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Flaneursbericht: „ker is dat schön!“ trotz Corona-Sommer

" Rockabellas beim Armdrücken im Diner

Aloha werte Flaneure und Flaneurinnen, seit der Corona-Sommer Online-Corona-Ausgabe des Vintage Flaneurs ist wieder so etwas wie Alltag eingekehrt. Natürlich ist noch lange nicht alles wie gewohnt und auch von Festivals und Co mussten wir uns diesen Sommer verabschieden. Aber ich möchte nicht jammern oder gar klagen, denn neben all den unschönen Dingen habe ich in den letzten Wochen viele Dinge erleben dürfen, die mich sehr erfreut haben. 

Warten Sie bitte kurz. Ich leg mir fix eine schnieke Platte auf, schlürfe genussvoll an meinem Getränk und lasse ein herzhaftes „ker is dat schön!“ raus. Ich als anerkannte Ruhrpottlerin nutze diesen Ausspruch sehr gerne und „ker is dat schön!“ dachte ich mir des Öfteren in den letzten Wochen, wenn ich mir die unterschiedlichen Aktionen der Vintage-Community angesehen habe. Da man sich ja nicht sehen durfte, es sei denn online, wurden die Menschen sehr kreativ und vernetzten sich miteinander. Daraus entstanden witzige, nachdenkliche und einfach interessante Momente, die die sozialen Medien während der Hochphase der „die, deren Name nicht genannt werden darf“-Pandemie noch bunter machten, als sie es eh schon sind. 

Zusammenhalt auf Instagram

Ich bin auch Mitglied einer kleinen Instagramgruppe, mit der ich während des Corona-Sommer einige lustige Videos gedreht habe. Ja werte Flaneure, mein schauspielerisches Talent kam zum Vorschein und der deutsche Fernsehpreis wartet schon auf mich. Mal schauen, ob ich ihn, wenn es soweit ist, persönlich oder online überreicht bekomme. Spaß beiseite.  Es war herrlich ein kleines, gemeinsames Projekt zu starten und dieses umzusetzen. Dadurch wurde mir die Zeit versüßt und der ein oder andere Tag wurde erträglicher. Und ja, ich hatte auch endlich mal wieder einen Grund mich komplett aufzubrezeln. Wenn schon nicht für die Massen an Menschen, denen ich draußen eh nicht begegnet wäre, dann doch wenigsten für die Onlinewelt. 

(c) InspirationOnline

Mir ist bewusst, dass diese Aktionen keine Festivals oder andere Veranstaltungen ersetzen, aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Neben den sozialen Einschränkungen wurde uns ja auch beim Flohmarkt-oder Einkaufsbummel ein Strich durch die Rechnung gemacht, was viele kleine Labels zu spüren bekamen und bekommen – und ich auch. Ich bin ehrlich werte Flaneure und Flaneurinnen, mir fehlt es bis heute. Es ist einfach nicht dasselbe, mit einem Mundschutz in der Gegend herum zu bummeln. Wie soll ich denn damit einen Lippenstift testen?! Entschuldigen Sie, ich wollte ja nicht jammern. 

Solidarität und Kreativität im Corona-Sommer

Stattdessen schallte auch hier mein „ker is dat schön!“ Ausruf durch die sozialen Medien, denn die Solidarität für kleine Shops war verblüffend. Viele erzählten von Shops in ihren Stories, schrieben Empfehlungen oder dachten sich innovative Aktionen aus. Man hielt zusammen und war füreinander da. Und ist es im besten Falle immer noch. 

Und ich finde, dass man an solchen Dingen merkt, dass wir, auch wenn wir uns aktuell nur sehr eingeschränkt auf Veranstaltungen sehen oder uns in die Arme schließen können, trotzdem alle miteinander verbunden sind. Und das ist doch auch ein schönes Gefühl, oder nicht?

In diesem Sinne, werte Flaneure und Flaneurinnen, erhebe ich mein Getränk und stoße mit Ihnen mit den Worten „ker wird dat hoffentlich bald wieder schön!“ an und schicke auf diesem Wege noch einen lieben, Gruß an meine Ladies: Schön, dass es Euch gibt. Trotz Corona-Sommer.

Bleiben Sie und Ihre Lieben gesund!

Ihre Jen Liebig

Instagram: Mrs.Retromuffin (Beitragsbild: Delicate Photography)

(c) Miss Diversity

1 Gedanke zu „Flaneursbericht: „ker is dat schön!“ trotz Corona-Sommer

  1. Liebe Jen,
    das hast Du mal wieder so schön und liebevoll geschrieben!
    Wir lesen Deine Beiträge immer gerne.
    Viele Grüße, John & Hajat

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