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Mehr als schnöder Haarschmuck: Retro Hüte, Fascinator, Haarblüten

Retro Hüte liebt diese Frau

Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich liebe alles, was meinen Kopf schmückt! Vintage oder Retro Hüte, Fascinator und anderer Haarschmuck sind für mich das ultimative Accessoire. Ich habe mittlerweile sogar schon eine ganz beachtliche Sammlung. Darunter sind kleine und große Hüte, Blüten, Schleifen, Spangen, Turbane… Neue, aber auch einige Originale aus den 40er oder 50er Jahren. Natürlich versuche ich immer zu schauen, dass es zur vorhandenen Garderobe passt, allerdings klappt das nicht immer. Dann muss halt ein neues Kleid dazu gekauft oder genäht werden (ein Pech aber auch). Aufbewahrt werden meine Schätze in Hutkoffern und passenden Schachteln. Sie sollen ja gut erhalten bleiben und nicht einstauben.

Retro Hutbox

Je nach Gelegenheit wird ein größerer oder kleinerer Hut oder eben „nur“ eine Blüte oder Schleife aufgesetzt. Das ist nicht nur vom Anlass abhängig, sondern auch davon, zu welcher Frisur sich just an diesem Tag meine Haare überreden lassen. Daher habe ich gerne alle Formen in allen Farben, die zu meinem Kleiderschrankinhalt passen.

Vintage Style Hut

Gewusst wo

Jetzt interessieren Sie sich sicher dafür, wo man Retro Hüte und Co am besten herbekommen kann! Da gibt es viele Quellen. Die Originale finde ich auf Flohmärkten, in Vintageläden, in diversen Gruppen bei Facebook, das eine oder andere auch auf Veranstaltungen, wobei die Gruppen wohl bisher meine größte Quelle waren. Die neuen Hüte kaufe ich bei verschiedenen Hutmacherinnen und gelegentlich auch übers Internet. Bei Weekendern gibt es auch immer wieder Gelegenheit, das eine oder andere neue oder alte Teil zu ergattern.

Und die Hutboxen? In 1€-Läden finden sich die runden Schachteln. Die Koffer habe ich aus dem Internet und vom Flohmarkt.

Mit etwas Geschick und Übung lassen sich vor allem kleine Fascinator, einfache Hüte und schöne Hutboxen auch selber herstellen. Dafür gibt es im Internet, in einschlägiger Literatur, bei vielen Hutmachern und natürlich auch immer wieder im Vintage Flaneur Anleitungen und Zubehör. In Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs gibt es zum Beispiel eine kleine Hutkunde mit zahlreichen Formen! Da kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Frau mit Haarblume

Meine ganz persönlichen Schätze

Ich will euch meine anderen Schätze nicht vorenthalten – zumindes eine Auswahl! Hier ist ein Teil der Modelle, die ich mir bisher geleistet habe.

Die „Neuen“, diese sind alle „made in Germany“.

Die „Alten“, diese sind aus Deutschland oder in den USA erstanden.

 

Einer meiner Lieblinge ist derzeit dieser hinreißende Fascinator mit Böötchen – ist er nicht zuckersüß?

maritimer Fascinator mit Papierboot

Ich hoffe, dass Ihnen der Einblick in meine Sammlung gefallen hat. Vielleicht konnte ich ihnen ja auch „Lust auf Hut“ machen. Früher ging Frau nicht unbehütet aus dem Haus. Es ist so ein schönes Accessoire. Es rundet das Vintage-Outfit zusammen mit Schmuck, Handtasche und Schuhen erst richtig ab. Also trauen Sie sich! Hier finden Sie sogar einen kleinen Test, um den perfekten Hut für sich zu finden! – Und erzählen Sie mir doch von Ihrem ganz eigenen Lieblingsstück!

Ihr Fräulein Nicole

www.fraeuleinnicole.de

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Modistin Bea Kahl vom Atelier Behauptungen im Interview

Hutmode vom Atelier Behauptungen aus Solingen

(Advertorial)

Bea Kahl ist gelernte Modistin und u.a. spezialisiert auf Vintage Hutmode, in ihrem Atelier Behauptungen in Solingen entwirft sie individuelle Modelle für Hutbegeisterte und gibt in ihren Kursen die Geheimnisse der Hutmacherkunst an Interessierte weiter. Dem Vintage Flaneur hat sie ein paar Fragen rund um ihren Beruf und ihr Atelier beantwortet:

Erzählen Sie uns ein bisschen von Ihrem Werdegang: wie sind Sie zu Ihrem wunderbaren Beruf gekommen?

Ein Handwerkberuf sollte es sein, das war klar. Ich erinnere mich an meine ersten Designversuche, die ich als Kind mit meiner Barbiepuppe umgesetzt habe und die Freude, die ich daran empfunden habe. An den Beruf der Modistin habe ich zunächst gar nicht gedacht als ich einen Ausbildungsplatz suchte.  Aber das Schicksal wollte es, dass mir dieser Beruf zur richtigen Zeit über den Weg gelaufen ist und es fühlte sich sofort zweifellos richtig an.

Gelernt habe ich von 1987 bis 1989, in einem kleinen Hutgeschäft in Düsseldorf.  Nach einigen Jahren Berufserfahrung, unter anderem als Filialleiterin in einem Hutgeschäft auf der Düsseldorfer Königsallee, habe ich 1993 die Meisterschule in Abendform besucht und die Prüfung 1994 abgelegt. Während meiner Kindererziehungszeit war es praktisch, mein Atelier zu Hause zu haben.  Dort entstanden Hutmodelle, die ich auf Kunsthandwerkermärkten verkaufte.Hüte aus der Kollektion des Atelier Behauptungen

Vor vier Jahren dann, habe ich mich getraut im Solinger Künstlerviertel, den alten Güterhallen im Südpark, ein schönes großes und lichtes Atelier anzumieten. Außerdem war mir immer wichtig, das Wissen dieses wundervollen Handwerks weiter zu tragen, deshalb engagiere ich mich seit 1998 ehrenamtlich, als Mitglied im Meisterprüfungsausschuss für Modisten bei der Handwerkskammer in Aachen. Und seit dieser Zeit gebe ich auch mein Wissen der Hutmacherkunst in Kursen an Interessierte weiter. In gemütlicher Atmosphäre und einer Gruppe von höchstens 5 TeilnehmerInnen biete ich in meinen Kursen die Gelegenheit, intensiver auf die Kreativität, Wünsche  und Experimentierlust der TeilnehmerInnen einzugehen und eigene Hüte zu kreieren. Stolz kann ich behaupten, dass einige meiner Schüler den Weg in ihre eigene Selbstständigkeit gefunden haben.

Hutmacherin Bea Kahl vom Atelier Behauptungen

Was ist das Besondere am Atelier Behauptungen? Was zeichnet Sie und Ihre Kreationen aus?

Erst einmal…  ich liebe Wortspiele. Behauptungen ist mir eines Nachts einfach vor mein inneres Auge gehüpft. Der Name spielt auf das Haupt und auch seine Bedeckung, den Hut an; das Haupt zu bedecken, heißt auch es zu schützen. Und in der heutigen Zeit, in der das  Huttragen eher etwas Besonderes ist,  muss man sich mit Hut schon durchsetzen, sprich behaupten. Zudem finde ich es immer wieder spannend, die Behauptung „Ich habe gar kein Hutgesicht“ zu widerlegen.

Ich bin Mitglied in einem Kunstverein, der jedes Jahr 2 Feste unter einem bestimmten Thema ausrichtet.  Jedes Atelier setzt dieses Thema in seinem Gewerk um. Dies ist natürlich eine sehr kreative Zeit. So entstehen sehr außergewöhnliche Modelle, die auf der Grenze zwischen Design und Kunst liegen. Diese knisternde Atmosphäre zieht Menschen an, die Gefallen haben an den Besonderheiten, die sich hier entwickeln.

Und natürlich wünsche ich mir sehr, dass der Hut  wieder mehr zum Alltag gehört. Deshalb machen alltagstaugliche Hüte mit einem besonderen Touch an Individualität ein großes Spektrum meiner Kreationen aus. Meine Damenhüte und Herrenhüte sind in ihren Stilen so mannigfaltig wie es Persönlichkeiten gibt. Oft dienen meine Modelle als  Ausgangspunkt.  Dann erarbeite ich mit den Kunden/Innen zusammen Farbe und Material für eine neue Anfertigung , der Hutkopf  und der Hutrand werden den Proportionen der Träger/Innen angepasst und das Material nach Zweck gewählt.

Zu welchen Anlässen kaufen die Menschen heute gerne Hüte?

Zum Schutz, vor Wind und Wetter, für festliche Anlässe und natürlich zum  Ausdruck seiner Persönlichkeit. In den letzten Jahren ist die Vintagemode ein wichtiger Bestandteil meiner Kollektion geworden. Da die  Romantik und Weiblichkeit vergangener Jahrzehnte wieder aufgeblüht ist, besteht ein steigendes Interesse an diesen Hutmodellen. Ich liebe zum Beispiel den New Look der 1940er Jahre und die Hutmode der 20er.

Vintage Hut aus dem Atelier Behauptungen

Der Hut ist wieder zum Individualisierungsmerkmal geworden. Im Gegensatz zu früher, als es gar keine Frage war ob mit Hut oder ohne, ist es in der heutigen Zeit so, dass man sich entschließen muss Hutträger zu werden.  In diesem Stadium ist es wichtig ganz sensibel zu beraten. Wer Huträger werden will, muss erst mal seinen eigenen Stil finden, in dem er sich authentisch fühlt. Jede Kopfbedeckung sollte eine Einheit mit seinem Träger bilden und nicht wie ein Fremdkörper auf dem Kopf thronen. Und es braucht Zeit und Muße bis sich der Blick in den Spiegel nicht mehr fremd anfühlt.

Wer Hutträger werden möchte, sollte sich die Zeit nehmen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit Hüte probieren. Er wird dann mit der Zeit merken, wie sich der Blick auf sich selber verändert. Das Persönliche entwickele ich oft mit meinen Kunden zusammen, so wird der Bezug zum neuen Hut vertrauter.

Welche Hutformen und Materialien sind besonders gut für die nasskalte Jahreszeit geeignet?

Filze sind von ihrer natürlichen Eigenschaft her wärmend und wasserabweisend und deshalb sehr gut für die nasskalte Jahreszeit geeignet. Getragen werden zur Zeit eher unkomplizierte großrandige Hüte oder Schirmkappen, die den Kopf vor Regen schützen. Und warme Kappen, die die Ohren bedecken.

Wärmende Hutmode für den Winter

Welche Farben sind im Winter besonders beliebt?

Ganz ehrlich… ich richte ich mich nicht wirklich nach dem, was so jedes Jahr von wem auch immer vorgegeben wird. Bei hochwertigen Hüten legen meine Kunden sehr viel Wert darauf, dass sie die Hüte mehrere Jahre tragen können. Deshalb sind die klassischen Farben schwarz, grau, blau, rot, bordeaux, wie eh und je, immer besonders beliebt, da sie sehr kompatibel sind. Aber auf Wunsch fertigen ich natürlich auch Hüte in jeder andere Farbe an.

Ein Hut begleitet seinen Besitzer mehr als nur eine Saison, haben Sie ein paar Tipps für die richtige Aufbewahrung und Pflege?

  • Ein Hut, den sie regelmäßig tragen, sollte einen Platz im Kleiderschrank oder auf der Garderobe haben. Der Hutrand sollte frei hängen, damit er seine Form behält.
  • Filzhüte, die feucht geworden sind, trocknen sie formgerecht bei Zimmertemperatur.
  • Polstern Sie den Hutkopf mit Seidenpapier aus und stellen sie den Hut dann zum trocknen auf eine Flasche oder ähnliches.
  • Staub entfernen Sie mit einen Fusselbürste.
  • Im Sommer bewahrt man einen Filzhut am besten in einer Schachtel auf. Polstern sie die Schachtel mit Seidenpapier aus damit Hutkopf und Hutrand geschützt sind. Zum Mottenschutz legen Sie eine Nelke oder Sandelholz mit in die Schachtel.
  • Einen Stroh- bzw. Panamahut sollte man in einer aufgeblasenen Plastiktüte aufbewahren um ihn vor dem Austrocknen zu schützen.
  • Mehr Brillianz bekommt der Hut wieder, wenn sie ihn mit einer weichen Bürste und mit Dampf aus dem Wasserkessel oder Wasserkocher abbürsten

 

Herzlichen Dank an Bea Kahl vom Atelier Behauptungen für das schöne Interview!

 

Atelier BehauptungenAtelier Behauptungen - Logo

Alexander-Coppel- Str. 24

42651 Solingen

Mehr Infos zum Atelier Behauptungen & zu den Hutkursen finden Sie hier.

 

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„An einem Tag mit Hut ist man nicht in Eile“ – Hutmacherin Antia im Interview

Fräulein Zauberhaft und Antia - Die Hutmacherin

(Advertorial) In Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs präsentieren wir Ihnen alles rund um den vintage Hut und zeigen schöne Hutmode passend zum Herbst. Auch von Antia – der Hutmacherin ist in der Ausgabe 24 der ein oder andere wundervolle vintage Hut zu sehen. Als gelernte Modistin hat sie natürlich besonders viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Hutformen und viele, gute Tipps für alle, die gerne mehr Hut tragen möchten. Dem Vintage Flaneur hat Antia einige Fragen zum Thema beantwortet und erzählt von ihrer Herbst- Winter Kollektion.

Wann begann deine Leidenschaft für Hüte? Und wann hast du dich dazu entschieden, Modistin zu werden?

Meine Leidenschaft für Hüte und Kopfputz habe ich bereits von Kindesbeinen an. Als Kind war Omas Hutschrank mein Reich und bot mir grenzenlosen Eintritt in die Welt der Phantasie: Ich wurde zur Prinzessin, Piratenbraut, war auf Pferderennen und bin mit großen, alten US Cars gefahren. Später waren Flohmärkte und Secondhandshops meine Ziele, um immer wieder neue Hut und Kleiderschätzchen zu finden. Damals wurden meine mit Stolz getragenen Errungenschaften milde belächelt und als „Oma Klamotte“ betitelt und auch abgetan. Heute nennt man es Vintage und wird zu meiner Freunde vermehrt getragen.

Während meine Schulzeit erfuhr ich, dass es den Handwerksberuf der Modistin (frühere Bezeichnung – Putzmacherin) gibt und ja, was kann ich mehr sagen, ab da war klar was ich machen werde.

Was ist typisch Antia? Wofür stehen deine Hüte?

Meine Hüte stehen für die Weiblichkeit, für das (wieder) sichtbar-Sein, für das eigene Empfinden, für die eigenen Augen – für das Bild, welches neu aus einem Spiegel herausschaut und so schön ist. Es ist dieses unbeschreiblich wunderbare Gefühl was so ein kleines Kopfputz-Schätzchen mit der Trägerin machen kann. Plötzlich hat man Zeit, die Schritte werden langsamer und das Hütchen macht sich selbstständig. Nicht selten geschehen kleine unerwartete federleichte Ereignisse… Türen werden aufgehalten, Gentlemen bieten sich an beim Tragen zu helfen oder ziehen im vorbei gehen den Hut. Das Lächeln kommt zurück…

An so einem Tag mit vintage Hut ist man nicht in Eile…vintageinspirierter Hut

Vermisst du als Modistin eigentlich die vergangenen Zeiten, in denen Hüte noch ganz selbstverständlich zu einem kompletten Outfit gehörten? Oder findest du, dass die Möglichkeiten sich auszudrücken heute vielfältiger sind?

Hm, das ist eine Frage, die nicht mit ja oder nein beantwortet werden kann.

Definitiv war es eine ganz wunderbare und enorm ausdrucksstarke Zeit der Mode, doch war diese auch sehr streng reglementiert. Der Hintergrund der gesellschaftlichen Ordnung, die Stellung der Frau, die Rechte der Frau – alles war anders und spiegelte sich auch entsprechend in der Mode wieder.

Gerade mal vor 40 Jahren gab es eine Reform des Ehe- und Familienrechts. „Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein.“ Vorher musste Frau den Ehegatten um Erlaubnis fragen, ob sie arbeiten gehen darf. Ohne Berufstätigkeit hatten die Damen damals somit um einiges mehr Zeit für sich selbst zur Verfügung. Geht man noch weiter zurück und nimmt nur mal die Gegebenheiten, so gab es größere Autos, in die es einfach war mit großem Hut und enger schmaler Kleidung bequem hineinzugleiten (oftmals stand auch der private Chauffeur hilfreich zur Seite). Versucht man heutzutage in diesem Outfit in einen kleinen Corsa und/oder eine ältere hohe Straßenbahn einzusteigen – so hat man ein kleines Problem.

Danach kam die komplette Wende. Die Achtsamkeit auf sich selbst wurde beiseitegelegt und alles verschwand unter Hektik, Stress und einem immensen Grad an „Funktionieren müssen“. In den 1980er Jahren erlebte man das große Schließen der Hutsalons.

Die Zeiten ändern sich jedoch erneut und die Damen wie auch die Herren beginnen sich die Zeit zu nehmen die Weiblichkeit wiederzuentdecken und liebevoll auszuleben. Herren, die sich in ihre Liebsten neu verlieben weil ein Umbruch geschieht und die Damenwelt wieder weiblich wird. Dies ist so schön zu sehen insbesondere dies auch miterleben zu können.

Hüte von Antia - Die Hutmacherin
Fräulein Zuaberhaft macht ihrem Namen alle Ehre mit dem roten Hut von Antia.

Trägst du eigentlich auch privat oft einen vintage Hut und zu welchen Anlässen?

Ja, da ich mit „Hut“ aufgewachsen bin, gehört er einfach und selbstverständlich dazu. Für mich ist der Hut das berühmte i-Tüpfelchen an Ausdruck, ein Accessoire, aber auch der im ursprünglichen Sinne Schutz vor Kälte, Regen, Sonne… Ein weiterer, wenn auch sehr persönlicher Grund, ist, dass ich nicht wirklich begabt bin, schöne Frisuren zu zaubern und es wie ihr ja alle kennt diese furchtbaren Bad Hair Days gibt, so trage ich auch im Alltag Hut und es sieht einfach schön aus.

Auf Messen und Events im Vintage-Style ist Hut natürlich eine äußerst angenehme Pflicht. Sehr gerne greife ich aber auch zu einem kleinen Fascinator oder Headscarf (hach, so herrlich unkompliziert), je nach Lust, Laune und Outfit. Oft höre ich von Frauen „wann soll ich einen Hut tragen“ oder „sowas steht mir nicht“, hier kann ich nur erwidern: Jedem steht Hut, es gibt so viele verschiedene Formen und Variationen, hier findet sich für jedes Köpfchen ein Hütchen. Und tragen? Wann man Lust dazu hat! Ihr selbst seid der Anlass. Hüte passen auch wunderbar auf Jeans und Hosen. Es muss nicht immer Rock oder Kleid sein. Und wenn es „nur“ ein kleiner Fascinator ist, es hebt das Outfit nochmals besonders hervor.

Jetzt, wo der Herbst vor der Tür steht, beginnt auch wieder die Zeit für wärmende Hutmode und die Farben werden gedeckter. Welche Materialien, Farben und Hutformen verwendest du jetzt besonders gern?

Bei neuen Hut Kollektionen arbeite ich gerne mit meiner Berliner Designerin Fräulein Zauberhaft zusammen und lasse mich von Ihr beraten. Sie wählt Farben und Materialien aus, skizziert und beschreibt Formen und Tragevariationen von neuen Hütchen, die sie sich vorstellt. So sind bereits wundervolle „Vintage inspirierte Träumchen“ entstanden. Als Tochter der Hutmacherin ist sie inmitten von Hutformen und Materialien aufgewachsen und hat ein ganz eigenes und wunderbares Gespür für Harmonie und Ausdruck entwickelt.

Aber hört Sie selbst:

Unser beider Leidenschaft ist es ist schönen und oftmals einzigartigen Hut und Kopfputz zu entwerfen und anzufertigen. Wir durchforsten alle erdenklichen Fundorte nach Bändern, Spitzen, Federn, Schleier, Broschen und vieles mehr, um wunderbare Hüte zu machen, die kein anderer haben wird.
Speziell für den Herbst geht es natürlich auch in gedecktere Farben. Wir lieben warme Ton in Ton Farben aber auch Mischungen und Kontraste wie z.B. ockergelb zu braungrau aber auch zu moosgrün oder azurblau, anthrazit zu braun aber auch zu aubergine und flaschengrün  uvm.

Unverzichtbar sind klassische Muster wie Pepita, Leo oder besonders in diesem Herbst Tartan. Für diese kühlere und kalte Jahreszeit verarbeiten wir hauptsächlich Haarfilz und bevorzugt in Langhaar und Velour Qualitäten. Natürlich ist auch Wollfilz immer dabei – dieses Material verwenden wir vermehrt für unsere 40er und 50er Jahre Hut-Kollektionen. Verbunden mit der richtigen Hutform ist der Hut nicht nur schön und wärmend, sondern wird zudem zum unverzichtbaren Accessoire.

Eines noch – dies hat mir meine Lehrherrin, aus dem legendären Hutsalon Ilona, mit auf den Weg gegeben. Haltet euch immer vor Augen: „Man wird nur angeschaut wenn man gefällt“

Nehmt also die Blicke, die ihr an einem Tag mit Hut bekommt als Kompliment, als überaus positive Resonanz und als „Ja – du gefällst mir, sehr“ und lächelt…

Eure Putzmacherinnen

Antia & Alisha/ Fräulein Zauberhaft

www.antia.de

Alles für das perfekte Outfit mit vintage Hut finden Sie im Vintage Flaneur Nr.24