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Der Vintage Flaneur bei Let’s Burlesque in Wiesbaden

Aufregend wars – unser 1. öffentlicher Auftritt mit Stand und allem, bei „Let’s Burlesque“ in Wiesbaden – von Miss Evi und Mr. Leu. Wie es dazu kam?

Miss Evi singt für Tara la Luna
Miss Evi singt für Tara la Luna

Ich erinner mich noch sehr gut, es ist schon ein paar Monate her, wir standen noch viel mehr am Anfang als jetzt, da bekam ich eine unauffällige Mail von einer Eva Leupold, ob wir unsere Zeitschrift nicht mit einem kleinen Stand auf einer ihrer Veranstaltungen, „Let’s Burlesque“, präsentieren wollten – ein Angebot, dass wir natürlich gerne annahmen, so eine liebe Unterstützung unserer Idee!! Etwas später begann ich nachzudenken, das Profilbild von Eva kam mir so bekannt vor, ich wusste nur nicht – konnte das sein – konnte es wirklich sein, dass mich Evi von „Miss Eve and her tassle tigers“ angeschrieben hatte?!? Die hatte ich etwa 1 Jahr zuvor bei einer Bohéme Sauvage in Köln gesehen und war so begeistert, dass ich den Auftritt nie vergessen habe. Und tatsächlich, zu meiner großen Freude hatte ich recht! („Miss Eve and her tassel tigers“ sind allerdings inzwischen „The Glanz“ oder/und „Evi und das Tier“, je nach Konstellation ;-)) So verdoppelte sich meine Freude im Nachhinein über die kleine Mail und seit Monaten freuten wir uns auf diesen 31.08.

Der Vintage Flaneur Stand
Der Vintage Flaneur Stand

Eigentlich wollten wir da dann schon unsere 1. Ausgabe verkaufen – doch das war nicht mehr machbar (über die vielen großen und kleinen Probleme einer Verlagsgründung und „Aus-dem-Boden-Stampfung“ einer Zeitschrift schrieb ich Ihnen ja bereits) und so disponierten wir um: Wir sammelten alles für ein bezaubernden kleinen Goodiebag zusammen, den wir dort verschenkten!

Vecona Vintage - Sehnsuchtsstücke..
Vecona Vintage – Sehnsuchtsstücke..

Und es war ein großer Abend, in jeder Hinsicht: Die Show von Miss Evi und ihrer Truppe war mitreißend, komisch, bizarr, begeisternd und die Burlesquetänzerinnen Tara la Luna und Honey Lulu (die wir letztes Jahr schon beim International Burlesque Circus in Utrecht bewundern durften) waren wunderschön und unglaublich sexy. Wir haben uns sehr gefreut, Janet und Kai von Vecona Vintage (wieder) zu treffen und das hinreißend lebendige Frollein Eve kennenzulernen, die Autorin von „Frollein Eves Sicht der Dinge“.

Die Show war mitreißend
Die Show war mitreißend

Und was uns betrifft: Es war ein voller Erfolg! Die Reaktionen waren vielfach interessiert und begeistert, die Besucher gut gelaunt und nett und wir hatten mehr als ein interessantes, inspirierendes und weiterführendes Gespräch – und haben tolle Leute kennengelernt! Von den über 200 gepackten Goodiebags (das war eine Arbeit.. Dank an Johanna für die Hilfe!!) sind bis auf 10 alle weg! Die haben wir dann unter unseren Flaneuren verlost 🙂

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Wie alles begann.. Die Geschichte des Vintage Flaneurs

Glühbirne in der Nacht

da viele von Ihnen so freundlich waren, Interesse für einen Blogbeitrag zu bekunden, der ausführlicher, als Facebook es könnte, die Geschichte des Vintage Flaneurs erzählt und begleitet, habe ich angefangen, mir Gedanken zu machen. Ich werde nämlich immer wieder gefragt: Wie kamt ihr darauf? Wie entstand der Vintage Flaneur? – Für meinen (heutigen) Mann kann ich da nicht sprechen, aber ich kann die Geschichte aus meiner Perspektive erzählen.

Abends wenn es dunkel wird

Nun, wie wohl die meisten Idee, so kam auch der Vintage Flaneur nachts zu mir. Es war im Januar 2013. Ich lag im Bett, konnte nicht schlafen. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, schoss mir der Gedanke durch den Kopf: „Warum machst du nicht eine Vintage Zeitschrift?!?“

Um das zu erläutern, vielleicht kurz etwas zu den äußeren Umständen, die ich in der Retrospektive mitverantwortlich mache, für die Entstehung dieser Idee. Ich war Geisteswissenschaftlerin im Masterabschluss. Zum einen bedeutet das: Man steht kurz vor dem Ende eines Studiums, bei dem einem die Jobangebote nicht hinterhergeworfen werden, und muss sich so ernsthaft Gedanken um das machen, was kommen soll. Wenn ich mir en Talent aussuchen könnte, könnte ich Programmieren, aber was soll ich sagen, das ist es halt nicht… Zum anderen bedeutet das aber auch: Schreiben kann ich. Wenigstens das. Und ein weiterer wichtiger Einfluss: Unser beeindruckender Besuch beim Twinwood Festival in England 2012 im Sommer. Es war ein derartig großartiges Erlebnis, die netten und so liebevoll hergemachten Leute, die Atmosphäre eines großen Familien-Picknicks, die wundervollen Stände. Was vorher nur vage in mir schlummerte, weil es hier in Deutschland keinen ausreichenden auslösenden Reiz gegeben hatte, erwachte schlagartig. Dieses Festival (und auch der anschließende London-Aufenthalt) gab mir so viel mehr als nur das (übrigens phantastische) Max-Raabe-Konzert: Es gab meinem Leben, Denken und Wünschen, nun keine ganz neue, aber eine deutlichere Richtung.

Der Beginn der Geschichte des Vintage Flaneurs

„Warum machst du nicht eine Vintage Zeitschrift“. Natürlich, der 1. Gedanke nach diesem Gedanken war „Ach, mal wieder so eine Nachts-Schnapsidee“. Sowas habe ich nämlich häufiger. Aber der Gedanke ließ mich nicht los. Warum eigentlich Schnapsidee? Eine Germanistin, die lange Jahre einen Job in einem größeren Verlag hatte, und ein Medienkaufmann, der seit 10 Jahren selbstständig ist und so ziemlich von Allem eine Ahnung und Kontakte hat, wo es bei mir fehlt (denn dass das Projekt nur mit meinem Partner Frank denkbar war, das wusste ich von Beginn an): Es gibt schlechtere Startbedingungen. Und – warum eigentlich nicht? Was hatte ich schon zu verlieren? Entweder, die Zeitschrift würde funktionieren, dann hätte ich nach meinem Studium einen Traumjob, oder es würde nicht klappen, dann könnte mir einen „vernünftigen“ Job suchen.  Zugegebenermaßen, ganz so simpel wie ich mir das Anfangs alles vorstellte, ist es natürlich nicht. Aber im Prinzip stimmen diese Gedanken doch auch heute noch.

Das Ende vom Lied war ein langgezogenes: „Frank, bist du noch wach????“ – war er natürlich nicht. Er wurde es aber schnell. Die Stimmung schlug in Rekordzeit von „warum weckt meine nervige Freundin mich schon wieder“ um zu „die Idee könnte was taugen – wenn wir sie richtig angehen“……..

Und das war der Anfang vom Anfang des Vintage Flaneurs.

(Titelbild: pixabay-3881102)

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Das erste Fotoshooting

Das erste Shooting des Vintage Flaneurs

In großen Schritten geht es voran mit dem Vintage Flaneur. Am Sonntag den 07.04.2013 fand bei strahlendem Sonnenschein das erste Shooting statt. Hier soll ein kleiner Einblick hinter die Kulissen erfolgen.

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Morgens ging es schon früh mit dem Styling durch die beiden wunderbaren Hair- und Make-Up-Artists Sarah und Nicole los. Die Verwandlung der beiden Modelle zu sehen, war ein unglaublich spannender Prozess, vor allem weil es sich bei Katja und Sahra um zwei so unterschiedliche Typen handelt. Mit viel Spaß und guter Musik ging das Styling voran und unsere zwei Haarfeen haben wirklich ganz grandiose Arbeit geleistet.

 

Nachdem sich die Modelle in zwei Schönheiten vergangener Zeiter verwandelt hatten, packten acht Frauen, ein Mann und ein kleiner Junge Kameras, Reflektoren und Requisiten ein und begaben sich in die Bonner Altstadt. Man kann die Bonner mit ihrer typisch rheinischen Freundlichkeit wahrlich nicht als zurückhaltend oder verklemmt bezeichnen, doch ein goldener Sessel mitten auf der Straße erregt doch einiges Aufsehen. Die diversen Reaktionen sorgten für einiges Amüsement. Und nicht nur auf der Straße fand das Shooting statt – doch die anderen Motive bleiben vorerst ein Geheimnis 😉 (Nachtrag: Die waren dann in der ersten Ausgabe und dem Werbeheftchen des Vintage Flaneurs zu finden).

Später wurde die gemeinsame Arbeit noch mit einem Eis besiegelt und dann ging es nach einem langen aber wundervollen Tag endlich nach Hause.

Ein riesen Dankeschön soll zum Ende dieses Beitrags noch an die beiden Fotografinnen gehen: Katharina von der Kall und Sabrina.

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