet ist das Festival dann am Samstag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr, und am Sonntag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Die Tickets bekommen Sie im Vorverkauf ausschließlich über die Webseite www.classic-festival.de. Natürlich gibt es auch eine Tageskasse.

Das normale Tagesticket kostet € 15,00 pro Person, Kinder bis 14 Jahre sind frei!

Eine andere Möglichkeit ist das „Picknick-Ticket“ für € 35,00: Darin ist ein großzügiger Parkplatz für den eigenen Oldtimer auf der Schlosswiese sowie 2 Tagestickets mitinbegriffen. Dieses Ticket ist perfekt für Oldtimerbesitzer, die gerne innerhalb des Schlossparks parken wollen.

Und wer erst am Nachmittag vorbeischauen will oder kann, der kauft am besten ein vergünstigtes „Nachmittagsticket“ für € 10,00 an der Tageskasse, das ab 15:00 Uhr gültig ist.

Alles über die Anmeldefrist zum Concours d’Elegance oder die Verfügbarkeit von Plätzen zur Ausfahrt erhalten Sie ebenfalls auf der Seite www.classic-festival.de

Oldtimer Classic-Festival Schloss Lembeck – let the good times roll…

Autos beim Classic-Festival Schloss Lembeck
(c)Classic-Festival Event GmbH

Bilder (c) Classic-Festival Event GmbH und Thomas Schlott

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Der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn: Vintage Romantik und Spitzensportler

Herr und 2 Damen auf Brücke im Schmetterlingsgarten

Vintage Romantik pur, mit grünen Pflanzen, idyllischen weißen Brücken, stoischen Kois, possierlichen Wachteln und natürlich bezaubernden bunten Schmetterlingen – das finden Sie (neben einigen anderen tierischen Bewohnern) im Garten der Schmetterlinge des Schloss Sayn bei Bendorf-Sayn. Wir durften dieses romantische Ambiente für das Shooting der aktuellen vintageinspirierten Frühlingsmode in Ausgabe 27 nutzen. Seit der Saisoneröffnung am 1. März hat der Garten seinen Besuchern aber noch viel mehr zu bieten.

Schmetterlinge und Spitzensportler

Was haben die Rote Helene, der Kleine Blaue Grieche und der Erzherzog gemeinsam? Es sind Namen von Schmetterlingen, die man alle im Garten der Schmetterlinge sehen kann. Über 1000 Puppen, gezüchtet in allen tropischen Regionen der Welt sind bereits in Sayn eingetroffen und täglich schlüpfen im Schmetterlingsgarten farbenfrohe Falter mit solch interessanten Namen.

Blauer Morpho auf rotem Hibiskus
Blauer Morpho auf rotem Hibiskus im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn

Seit Saisonbeginn am 1. März im Garten der Schmetterlinge in Sayn kann man sie wieder bewundern. Zudem wurde eine besondere Ausstellung eröffnet. Sie besteht aus zwei Bildwelten. Da sind zum einen Bildtafeln von Schmetterlingen, Insekten, Schlangen, Fischen und Echsen, die Unglaubliches leisten – Wunder der Natur, Superlative in Größe, Geschwindigkeit, und vielen Überlebensformen, wahre Weltmeister. Auf der anderen Seite werden im Jahr der olympischen Winterspiele, der Fußballweltmeisterschaft und anderer sportlicher Groß-Events Fotos von Weltmeistern und anderen Spitzensportlern gezeigt, die Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (98) zwischen 1936 und 2004 „geschossen“ hat.

Fürstin Marianne (aka „Mamarazza“)

Am 9.12.1919 wurde die Fotografin in Salzburg als Baronesse Mayr-Melnhof und die Älteste von neun Geschwistern geboren. Nach der Matura 1939 studiert sie an der Blocherer Kunstakademie in München. Dort lernt sie Ludwig Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn kennen, den sie 1942 heiratet. Nach Kriegsende beschäftigt beide der Wiederaufbau einer Landwirtschaft mit Gärtnerei in Sayn.

1942 bis 1954 kommen fünf Kinder zur Welt. Es bleibt Zeit für Reisen, Besuch vieler Sportveranstaltungen und ein reges gesellschaftliches Leben. 1962 verunglückt Fürst Ludwig und Fürstin Marianne kehrt zurück in ihre österreichische Heimat. Bis ins hohe Alter ist sie eine begehrte Gastgeberin für Künstler und Gäste der Salzburger Festspiele und ein beliebter Gast bei zahlreichen Reisen um die Welt.

Ob Arnold Schwarzenegger, Uwe Seeler oder Niki Lauda, Fürstin Marianne hat sie dabei alle fotografiert. Bei den legendären Mittagessen in ihrem Fuschler Jagdhaus waren viele von ihnen zu Gast. Doch die sportbegeisterte Fürstin konnte man auch bei den 1000km Rennen am Nürburgring, dem Hahnenkamm Rennen in Kitzbühel und in vielen anderen Wettkampfarenen antreffen. Bis heute faszinieren sie sportliche Höchstleistungen und nicht selten ruft sie kurz vor einem Fußball Länderspiel noch ihren Sohn an um sicherzustellen, dass er auch vor dem Fernseher sitzt.

Seit frühester Kindheit ist die Kamera ihr steter Begleiter um alles, was sie aufregend, unterhaltend oder einmalig findet, im Bild fest zu halten. Immer analog, auch bis heute nie digital. Die Akteure und die Menschen um sie herum interessieren sie, schnell ist sie mitten unter ihnen, nicht aufdringlich sondern mit viel Charme ihre Schnappschüsse machend. Und jeder „Schuss“ sitzt. Ihr alter Freund Gunter Sachs, selbst ein großer Fotograf, sagte einmal: „Manni, von Fotografie verstehst du nichts. Aber du weißt, wann du abdrücken musst!“.

Guiseppe Farina
Guiseppe Farina fotografiert von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn

Etwa 300.000-mal hat sie in über acht Jahrzehnten „abgedrückt“, alles gleich in Alben geklebt und beschriftet. Mit dem gleichen Sinn für Ordnung werden die Filmstreifen in Karteikästen wohl geordnet archiviert.

Ihr Werk bietet einen einmaligen, sehr privaten Einblick in das Leben der Gesellschaft während einer Zeit, die sich dramatisch schnell gewandelt hat. Wir treffen hier auf die Reichen und Mächtigen genauso wie auf Menschen, die sie fasziniert haben. Ob Schauspieler, Forscher und Spitzenkoch, oder ihr Nachbarbauer in Fuschl und der Dompteur in Las Vegas, alle finden ihren Platz in „Mannis“ roten Alben. Vor allem aber sind es die Spitzensportler und Weltmeister im Skilauf, Fußball, Tennis und Motorsport, die sie im Bild festhalten musste, für sich, ihre Freunde und ihre inzwischen riesige Nachkommenschaft.

Längst haben Andere den Wert dieses Lebenswerks erkannt, Museen und Galerien haben sich um sie bemüht und Fotoausstellungen organisiert. Ihre Bilder konnte man seit 1991 in Einzelausstellungen bewundern, darunter in Salzburg, München, Stuttgart, Frankfurt, Sayn, Wien, Zürich, London, New York und Miami. Dazu erschienen Fotobücher bei Steidl (Mamarazza), Polzer (SaynerZeit und ManniFeste), teNeues (The Sayn-Wittgenstein-Collection) und zuletzt bei Delius Klasing (Stars & Sportcars), ein Buch, das der ADAC 2015 zum Motorsportbuch des Jahres gekürt hat.

Garten der Schmetterlinge

Schloss-Straße 100

56170 Bendorf-Sayn

Mehr Informationen finden Sie hier.

(Foto ganz oben: Fotograf: Daniel Kondratiuk, H&M: Katja Gronau – natürlich Haar & Make-up, Models von links: Vicky Milhan in Blutsgeschwister, Fräulein Eleonore in Kleid via Fräulein Backfisch, John Frose in Vecona Vintage – die ganze Fotostrecke finden Sie in Ausgabe 27 des Vintage Flaneurs)

Dame und Herr gehen spazieren
Foto aus Ausgabe 27 des Vintage Flaneurs, Fotograf: Daniel Kondratiuk, H&M: Katja Gronau – natürlich Haar & Make-up, Models Vicky Milhan in Vintage via Johns Vintage, John Frose in Vecona Vintage und Hut via Johns Vintage

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Die Geschichte des Pin-up Girls

Pin-up aus Ausgabe 26 des Vintage Flaneurs

Wenig wird spontan so sehr mit Retro oder Vintage in Verbindung gebracht, wie das klassische Pin-up Girl. Kein Wunder, dass wir uns diesem in Ausgabe 26 des Vinatge Flaneurs widmen. Von überall lächeln sie uns verführerisch entgegen. Die jungen Frauen in ihren oft knappen Kleidchen oder Dessous zieren Poster, Postkarten, Blechdosen und Tassen. Sie erfreuen sich bis heute wachsender Beliebtheit. Was damals als provokant galt, ist heute schick. Kaum vorstellbar, dass diese ganz spezielle Form der Malerei erst in den 1980er Jahren offiziell als Kunstform anerkannt wurde. Obwohl die Pin-up Girls vor allem in Amerika noch bis in die 1960er Jahre allgegenwärtig waren, erlebten sie ihre wahre Blütezeit im Kontext des Zweiten Weltkrieges. Wer also die Erfolgsgeschichte der Pin-ups verstehen möchte, der muss sich auch mit den beiden Weltkriegen auseinandersetzen. Denn erst im Verlauf dieser Ereignisse wurden sie zu Symbolen der amerikanischen Kultur.

Die Anfänge der Pin-up Girls: Ein neues Frauenbild entsteht

Die Wurzeln der Pin-up Malerei liegen noch vor dem Ersten Weltkrieg und sind eng mit der beginnenden Befreiung der Frauen verknüpft. Um 1900 lösten sich die Frauen allmählich von den gesellschaftlichen Normen und Zwängen, die ihr Dasein bestimmten. Sie lebten selbstbestimmter und auch selbstbewusster als zuvor. Als einer der ersten zeichnete Charles Dana Gibson diesen neuen, aufregenden Typ Frau, der sich da entwickelte. Dies tat er für die Zeitschrift Life, in der jede Woche auf einer Doppelseite ein sogenanntes Gibson-Girl gezeigt wurde.

Der Erste Weltkrieg: Das Pin-up Girl als Kriegspropaganda

Letztlich waren es dann der Erste Weltkrieg und der gezielte Einsatz von Kriegspropaganda, der für die entscheidende Weiterentwicklung der Pin-ups sorgte. 1917 gründete der amerikanische Präsident Wilson die Abteilung für Bildwerbung, dessen Direktor niemand anderes als Charles Dana Gibson wurde. Seine Aufgabe war es, passende Plakatkünstler zu finden, die ein neues Konzept der Kriegspropaganda entwickelten. In diesem Zuge entstanden die ersten Poster, auf denen die schönen jungen Frauen mit militärischer Treue und dem Sieg Amerikas in Verbindung gebracht wurden. Auch nach Ende des Ersten Weltkrieges blieben Pin-ups beliebt, doch die Welt hatte sich verändert. Der Erste Weltkrieg bedeutete für alle eine ungemeine Zäsur: er hatte die Menschen traumatisiert und den Zweifel an den so lange unhinterfragten Normen der eigenen Kultur geweckt. Auch die Pin-up Künstler blieben von diesen Umwälzungen nicht unbeeindruckt. Rolf Armstrong entwarf ab 1926 seine zeitgemäßen, sinnlichen Flappergirls und diverse Zeitschriften konkurrierten untereinander um die beliebtesten Pin-ups. Die attraktiven Pin-up Girls erreichten ein breites Publikum; sie lächelten nicht nur aus den Zeitschriften heraus, sondern auch von den begehrten Pin-up Kalendern herab. Auch der berühmte Gil Elvgren abeitete lange exklusiv für einen Kalenderhersteller.

Der Krieg als Wirtschaftsfaktor

Während des Zweiten Weltkrieges erlebte die Pin-up Malerei ihren Höhepunkt. 1942 ließ Franklin D. Roosevelt das Office of War Information einrichten. Er sprach sich in Sachen Kriegspropaganda ausdrücklich gegen Hasskampagnen und Hetze aus und plädierte für die Verbreitung positiver Botschaften. Die Soldaten sollten sich auf die Dinge konzentrieren, für die sie kämpften: die geliebte Frau und den Schutz der Familie und des amerikanischen Lebensstils. Erst in diesem Kontext konnten die Pin-up Girls zu Symbolen der speziell amerikanischen Kultur werden.

Der Krieg wurde für die Hollywood Studios und die Zeitschriftenwelt zu einem wirtschaftlichen Faktor, der schnellen Gewinn und Wachstum versprach. Die Film- und Zeitschriftenbranche erkannte in den Kriegsgeschehnissen vor allem eine gut funktionierende Werbemaschinerie, die sie mit den Pin-ups noch anfachen konnten. Die schönen Mädchen auf den Postern und Postkarten bedienten das ewig geltende Gesetz, das da heißt „sex sells“. Sie waren äußerst massenwirksam und sorgten nicht nur für die Erhaltung der sogenannten Truppenmoral, sondern auch für den wachsenden Bekanntheitsgrad der Hollywood Stars und Sternchen.

Mitte der 1950er Jahre war die Zeit der Filmzeitschriften mit den klassisch gemalten Pin-ups allmählich vorbei, die Zukunft gehörte dem Foto.

Noch zu wenig Informationen? Sie finden diesen Artikel ausführlich mit weiteren interessanten Geschichten sowie einem Exkurs zur Noseart und einer Pin-up Fotostrecke in Ausgabe 26 des Vintage Flaneurs.

Foto aus Ausgabe 26 von Vanessa Marie Fotografin, H&M und Model: Miss Cherry, Kleid via TopVintage, Schuhe: Dogo Shoes

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20er Jahre Party geben

Frau im 20er Jahre Kleid vor Piano

Feiern wie der große Gatsby mit einer grandiosen 20er Jahre Party – das ist derzeit das hohe Ideal einer Feier. Legendär erscheinen die Zusammenkünfte der Roaring Twenties, unabhängig davon, ob im glanzvollen Amerika oder dem verruchten Berlin der Weimarer Republik. Rauschhaft kommt sie uns vor diese Zeit und vor allem ihre Parties, hemmungslos und prachtvoll. Wer kann sich dieser Ästhetik schon entziehen? Auch wir lieben sie und haben in Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs so einiges Glitzerndes und Glamouröses für ein solches Fest zusammengetragen.

In diesem Zuge kam eine Leserin auf uns zu und fragte nach Tipps für eine eigene Festivität im Stil der 20er. Seither frage ich mich, ob man die so wirklich geben kann.

Die 20er Jahre – abseits der Pracht

Werfen wir einen kleinen, nur oberflächlichen Blick nach hinten: Die 20er Jahre waren wirklich sehr weit von unserem heutigen Leben entfernt. Im Zuge von schillernden Figuren wie dem Großen Gatsby blenden wir gerne aus, dass es eine finanziell und gesellschaftlich sehr schwierige Zeit war. Der erste Weltkrieg war gerade vorbei, viele Menschen bitter arm, vom Krieg traumatisiert, viele Väter, Söhne, Brüder waren nicht zurückgekommen oder seelisch oder körperlich verletzt. Viele alten Überzeugungen, moralisch wie politisch, waren in den Grundfesten erschüttert worden. Es war eine pessimistische Generation, von F. Scott Fitzgerald und Getrude Stein als „verlorene Generation“ oder Frankreich als „Generation in Flammen“ bezeichnet. Und auch abseits des Krieges war die Lebenswelt eine andere: An eine Wohnkultur wie heute beispielsweise war gar nicht zu denken in einer Zeit, wo viele in Zimmern mit nur der allernötigsten Ausstattung lebten, ohne Bad, ohne fließendes Wasser, ohne Elektrizität (das gab es natürlich alles schon, aber es war keineswegs für jeden zugänglich). Das schreibe ich nicht, um den moralische  Zeigefinger gegen 20er Jahre Feiern zu erheben, sondern weil es elemtarer Bestandteil auch der Feierkultur war. (lesen Sie unter dem Bild weiter)

Zwei Damen in 20er Jahre Kleidern
Aus Ausgabe 19 von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty, hinten: Teresa von Thée in Vecona Vintage, vorne: Paula Walks in Frock & Frill

Das androgyne Schönheitsideal des Flappergirls beispielsweise hat eigentlich einen eher unschönen Hintergrund: Die jungen Mädchen hatten lange gehungert und waren mangelernährt, daher waren sie per se viel schmaler als Frauen heute. Und auch, dass das Korsett damals in die Kritik geriet und as lockere Kleid in Mode kam, hatte nicht nur mit modischer Entwicklung und Emanzipation zu tun: Viele Frauen mussten nun, da die Männer auf dem Schlachtfeld waren, arbeiten und legten das Korsett daher ab, nicht aus hehren Idealen. An dieser Stelle stößt man einmal mehr auf das spannende Phänomen, dass der Krieg, bei all seinen Schrecken, die Frauenbewegungen immer vorangetrieben hat (das gilt auch für den zweiten Weltkrieg wieder). Durch das Wegfallen der Männer zu Hause kam es für die weiblichen Mitglieder der Familie zu einer anderen Situation. Das Arbeiten war mühselig, gab aber auch ein neues Selbstbewusstsein. Und es war oft kein Vater und kein Bruder zu Hause, der die jungen Mädchen, die nach Ablenkung vom Alltag hungerten, zu Hause hätten halten können – was ihnen die Möglichkeit gab, Feiern zu gehen, zu rauchen und gegebenenfalls auch moralische Grenzen hinter sich zu lassen.

Die eben erwähnte Wohnsituation trieb viele Menschen aus dem Haus. Wie viel schöner war es doch in einer Bar oder einem Café oder einem der legendären Tanzhäuser Berlins (wenn man es sich leisten konnte) als in einem kargen Zimmer. Liebe Flaneure, gerade die großen Tanzhäuser müssen unglaublich gewesen sein, mit unendlich viel Phantasie (und Budget wie es scheint) eingerichtet, mit Wasserfällen, Telefonleitungen von Tisch zu Tisch, Spiegeln, Lüstern, exotischen Tieren und und und. Investitionen in Amüsementbetriebe lohnten sich: Keiner wollte zu Hause bleiben, und der eben überstandene Krieg ließ den Menschen das Geld aus der Tasche fließen. Das Leben konnte so kurz sein, es wollte genossen und die Erinnerungen an die Übel der Welt vergessen werden.

Vergessen, das ist ein wichtiges Stichwort für diese Generation ohne Zukunft. Und Drogen gehörten da für viele dazu. Zum Mythos der goldenen 20er gehören rauhe Mengen an Alkohol untrennbar dazu (übrigens nicht nur zu den Feiern, trinken war alltäglicher als heute, weil es weniger umstritten war). Aber nicht nur das, auch andere Rauschmittel wie Opiate, Kokain oder Heroin waren zu bekommen und wurden viel hemmungsloser genutzt als heute. Schwierig zu bewerten erscheint mir die Sexualität der damaligen Zeit, zwischen alten Moralvorstellungen und dem Gefühl, das Leben sofort genießen zu müssen (und vielleicht für eine Nacht mit Gefälligkeiten auch von einem Herren den ganzen Abend eingeladen zu werden).

Ganz sicher ist jedoch: Mit Tipps für eine „echte 20er Jahre Party“ stoße ich an meine Grenzen. Wir können und wollen die Zeit nicht zurückdrehen. Und ich kann Ihnen schlecht raten, lebende exotische Vögel als Dekoration in Ihr Wohnzimmer zu setzen, Ihren Gästen eine Schellackplatte aufzulegen und Ihnen dann reichlich Opiate anzubieten. Seien wir ehrlich: Wenn wir eine 20er Jahre Party feiern, dann lehnen wir uns optisch und musikalisch an, aber wir feiern einen Traum, einen Mythos, und sollten das auch genau so genießen.

Nun aber doch: Tipps für die 20er Jahre Party

Damit aber wenigsten ein bisschen der passende Flair aufkommen kann, will ich wenigstens versuchen Ihnen etwas an die Hand zu geben. Am einfachsten ist der Weg zu einer professionell organisierten 20er Jahre Party zu gehen wie der Boheme Sauvage oder „Party like Gatsby“, e sgibt derzeit verschiedene Anbieter. Da ist schon für eine tolle Location und oft ein bombastisches Unterhaltungsprogramm gesorgt. Sie müssen nur noch die passende Garderobe (die Sie zum Beispiel in Ausgabe 25 der Vinatge Flaneurs finden) sorgen und für das passende 20er Jahre Make-up.

Es soll aber doch bei Ihnen daheim sein?

Passende Kleidung und Make-up sollten selbstredend auch hier nicht fehlen. Für das Essen spare ich mir Tipps – die Essgewohnheiten der 20er sind weit weg von unseren und Sie werden viele „echte Rezepte“ nicht nachmachen können oder wollen. Machen Sie einfach etwas Leckeres, nicht wahr? Sorgen Sie für passende Musik (je nach Geschmack, alte Schlager, Swing oder Elektro-Swing beispielsweise). Ein Trichter-Grammophon ist natürlich sehr zierend, funktionierende Repros sind für nicht allzuviel Geld zu bekommen – allerdings dürfen Sie von einem 60 Euro Gerät auch keine große klangliche Leistung erwarten. Außerdem bräuchten Sie dann noch jede Menge Nadeln und natürlich passende Schellackplatten – wenn es ums Musikhören geht bleiben Sie also vielleicht einfach bei Ihrem gewohnten Gerät. Als Dekoration bieten sich massig Stoffe an, dunkle und Gold vielleicht. Prächtige Blumen, große Vasen, alte Teppiche, es darf üppig sein. Versuchen Sie Ihre Wohnung zu verzaubern, dann erreichen Sie die Stimmung, die wir alle an den 20er Jahre Partys so lieben.

(Bild oben: Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Model: Lisa Denise, Mode via Fräulein Backfisch)

Frauen im 20er Jahre Stil
Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Models. Kety Biela und Malena, Mode via Fräulein Backfisch (vorne), Vecona Vintage und Maliné (Turban) hinten

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Vintage Mode für den filmreifen Winter

Frau im Vintagelook isst Popcorn

Liebe Flaneure, erstmalig zeigen wir Ihnen heute eine ganze geschlossene Strecke aus der Ausgabe 25: Die filmreife Vintage Wintermode im Kino!

Aus der Vintage Flaneur Redaktion

Was fast niemand weiß, obwohl es alle kennen: Ein Bild kommt nicht so aus dem Druck, wie es am Bildschirm aussieht. Sie können es selber versuchen und mal ein Foto daheim ausdrucken. Sie werden sehen, dass es die Farben verändert, die Schärfen und noch mehr. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, wie der Typ des Druckers und das Papier, auf dem Sie drucken.

Genau das gilt auch für uns: Wenn wir unsere Daten in die Druckerei schicken, wissen wir nie zu 100 % was wir als Produkt zurückbekommen. Es ist auch für uns immer eine Überraschung – meistens eine gute, aber eben nicht immer. So kam die Strecke zur Wintermode im Kino zu dunkel heraus. Dafür kann niemand etwas: Die Fotografin Yvonne Sophie Thöne hat ebenso tolle Arbeit geleistet wie Visagistin Nicole Blasel und die Models Marcel Häfner, Madame Donna de la Miez, Mina Ignis und Miss Sunset oder die Location, die Wied-Scala in Neitersen.

Über Vintage Glamour und Wintermode

Das können wir so natürlich nicht stehen lassen. Wir wissen, dass die meisten von Ihnen unsere Modestrecken lieben und immer gespannt erwarten, was die Modewelt zu bieten hat. Und so sollen Sie auch heute unser Vintage Wintermode sehen. Für alle, die die Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs bereits haben als Zusatz zur gedruckten Strecke. Und für alle, die ihn noch nicht haben, als Anreiz: Die Ausgabe 25 ist nämlich sehr schön geworden. Die zweite Foto-Strecke voll mit glamouröser Abendmode sieht toll aus, spannende Artikel (über Kino und Filme, über Absinth, über Babylon Berlin und so viel mehr) säumen die Strecken und Do-it-yourselfs regen zum Zeit nehmen und Nachmachen an. Nicht zuletzt gibt es die schönsten Geschenktipps für Weihnachten. Hier finden Sie weitere Infos.

Und nun wünschen wir Ihnen ganz viel Spaß mit unserer filmreifen Vintage Wintermode!

Gruppe von Menschen in Vintage Wintermode betritt ein Kino
Mina Ignis: Mantel via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux – Madame Donna de la Miez: Jacke und Rock via TopVintage – Miss Sunset: Mantel via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Collegejacke, Jeans und Portemonnaikette: Rumble59

Frauen in Retrofashion suchen ihren Platz im Kino
Miss Sunset: Kleid: Vive Maria – Madame Donna de la Miez: Kleid via Dotty & Dan, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon

Menschen in Vintagemode im Kino bringen popcorn
Madame Donna de la Miez: Oberteil und Pencilskirt: Rumble59, Hut: Maliné – Miss Sunset: Kleid: Orsay, Hut: Maliné – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage

Frau in Retrokleidung vor Kinoleinwand
Madame Donna de la Miez: Kleid via TopVintage, Headpiece: Maliné

Frauen in Vintagekleidung im Kino klappen Stühle runter
Miss Sunset: Rock und Strickjacke via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Vive Maria, Strickjacke und Handschuhe via Dotty & Dan, Hut: Maliné

Päärchen in Retromode füttern sich im Kino mit Popcorn
Miss Sunset: Strickkleid via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage

Päärchen in Vintagefashion sitzt im Kino
Marcel Häfner: Hemd, Weste und Hose: Vecona Vintage – Madame Donna de la Miez: Pullover und Rock via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon

Rockabilly im Kino machen Popcornschlacht
Mina Ignis: Kleid via TopVintage, Schuhe: Keds – Miss Sunset: Overall via Dotty & Dan, Mütze: Coy – Art to wear/Berliner – Marcel Häfner: Jeans und Hemd: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans und Collegejacke: Rumble 59, Schuhe: Keds

Menschen in Retrokleid und Knickerbocker sitzen im Kino
Miss Sunset: Kleid: Blutsgeschwister – Marcel Häfner: Knickerbocker, Weste und Mütze: Retronia, Strümpfe via Retronia – Mina Ignis: Bluse und Rock via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux

Frauen in Retrokleidung langweilen sich bei Actionfilm
Madame Donna de la Miez: Kleid: Vive Maria, Tasche via Dotty & Dan – Miss Sunset: Kleid via TopVintage, Hut: Maliné – Mina Ignis: Strickkleid: Blutsgeschwister

Frau im Vintageoutfit sitzt im Kino
Miss Sunset: Hose und Pullover via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon

zwei Päärchen in Vintage Mode sitzen im Kino
Madame Donna de la Miez: Rock und Strickoberteil via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Blutsgeschwister – Miss Sunset: High Waist-Hose und Bluse via Dotty & Dan – Marcel Häfner: Jeans und Gürtel: Rumble 59, Hut via Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon

Päärchen im schicken Vintagelook verlässt Kino
Mina Ignis: Kleid via TopVintage – Marcel Häfner: Knickerbocker und Weste: Retronia, Strümpfe via Retronia

Rock'n'Roll Päärchen im Kino Gang
Marcel Häfner: Oberteil, Jeans und Gürtel: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans: Rumble59, Bluse: Vive Maria

 

Frau im Vintagelook isst Popcorn
Mina Ignis: Strickjacke: Blutsgeschwister