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Vintage Lifestyle Deko für Ihr Wohnzimmer im Retro-Stil

Heute möchten wir Ihnen zeigen wie man einen Hauch von Vintage in jedes Wohnzimmer bringen kann: mit ein paar Handgriffen zur Vintage Lifestyle Deko. Nun, nicht jeder kann in einem echt antiken Vintagetraum leben, vor allem alte, hochwertige Möbelstücke kosten durchaus nicht wenig. Mit ein wenig Glück bekommt man diese geschenkt oder schlägt ein Schnäppchen auf dem Flohmarkt. Doch zudem gibt es einfache und hübsche Vintage Lifestyle Deko, die den Geldbeutel nicht bis aufs Schlimmste schröpft.

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Einen Kerzenleuchter mit mehreren Armen bekommt man in den meisten Dekorationsgeschäften, ebenso wie Glasgefäße, die an altes Kristallglas erinnern. Die Dekorationsindustrie hat unlängst entdeckt, dass man mit klassischen, verspielten Elementen im Stil vergangener Tage nichts verkehrt machen kann. Sie sind nicht nur bei Vintagefans beliebt, sondern passen in viele Wohnungen. Auch Bilderrahmen im Barock- oder Artdecostil bekommt man in diversen Geschäften. Es lohnt sich hierzu nicht nur bei großen Ketten reinzuschauen, sondern auch in kleine, liebevolle Läden zu gehen. Dort steckt häufig viel Persönlichkeit der Betreiber drin und die Art, wie die Produkte dort präsentiert werden, ist eine große Inspiration für die eigenen heimischen Gefilde. Doch, was soll in den hübschen neuen Bilderrahmen? Unsere Empfehlung sind alte Fotos der Familie. Fräulein Peter hat sich für ein zauberhaftes Bild ihrer Großmutter und deren Schwester im verschneiten Wald entschieden. Solche Bilder sind nicht nur schön, sie erzählen auch Geschichten. Kleiner Tipp, lassen Sie sich von der abgebildeten Person, wenn möglich, erzählen, in welcher Situation das Foto entstanden ist. Sie werden jedes Mal, wenn Sie es erblicken an diese Geschichte denken müssen. Es wird Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.

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Sollten Sie in Dekorationsgeschäften nicht fündig werden, lohnt sich ein Ausflug auf den Flohmarkt allemal. Antikes Geschirr lässt sich dort zu günstigen Preisen bekommen. Leider hat dieses trotz Goldrand häufig nur noch geringen materiellen Wert. Die wenigsten Teller und Tassen, die man dort findet, haben größeren finanziellen Wert, doch ins Wohnzimmer bringen sie problemlos ein gewisses Etwas. Ein Teller nebst Untertasse und Tasse mittig auf Schrank oder Anrichte platziert, sind ein echter Blickfang!

Eine geschickte Mischung aus alt und neu ergibt ein kostengünstiges aber individuelles Wohnzimmer.

Mehr Infos zum Vintage Lifestyle finden Sie in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs.

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Ausstellung: Geschichte der Unterwäsche in „hautnah & hochmodisch“

Manja von der Modespitze Plauen/Frieda&Elly besuchte eine Ausstellung, die sich mit einem hautnahen und hochmodischen Modezweig beschäftigt: Dessous und Unterwäsche. Ihnen erzählt sie, wie es war.

Spitze – der verführerische Hauch von ein bisschen mehr als Nichts – ist ein wahrer Evergreen, wenn es um Dessous geht. Deshalb liegt es natürlich nah, dass wir die aktuelle Sonderausstellung auf Schloß Voigtsberg im vogtländischen Oelsnitz besuchen, die sich mit der Geschichte der Miederwaren befasst.

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Schloss Voigstberg in Oelsnitz

In den Räumen des altehrwürdigen Schlosses widmet sich die Ausstellung „hautnah & hochmodisch“ einem Stück sächsischer Industriegeschichte und dem mittlerweile 150jährigen Bestehens der Firma Moritz Hendel & Söhne.

Die Ausstellung zeigt einen umfangreichen Querschnitt der Miederwarenproduktion in Sachsen. Es gibt alte Korsetts zu bestaunen, jede Menge verzierte Strumpfhaltergürtel und Büstenhalter – für den übrigens das erste Patent 1899 an die Dresdnerin Christine Hardt ging.

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Hüfthalter und Corsage aus oelsnitzer Produktion aus den 40er Jahren aus Baumwoll- Jaquart und Kunstseidenatlas und Tüllspitze

Die liebevoll gestaltete Ausstellung wird durch historische Reklame, sei es gedruckt oder als Werbefilm, und Werbefiguren ergänzt. Und was mich besonders erfreut, sind die vielen erhaltenen Originalverpackungen. Historische Maschinen geben zusätzlich einen Einblick in die Herstellungsprozesse früherer Jahre.

Die Ausstellung bietet einen lebendigen Blick auf die Geschichte der Unterwäscheproduktion. Und man hat nicht nur eine Menge zu bestaunen, sondern auch viel zu lesen. In wissenswerten Texten taucht der geneigte Besucher in die Geschichte der Firma Moritz Hendel & Söhne ein. Die oelsnitzer Firma wurde 1865 gegründet und bildete den Grundstock der sächsischen Korsettindustrie. Anhand der Firmengeschichte wird zusätzlich die Entwicklung der Textilindustrie in Sachsen und Deutschland nachgezeichnet.

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Pettidress um 1955 aus Dederon mit 2 Reihen Falbel die bestickt und plissiert ist aus der Sammlung des Museums Voigtsberg

Aber der Besucher erfährt auch viel über die Miederwaren an sich. Sie sind nicht nur modisches Beiwerk, sondern gleichzeitig Ausdruck der aktuellen Kultur und spiegeln den Wandel der Gesellschaft und den Zeitgeist wieder, so wie z.B. die offene, emanzipierte Zeit der 20er Jahre, in der für das enge Korsett nur wenig Platz war. Oder die Zeiten der Rohstoffknappheit während des zweiten Weltkriegs – wo die Unterwäsche auch schon mal aus alten Servietten oder Scheuerlappen (ja, richtig gelesen: Scheuerlappen) entstehen musste. So ist der BH nicht nur ein Stück Stoff mit Draht sondern auch gleichzeitig ein Stück Weltgeschichte.

Korsett um 1890, bestickte Seide mit einem ovalen Tüllspitzenbesatz und einer Ätzspitzenborte aus der Sammlung des Museums Voigtsberg
Korsett um 1890, bestickte Seide mit einem ovalen Tüllspitzenbesatz und einer Ätzspitzenborte aus der Sammlung des Museums Voigtsberg

Wunderbar anschaulich werden die Schritte der Entstehung einer Unterwäscheserie beschrieben – von den Originalskizzen bis zu den Einzelteilen aus denen ein BH besteht, lassen sich die vielen Schritte einzeln nachvollziehen.

Unter den vielen Originalexponaten ist auch ein BH von Marlene Dietrich und ein Korsett von Marika Rökk – zugegebenermaßen hätte ich mir beides etwas glamouröser vorgestellt. Aber davon können Sie sich gern selbst überzeugen.

 

Die sehr lohnenswerte Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober 2015 in Oelsnitz zu sehen:

Schloß Voigstberg

Schloßstraße 32, 08606 Oelsnitz/Vogtl.

dienstags bis sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr

weitere Informationen unter: www.schloss-voigtsberg.de

 

Ihre Manja

(www.modespitze.de)

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Serie: „The Knick“ auf zdf neo

Sie beschweren sich übers Krankenhausessen? Dann wird Ihnen „The Knick“ eine andere Sicht auf die Dinge geben.

Düster muss es gewesen sein, um 1900 in New York, und die Medizin noch weit entfernt von heutigen Standards. Im „Knick“ (kurz für das Knickerbocker-Krankenhaus) spielt die neue Serie „The Knick“, deren erste 2 Folgen gestern Abend, Dienstag dem 18.07.2015 bei ZDFneo liefen.  Die

Von Entzugserscheinungen gezeichnet: Dr. Thackery (Clive Owen).
Von Entzugserscheinungen gezeichnet: Dr. Thackery (Clive Owen).

Chirurgie steht noch an ihren Anfängen und viele Menschen lassen bei den Versuchen, medizinisch besser zu werden, ihr Leben. Diesen Druck erträgt Chefarzt der Chirurgie Christiansen nicht mehr und nimmt sich das Leben – er überlässt seinen Platz damit seinem Freund, Kollegen und genialen Arzt Dr. John Thackery, der mit Hilfe von Kokain und Opium seinen eigenen Weg gefunden hat, mit der Lage umzugehen. Diesen begleiten Sie in der Serie nun bei den Versuchen, die chirurgischen Verfahren zu verbessern aber auch bei seinen Räuschen und Ausfällen – denn ähnlich wie Dr. House ist Dr. Thackery nicht als übersympathische Figur angelegt. Vielmehr ist er einzelgängerisch, ruppig und rassistisch, wenn auch mit Anflügen von Loyalität und Befähigung vor allem zu Männerfreundschaften. Zu ihm stößt der auch wegen seiner dunklen Hautfarbe ungewollte aber ebenso fähige Arzt Dr. Algernon Edwards.

Szene aus "The Knick"
Thackery (Clive Owen, Mitte laufend) kommt einem Schwarzen, dem weiße Lynchjustiz droht, vor dem „Knick“ zu Hilfe.

Neben diesem oftmals blutig abgefilmten Teil der Serie beschäftigt sie sich mit den Zuständen rund um das Krankenhaus herum. Sie erleben Sanitäter, die sich um Patienten prügeln – denn wenn sie diese „ihrem“ Krankenhaus bringen (vor allem wenn es wohlhabende Patienten sind), verdient das Krankenhaus am Patienten und die Sanitäter erhalten eine Art „Finderlohn“. Die Problematik der Finanzierung kommt immer wieder zu Wort: Man braucht reiche „Kunden“ oder Gönner, will aber keine Abstriche in der Grundversorgung machen. Desinfektion gibt es noch nicht, die Ärzte arbeiten mit bloßen Händen und grobem Gerät. Elektrizität findet gerade erst ihren Weg und stellt die Menschen auf die Probe. Von Bestechung des Gesundheitsamtes ist die Rede, dessen Mitarbeiter Hausbesitzer dank Schmiergeld nicht zwingen, ihre Häuser mit Elektrizität und fließenden Wasser auszustatten. Dies wäre zum Schutz vor Seuchen gedacht, denn es grassieren Krankheiten wie Typhus und Tuberkulose. Kinder müssen arbeiten. Dunkelheutige leben in Ghettos. Es wird ein hartes, dreckiges Leben skizziert, neben dem das der sehr Reichen wie in einer Seifenblase herläuft.60086-8-02

Szene aus der Serie "The Knick"
Dr. Thackery (Clive Owen) versucht, assistiert von Lucy (Eve Hewson, r.) eine erste Bluttransfusion.

Und es gibt viel Spannendes zu sehen. Wie früher Blut abgepumpt wurde zum Beispiel, mit einer Handpumpe. Oder wie der Sanitäterwagen mit handbetriebenem Warnhorn durch die Straßen fährt.

„The Knick“ besticht durch zwiespältige Charaktere in einer harten Welt, Menschen, bei denen Gutes und Schlechtes so nah beieinanderliegen, dass es nicht mehr auseinanderdividiert werden kann – passend zu den rauhen Zeiten, in denen sie sich bewegen. Mit Clive Owen ist Dr. Thackery groß besetzt. Die Stimmung der Serie ist, wie man sie sich nur wünschen kann, düster mit der Hoffnung auf Licht. Allerdings, das sei gesagt: Dank der ausführlichen Operationsszenen und der dabei nicht selten sterbenden Menschen ist „The Knick“ nichts für zarte Gemüter. Denen mit einem starken Magen und Faszination für die Jahrhundertwende wird sie dagegen gefallen und Stoff zum Nachdenken geben. Wir waren plötzlich ganz dankbar fürs Krankenhausessen heute…

Die Serie „The Knick“ läuft Dienstag Abends, um 22.30 auf ZDFneo60086-8-01

 

Alle Bilder: Copyright: ZDF/Mary Cybulski

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Buchtipp: Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

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Es gibt wirklich viele tolle Kochbücher im Vintagestil. Ich muss es wissen, denn ich habe viele in meinem Schrank stehen (nicht, dass ich oft dazu käme, etwas daraus zu machen – meist muss ich mich aufs Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen-lassen beschränken). Doch manchmal gibt es Schmuckstücke, die besonders auffallen, und so ist es auch mit diesem: Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

Kochen und Backen mit Herzblut und Retroflair

Vielleicht kennen Sie Frau Herzblut schon, als Bloggerin oder schon seit vielen Ausgaben als Autorin für den Vintage Flaneur – und bei uns ist sie nicht umsonst, sondern weil sie großartige Arbeit leistet. Sie bewundern ihre Rezeptseiten bei uns im Heft? Dann hat Ihnen das Buch noch viel mehr davon zu bieten.

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Frau Herzblut hat damit Anfang des Jahres ein grandioses Debut hingelegt, mit Rezepten, die sich sehen lassen können, passenden bezaubernden Sytlingideen, einem schlüssigen Gesamtkonzept und natürlich wahnsinnig tollen Fotos. Denn neben dem Kochen und Backen sind Dekorieren und Fotografieren unbestreitbare Talente dieser begabten Dame. Und alles, wie der Name schon sagt – voller Herzblut. Liebevoll arrangiert Frau Herzblut ihre Kreationen zu verschiedenen Themen mit passenden Deko-Elementen im Vintage Stil. So wird das Hawaii-Thema wunderbar sommerlich, Alice im Wunderland so romantisch verwunderlich wie man es sich nur wünschen kann und die Vorschläge für die Silvesterparty werden stilvoll in schwarz-weiß und Gold gehalten (womit ich Ihnen schon das eine oder andere aus ihrem zweiten Werk erzähle, das ebenso schön anzusehen und inspirierend ist wie ihr hier zu sehendes erstes Buch). Und so dürfen wir Ihnen, liebe Köchinnen und Dekoqueens, Bäckerinnen und Naschkatzen, dieses Stück Kochliteratur wärmstens ans Herz legen. Mit dem Versprechen: es wartet noch einiges Spannendes und Schönes auf Sie!

 

 

 

 

 

Carolin StrotheFrauHerzblut-Alice

Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

Gebundene Ausgabe (Hardcover): 112 Seiten, ca. 65 Farbfotos, mit handgefertigten Illustrationen

Verlag: Busse Collection

Erscheinungstermin: Februar 2015

€ 18,95 (D) € 19,50 (A) 27,50 CHF (CH)

ISBN 978-3-512-04055-9

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Marlenes Töchter: Retro Mode mit True Vintage Flair

Marlenes Töchter, das ist Retro Mode mit Charakter. Die Designerin Franziska hat eine echte Berliner Schnauze, ein bemerkenswert schönes Gesicht, ist wundervoll geradeheraus und meine persönliche Prada (jeder sollte eine haben). Sie finden Ihre Modelle regelmäßig in den Fotostrecken im Vintage Flaneur. Und für Sie hat sie uns unsere fünf Fragen beantwortet:

Franziska ist der Kopf hinter dem Retro Modelabel Marlenes Töchter
Franziska ist der Kopf hinter dem Retro Modelabel Marlenes Töchter

Beschreib uns kurz dein Vintage Modelabel „Marlenes Töchter“

Marlenes Töchter ist eine Mischung aus Modelabel und Maßschneiderei. Zum einen bringe ich seit 2005 Kollektionen heraus, die sich hauptsächlich an den 1930er und 1940er – gelegentlich auch den 1950er – Jahren orientieren. Zum anderen fertige ich in meinem Atelier nach Kundenwunsch Einzelstücke für Damen und Herren (letztere neuerdings unter einem eigenen Herrenlabel). Dabei ist von der simplen Marlenehose über aufwändige Brautkleider bis hin zum Herrenanzug alles möglich. Außerdem sehr gefragt sind Maßanfertigungen von Kollektionsmodellen – viele meiner Kundinnen haben Probleme mit der Passform herkömmlicher Konfektionsware.

 

Was hat dich zu Marlenes Töchter inspiriert?

Marlenes Töchter steht für klassisch schöne Vintage Mode
Marlenes Töchter steht für klassisch schöne Vintage Mode

Ich bin seit meiner frühen Jugend ein großer Marlene Dietrich-Fan und nachdem ich nach Abschluss meiner Ausbildung ein halbjähriges Praktikum bei einem der ersten Re-Vintage-Labels machen durfte, stand für mich fest, dass mein Weg in eine ähnliche Richtung gehen wird. Allerdings waren mir schon damals die 50s-orientierten „Rockabilly“kleider zu verspielt und bunt, also habe ich meinen Fokus eher in die Zeit des UFA- Tonfilms verlegt.

 

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Ich finde vintageorientierte Mode einfach zeitlos, elegant und meistens wesentlich schöner und anprechender als alles, was in den letzten Jahren modern war. Ich trage selber seit Jahren Jeans und T-Shirt ausschließlich im Urlaub oder sonntags, wenn wir mit dem Hund unterwegs sind.

 

Schöne Vintage Kleider nach Berliner-Schnauzen-Art
Retro Kleider nach Berliner-Schnauzen-Art

Was sind deine Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Selbstverständlich ein guter Schneider!

 

Was würdest du unseren Lesern gerne mitgeben?

Love your curves, Ladies! (egal ob die klein oder groß sind!)

 

Hier finden Sie das die Internetseite von Marlenes Töchter

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Der Vintage Flaneur bei der Fashionweek Berlin/Sommer 2015

Viele haben es mitbekommen – letzte Woche tummelte sich unsere Redaktion anlässlich der Fashionweek 2015 in Berlin. Stellen sich die Fragen: Was ist das, was wollen die da und wie wars?

Fashion Week – Was ist das?

Zweimal im Jahr wird Berlin mit der Fashionweek zu einem Modezentrum. Zentral sind die viel in den Medien besprochenen „Runways“, auf denen einige große Designer ihre Kollektionen für den nächsten Sommer präsentieren – dort kommt man nur auf Einladung hinein, die Plätze sind sehr begrenzt. Wichtig außerdem sind die vielen Messen verschiedener Größe. Sie sind vorrangig für Einkäufer. Der Boutiquebesitzer Ihres Vertrauens sucht sich also Messen, auf die er gehen möchte, schaut sich dort an, was die Labels anbieten und bestellt die Kleidung, die dann ein Jahr später für Sie im Laden hängt. Auch für die Presse sind die Messen offen, für Privatpersonen jedoch meistens (noch) nicht. Daneben gibt es zahlreiche „Showrooms“ in denen Designer und Labels abgekoppelt von großen Veranstaltungen ihre Kollektionen auf Termin zeigen und sich auch oft Zeit für einen Kaffee und ein Gespräch nehmen. Darumherum gruppieren sich zahllose Veranstaltungen, Partys, Preisverleihungen usw.

Was macht der Vintage Flaneur auf der Fashionweek 2015?

Für uns gibt es viele Anreize, uns zur Zeit der Fashionweek 2015 nach Berlin zu begeben. Wir wollen neue, spannende Labels für Sie, liebe Flaneure, finden, die wir Ihnen dann im Vintage Flaneur vorstellen. Wir wollen unsere bestehenden Kontakte erweitern und stärken – es ist soviel besser, sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten als nur Emails zu schreiben oder zu telefonieren. Wir besuchen alte Bekannte. Wir halten nach für uns interessanten Trends Ausschau, das hilft uns, das nächste Jahr schon recht früh zu planen. Wir haben also viel zu tun. Alles zu sehen ist unmöglich und Berlin ist groß, wir müssen vorher eine gute Auswahl treffen und dann gehts los.

Wie wars?

Spannend. Und anstrengend. Das ist es immer. Unsere Erlebnisse in Kurzform, da alles andere viel zu lang wäre:

Montag: Abends Anreise in Berlin, der Tag war mit Reisevorbereitungen gefüllt. Die Party von Amorelie schaffen wir leider nicht, wir landen zu spät.

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Die neue Lena Hoschek Kollektion wird romantisch – sie ist von der französischen Provence inspiriert.

Dienstag: Während sich Frl. Peter mit Miss Mole trifft, sind Herr Duijm und Frl. Dovermann beim Lena Hoschek Runway. Die Anreise gestaltet sich dank eines liegengebliebenen Busses als kompliziert, doch angekommen lohnt es sich: Die kommende Kollektion (für Sommer 2016) ist hinreißend und wir treffen interessante und nette Menschen (Konrad vom Firebirds Festival, Enie van der Meiklokjes, Niki von Miss Lillys Hats…passende Bilder finden Sie bei Facebook und Instagram). Weiter gehts zur ersten Messe, der Bread & Butter, im letzten Jahr noch eine Riesengeschichte, inzwischen leider abgestürzt. Dennoch verbringen wir dort den Rest des Tages in angeregter Unterhaltung mit verschiedenen Labels, insbesondere haben wir eine großartige Zeit mit Blutsgeschwister. Auf die Lena Hoschek Party, auf die wir so gern gegangen wären, mussten wir dann verzichten – die nächsten Tage würden noch lang und wir waren da schon kaputt. Es hört sich wenig an, aber es ist eine Herausforderung.

Mittwoch: Wir sind zur Beauty und Fashion Lounge von PR Reichert eingeladen, dürfen tolle Mode bestaunen, unsere Haut checken lassen, Kontakte knüpfen und uns etwas verwöhnen lassen. Von dort geht es weiter zur Panorama, einer der derzeit größten Messen. Dort treffen wir nochmal Blutsgeschwister und verbringen außerdem Zeit bei Vive Maria, Mademoiselle Tambour und Stop Staring und sehen spannende neue Marken – und schon ist der Tag wieder rum, die Messe schließt und wir sind den Abend alle noch verabredet.

Donnerstag: Besuchen wir den Showroom von Miss L Fire um die neue Kollektion zu bewundern. Danach gehts nochmal ins Messegetümmel. Die Show & Order hat zwar das eine oder andere Label zu bieten, aber es hält uns nicht sehr lang. Wir ziehen weiter zur „Seek“, eine Messe, die vorrangig Herrenmode zeigt. Der Aufenthalt dort wird lang, anstrengend und ergiebig, es gibt so viele spannende Labels, von Herrenmode über Schuhe zu Pflegeprodukten und sogar Schreibwaren. Auch hier müssen wir eine Party, die Pike Night von Pike Brothers und „Fein & Ripp“ leider wegen akuter Erschöpfung ausfallen lassen.

Freitag: Ist unser Rückflugtag. Wir haben etwas freie Zeit zum Bummeln, da Klaus von Retronia, den wir besuchen wollten, seinerseits auf der Seek ist. Nach einem Ausflug zu Steiff (unsere Kleine braucht schließlich ein Mitbringsel) geht es dann zu Anna C. Menzel, schicke Hüte bestaunen und ein Stück Kuchen essen. Dann folgt noch ein Termin, der uns wichtig ist: Marlenes Töchter feiert zusammen mit Class of Berlin und Rock-a-Tiki Geburtstag, da müssen wir wenigstens kurz reinschauen. Und wir treffen selbst in diesem kurzen Zeitraum, neben den bereits aufgezählten, liebe und oft schon bekannte Gesichter, wie Sheila Wolf, Redcat 7, Jasmin the Strange oder Feine Schnitte Berlin. Und dann geht es auch schon wieder Heim.

Berlin, wir mögen dich. Es war wieder eine wilde, aufregende, anstrengende Zeit und wir freuen uns schon aufs nächste Mal – sobald die Blasen an unseren Füßen verheilt sind.

Weitere Fotos finden Sie bei Instagram und auf unserer Facebookseite! 

 

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Man trifft spannende Menschen
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Schöne Kleider stöbern kommt gleich nach „Zeit mit lieben Menschen verbringen“
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Das komplette Vintage Flaneur Team (also auch Herr Duijm :-)) mit unserer Autorin und Redakteurin bei pinup-fashion.de/magazin Danni Zühlke.
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Wir bei Vive Maria 🙂
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Mit Mademoiselle Tambour <3
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Wundervolle Zeit bei Blutsgeschwister
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Vor dem Lena Hoschek Runway 😀
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Vintage Lifestyle Badezimmer im Retro-Stil

Liebe Flaneure,

wenn man uns die Frage stellt: „Warum mögt ihr eigentlich Vintage?“ dann ist eine der ersten Antworten sicher: „Weil Vintage das Leben schöner machen kann„. Das kann übrigens auch für Ihr Badezimmer gelten. So zaubern Sie Ihr Vintage Lifestyle Badezimmer:

Verschönern Sie Ihr Bad
In solchen Döschen lassen sich hervorragend Wattestäbchen und -pads unterbringen
Verschönern Sie Ihr Bad
Parfumfläschchen oder Lippenstifte sind in Glasschalen sicher verwahrt

Badezimmer sind ja nicht immer der schönste Ort, sollten es aber bei Lichte betrachtet sein, verbringt man doch nicht unwesentlich Zeit dort (und das gilt immerhin für beide Geschlechter). Mit einfachen und vielfach preiwerten (das ist ja auch zur Abwechslung einmal schön) Mitteln können Sie bezaubernde Vintage-Elemente in Ihr Badezimmer einbauen. Die passenden Orte für Ihre Suche sind für die Jäger und Sammler Floh- und Antikmärkte, für die, die es einfacher wollen simple Einrichtungshäuser und für den Surfer gerne auch ebay.

Verschönern Sie Ihr Bad
In Nostalgie-Blechdosen ist Ihr Makeup gut aufgehoben

Die Mittel der Wahl: Alte Spiegel (oder auch alte Bilderrahmen in die Sie Spiegel einfügen lassen) und jede Menge Porzellan- oder Glasschälchen und -behälter, oder auch Nostalgie-Blechdosen. Ihre Wattepads und Wattestäbchen müssen ja nicht in hässlichen Plastikverpackungen ihr Dasein fristen. Und auch für größere Ansammlungen von Makeup-Waren findet sich in einer schönen Blechbox sicher Platz. Make-up-Entferner und andere Flüssigkeiten können Sie in Glasflakons aufbewahren (allerdings müssen Sie dabei besonders auf Reinlichkeit achten und den Flakon regelmäßig säubern).

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Auch für den Herren gilt: Wenn Sie nicht umfüllen wollen, kaufen Sie schöner

Ein kleiner Tipp für Neu-Käufer: In den Niederlanden gibt es zahlreiche kleine Wohn-Accessoire-Läden, in denen es die schönsten Döschen und Deko-Elemente zu kleinen Preisen gibt.

Mit solch kleinen Hilfsmitteln lässt sich ihr Bad einfach verschönern und veredeln, auch ohne, dass Sie ein Dekorationsexperte sind. Und wieder – ist Ihr Leben ein Stückchen schöner.

Viele weitere Ideen, Vintage in Ihr Leben zu bringen, finden Sie im Vintage Flaneur.

Helfen auch Sie anderen Nostalgie-Verliebten: Wie verschönern Sie Ihr Leben?

 

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Retro in Stuttgart: Der Vintageladen Schmachtfetzen

Bald feiert sie Geburtstag: Im Juli 2015 ist es ein Jahr her, dass Johanna ihren Laden „Schmachtfetzen“ in Stuttgart eröffnete. Keine Frage dass wir ihr dafür alles erdenklich Gute wünschen und uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihr unsere fünf Fragen zu stellen:

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Beschreib uns kurz dein Vintagegeschäft „Schmachtfetzen“:
Mein Geschäft ist klein, aber fein. Bei mir gibt es eine sorgsam zusammengestellte Auswahl an hübschen Kleidern, Röcken, Blusen und Hosen – angelehnt an die 30er-50er Jahre. Die Kollektionen sind nicht Second Hand, sondern klassische Formen und Schnitte werden von den Herstellern neu interpretiert. Viele der Labels, die ich führe, kommen aus Deutschland. Diese Kollektionen werden in sehr kleiner Auflage hergestellt, das heißt, die Kundin kauft bei mir Qualität und Individualität. Um das Vintage-Outfit perfekt abzurunden, gibt es bei mir natürlich auch Strümpfe, Schuhe, Schmuck, Hütchen und Taschen.

Was hat dich zu Schmachtfetzen inspiriert?

Die Idee für den Laden entstand im Zuge meiner Burlesque-Partyreihe „Raunchy Rita’s Raspberry Club“ (www.raspberryclub.de), die ich seit Februar 2013 in Stuttgart veranstalte. Für diese Parties schmeißen sich meine Gäste immer richtig in Schale: Die Damen kommen in schicken Kleidern, Perlenkette und langen Handschuhen, die Männer tragen Hut und Hosenträger. Viele Gäste fragten mich: “Wo bekomme ich für deine Partys die passende Mode her?” Da ich immer nur Online-Shops empfehlen konnte, entstand so schlussendlich die Idee zu Schmachtfetzen: Endlich gibt es in Stuttgart einen Laden für Vintage inspirierte Mode und Accessoires – nicht nur für Abends, sondern auch für den Alltag, für’s Büro, für den nächsten Geburtstag, und und und…

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Vintage bedeutet für mich in Sachen Mode, sich zeitlos, feminin, und hochwertig zu kleiden. Die Mode der 30er-50er Jahre, die mir so gefällt, setzt Frauen und deren Kurven optimal in Szene. Mit meinem Laden möchte ich die Damen da draußen animieren, ihre Weiblichkeit zu feiern. Dazu muss man keiner „Szene“ angehören, oder sich jeden Tag von Kopf bis Fuß im Vintage-Style kleiden, finde ich. Aber in Zeiten von Jeans, T-Shirt und Sneaker können ein gut geschnittenes Kleid, ein hübscher Fascinator oder roter Lippenstift schon Wunder bewirken. Das Schöne ist ja, wir können beides haben: Die Mode der Vergangenheit und die Welt von heute.
Was sind deine Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Ein Musthave für die Dame von Welt ist für mich auf jeden Fall der perfekte rote Lippenstift! Jedes Outfit wird dadurch geadelt, ob elegant oder lässig. Der mondäne Herr benötigt aus meiner Sicht ein hochwertiges und zeitloses Paar Lederschuhe. Ohne ein gepflegtes Paar Schuhe ist der schickste Anzug nichts wert.
Was würdest du unseren Lesern gerne mitgeben?

Ich würde mir wünschen, die Menschen hätten in der Mode mehr Mut – mehr Mut zur Extravaganz, Individualität und vor allem Spaß dabei! Oder, um die Worte der wunderbaren New Yorker Stil-Ikone Iris Apfel zu zitieren: „If you don’t dress like everyone else, you don’t have to think like everyone else.“

http://schmachtfetzen.de/

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Original trifft Moderne: Das Modelabel Vecona Vintage

Liebe Flaneure,

im Kommenden werden wir Ihnen immer wieder Labels, Läden und Veranstaltungen vorstellen. Wir beginnen passend mit dem Label, das von Beginn an, nämlich schon zu Zeiten vor der ersten Ausgabe, den Vintage Flaneur begleitet hat: Vecona Vintage.

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Stellt uns bitte euer Modelabel Vecona Vintage vor!

Wir sind Kai und Janet aus Wiesbaden und entwerfen und produzieren Kleidung für Damen und Herren im Stil der 1920er bis 40er Jahre.

JJ_hellblau_cremeDie meisten Modelle basieren auf Originalschnitten, werden aber von uns entweder in Passform oder Material in die heutige Zeit transportiert. So haben wir zum Beispiel beim Charlestonkleid JOLIE JOSEPHINE dezent figurformende Teilungsnähte eingefügt und bei der Damenweste FESCHE LOLA den Ausschnitt vertieft. Bei der Materialauswahl folgen wir unserem Herz und verwenden statt Echtpelz ein luxuriöses Fellimitat für unsere Stola SILVERSCREEN STAR.

Ganz besonderes Augenmerk richten wir auf die kleinen Details unserer Modelle. So haben wir eigene Metallknöpfe entwickelt, die in einer Trachtenknopfmanufaktur geprägt werden. Die Matrosenwesten sind am Kragen mit filigranen Lettern bestickt und mit handgebundenen Schleifchen verziert. Unsere Herrenhosen haben auf der Rückseite einen geteilten Bund, so dass sie leicht angepasst werden können, wenn es doch mal etwas zu gut geschmeckt hat. Diese kleinen Besonderheiten und sorgfältige Handarbeit machen Vecona Vintage Stücke so besonders und lange tragbar.

Wichtig ist uns außerdem, dass die Materialien den Look der Originale haben, aber nicht so pflegeintensiv sind wie damals. Darum haben wir uns für hochwertige Woll- und Leinenmischgewebe entschieden die in Deutschland hergestellt werden. Sie haben einen tollen Fall und lassen sich in der Maschine waschen. Ein Riesenvorteil, wenn man wie wir viel auf Reisen ist und die Stücke auch gern oft im Alltag trägt. Auf diese Weise bieten wir den Glamour von damals mit den modernen Annehmlichkeiten von heute.

Was hat euch zu Vecona Vintage inspiriert?

veconavintage_bouleSeit 2004 biete ich unter meinem ersten Label VECONA Einzelstücke als Auftragsarbeit an, die von zahlreichen Genres und Epochen inspiriert sind. Als ich 2007 in New York zum ersten Mal live Swing Bands und Tänzer erlebt habe ist ein neuer Funke übergesprungen. Da es ähnliches hier in Wiesbaden zu der Zeit noch nicht gab, haben wir uns nach meiner Rückkehr mit einigen Leuten zusammengetan und einen Tanzlehrer engagiert. Mit der Musik und dem Tanzen lag die passende Mode nicht fern. Als wir schließlich mit unseren selbst entworfenen und genähten Modellen auf den Partys auftauchten war das Interesse groß und wir haben den Schritt mit Vecona Vintage gewagt.

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Vintage, also alten Originalen Beachtung zu schenken und sie wiederzubeleben, bedeutet für uns den Staub abzupusten und sie in einen modernen Kontext zu setzen. Es geht uns nicht darum die Zeit noch einmal genauso zu durchleben (Was für ein Glück!), sondern Schönes, Elegantes, Kunstvolles auszusuchen und diese Dinge in unser heutiges Leben zu integrieren. Wir lieben die bequemen und zeitsparenden Errungenschaften unserer Zeit, Waschmaschine und Computer, die Möglichkeit als Frau Karriere zu machen, die Demokratie und dass uns keine Bombe aufs Haus fällt! Doch wir lieben die Kleidung in alten Filmen und Zeitschriften, Art Deco Objekte und swingenden Jazz.

Eine Hose mit hohem Bund und weitem Bein schmeichelt vielen Figuren mehr als eine hüftige Röhrenhose, eine akzentuierte Taille kann verführerischer wirken als ein formloses T-Shirt. All das ist heute kein Muss und das ist gut so! Aber macht Spaß sich in Schale zu werfen und die elegante Dame oder Herrn in sich zu erwecken und zu zeigen. Diese Eleganz ist es, die wir mit Vecona Vintage von alten Fotos auf lebende Menschen übertragen.

Euer Musthave für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Evita_rotJede Dame sollte ein gut sitzendes, schlichtes Kleid besitzen. So wird sie bei Einladungen nie mit zerknitterter Stirn ratlos vorm Kleiderschrank stehen, sondern kann diesem Stück mit Accessoires den zum Anlass passenden Look verleihen. Das Vecona Vintage Crepe Kleid EVITA ist ein Beispiel dafür. Mit Strassbrosche und silbernen High Heels wird es abendfein, mit Polkadot Tuch und Espandrilles ist man zum Picknick perfekt angezogen. Ein Alleskönner!

Für den Herrn empfehlen wir eine gut sitzende Bundfaltenhose, zum Beispiel unsere Gabardinehose SWINGING SAVOY. Sie kann mit Hemd und Weste förmlich gestylt werden, mit einem Ringelshirt und Segelschuhen wird sie sommertauglich.

Was würdet ihr unseren Lesern gerne mitgeben?

Sehen Sie die 1920er Jahre Party oder Sommerpicknick als Kostümfest, wunderbar! Wir sind sicher, dass sie eine Menge Spaß und eine tolle Zeit haben werden. 🙂

Möchten Sie mehr über die Mode der damaligen Zeit erfahren, freuen wir uns umso mehr! Denn Vintage hat soviel mehr zur bieten als Glitzer und Kuchen backen. Natürlich trugen auf den Showbühnen Berlins in den 1920er Jahren Paillettenhaarbänder mit Federn und es gibt auch Belege für Kirschen Druckmuster auf Schürzenkleidern. Doch das ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt des Ganzen. Kleine Blusen, kniebedeckte Röcke, weite Hosen, Kleider aller Art, Tücher, Hüte und reichlich andere Accessoires bilden zusammen ein stimmiges Ensemble, das je nach Tageszeit und Anlass variiert werden kann. Reichlich original Bildmaterial finden Sie zum Beispiel im 1920s, 1930s und 1940s Sourcebook von Charlotte Fiell & Emmanuelle Dirix oder hier beim Vintage Flaneur. Stellen Sie sich ihr komplettes Outfit zusammen oder integrieren Sie einzelne Stücke in Ihren modernen Kleiderschrank. Komplimente sind Ihnen gewiss!

Natürlich finden Sie immer wieder Modelle von Vecona Vintage im Vintage Flaneur

Besuchen Sie Vecona Vintage

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Der Vintage Flaneur besucht Bijou Brigitte

Liebe Flaneure,

Schmuck fasziniert viele Damen – ich selber kann mich des Elstersyndroms wirklich nicht freisprechen. Ein schöner Ohrring, eine feine Brosche, das ist es doch, was ein Outfit perfekt macht, oder? Sicher, echte Vintageschmuckstücke sind immer etwas ganz besonderes, aber ich gehe auch an „normalen“ Schmuckläden mit offenen Augen vorbei und freue mich auch dort über eine erfolgreiche Schatzjagd. Da war die Freude natürlich groß, als die Einladung von Bijou Brigitte zu Kollektionsvorstellung Herbst/Winter 2015/16 nach Hamburg in die Redaktion flatterte, und Ihr Frl. Dovermann machte sich einige Tage später auf vom Westen in den hohen Norden.

Zugegeben, die Hinfahrt war recht wild. Vor mir saß ein männlicher Kegelclub in den 60ern, der (wie sie mir erzählten) auf dem Weg zu einer AIDA-Tour war. Soweit so gut – sicher hatten sie ihr Bierchen und Weinchen schon um 8.00 Morgens auf, aber das war alles soweit in Ordnung – ich bin eigentlich nicht sehr zimperlich. Als aber in Münster  ein Frauenstammtisch (in den 30ern) dazustieg und sich direkt hinter uns setzte, da wurde es – sagen wir kulturell interessant, bishin zu sich-immer-weiter-öffnenden-Herrenhemden (Goldkettchen inklusive) und laut gebrüllten Stammtischsprüchen. Nun, aber was soll man sagen – was uns nicht umbringt macht uns hart?!? 😉

Angekommen in Hamburg und bei der Location der Kollektionsvorstellung von Bijou Brigitte (ein ausgesprochen schöner Altbau mit unbehandeltem Stuck, teilweise noch alten Wandmalereien und riesigen Holztüren) wurde ich aufs herzlichste begrüßt und aufgenommen. Neben der Besichtigung der Schmuckstücke hatte ich die Gelegenheit, mich ausführlich zu unterhalten. So kann das Fazit nur positiv ausfallen: Die verschiedenen Kollektionen sind natürlich nicht durchgängig Vintage-kompatibel, aber es war (wie Sie sehen werden) sehr viel sehr Schönes dabei, auf das wir im Winter sicher zurückgreifen werden. Die Ladies von Bijou Brigitte waren bezaubernd und sahen toll aus. Die Verpflegung war ausgezeichnet (neben Cakepops gab es auch einen Herren, der Eis nach Wunsch zubereitete – wenn man wollte sogar mit Senf- oder Meerrettichgeschmack. Nein, ich habe es nicht probiert) und auch für Kurzweil war gesorgt. So habe ich dort 2 schöne Stunden verbracht und viele Fotos für Sie, liebe Flaneure geschossen, bevor ich noch 3 Stunden Hamburgspaziergang machte (eine wundervolle Stadt) und schließlich wieder heim zu Mann, Hund und Baby fuhr.

Nach diesem kleinen Bericht wünsche ich Ihnen viel Spaß beim betrachten der Fotos – vielleicht schreiben Sie uns auch drunter, was Ihnen besonders gefällt und Sie gern in einem der nächsten Vintage Flaneure wiederfinden würden.

Herzlichst, Ihr Frl. Dovermann

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DIY: Nostalgische Blumendekoration

Auch ohne viel Zeit und Geld kann man tolle Dekorationen im Vintage Stil selber machen. Gerade im Sommer und Frühling ergänzen Blumen und Blüten den Retrolook perfekt und verleihen Ihrem Zuhause eine romantische Note. Das Nachhaltigkeit und Vintage hervorragend zusammenpassen zeigt sich hier ebenfalls: Anstatt neue Vasen zu kaufen, verleiht Upcycling ihrer Arbeit einen individuellen Stil, spart Geld und sieht dazu bezaubernd aus. Wir bekamen ein kürzlich kleines und schnelles Do-It-Yourself von der bezaubernden Madame Loufleé zugeschickt, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollten und im Kommenden präsentieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß damit!

Do It Yourself: Eine romantische Blumendekoration mit Backform

Für diese kleine aber feine Dekorationsidee braucht man nicht viel: Lediglich eine alte Kuchenbackform ist von Nöten, die man zunächst gut säubert und anschließend vorsichtig mit Sandpapier etwas anschleift. Mit einem Sprühlack in der Farbe nach Wahl kann man nun die Form lackieren. Hierbei sind ganz nach Ihrem Geschmack unterschiedlichste Varianten möglich: Nutzen Sie unterschiedliche Farben (zum Beispiel wie auf den Bildern helle Pastelltöne passend zu einem romantsichen Frühlingsambiente). Ebenso können Sie sich zwischen glänzenden oder matten Lack entscheiden, je nach Anlass und was Ihnen besser gefällt. Im Bastelladen findet man auch ausgefallene Lacke, die zum Beispiel beim Trocknen Sprünge bekommen. Auch Lacke in Metallfarben, wie Gold, sind möglich. Ihrer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Lassen Sie die gründlich angesprühte Form anschließend gut trocknen! Für den nostalgischen Look kann man wenn man das möchte hier und da hinterher wieder etwas Farbe abschleifen, dann geht es in die Richtung shabby chique.
So schnell ist Ihr Werk vollbracht. Nun gilt es noch, die Form schön zu befüllen. In der Kuchenform machen sich besonders große Blütenköpfe hübsch.

Das war mein kleiner Beitrag, vielleicht gefällt er Ihnen ja.
Es grüßt Sie ganz herzlich Madame Loufleé (Facebook, Instagram, Blogger)

Weitere tolle Do-it-yourselfs finden Sie im aktuellen Vintage Flaneur!

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Roller Lash Mascara von Benefit

Wer dem Vintage Flaneur auf Instagram folgt, hat Frl. Dovermann jüngst direkt zu einem Presseevent von Benefit, bei dem das neueste Produkt vorgestellt wurde, begleitet. Auch hier wollen wir Ihnen erzählen, wie’s war.

Denn Leser des Vintage Flaneurs wissen, dass wir Benefit immer gern im Heft haben: Die liebevolle Verpackung im Retro-Look, die ausgefallenen Werbeideen und die Produkte selber liegen uns Redaktions-Mädels. Wir waren dementsprechend neugierig, was Benefit da ausgeheckt hat.

Das Benefit-Presseevent

Und der (wenn auch nicht sehr weite) Weg nach Düsseldorf war lohnenswert. Schon wegen des Events an sich: Eine Altbauetage, liebevoll in pink und rosa zum Beautysalon umgestyled, eine Candybar, hübsch hergerichtete gut gelaunte Mitarbeiterinnen und kleine Highlights wie die Fotobox nebst launiger Accessoires – das macht Spaß. Gut, zugegeben, frau fühlt sich manchmal etwas alt, wegen der Bloggerinen. Nicht dass Sie das missverstehen – wir haben gar nichts gegen Blogger, das ist eben der Zeitgeist, aber neben einer Horde im Schnitt 16 oder 17 jähriger junger Damen bildet man sich schonmal die eine oder andere Falte ein und ist froh, dass sich auch andere, eher gleichaltrige Redakteurinnen auf dem Event befinden. Doch auch mit kleiner Midlifecrisis: Wir hatten viel Spaß.

Das Produkt: Roller Lash Mascara

Roller Lash heißt der neue Mascara von benefit. Die Idee dahinter: Eine Wimperntusche, die kurzen Wimpern Länge und geraden Wimpern Schwung verleiht, und zwar nach dem Lockenwicklerprinzip. Die Bürste hat dafür neben einem bestimmten Schwung kleine Häckchen an den Borsten, die die Wimpern greifen. Und das funktioniert super!

Aber das Beste: BeneBabes

… ist ja manches Mal ein sidekick. So wie hier: Benefit gehört zur LVMH-Group, ist ursprünglich aus San Francisco und kann so sicher „Großunternehmen“ genannt werden. Und gegen die hat man ja so manches Vorurteil. Die, was benefit angeht, ungerechtfertigt sind. Die benegirls sind allesamt bezaubernd gewesen, gut gelaunt, hochmotiviert und voller Herzblut bei der Sache. Und so waren sie es, die das Event zu einem besonders schönen Erlebnis gemacht haben, für das ich mich im Nachhinein nur bedanken kann. Kein Wunder, dass Redaktionhund Finchen erklärter Fan des Bene-Hundes ist 😉

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Aus der Redaktion: Der Spätzünder 8. Ausgabe

Liebe Flaneure,

für alle, die es nicht erreicht hat, möchte ich mir kurz die Zeit nehmen, Sie über den schwierigen Verlauf bei unserer 8. Ausgabe zu informieren, um zu erklären, warum diese so lange auf sich warten ließ.

Eigentlich sollte die 8. Ausgabe des Vintage Flaneurs am 19.Dezember 2014 erscheinen. Aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung der Chefredakteurin Frl. Dovermann, in deren Verlauf ihre kleine Tochter zu früh geholt werden musste, konnte unsere Redaktion diesen Termin nicht einhalten. Es wurde umgeplant auf Anfang Januar. Doch, wie das manchmal so ist, ein Problem kommt selten allein – hier kamen uns die Feiertage in die Quere. Der Vintage Flaneur kann nicht unendlich schnell aus dem Druck, da die Leimbindung trocknen muss. Das hätte wenig Zeit gekostet, hätte dieser kurze Aufschub nicht wieder, wie ein Dominostein, terminliche Schwierigkeiten mit den Speditionen gebracht, die die Bahnhofsbuchhandlungen beliefern.

Doch nun ist es soweit: Am Mittwoch kommt der Flaneur in den Handel und wir präsentieren schon jetzt die 8. Ausgabe des Vintage Flaneurs und hoffen, dass sie Ihnen gefällt!

Herzlichst, Ihre Redaktion

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Die Wurzeln von Halloween

Bald steht er wieder vor der Tür, der gruseligste aller Feiertage: Halloween. Und auch wenn es nicht direkt etwas miteinander zu tun hat: Viele Vintage-Anhänger lieben Halloween und nicht zuletzt die Rock’n’Roller und Rockabellas lassen sich die kreativsten Kostüme zu dieser Gelegenheit einfallen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Tag der Toten? Ist er keltischen Ursprungs oder sind seine Wurzeln etwa doch im Christentum zu suchen?

halloween2
Hierzulande eher unbekannt: Der Glaube, dass Damen im Spiegel zu Halloween ihren zukünftigen Partner sehen können.

Nun, zunächst muss man feststellen, dass es kaum Belege über einen Totenkult um einen Gott namens Samhain gibt. Vielfach wird behauptet, dieser habe einem Feiertag zum Ende des Sommers seinen Namen geliehen. Am 31.10. soll man ihm angeblich ebenso wie Geistern, Verstorbenen und dem ausgehende Sommer gedacht haben. Doch weder Datum noch Gott sind hinreichend belegt. Das christliche Totengedenken allerdings schon. Bereits im zweiten Jahrhundert gedachte man der verstorbenen Angehörigen an bestimmten Tagen bevor im Jahre 998 der Feiertag Allerseelen zu diesem Zweck bestimmt wurde.

Woher kommen denn aber nun die Stimmen, die Halloween in der keltischen Tradition sehen und die sich bis heute hartnäckig halten? Während der sogenannten irischen Renaissance haben die Iren sich auf die Suche nach den Ursprüngen ihrer Kultur gemacht und dabei teilweise doch recht krampfhaft versucht Verbindungen herzustellen zu sehr alten und vermeintlich „traditionellen“ Riten und Bräuchen. Den irischen Ursprung des Festes bestreitet wohl auch der kritischste Volkskundler nicht, er wird ihn allerdings lediglich aus dem christlichen Brauch den Abend vor Allerheiligen zu begehen ableiten. Denn schon der Name lässt dies erkennen. Halloween = All Hallows Eve, also der Abend vor Allerheiligen. An diesem zogen die Armen von Haus zu Haus und erbaten Essen und andere Gaben im Tausch gegen ein Gebet für die im katholischen Glauben dem Fegefeuer anheim gegeben Verstorbenen der jeweiligen Bewohner. Gebete sollen nämlich u.a. die Zeit im Purgatorium verkürzen können.

Mit der großen Auswanderungswelle der Iren in die USA im 19. Jahrhundert kam der Gedanke von Halloween auch dort an. In Amerika entwickelten sich dann auch viele der heute für uns charakteristischen Elemente des Feiertags. Der Kürbis beispielsweise war dort reichlich vorhanden und so wurde aus der Rübe der ursprünglichen Jack O´Lantern Legende der Kürbis. Ebenso kam der Aspekt der verkleideten Umzüge von Haus zu Haus hinzu. Diese lassen sich nämlich erst etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachweisen. Heute sind die christlichen Ursprünge natürlich nicht mehr zu erkennen und vor allem die evangelische Kirche sieht Halloween oftmals als Konkurrenz zum Reformationstag.

 

Bevor Sie jetzt aber denken, dass wir die Entwicklung von Halloween nicht gut finden oder gar untersagen möchten sich zu verkleiden und umherzuziehen, können wir Sie beruhigen. Die Redaktion des Flaneurs liebt Halloween! Und zwar genau so bunt und voller Süßigkeiten wie es von Amerika den Weg zu uns gefunden hat. Wir freuen uns schon, wenn an diesem Abend ein paar süße, verkleidete Kinder an unserer Türe klingeln und „Süßes oder Saures“ rufen.

Viele weitere spannende Geschichten zu Kultur und Wissen finden Sie auch im Vintage Flaneur

Isabeau Peter/Betty Bow

 

PS: Frl. Dovermann dagegen möchte ihre Süßigkeiten schwangerschaftbedingt lieber behalten und selber essen.

 

Bilder: http://publicdomainreview.org/collections/halloween-postcards/

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Vintagemode in der Schwangerschaft

Liebe Flaneure (und in diesem Fall besonders: Flaneurinnen),

seit wir beschlossen haben, mit meiner, Frl. Dovermanns, Schwangerschaft offen umzugehen, werde ich immer wieder von Leserinnen des Vintage Flaneurs auf Vintagemode in der Schwangerschaft angesprochen, also, danach gefragt. Nur fürchte ich: Da ist (auch für mich) guter Rat teuer.

Wir halten fest:

1. Selbst wenn man es hat – wer möchte schon für wenige Wochen, im höchsten Falle Monate (je nachdem wie sehr man sich wie schnell verändert) Unsummen an Geld ausgeben?

Vintagemode Schwangerschaft
Ich gehöre (leider) wirklich nicht zu den fotogenen Menschen – aber vielleicht gibt Ihnen das einen Eindruck, womit ich mich Kleidertechnisch über Wasser halte. Hier ein Jerseykleid, eigentlich etwas kurz für meinen Geschmack, aber ich mag den Kragen.
Vintagemode Schwangerschaft
Und eine Kombination aus einer originalen Bluse (Frl. Glitter Boutique) und einer Strickjacke und einem Jerseyrock (H&M)

2. Originale sind, abgesehen davon, dass sie oft teuer sind, selten und (was noch wichtiger ist): So sehr die „normale“ Mode von damals der Dame von Welt geschmeichelt haben mag, Umstandsmode wurde einfach zeltartig abgetan – nicht schön. Und sicher nicht das, was ich gerne tragen möchte.

3. Das gleiche Problem ereilt mich aber in dem, was mir die moderne Mode anbietet: ich stehe einfach nicht auf Hängerchen – da sieht frau doch gleich noch viel breiter aus?!? Und auch ansonsten, seltsame Sprüche oder Prints auf sehr weiten T-shirts, Umstandshosen (sehr praktisch, zugegeben, aber nichts in Schnitten in denen ich mich gerne sehe), das ist alles nichts, was ich gerne anziehen mag – und ich mag mich auch nicht die nächsten Monate schlecht angezogen fühlen. Es ist schon schwierig genug, sich mit seinem ständig verändernen Körper anzufreunden – ständig schwanke ich zwischen „wie schön so ein schwangerer Körper ist“ und „mein Gott, wie plump ich geworden bin..“. Da ist es besonders wichtig, sich in seiner Kleidung wohlzufühlen, denke ich.

4. Und: Alle Regeln des Ankleidens, mit denen man in seinem sonstigen Leben gut fährt, die man sich in vielen Jahren des „Trainings“ angeeignet hat, gelten plötzlich nicht mehr. Ich selber habe mich immer in überknielangen Röcken am wohlsten gefühlt. Durch die veränderten Proportionen, besonders durch die nach oben verlagerte Taille (ich will mich nicht beschweren – immerhin hat sich meine Taille bislang gut gehalten..) funktioniert das plötzlich nicht mehr – auf einmal wirken Röcke, die kurz über dem Knie enden, eleganter, Röcke die unter dem Knie enden (die sowieso für Schwangere kaum zu finden sind) sehen seltsam aus: Der Oberkörper wirkt viel zu kurz.

Mit anderen Worten: Es ist schwierig. Was ist zu tun?

Erwarten Sie jetzt bitte keine Lösungen von mir – im Gegenteil, wenn Ihnen etwas Sinniges dazu einfällt bin ich Ihnen ebenso dankbar wie die Frauen, die mich ratsuchend angeschrieben haben. Aber ich will Ihnen wenigstens meine Behelfslösungen, die (zumindest bislang noch) funktionieren, nicht vorenthalten.

Ich habe angefangen, auf Jesery zurückzugreifen. Da gibt es (meistens nicht mal in der Schwangeren- sondern in der „normalen“ Abteilung“) hilfreiche Pencilskirts, die mir zumindest derzeit auch noch gut passen. Auch Pencilkleider aus Jersey – im besten Falle nicht zu kurz aber etwas kürzer, als ich sie gewöhnlich trage – helfen mir durch den Alltag. Strickjäckchen muss ich etwas größer kaufen als normal und ewig wird das sicher nicht gehen, aber so klappt es im Moment ganz gut. Besonders toll: Blusen. Viele echte Vintageblusen sind sehr weit geschnitten, das ist schon sehr hilfreich. Und auch was mir da derzeit von der Modeindustrie angeboten wird ist toll – Chiffonartige Stoffe, oft mit Schluppe oder gefältelt, aber ohne Hemdkragen (eben so, wie ich es mag) und vielfach weit geschnitten: Sehr praktisch wenn man im 7. Monat schwanger ist.

Das Styling wie immer und schon kommt man sicher nicht mit best-dressed Award aber doch zufriedenstellend gekleidet bis hierhin durch. Und wie es in 2 Monaten ist, werde ich ja dann sehen.

Lediglich der Problemfall „Schuhe“ bleibt.. (Schnüren wird nicht einfacher und die Füße werden schnell dick ;-))

Also konkret, wo kaufe ich gerade:

Niemals in üblichen Mama-Läden, die Sachen dort fand ich (man möge es mir verzeihen) – nicht zu mir passend.

king
King Louie – ich selber habe andere Modelle die passen, ich würde es also probieren. Ein tolles klassisches Kleid für den Winter, vielleicht mit einer beerenfarbenen Strickjacke..

Mein ungeschlagener Platz 1: King Louie. Das Label verwendet viele feste Jerseystoffe oder Strick – in tollen, oft nostalgischen Schnitten. Es ist keine echte Schwangerschaftsmode aber das heißt ja im Zweifel vor allem, dass ich die Kleidung auch nach der Schwangerschaft noch tragen kann – und in diesem Fall hab ich sogar Lust darauf.

Platz 2: H&M. Ich weiß, politisch schwierig. Aber ich habe noch keine Frau kennengelernt, die während der Schwangerschaft nicht auf diese günstige Möglichkeit zurückgegriffen hätte. Und eins muss man H&M ja lassen: Sie haben oft sehr schöne klassische Blusen, die mir vielfach auch jetzt noch passen. Und preiswerte Jerseyröcke.

Asos
Klassisch schwarz, unten ausgestellt – damit kann man doch arbeiten, endlose Kombinationsmöglichkeiten.. Und da der Preis nicht hoch ist, ist es nicht schlimm wenn man es nur eine Weile tragen kann

Platz 3: ASOS Maternity. Wenns dann doch mal an die echte Schwangerschaftsmode geht. ASOS bietet mir da immer wieder klassische Schnitte, schöne Längen, Materialien wie Spitze und das im besten Fall zum überschaubaren Preis.

Wenn Sie dem noch etwas hinzuzufügen habe: Sehr gerne! Immerhin bin auch ich in diesem Fall nur eine „Hilfesuchende“, und für ehrliche Hinweise dankbar. Ansonsten hoffe ich, vielleicht selber ein wenig hilfreich gewesen zu sein.

Mit liebsten Grüßen, Ihr

Frl. Dovermann

Mehr tolle Vintagemode für die Schwangerschaft finden Sie z.B. auch in Ausgabe 23 des Vintage Flaneurs.

 

 

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Im Test: Benefit Majorette Cheek Booster

Was Sie von unseren Produkttests erwarten können: Wir sind keine Makeup-Profis und erheben keinen Anspruch in dieser Hinsicht, aber wir geben Ihnen unsere ehrliche Meinung weiter.

Ach ja, ich mag ja diese liebevollen benefit Verpackungen.. Daher finden Sie benefit auch im Vintage Flaneur wieder. Die Reihe um Majorette ist orange, fröhlich und natürlich mit einer Majorette (einer Tänzerin in Uniform) verziert und bringt so auf jeden Fall schon einmal gute Laune. Wir haben den Benefit Majorette Cheek Booster ausprobiert.

Der Test

majo2Äußerlich ist der Cheek Booster, wie erwartet, bezaubernd – nicht nur die Verpackung, auch die Prägung des Creme Rouge macht Spaß. Dazu riecht das Produkt fruchtig. Ich war  allerdings etwas besorgt wegen des Farbtons – kann ich mit meiner hellen Haut diese orange Farbe wirklich tragen? Dazu (Confessions of an editor-in-chief..) habe ich nie cremeförmige Rouge benutzt, sondern nur Puder. Ein Experiment in vielen Hinsichten also.

Um die Farbe, das merkte ich schnell, muss ich mir keine Sorgen machen und auch die Nutzung stellte sich als denkbar einfach heraus: Einfach auf die Wange aufgetragen und verteilt ergab der Cheek Bosster einen rosigen Teint. Der Benefit Majorette Cheek Booster ist kein krasses Rouge, das die Wangen anmalt, es frischt lediglich den Ton auf. So macht auch der Hinweis Sinn, dass man das Produkt zusammen mit Rouge nutzen kann. Damit ist es (zumindest was mich betrifft) weniger etwas zum Ausgehen, wenn ich „ernsthaft“ geschminkt sein möchte. Das ist aber auch die Stärke: Es ist ein Alltagsprodukt, dass einen mehr gesund und strahlend als gestyled wirken lässt. Ich finde es damit schwieriger als mit meinem Puderrouge das Gesicht zu konturieren, schätze aber sehr die Alltagstauglichkeit – schnell und effektiv hat man morgens ein frisches Gesicht. Man sollte es allerdings bei sich tragen: Beim Auftrag an sich braucht man nur eine sehr kleine Menge, es muss aber Hin und Wieder aufgefrischt werden, da es nicht ewig hält.

Mein Fazit: Ich benutze den Benefit Majorette Cheek Booster nicht zu jeder Gelegenheit, aber im Alltag immer wieder gerne und empfinde ihn dann als Bereicherung für mein Makeup-Repertoire.

Anschauen können Sie sich das Produkt hier

Sagen Sie uns, ob wir Ihnen damit weiterhelfen konnten – und haben Sie einen Tag, bei dem Sie kein Makeup brauchen, um fröhlich auszusehen!

Ihr Frl. Dovermann

 

 

 

 

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Buchvorstellung „Guten Morgen, Herr Lehrer“

Liebe Flaneure,

Lesen macht klug – und wo bekam man es früher beigebracht? Im Zweifel in der Dorfschule! Zu diesem Thema haben wir hier eine tolle Buchvorstellung für Sie – inklusive Leseprobe 🙂 Immer wieder tolle Literaturtipps finden Sie natürlich auch in der aktuellen Ausgabe des Vintage Flaneurs.

Darum geht es in dem Buch
Wer auf dem Land groß geworden ist, kennt sie noch, die einklassige Dorfschule, in der die Schüler aller Altersgruppen gemeinsam in einem Raum unterrichtet wurden. Die Lehrer Siegfried Kirchner, Manfred Wenderoth und Egon Busch begannen Anfang der 1960er Jahre in solchen Dorfschulen ihre Laufbahn. Heiter, witzig, oft auch skurril sind die Anekdoten und Geschichten aus dieser Zeit, als der Herr Lehrer neben dem Bürgermeister und dem Pastor noch zu den hochgeachteten Persönlichkeiten im Dorf zählte.
Die Drei Lehrer erzählen im Buch von ausgefallenen, oft lustigen oder kuriosen Begebenheiten aus dem Klassenzimmer und dem Dorfalltag, von Wanderungen und Festen und von Klassenfahrten der „Landeier“ in Großstädte. Immer wieder müssen die jungen Lehrer dabei unvorhersehbare Situationen meistern.

Es sind herrlich unterhaltsame Schulgeschichten, die bei Ihnen Erinnerungen an ähnliche Episoden aus der eigenen Schulzeit wecken werden. Lesen Sie weiter unten einen kleinen Auszug!


Kirchner, Wenderoth, Busch
Guten Morgen, Herr Lehrer
Drei Dorfschullehrer erzählen. 1959-2002.
Unterhaltsame und heitere Erinnerungen an die einklassige Dorfschule.
256 Seiten mit vielen Abbildungen, Ortsregister,
Zeitgut Verlag, Berlin.
Klappenbroschur
ISBN 978-3-86614-225-1
Euro 10,90


 

[Bayrischer Wald, Mittelfranken; Ende 1940er/50er Jahre]
Siegfried Kirchner
Der Birnbaumpädagoge
Neben meinen eigenen Erlebnissen möchte ich an dieser Stelle von Erlebnissen anderer Kollegen erzählen, die mir im Verlauf meiner langjährigen Tätigkeit zu Ohren gekommen sind.
Jeder Lehrer erlebt in seiner Laufbahn nicht nur angenehme Unterrichtstage, die gut verlaufen, nein, es gibt für ihn auch solche, an denen er sich ärgern muss und an die
er sich aus irgendeinem Grund nicht gern erinnert. Was allerdings vor vielen Jahren einmal einem Pädagogen an einer ungeteilten Landschule im südlichen Mittelfranken passiert ist, war wohl nicht nur äußerst merkwürdig, sondern wahrscheinlich auch einmalig:
An einem schönen Septembertag stand der Lehrer wie immer vor den ihm anvertrauten Kindern im Klassenzimmer und mühte sich redlich, ihnen etwas Rechtes beizubringen.
Alles verlief zu seiner Zufriedenheit. Als er nach einiger Zeit den Schülern schriftliche Aufgaben erteilt hatte und alle beschäftigt waren, fiel sein Blick durchs Fenster auf den Birnbaum, der draußen im Garten stand. Die milde Herbstsonne blinzelte durch das Geäst, das schwer zu tragen hatte an zahllosen gelben reifen Früchten, die nur darauf zu warten schienen, dass sie geerntet werden. Weiß der Kuckuck, welcher Teufel den Lehrer damals ritt, es zog ihn jedenfalls bei diesem Anblick mit unwiderstehlicher Gewalt hinaus ins Freie. So ging er, wohlversorgt mit Korb und Leiter, in den Garten und begann unverzüglich mit der Obsternte. Nicht, dass er seine Schulkinder dabei vergessen hätte; als gewissenhafter Erzieher gab er durch die geöffneten Fenster des Klassenzimmers seine Anweisungen und forderte die Schülerinnen und Schüler auf, sich ruhig zu verhalten und fleißig weiter zu arbeiten. Irgendwie war er sogar ein wenig stolz darauf, was er alles gleichzeitig fertigbrachte: Obst ernten, dabei Kinder unterrichten und obendrein eine von den süßen Birnen verspeisen – das können die wenigsten!
Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Das Unglück schreitet bekanntlich schnell, in diesem Falle kam es anmarschiert in der Person des Schulrate, der ausgerechnet an diesem Tag den Unterricht des Lehrers inspizieren wollte.
Als der das Klassenzimmer betrat, sah er zwar viele Kinder, die ihren schulischen Pflichten nachkamen, aber keinen Lehrer. Nach entsprechenden Hinweisen der Schüler eilte er in den Garten und ging zielstrebig auf den Baum zu, in dessen Krone noch immer ahnungslos der birnenpflückende Schulmeister hockte. Als der den Schulrat erblickte, war er, starr vor Schreck, weder zu einer Bewegung, noch zu einem Wort fähig. Am liebsten hätte er sich hinter einem dicken Ast versteckt, wenn das nur möglich gewesen wäre. Schließlich musste er sich aber doch aus seiner Schreckstarre lösen, denn der Schulrat forderte ihn auf, sofort herunterzukommen. Nachdem dies geschehen war, begaben sich die Herren ins Schulzimmer.

Gab es ein ernstes Gespräch unter vier Augen?
Wurden disziplinarische Maßnahmen ergriffen?
Ersteres ist anzunehmen, von letzterem wurde nichts bekannt. Der ertappte Sünder arbeitete offenbar sonst zur Zufriedenheit seines Vorgesetzten. Es ist zu vermuten, dass der Schulrat das Fehlverhalten des Pädagogen als einmaligen „Ausrutscher“ betrachtete.
Im Dorf aber verbreitete sich die Nachricht von diesem Ereignis wie ein Lauffeuer. Schlimmer war, dass auch ein Kollege davon erfuhr, und wenn es einer weiß, dann wissen es meistens bald alle. Man kann sich vorstellen, mit wieviel Spott und Häme der Pädagoge bei der nächsten Lehrerkonferenzbegrüßt wurde. Unter der Schadenfreude hatte er noch längere Zeit zu leiden. Schließlich gab es jedoch wieder andere Neuigkeiten und die  Hänseleien der Kollegen ließen nach.  Den Spitznamen aber, den der bei der Obsternte Ertappte damals erhielt, wurde er nie mehr los, und so blieb er bis ans Ende seiner Tage „der Birnbaumpädagoge“

 

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Ein Neuanfang – in vielerlei Hinsicht

Liebe Flaneure,

melange lag unser Blog brach. Schon die Fashion Week Berlin kam nicht mehr vor, verschiedene Veranstaltungen blieben unberichtet – das hatte einen guten Grund, den ich nun verraten darf, da er sich eh nicht mehr verleugnen lässt: Kurz nach unserem Shopping Queen-Abenteuer haben wir (also Frl. Dovermann und Herr Duijm) festgestellt, dass wir ein Kind erwarten. Ich bin schwanger, inzwischen im 5. Monat. Es war ziemlich überraschend, aber eine wundervolle und freudige Überraschung, wir sind wirklich überglücklich. Gleichzeitig hat diese Nachricht aber auch viele Planungen über den Haufen geworfen, und zusammen mit einigen anderen privaten Veränderungen mussten wir erstmal lernen, mit dieser für uns ganz neuen Situation umzugehen (diejenigen unter Ihnen, die schon Eltern sind, verstehen wohl das Gefühl von Unsicherheit und Umsturz, das die Nachricht einer Schwangerschaft eben auch mit sich bringt). Daher ist einiges liegengeblieben, so auch der Blog. Inzwischen sind wir gestärkt und voller Vorfreude auf all unsere kommenden Herausforderungen zurück!

Aber auch für unseren Blog sehen wir das als Chance und haben unsere Pause genutzt um ihn konzeptuell völlig neu aufzuziehen. Wir werden häufiger bloggen und unser Themenspektrum bedeutend erweitern: Neben wie bisher Neuigkeiten aus der Redaktion erweitern wir uns um Mode, Produkttests, Bücher, Rezepte, Vintage im Leben und noch einiges mehr – freilich ohne uns das Material für den Vintage Flaneur zu nehmen 😉 Wir sehen den Blog vielmehr als Ergänzung, die es uns ermöglicht, Themen, die sonst zu kurz kommen, oder die sehr aktuell behandelt werden müssen, in Angriff zu nehmen.

Valerie
Eine kleine Preview aus dem kommenden Flaneur, unserer Geburtstagsausgabe (Foto: redtro Fotografie, Model: Valerie Vermont, H&M: Michaela Scheifgen, Kleid: Burda style, Ohrringe: Maria Sole)

Die neue, 6. Ausgabe ist ebenfalls in den Startlöchern, das Abo verschicken wir in den nächsten Tagen, auch der Onlineverkauf startet bald und in den Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen ist sie ab dem 29.08. zu finden. Es ist eine ganz besondere Ausgabe für uns, denn es ist unsere „Geburtstagsausgabe“ – im September vor einem Jahr kam die erste Ausgabe des Vintage Flaneurs heraus. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, dies im Heft ordentlich zu feiern und auch Sie werden vielleicht etwas davon haben – warten Sie ab, wir haben da noch einiges in der Hinterhand! Die 6. Ausgabe bietet wieder viele interessante Themen, 2 grandiose Fotostrecken mit großartigen Models und wundervoller Mode und interessatne Tipps und Hinweise.

Sie sehen, wir waren nicht untätig, trotz der Ruhe, die zeitweilig herrschte. Nun hoffen wir, dass Sie sich ebenso wie wir auf die nächste Zeit freuen,

Ihr Frl Dovermann

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Der Vintage Flaneur bei Shopping Queen

[pix_md_text align=“text_left“]Was hat sie da geritten?[/pix_md_text]

– bei Shopping Queen (mitten im Hausfrauen TV, wie mir einige mit vorwurfsvollem Blick sagten) mitzumachen?!? Das haben sich sicher einige gefragt – inklusive mir selber von Zeit zu Zeit. Doch eigentlich liegt die Idee nahe, selbst wenn man keine geborene „Rampensau“ ist: Da hat man ein kleines Magazin gegründet und will das bekannt machen, TV erreicht massig Menschen doch Werbung dort kann man sich sowas von nicht leisten.. Also, warum eigentlich nicht? Und ich muss sagen: Rückblickend hat es mir mehr gebracht, als „nur“ Werbung. Klar, wieder kennen ein paar Menschen mehr den Flaneur, das ist toll. Aber unbezahlbar ist die lustige Woche mit netten Menschen. Da wollte man auf die Ausstrahlung fast verzichten, um sich die Woche nicht möglicherweise im nachhinein kaputt machen zu lassen. Aber das ist dann doch nicht möglich..

[pix_md_text align=“text_left“]Die Mitkandidatinnen[/pix_md_text]

Asrid, Tina, Christel und Maja. Sie sind super. Ich bin froh, dass ich sie kennenlernen durfte, jede einzelne erweiterte meinen Horizonzt beträchtlich. Denn eines ist sicher: So im normalen leben hätten wir uns nie ernsthaft getroffen, gar zum Abendessen verabredet oder ähnliches. Schon wegen dieser Ladies lohnte sich die Zeit, die manches Mal auch denkbar anstrengend und nervend war.

[pix_md_text align=“text_left“]Realisatoren und Andere aus der Art der Filmmenschen [/pix_md_text]

Was soll das denn bitte sein? Wenn Sie mit der Medienbranche zu tun bekommen, wird eines schnell klar: Die haben die abgefahrensten Namen für Dinge. So zum Beispiel der „Realisator“. Das sind die netten Menschen, die neben der Kamera stehen, einem Fragen stellen und einen zu (mehr oder weniger) lustigen Aktionen animieren – und einen damit auch einmal zum Wahnsinn treiben. Aber es sind auch Menschen mit viel Herz und Humor, sie sorgen für Unterhaltung, sind die Ansprechpartner für Sorgen und Ängste und kümmern sich darum, dass man sich genug, aber nicht zu viel zum Deppen macht (so weit das in ihrer Macht liegt). Manche von ihnen ernähren sich fast ausschließlich von Pommes, man stelle es sich vor, und sind trotzdem schlank (was am Marathonlaufen liegen könnte). Sowieso tummeln sich an so einem Shopping Queen Drehort weit mehr oft seltsame Menschen als man meinen sollte. Da quetschen sich teilweise auf engsten Raum Kameramenschen, Tonmenschen (jeweils mit Hilfe), Fahrer und und und. Das führt schon manchmal zu lustigen Situationen und immer mal wieder dazu, dass Ton- oder Kameramensch genervt ist, weil wieder irgendjemand schnattert oder lacht oder nicht in die Kamera guckt oder doch in die Kamera guckt oder gerade ein Flugzeug vorbeifliegt. Im großen und ganzen ist es ein eigener Schlag Menschen, sie sind es gewohnt, viele Menschen in kurzer Zeit kennenzulernen, zu behalten oder zu vergessen, sie sind manchmal etwas rauh im Ton aber immer herzlich, manchmal möppern sie rum und alle haben sie einen moralisch bedenklichen Humor. Worauf das hinausläuft? Auf eine tolle Zeit. Egal ob hier in Bonn, oder in Berlin. Und egal, ob sie einem plötzlich alle Pläne durchkreuzen und man spontan umdisponieren muss. Da gibt es nichts.

[pix_md_text align=“text_left“]Guido[/pix_md_text]

Nun und was ich am häufigsten gefragt werde: Ist der Guido wirklich so nett? Und – obwohl ich natürlich gerne ganz viel mehr Punkte von ihm gehabt hätte – ja ist er. Er hat nicht viel Zeit, ist natürlich sehr professionell, aber er hat eine Art von Herzlichkeit, die einen nicht kalt lässt, selbst wenn man es sich fest vornimmt. Er wirkt sehr menschlich, manchmal fast etwas schüchtern, als wundere er sich von Zeit zu Zeit selber, dass er da auf dem Laufsteg steht. Und er macht schöne Kleider 🙂 Wir hoffe feste, dass wir, wie er es mir versprach, auch mal mehr von ihm erzählen dürfen – denn das war mein persönliches Highlight, wie bezaubernd positiv er sich über den Flaneru äußerte und Unterstützung versprach (man bedenke, mir! Unterstützung! Einfach so! Ich war sehr bewegt über so viel Freundlichkeit). Und natürlich hat er die Ausgaben bekommen und ich hoffe sehr, dass sie ihm gefallen haben!

So schließe ich das Kapitel Shopping Queen nun nach der Ausstrahlung mit den positivsten Erinnerungen, die alles negative (seh ich fett aus im TV? Hab ich zuviel Blödsinn geredet? Warum wurde Tinas und mein Zombieexkurs geschnitten? Mann, waren einzelne Tage nervig! NEIN Lars, wir wollen nicht wie Genesis laufen! – haben wir übrigens dann doch gemacht, ohne Kamera, im Flur vor Guidos Atelier, mit Gedanken an Lars. Negative Vibes im Internet) bei weitem überstrahlen.

Ihre Nicht-Shopping-Queen Frl. Dovermann

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Der neueste Stand beim Vintage Flaneur

(Foto oben: Blumenshooting Behind the scenes: Fotografin war Lisa Krieg (redtro Fotografie, dieses Bild ist allerdings von Flaneurs Herr Duijm), hier: Sonali in Seamstress of Bloomsbury, Tinka Demand in Marianna Déri Fashion, Frl. Dovermann (Jackenhalterin) und Eliza Dotlittle (H&M), zu sehen in Ausgabe 5 des Vintage Flaneurs)

[pix_md_text align=“text_left“]Liebe Flaneure,[/pix_md_text]

es wird mal wieder Zeit, die interessierten Leser unter Ihnen auf den neuesten Stand zu bringen! Die letzten Monate war so viel los, dass es kaum zu machen war, aber ich gelobe Besserung! Sehr wenig Menschen für sehr viel Arbeit..

[pix_md_text align=“text_left“]Der Vertrieb[/pix_md_text]

BerlinTegelUnser Vertriebseinstieg (also, d.h. der Moment, an dem wir nicht nur an allen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen erhältlich wurden, sondern dank unseres Vertriebs, der sich um die Marktplatzierung kümmert, auch der, an dem wir der breiten Öffenlichkeit durch Presseportale bekannt wurden) hat uns überrascht. Sicher hatten wir erhofft, dass der Einstieg positiv verläuft – aber ganz ehrlich, mit solch einem Ansturm hatten wir nicht gerechnet! In vielerlei Hinsicht. Nicht nur die Flut der freundlichen Emails von PR-Agenturen, Presseagenturen, anderen Verlägen, Labels u.v.m. mit vielen lieben Glückwünschen und zahlreichen neuen Möglichkeiten war größer als wir uns zu erträumen gewagt hätten. Wir sind mit dem antworten kaum hinterhergkommen. Auch der Verkauf lief gut an! So gut, dass alles, was wir an der 4. Ausgabe für unseren Onlineshop hier hatten, innerhalb von knapp 3 Wochen (das muss man sich mal vorstellen) ausverkauft war. Wir hatten eine für uns normale Anzahl hier, doch, obwohl der Flaneur ja auch an den Bahnhöfen zu bekommen ist, war der Ansturm so groß, dass alsbald alles verkauft war. Sollten Sie jetzt enttäuscht sein: bitte schauen Sie an den Bahnhöfen, Flughäfen oder in den Läden, die den Flaneur verkaufen – dort können Sie noch Glück haben!

[pix_md_text align=“text_left“]Crowdfunding[/pix_md_text]

Das Crowdfunding war dank Ihnen ein Erfolg!! Wir haben das Geld zusammen und unser Vertriebseinstieg und die nächste Ausgabe lasten nun finanziell nicht mehr auf unseren privaten Schultern! Wir bedanken uns von ganzem Herzen dafür! Nach der Beendigung gab es zunächst eine 2wöchige Sperrfrist, in der noch alles hätte kippen können, aber nun ist auch die vorbei und wir können die Prämien in nun Produktion geben, sobald das Geld bei uns eingetroffen ist! Alle Beteiligten hören von uns! <3

[pix_md_text align=“text_left“]Shopping Queen[/pix_md_text]

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Maja, Tina, Frl. Dovermann, Astrid, Olli und Lars bei Christel

Ja, es ist wahr! Als junge Unternehmerin nehme ich jede Gelegenheit wahr, den Flaneur bekannt zu machen. Und wie würde man mehr Menschen erreichen als so? Die Drehtage waren aufregend, das Team toll, wir hatten alle viel Spaß. Anstrengend war es auch und hat mich viel Zeit gekostet. Und, zugegebenermaßen: Ja, natürlich hat man die Sorge, doof dargestellt zu werden, man könnte ja nichts machen. Aber davon wollen wir mal nicht ausgehen, nicht wahr? Ein Outfit, das modisch in Vintagerichtung geht, im kleinen Bonn auf die Beine zu stellen, war ebenfalls eine Herausforderung für sich. Wenn Sie mich und die klugen und die blödsinnigen Dinge sehen wollen, die ich so von mir gab: Die Austrahlung ist voraussichtlich vom 23.-27. Juni.

[pix_md_text align=“text_left“]Shootings[/pix_md_text]

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Sarah Tröster (Fotografin) und Seraphine Strange beim Hochzeitsshooting (H&M: Tanja Gaub, Headpiece: Jasmin the Strange, Kleid Haute of Hearts via Peggy Sue Frankfurt)

Tja und Shopping Queen hin oder her, der neue Flaneur muss trotzdem her, diesesmal sogar in Rekordzeit. Da er ja nun in den Vertrieb muss, brauchen wir nämlich mehr Vorlauf, immerhin müssen die Ausgaben ja an die Bahnhöfe und Flughäfen kommen. Also hieß es, nachts nach dem Dreh die Shootings organisieren (ich entschuldige mich bei allen, die unter meinem Zeitmangel zu „leiden“ hatten <3). Und natürlich, als es dann soweit war, machte uns das Wetter mehr als einen Strich durch die Rechnung. Alles andere wäre ungewöhnlich gewesen. Eines der Shootings mussten wir spontan komplett verlegen.  Dank der großartigen Teilnehmer lief es trotzdem gut – die Dankesliste ist lang.. Sarah Tröster und Lisa Krieg/redtro Fotografie für die Fotoleistung, Eliza Dotlittle und Tanja Gaub für H&M und Modelling, Magda Floris, Tinka Demand, Seraphine Strange und Sonali Chevalier fürs modeln, teilweise trotz Krankheit! Ihr wart alle großartig und die Fotos sind trotz der widrigen Umstände super geworden! Sie dürfen sich auf tlle Fotostrecken zum Thema Blumen und Hochzeit freuen!

[pix_md_text align=“text_left“]Praktikantin[/pix_md_text]

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Betty Bow/Isabeau – Foto: Heiko Kalweit, H&M: Tilly Benesch, Pullover: Bente Wedehase

Eine Person hab ich nun bei den Shootings noch nicht genannt, sie bekommt einen eigenen Abschnitt. Denn Betty Bow (oder Isabeau) hat uns nicht nur bei den Shootings unter die Arme gegriffen – sie wird ab Juni unserem Vintage Flaneur Team beitreten und uns helfen, den vergrößerten Arbeitsaufwand zu stemmen! Wir freuen uns schon sehr auf sie und darauf, unsere Betätigungsfelder erweitern zu können, wenn wir sie mit an Bord haben! Das wird toll!

[pix_md_text align=“text_left“]Der weiteren..[/pix_md_text]

Und so schreiten wir voran.. Es stehen auch ansonsten einige Veränderungen an, es bleibt ganz aufregend hier. Ich habe noch einige Mails auf meiner Antwort-Liste, die neue Ausgabe muss fertig werden, Aufgaben, die liegengeblieben sind müssen abgearbeitet, neue Projekte in Angriff genommen werden. Ich (und bald möglicherweise auch Betty 😉 berichten Ihnen weiter!

Ihr Frl. Dovermann