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Vintage Hochzeit – Brautkleider von noni: farbenfroh und federleicht

Vintage Hochzeit mit noni

(Advertorial) In unserer Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs widmen wir uns einmal mehr dem Thema Vintage Hochzeit und zeigen Ihnen dabei u.a. die wunderbaren Kleider des Kölner Labels noni, das wir Ihnen heute näher vorstellen wollen:

Hinter dem Namen noni stehen die Designerinnen Johanne Bossmann und Judith Müller und ihr fünfzehnköpfiges Team. Seit 2005 entwerfen die beiden Designerinnen in ihrem Kölner Atelier einzigartige Brautkleider und hochwertige Accessoires. Typisch für die Kleider von noni ist der puristische Stil und die Liebe zu klaren Formen und Schnitten, wie sie z.B. auch in den sechs neuen Modellen der “noni Kollektion“ zu erkennen sind.

Vintage Brautkleid Mia von Noni
Modell Mia aus der noni Kollektion 2017

Aber auch die farbenfrohe Vintage Braut mit einer Vorliebe für schwingende Röcke und Petticoats wird bei noni mit Sicherheit fündig, denn auch die Kleider im Stil der 50er Jahre sind seit jeher ein noni-Markenzeichen! Kleine Details in pink und rosa oder zartem blau und grün verleihen den Kleidern in tea length und aus elfenbeinfarbener Dupionseide farbige Akzente und Leichtigkeit.

Neben den fröhlichen Rockabilly Hochzeitskleidern mit Petticoats in kräftigen Farben (mehr zum richtigen Tragen des Petticoat lesen Sie hier) finden sich natürlich auch klassische, bodenlange Kleider im modernen oder verträumten Stil, z.B. in der neuen Linie „noni federleicht“. Mit den sieben neuen Kleidern dieser Linie mit Brautkleidern aus eleganter Seide, Seidenchiffon, edlem Tüll oder hochwertigem Organza interpretiert das Designer-Duo den romantischen Bohemian-Stil für die Saison 2017 neu und bleibt dabei seinem puristischen Stil dennoch treu. Im Übrigen bezieht Noni alle Stoffe von europäischen Anbietern – ein weiteres Markenzeichen.

Vintage Brautkleid Fleur von noni
Brautkleid Fleur aus der Linie noni federleicht

Grundsätzlich kann sich jede zukünftige Braut bei noni Länge, Form, Farbe und die Accessoires ihres maßgeschneiderten Kleides ganz nach Wunsch zusammenstellen. Das Gleiche gilt auch für die Kleider im 50er Jahre Stil, auch hier gilt es zwischen verschiedenen Ausschnittvarianten, Ärmellängen, Brautjäckchen aus zarter Spitze und farbigen Bändern auszuwählen und das Kleid damit zu individualiseren. Am Ende ist jedes noni-Kleid so wunderschön und einzigartig wie seine Braut!

Neugierig geworden, liebe Vintage Bräute? Dann schauen Sie doch bei noni vorbei!

Vintage Brautkleid von noni
Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, H&M: Ioanna – Hair & Make Up, Model: Sumaiya, Kleid: noni

(Foto oben aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs von Coeval, H&M: Ioanna Hair & Makeup, Model: Michelle Ramone, Kleid: Noni)

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Vintage Mode: Wie trage ich einen Petticoat?

Darf man den Petticoat sehen oder nicht?

Der Petticoat gehört zur retro Mode dazu wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Vielen fällt er bei dem Thema sogar als erstes ein. Tatsächlich wird er jedoch auch heiß umkämpft – denn wie trägt man ihn denn eigentlich, diesen Unterrock?

Kleine Geschichte des Petticoat

Beim Petticoat (übersetzt etwa „Kleiner Umhang“) handelt es sich um einen bauschigen Unterrock aus verschiedenen Stufen. Der Stoff ist je nach gewünschter Fallform sehr steif, klassisch sind Petticoats aus Perlon oder Nylon (heute auch oft aus Tüll), manches Mal verziert mit Rüschen oder Spitze. Meistens besteht er aus einer ersten Stufe, die noch schmal fällt – dem Sattel. Es folgen die ausladenden Stufen, die den Rock der Oberbekleidung in die gewünschte Form heben und dabei die schmale Taille betonen.

Man kann sich denken, dass formende Unterröcke nicht erst seit den 50ern existieren (zumal die vielen Stofflagen einen zusätzlichen Vorteil haben: Sie wärmen die Dame im Winter). Es gibt sie bereits seit dem 16. Jahrhundert. Auch die nach 1840 aufkommenden und weit weniger angenehm zu tragenden Reifröcke (oder Krinolinen) gehören in diese Kategorie.

1947 aber enstand unter Christian Dior ein neues weibliches Formenideal, das seinen Geschichte machenden „New Look“ prägte. Die Damen sollten weich abfallende Schultern haben, runde Hüften und eine extrem schmale Taille. Nicht zuletzt wurde hier auch wieder angefangen, das in den 20ern weitestgehend unpopulär gewordene Taillenkorsett zu tragen. Die schmale Taille konnte aber auch durch einen sehr engen oder eben einen weiten, durch einen Petticoat gestützen Rock hervorgehoben werden. (By the way: Ob Sie eher der der niedliche Weite-Rock-Typ sind oder der Sexy-Pencilskirt-Typ, das können Sie in diesem amüsanten Test herausfinden) – unterm Bild gehts weiter

Sieht man etwa meinen Petticoat?!?
Sieht man etwa meinen Petticoat?!? – Bild aus Ausgabe 18 von Miss Giggles, H&M: Clockstopper Studios, Model: Silvana Denker

In den 50ern gelangte der Petticoat dann zu weiterer Popularität, auch mit dem Boom um den Rock’n’Roll zusammenhängend. Schon hier tat sich erstmals die Frage auf: Darf der Petticoat unter dem Rock hervorschauen oder ist das absolut ungehörig? Immerhin müssen Sie bedenken, dass viele Eltern dieser Zeit überaus prüde waren. Von den Streitigkeiten ungerührt überlebte der Petticoat noch eine ganze Weile, bis in den späten 60ern der Minirock, aber auch mit Twiggy ein wiederum vollkommen neues Formenideal für Frauen aufkam, in das dieser Unterrock überhaupt nicht mehr passte.

Ausgestorben ist er freilich nicht. Natürlich zum einen in der Vintage- und Rock’n’Roll-Szene. In vielen traditionellen Tanzbekleidungen lebte er die ganze Zeit weiter, etwa im Square Dance oder bei den hiesigen Tanzmariechen. In der Braut- und Abendmode ist er ebenfalls ein Evergreen. Wann immer jemand einem Kleid oder Rock eine gefällige, ausgestellte Form geben will, setzt er einen Petticoat ein – wie oft haben Sie schon in Läden Kleider gesehen, bei denen unten die eingenähten Tüllbahnen unter dem Rock hervorschauten? Womit wir zu der umkämpften Frage kommen: Darf das überhaupt sein?!?

Wie lang muss und darf ein Petticoat sein?

Wieviel darf man vom Petticoat sehen?
Foto aus Ausgabe 5 des Vintage Flaneurs von Redtro Photography, H&M: Eliza Dotlittle, Model: Tinka Demand

Eines kann man ganz sicher sagen: Ein zu kurzer Petticoat, das geht nicht. Das hat ganz praktische Gründe. Ist der Unterrock billig und nur ein bisschen Tüll, hat er dann keinen Effekt. Ein echter Petticoat aber macht dann eine Stufe in den Rock, der darüber getragen wird: Es gibt einen Knick, wo der Unterrock aufhört, danach fällt der Rock gerade nach unten. Das sieht wirklich seltsam aus.

Spannender und für mehr Unmut sorgend ist die Frage nach dem zu langen Petticoat. Ursprünglich durfte ein Petticoat nicht unterm Rock hervorschauen. Er war Unterwäsche und genauso wenig wie man seinen BH oder sein Höschen (oder, hätten Sie es gewusst?: bei den Herren auch die Hosenträger) herausblitzen ließ, sollte auch der Unterrock zu sehen sein. Das gehörte sich nun wirklich nicht. Wer es also sehr ernst nimmt mit solchen althergebrachten Regeln, der hat hier sicher recht. Ganz ehrlich: Wir hier in der Redaktion stehen nicht darauf, wenn der Petticoat zu sehen ist. Als Herausgeber einer Modezeitschrift wissen wir aber auch: Alte Regeln sind nicht immer das, wonach sich die Mode richtet (Gott sei Dank). Sie richtet sich auch schlicht nach dem, was eben de facto getragen wird. In einer Zeit, in der das Hervorschauen von Unterwäsche nun wirklich nichts Außergewöhnliches ist (erinnern Sie sich an die Zeit, mit den Hüfthosen und den Tangas?!? DAS war gruselig!) und in der Röcke an und für sich fast schon etwas Besonderes sind kann man nicht unbedingt die alten Messlatten anlegen. Auch haben wir ja schon gelesen, dass bereits in den späten 50ern junge Menschen ihre Eltern damit provozierten, den Petticoat herausschauen zu lassen – über den historischen Background kann man sich also nicht wirklich beschweren. Und ganz ehrlich: Viele der Dekolletés der modernen retro Kleidung wären damals mit Sicherheit auf große Ablehnung gestoßen.

Kurz: Wir plädieren für die Friedensfahne. Man sollte Bescheid wissen, was man tut, das sicher. Allzuoft macht man sich durch den heraushängenden Petticoat vor allem als verkleidet und uninformiert kenntlich. Aber was man nun letzten Endes kleidsam findet, bleibt ja einem selbst überlassen. Wir selber finden es schöner, den Unterrock nicht zu sehen – also werden Sie das im Vintage Flaneur auch kaum finden.

Aber vielleicht sehen Sie es ja anders? Oder genauso? Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Letzter Tipp:

Sie möchten sich einen Petticoat kaufen? Wir können hier nur zu Qualität raten. Ein 25-Euro-Petticoat aus einem Billiglohnland und ein teurer oder gar ein echter Vintage Petticoat – das sind wirklich Welten.

Ein Petticoat kann auch elegant sein
Foto aus Ausgabe 7 von Redtro Photography, H&M und Model: Mademoiselle Parfait de la Neige

Bild oben: Foto aus Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs von Vanessa Marie Fotografie, H&M: Melanie Draeger, Model: Julia Rockets

 

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Düsseldorfs retro Friseur: Salon Walter Steiner

Vintage Friseur in Düsseldorf

Ihnen reichen die Frisuren Tutorials allein nicht, die im Vintage Flaneur zu finden sind? Sie möchten sich lieber von einem retro Friseur frisieren lassen? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Die Düsseldorfer retro Damenwelt (und nicht nur die retro Damenwelt) hat einen neuen, fantastischen Salon, den sie besuchen kann um sich aufhübschen zu lassen. Der Salon Walter Steiner eröffnete Anfang November nach aufwändigen Renovierungsarbeiten seine Pforten und ist eine wahre Augenweide und ganz sicher einen Besuch wert.

Ausschließlich mit echten Requisiten aus den 50er Jahren ist der Salon von Carola Steiner und Jessica Walter ausgestattet. Die beiden Friseurmeisterinnen nennen sich „Fräulein Kitty“ und „Fräulein Jette“ und sind spezialisiert auf Frisuren der 40er bis 60er Jahre. Nur die Haarpflege von Balmain und „Sexy Hair“ (vegan) entsprechen dem aktuellen Zeitgeist.

Fünf Jahre haben die Jungunternehmerinnen vom rosacremefarbenen Moulinexfön bis zur Kadus Trockenhaube originale Einrichtungsteile gesammelt, um den neuen Hot Spot der eleganten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts zu gestalten.

Die beiden Inhaberinnen leben auch privat im Stil dieser Zeit und hatten in ihren Berufen diese Seite auch schon immer gelebt: Carola Steiner durfte mit Ausnahmegenehmigung ihres bisherigen Arbeitgebers ihre individuellen Outfits auch im Job tragen; Jessica Walter frisierte bei Szeneevents.

Auch Kundinnen mit Freude am aktuellen Zeitgeist werden hocherfreut gestylt. Sie sollen nur Freude an Kaffee in kleinen Sammeltässchen mitbringen.

Die Damen bieten eine breite Palette an Angeboten: Frisuren für privat, Shows, Events, Bälle, Hochzeiten, Film, etc. Olaplexbehandlungen, Extensions in diversen Längen und Farben, aber auch Maniküre, Make ups für jede Gelegenheit und natürlich historische Frisuren mit Schwerpunkt auf die 1920er bis 1960er Jahre. Auch außer Haus besuchen Fräulein Kitty und Fräulein Jette Sie gerne auf Festivals, Bällen, Junggesellenabschied und ähnlichem.

Adresse: Düsseldorfer Kronprinzenstraße 96

Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Dienstag 10 – 21 Uhr, Mittwoch 10 – 19 Uhr, Donnerstag 10 – 19 Uhr, Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 8 – 15 Uhr

Termine außerhalb der Öffnungszeiten und Außerhaus sind natürlich ebenfalls auf Vereinbarung möglich

www.salon-walter-steiner.de

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Retro Musik zur Weihnachtszeit

Retro Musik zur Vintage Weihnacht

In diesem bezaubernden Gastbeitrag stellt Ihnen Bloggerin und Autorin Jen Liebig, auch bekannt als Mrs. Muffin, ihre ganz persönlichen Weihnachtshits für bezaubernde Vintage Weihnachten vor – nicht einfach nur so, sondern liebevoll gereimt. Viel Spaß damit! Mehr Schönes für eine hinreißende Vintage Weihnacht finden Sie z.B. in der Ausgabe 19 des Vintage Flaneurs.

Bald kommt die liebe, wohlklingende Weihnachtszeit, auf die ein jeder Mensch sich freut.

Werte Flaneure und Flaneurinnen, auch mit Sang und Klang ist diese Zeit ein wahrer Unterfang´, sie lädt zur Gemütlichkeit recht ein und lässt uns mal alle Sorgen vergessen sein.

Drum stelle ich Ihnen in diesem Artikel meine persönliche Top 5 der liebsten, weihnachtlichen Klänge vor. Und wer weiß, vielleicht bleibt ein paar von Ihnen auch eine Melodie im Ohr.

Regt dann noch zum Kaufen an, welch ein Traum und liegt dann eventuell unterm´ Weihnachtsbaum.

 

1) The Andrew Sisters „Songs of Christmas“

Ich mag die klassischen Lieder und Frauengruppen sehr, drum müssen für mich unbedingt die Andrew Sisters her. Mit dem Album „Songs for Christmas“, wie´s der Titel schon sagt, haben sich die Damen an Weihnachtslieder gewagt.

Von amerikanischen Klassikern wie „The Twelve Days Of Christmas“ oder Liedern wie „Here Comes Santa Claus“, ließen die talentierten Damen nichts aus.

Es bereitet wirklich große Freude zuzuhörn´ und sich in dieser gemütlichen Zeit mal nicht zu stör´n.

Drum hören Sie den drei Damen einfach zu, wippen mit dem Finger oder kommen zur Ruh‘.

Anspieltipp: The Twelve Days of Christmas

 

2) Götz Alsmann und die WDR Big Band „Winterwunderwelten Sammelbox“

Herr Alsmann war mir sehr bekannt, drum war ich auf dieses Weihnachtsalbum echt gespannt. Seinem Stil blieb er mehr als treu, worüber ich mich besonders freu.

Ganz neu ist sie herausgebracht, die Sammelbox mit „Winterwunderwelt“, „Winterwunderwelt Vol. 2“ und CD mit Live-Material in ihrer ganzen Pracht.

In wunderschöner Alsmann-Manier, ist es eines der schönsten Alben hier.

Interpretiert er auf diesem Album den Klassiker „Lasst uns froh und munter sein“, im Stil von „Minnie The Moocher“ macht es Spaß, gar keine Frage.

Drum vertrauen Sie mir ruhig, wenn ich Ihnen sage „Dieses Album ist ein wahrer Segen und wird den vorweihnachtlichen Stress Ihnen wegfegen“.

Anspieltipp: Lasst uns froh und munter seinGört Alsmann Weihnachts Swing

 

3) Frank Sinatra, Dean Martin & Sammy Davis, Jr. „Christmas With The Rat Pack“

Dieses Trio ist einfach wundervoll, drum find ich dieses Album toll. Es erinnert mich an ruhige Zeiten, Tee und Plätzchen, ach was sind die drei für Schätzchen.

Ihre Lieder sind uns allen wohl bekannt und die besten, sind auf diesem Album gebannt.

Gut gekleidet kommen die drei Herren daher, doch ihre Stimmen können noch viel mehr.

Sie beglückten uns mit Liedern wie „Winter Wonderland“, „The Christmas Song“ und noch viel mehr und diese Lieder von den dreien gesungen macht echt was her.

In dieser Zeit, wo leider jeder zu viel eilt und nicht oft für sich verweilt, gibt es viel zu selten Ruh, drum höre ich gern diesem Album zu.

Anspieltipp: Christmas Time All Over The World

 

4) The Overtones „Good Ol´ Fashioned Christmas“

Diese schmucken Herren aus London hier, sind auf meiner Liste die Nummer vier.

Dem Doo-Wop Klang haben sich die fünf verschrieben und glauben Sie mir, auch das Weihnachtsalbum werden sie lieben. Die klassischen amerikanischen und britischen Weihnachtslieder haben sie sich herausgepickt und mit dem Doo-Wop Sound gespickt.

„Let it Snow“, „Driving Home For Christmas“ um nur ein paar zu nennen, werden Sie, werte Flaneure, ganz bestimmt kennen.

Drum lassen Sie sich doch drauf ein, denn dieses Album ist wirklich fein.

Anspieltipp: It´s the Most Wonderful Time of the Year

 

5) Tom Gaebel „A Swinging Christmas“

Sie merken vielleicht, ich hab´s mit dem Swing, ist aber auch einfach ein wunderschönes Ding. Es handelt sich um das zweite Weihnachtsalbum von Herrn Gaebel und es macht Spaß es zu hören, weshalb mich auch keiner darf dabei stören.

Die Mischung zwischen ruhigen Melodien und schmissigen Liedern ist echt toll und damit ist das Album voll.

Auch er bedient sich an Klassikern wie „Sleigh Ride“ und kombiniert sie mit neuen Sachen „Twinkle Twinkle Little Me“, die durchaus dem Hörer Freude machen.

Gönnen Sie sich die Ruh´ und hören sie dieser wundervollen Stimme zu.

Anspieltipp: When Your Heart is Singing

gaebel

Sehr geehrte Flaneure und Flaneurinnen,

ich nahm sie mit in meiner Dichterweise, auf eine kleine, musikalische Weihnachtsreise.

Und wünsche ihnen und Ihren Familien nur das Beste, zum kommenden Weihnachtsfeste.

Bedanken möchte ich mich bei Ihnen für das schöne Jahr, denn es war mit Ihnen einfach wunderbar.

Nun genießen Sie die Zeit und kommen zur Ruh´ und schließen bei manchem Lied doch mal die Augen zu.

 

Herzliche und vorweihnachtliche Grüße

Ihre Jen Liebig (http://mrsmuffinsretroblog.blogspot.de)

Und was sind Ihre liebsten Weihnachtslieder?

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Mein wunderbarer Hutsalon: Kopfkunst zum Kaufen oder Erlernen

Hüte von Ricarda Engelsberger im Vintage Flaneur

Dass Ricarda Engelsberger von „Mein wunderbarer Hutsalon“ sich bestens auf die Kunst versteht, zauberhafte vintageinspirierte Hüte herzustellen, zeigte bereits ihr Auftritt in einem der Modeshootings in Ausgabe 18 des Vintage Flaneurs. Doch das ist nicht das einzige Angebot: Ricarda gibt auch Workshops in denen sich die Dame von Welt ihren ganz eigenen Traumhut selber herstellen kann.. Wäre das nicht ein unschlagbar individuelles Weihnachtsgeschenk? Wir stellten Ricarda unsere 5 Fragen.

Beschreib uns kurz dein Hutlabel “Mein wunderbarer Hutsalon”

Meine Liebe zum Modistenhandwerk möchte ich gerne teilen und mitteilen. Aus diesem Grund gebe ich mit viel Herzblut Workshops in denen frau (oder man) den eigenen, ganz individuellen Wunschhut oder Mode- und Kostümschaffende allgemeine Grundlagen der Modisterei und gerne auch spezifische Techniken erlernen können, denn dieses Handwerk ist einfach viel zu schön um in Vergessenheit zu geraten.

Außerdem bietet Mein wunderbarer Hutsalon neben der klassischen Anfertigung von Modellhüten nach Wunsch auch ausgesuchte Modelle in Konfektion im Online-Shop an.

Ricarda Engelsberger von Mein wunderbarer Hutsalon
Ricarda Engelsberger von Mein wunderbarer Hutsalon

Was hat dich zum wunderbaren Hutsalon inspiriert?

„Mein wunderbarer Hutsalon“ ist inspiriert von den Hutsalons wie es sie früher gab: Hüte aufputzen und umarbeiten lassen, nach (Bild)-Vorlage anfertigen lassen oder Hüte bei guter Beratung probieren – das ist eine besondere Welt, die mich fasziniert.

Vorbild ist der Hutsalon, in dem ich gelernt habe und meine Meisterin, die die vielen alten, tollen Techniken der Modisterei aus den 40er und 50er Jahren und ihr Fachwissen an mich weitergegeben hat.

Hutworkshop in "Mein wunderbarer Hutsalon"
Hutworkshop in „Mein wunderbarer Hutsalon“

 

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Vintage oder die Liebe zu vergangenen Zeiten ist eine Leidenschaft, die mich schon als Kind begleitete. Die 50er Jahre Singles meiner Mutter und die Mode aus dieser Zeit begeisterten mich und meine Eltern und Großeltern mussten sehr oft „von früher“ erzählen. Diese Begeisterung und meine Leidenschaft für kreatives Handwerk haben mich dann später dazu gebracht, dem Beruf der Modistin zu erlernen und mich mit Stil- und Kostümkunde der 20-er bis 50er Jahre zu beschäftigen.

Eines der Hutkunstwerke von Ricarda Engelsberger
Eines der Hutkunstwerke von Ricarda Engelsberger

 

Was sind deine Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Neben dem Hut, der unser Outfit erst komplett macht, und den ich definitiv als Musthave für den stilvollen Vintage-Look bezeichnen möchte, sind Höflichkeit und gute Umgangsformen einfach unschlagbar schmückend und machen unwiderstehlich.

 

Was würdest du unseren Lesern gerne mitgeben?

Steht zu Euren kleinen Marotten und pflegt sie, sie machen Euch einzigartig. 🙂

Ein weiterer wundervoller Hut von Mein wunderbarer Hutsalon
Ein weiterer wundervoller Hut von Mein wunderbarer Hutsalon

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Bild ganz oben aus Ausgabe 18 des Vintage Flaneurs: by Miss Giggles, Model: Tanya Gouraige, Kleid: Stop Staring via Fruchthaus Berlin

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Ein Einlick in den Vintage Flaneur Ausgabe 19

Der neue Vintage Flaneur Ausgabe 19 bietet wieder alles, was das retroliebende Herz begehrt: Mode, Lifestyle, Rezepte, Do-it-yourselfs, Kultur. Der Vintage Flaneur Ausgabe 19  widmet sich dabei insbesondere den folgenden Themen:

  • „Großbritannien“ mit toller winterlicher Mode im angesagten British-Schick, einer mondänen Frisurenanleitung auch für Hutträgerinnen, Artikeln über London und Sherlock Holmes, großartigen Rezepten die auch der Queen munden würden und viel mehr
  • Wohliger Vintage Winter – Wellness für die kalte Jahreszeit, eine Anleitung für einen bezaubernden Schal oder der perfekte Tee
  • Elegante Weihnachten und glamouröses Silvester – mit festlicher Mode, die Sie zum Träumen bringen wird, einem romantischen Adventskalender zum Selbermachen, Hilfestellungen zum Planen einer retro-Festivität, einem Ausflug zum Silvesterpfad ins winterliche Wien.

Im folgenden finden Sie Auszüge aus dem Vintage Flaneur Ausgabe 19 und im Anschluss das komplette Inhaltsverzeichnis: Belohnen Sie sich selber oder Ihre Lieben mit dieser hinreißenden Ausgabe.

Sherlock Holmes
Sherlock Holmes – von Katja Geiler
Modestrecke im retro British Schick
Modestrecke British Schick – von Irrlicht Fotografie mit Jessels mobiler Frisörservice und Rose Delicate
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Rezepte von Löffelei und Gabelgunst
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion/magazin
Pflege-Produktempfehlungen von Daniela Zühlke/pinup-fashion.de/magazin
DIY für einen Schal
DIY für einen Schal von Starangel
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Winterliche Artikel und Weihnachtsmode – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe - fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Glamouröse Silvestergarderobe – fotografiert von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty/Bonn, Models: Paula Walks und Teresa von Thèe
Ein DIY-Adventskalender und Tipps für Feste
Ein DIY-Adventskalender von Corazonisima und Tipps für Feste von Lili Fiore
Musik: Cool Cats
Musik: Cool Cats

 

Der Inhalt von Ausgabe 19:

Think-it-Yourself: Der Trost von Telefonzellen

Sherlock Holmes: Der Prototyp des Ermittlers

Mondäner British-Style für den Winter

Rückblick: Flaneur Bonn Vintage Weekend

Miss Vintage Flaneur 2016: Rose Delicate im Interview

Literaturhinweis: Best of British

Rezepte: Royal British Beauties

Ein kleiner London (Shopping) Guide

Frisurenanleitung: London Chic with Hat

Winterliche Wellness-Freuden

Do-It-Yourself: Hinreißender Schluppenschal für kalte Tage

Wärme im Wimter: Der perfekte Tee

Klassische Eleganz für Weihnachten und funkelnder Glamour für Silvester

Nostalgische Weihnachts-Inspirationen

Flanieren auf dem Wiener Silvesterpfad

Do-it-yourself: Der Bonbon-Adventskalender

Eine Feier geben ist nicht schwer… Tipps für ein gelungenes Vintage-Event

Wundervolle Geschenkideen für deine Lieben

Der Glanz am Ohr: Keine Angst vor Ohrschmuck

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly Style

Bildband: US-Cars – Legenden mit Geschichte

Qualität und Leidenschaft: Fruchthaus Berlin

Musik: The Cool Cats und The Kölsch Cats

Lotte Tobisch: Die Grande Dame der Wiener Gesellschaft

London Edge: Wieder ein voller Erfolg

Ausstellungshinweis: Peter Gowland’s Girls*

Literaturtipp: Das Schmetterlingsmädchen

Miss Lovett: Alltagstauglicher Rockabilly-Style

Das neue Krimirätsel: Absinth auf Rezept?

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Lena Hoschek: Vintage Storeeröffnung und weitere News

Lena Hoschek bei der Storeeröffnung in Wien

Wiens Innenstadt ist um eine neue „Vintage-Attraktion“ reicher: Lena Hoschek eröffnete ihren neuen Flagshipstore. Die bekannte retroinspirierte Modedesignerin Lena Hoschek ist häufig Gast im Vintage Flaneur: Ob mit ihrer Mode oder auch mit einem ausführlichen Interview in Ausgabe 13,deren Cover sie auch ziert. Nun können wir nun einige News nachliefern: Seit Ende April hat Lena nun in Wien ihren neuen Flagshipstore.

Vintage Stadt Wien

Schon vorher war Wien für Vintageverliebte und Retrointeressierte immer eine Reise wert, zu schön ist diese grandiose Stadt. Doch nun lohnt sich ein Besuch um so mehr. Im geschichtsträchtigen Trattnerhof, direkt im Herzen Wien, ganz nah beim Graben und dem „Goldenen Quartier“ (Wiens Luxus-Einkaufsmeile) eröffnete Lena Hoschek mit einer typisch unkomplizierten, coolen und wie immer sehr sympathischen Feier auf 200 qm ihr durchgestyltes Geschäft. Mit dem Glanz des alten Hollywood, einem Hauch Vintage – so kam die neueste Musik aus einem Vintage-Radio – , hinreißenden Tapeten und einer maßgefertigten Kassentheke bewies Lena auch hier wieder ihr Gespür für Design. Da es aus diesem Anlass auch einen verführerischen Rabatt auf die neuesten Teile ihrer Kollektion gab, wurden neben der hochprozentigen Bar vor allem die Umkleidekabinen gestürmt; die Kollektion dieses Sommers macht Lust auf Landleben in der Provence: Dirndln, Hochzeitskleider, … alles Verführung pur! Und ab heute ist diese wundervolle Kollektion auch noch im Sale – übrigens auch online!Lena Hoschek Flagshipstore in Wien

Aber es wäre nicht Lena Hoschek, wenn dies schon die letzte Schlagzeile wäre. Sie hat einen weiteren „coup“ gelandet: Die „grand-dame“ der Wiener Society, Elisabeth Gürtler (de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_G%C3%BCrtler-Mauthner) die unschlagbar erfolgreiche und stilsichere Sacher-Chefin, Chefin der „Spanischen Hofreitschule“ und frühere Opernballmutter, trägt auf dem von ihr ins Leben gerufenen Sommerball der Bälle, der „Fete impérial“ (www.fete-imperiale.at/fete-imperiale), ein Kleid von Lena Hoschek. Wie es aussieht, ist wie immer ein gut gehütetes Geheimnis, aber nicht mehr lange: der Ball findet nämlich heute, am 24. Juni statt, Karten gibt es noch und ich kann nur bestätigen: es ist ein einziges Märchen-Event!

Mit Grüßen direkt aus Wien, Ihre Silke Ränsch

(Fotos: Atelier Karasinski)

Theke im neuen Lena Hoschek Store

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Vintageinspirierte Mode mit Gewissen: King Louie

Kleidung des Vintage Labels King Louie

Fragt man in der Redaktion des Vintage Flaneurs nach gut im Alltag tragbarer vintageinspirierter Mode, so kommt ganz sicher wie aus der Pistole geschossen die Antwort „King Louie“ – nicht umsonst, unser Frl. Dovermann setzt als „working Mum“ privat viel auf das niederländische Label. Richtig schön sind die Kleider noch dazu, wie das Cover der Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs eindrucksvoll beweist. Was viele nicht kennen, ist die spannende Geschichte und die Ethik hinter diesem Unternehmen. Wir wollen sie Ihnen erzählen.

Die Geschichte des Vintagelabels King Louie

Schon 1981 gründen Ann Berlips und George Cramer (sie waren damals 22 und 26 Jahre alt) ihre Firma in Amsterdam. Als echte Vintagefans suchen sie Vintage Kleidung und verkaufen sie sehr erfolgreich auf dem Noordermarkt in Amsterdam. Dazu haben sie noch Nebenjobs und studieren beide. Ihr Konzept funktioniert so gut, dass der Kleidungsvorrat bald nicht mehr bei Ann auf den Dachboden passt. So eröffnen Ann und George 1983 ihren ersten Laden in Amsterdam und nennen ihn „Exota“, nach einer 50er-Jahre-Limonadenmarke. Sie verkaufen dort eine bunte Mischung aus Vintagekleidung, Second Hand-Stücken und eigenen Entwürfen.

Ihre selbstentworfene Kleidung kommen dabei so gut an, dass George und Ann ihr eigenes Label auf den Markt bringen wollen. Einen passenden Namen zu finden ist nicht so einfach, doch der Name von einer Vintage Bowling Shirt-Marke gefällt ihnen so gut, dass sie ihre Marke auch „King Louie“ nennen. Ein schwarzer Rollkragenpullover aus Baumwolle ist der erste Entwurf, der diesen Namen trägt. Solche Pullover wurden in den 80er Jahren, ganz „jazz“, zu einer Levi’s 501 und einem breiten Gürtel getragen – das war so modern, dass es einfach nicht genug „true vintage“ Rollkragen gab.

1987 richten die zwei bereits ihren eigenen Großhandel ein und damit beginnen auch andere Geschäfte mit dem Verkauf der King Louie-Kleidung. Das Sortiment wird einige Jahre später um die Kinderlinie Petit Louie erweitert – sie ist natürlich ebenfalls vintageinspiriert.

1992 zieht das Ladengeschäft „Exota“ um – der alte Laden ist inzwischen viel zu klein. Es geht in die Negen Straatjes, die sich zu einem der schönsten Einkaufsviertel von Amsterdam entwickeln. Und dort ist Exota auch heute noch dort zu finden. Und nicht nur mit einem Laden, denn auch dieser erste Shop bietet bald nicht mehr genug Platz für die wachsende Kollektion von King Louie. Deswegen eröffnet ein zweites Exota-Geschäft schräg gegenüber dem ersten.

Auch das Internet kommt mehr und mehr auf und King Louie bekommt 2008 seinen Online-Shop. Ganz im alten Stil werden Bestellungen aus diesem innerhalb von Amsterdam zu Beginn noch mit dem Transportfahrrad zugestellt. Und nicht nur hier besinnt sich King Louie auf alte Wurzeln: Bis heute – das heißt seit über 30 Jahren – ist King Louie immer noch jeden Montag und Samstag auf dem Noordermarkt in Amsterdam. (Lesen Sie unter dem Bild weiter…)

Aus der aktuellen Kollektion des Retro Modelabls King Louie
Aus der aktuellen Kollektion des Retro Modelabls King Louie

Nachhaltigkeit und soziales Engagement bei King Louie

Und so wächst King Louie bis heute. Es folgen weitere Kollektionen wie die Ledertaschenkollektion, Vintage-Sandalen oder Schmuck. Inzwischen gibt es das Label fast in ganz Europa zu kaufen. Einiges ist George und Ann aber bis heute wichtig und ändert sich sicher nicht: Sie wollen der Kleidung sowie den Herstellern und Mitarbeitern Beachtung schenken. Viele der heutigen Mitarbeiter sind schon von Anfang an bei King Louie tätig.

Zudem arbeitet das Label nur mit Herstellern zusammen, die gute Arbeitsbedingungen sicher gewährleisten. King Louie ist deswegen 2015 der „Fair Wear Foundation“ beigetreten. Dabei handelt es sich um eine unabhängigen Organisation, die sich für die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie einsetzt. Dazu kontrolliert die Foundation streng, dass die Produktionsstätten keine Kinderarbeit und keine übermäßig langen Arbeitszeiten zulassen und dass alle Mitarbeiter unter unbedenklichen und sicheren Umständen arbeiten. Bei Reisen in die Türkei und nach Asien überzeugt dich das Label jedes Jahr selbst von den Umständen. King Louies größter Lieferant, mit dem das Label schon seit über 20 Jahren zusammen arbeitet, ist ein Hersteller, dessen Inhaberin sich bereits seit Jahren für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt.

In diese Richtung soll es auch weitergehen. 10 % der Kleidung von King Louie haben derzeit ein GOTS-Zertifikat (d.h. Global Organic Textile Standard). Das bedeutet, dass die Kleidung dank biologischer Fasern und entsprechender Produktionsverfahren hundertprozentig nachhaltig ist. Dazu kommen, ganz neu, Kleider aus recyceltem Polyester, die aus alten PET-Flaschen hergestellt werden. Beeindruckend, oder? (Lesen Sie unter dem Bild weiter…)

King Louie bietet Strickjacken in toller Qualität - Foto aus Ausgabe 16 by Vanessa Marie Fotografie, H&M Melanie Draeger, Model Julia Rockets, Rock via Fräulein Backfisch.
King Louie bietet Strickjacken in toller Qualität – Foto aus Ausgabe 16 by Vanessa Marie Fotografie, H&M Melanie Draeger, Model Julia Rockets, Rock via Fräulein Backfisch.

 

Des Vintage Flaneurs Meinung

Wir hatten das Glück, George bei einer Berlin Fashion Week über den Weg zu laufen – und so können wir aus dem Nähkästchen plaudern, dass er bei allem Erfolg ein sehr netter und umgänglicher Mann mit stilsicherem Auftreten ist. Dazu finden wir es vorbildlich, sich so sehr für bessere Bedingungen in der Modeindustrie einzusetzen. Dementsprechend legen wir Ihnen dieses farbenfrohe, vintageinspirierte Label mit ethischem Hintergrund und einer echten Geschichte gern und mit gutem Gewissen ans Herz. Und sollten Sie, liebe Leser, sich mal in Amsterdam aufhalten: Schauen Sie unbedingt in den Negen Straatjes und in den Exota-Läden vorbei, die Shops alleine bieten Ihnen schon viel Wundervolles. Aber dazu stimmt es, dass das ganze Viertel wunderschön ist und man dort Amsterdam von seiner schönsten Seite erlebt.

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Vintage Make-up Augenbrauen im Retro Stil

Ava Elderwood @The Elderwood Vintage Photography

viele Damen haben die Bedeutung von Augenbrauen gar nicht auf dem Schirm. Sie umrahmen das Gesicht, sind maßgeblich verantwortlich für unsere Mimik und beeinflussen die Formen unseres Gesichts. Kein Wunder also, dass sie eine Wissenschaft für sich sein und Damen wie Herren lange beschäftigen können. Einige Entscheidungen gilt es zu treffen: Möchte man sich explizit als Vintagedame an ein vergangenes Jahrzehnt anlehnen? Oder will man einfach natürliche und schöne Augenbrauen, die zum Gesicht passen? Oder (und das ist ja auch kein Verbrechen) mag man sogar die Dramatik die man erreichen kann, wenn man auf stark geschminkte Augenbrauen setzt? Wir haben im Folgenden einiges für Sie zum Thema zusammengetragen: Eine kleine Geschichte zur Augenbrauenform, Grundregeln (die man befolgen kann aber nicht muss), ein Videotutorial für natürlich schöne Augenbrauen und einen Hinweis zu tollen Produktneuheiten, die Benefit für Augenbrauen aller Art auf den Markt bringt – inklusive einer Verlosung. Weiteres zum Thema Augenbrauen finden Sie übrigens in unserer Ausgabe 6.

(Das Titelbild ist von The Elderwood Vintage Photography)

Kleine Geschichte der Augenbrauen

Über die Augenbraue der 1920er Jahre haben wir Ihnen in einem eigenen Artikel über das perfekte 20er Jahre Makeup bereits berichtet. In eine Zeit, in der Frauen vornehmlich auf natürliche Schönheit setzten, kam die Ära der Fotografie und der Filme, was das Schönheitsideal vieler Frauen hin zu einem dramatischen Makeup veränderte. So wurde ab den 1920er Jahren die Augenbraue gern als langer dünner Bogen getragen und zu diesem Zwecke sehr radikal gezupft oder sogar abrasiert und nachgezogen. Die Braue war, ob sehr schmal oder etwas breiter, gleichmäßig dick. Oft wurde ein hoher Ansatz innen genutzt und die Braue dafür weit nach außen und unten gezogen, um Sehnsucht in den Blick zu bekommen.

In den 1930er Jahren tat sich an der Brauenform nicht sehr viel, die Brauen wurden immer noch gleichmäßigh dick und gerne lang und dünn getragen. Allerdings wurde sie nach hinten nicht mehr so weit nach unten gezogen, der Blick wurde wieder etwas geöffnet und immer häufiger wurde ein Bogen gezogen, der dann nach hinten unten schmal auslief.

1940 wurden die Augenbrauen natürlicher, es wurde wieder weniger gezupft, gerade nur um eine klare Linie zu bekommen. Wirklich verändert wurden die Augenbrauen nur, wenn sie sehr unruhig waren. Allerdings wurden sie etwas runder gehalten als die natürlichen Augenbrauen. Innen waren sie dicker bis zum Bogen, dann schmal auslaufend. Wo die Ladies vorher gerne zum Augenbrauenstift griffen kamen nun mehr Öl oder Vaseline zum Einsatz um die Brauen zu formen, oder etwas Mascara zum Färben.

1950 waren Augenbrauen sehr unterschiedlich, das jedoch auch, weil die hier entsehende bis heute geltende „perfekte Braue“ sich an der natürlichen Braue der Frauen orientierte. Grundsätzlich wurde gern nur unter der Braue gezupft, nicht darüber. Es manifestierte sich die gleich erläuterte „Grundregel“.

1960 wurde weniger Wert auf Augenbrauen als auf Eyeliner und Lidschatten gelegt, die Brauen wurden natürlich und rund gehalten.

Grundregel für Augenbrauen

Es gibt eine grundsätzliche Hilfestellung, die einem beim Formen der Augenbraue helfen kann – wie immer ist dies eine Richtlinie, an die man sich nicht sklavisch halten muss, die einem aber nützlich sein kann. Es hilft, sich einen Pinsel oder einen Stift zur Hilfe zu nehmen. Vom Nasenflügel gerade nach oben kann die Braue starten. Von Nasenflügel über die geradeaus blickende Pupille kann man den höchsten Punkt der Braue ansetzen. Vom Nasenflügel über den äußeren Augenwinkel endet die Braue. Einfach, oder nicht?Regel zum Formen der Augenbraue

 

 

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Vintage-Trip durch München

wir waren 2 sehr schöne Tage zu Besuch in München. Und wir hatten das Glück, gleich drei Münchnerinnen zu haben, die uns gezeigt haben, wie viel Vintage diese Stadt zu bieten hat: Tanja zur Mühlen vom Online Vintage-Schmuck-Laden wunder-same-vintage.de, Showgirl, Schauspielerin und Burlesque-Lehrerin Sandy Beach und Patricia vom Retro Plussize-Laden Rebel Curves haben uns eine kleine Führung gegeben. Wir zeigen Ihnen, wo es uns hin verschlagen hat – und sammeln dazu weitere Tipps (denn in der kurzen Zeit haben wir nur einen kleinen Teil schaffen können). Schreiben Sie uns einen Kommentar wenn etwas fehlt, damit Besucher wie wir eine gute Übersicht haben!

Retro-Cafés und Restaurants in München

Cafe Cord – im Café Cord waren wir Mittagessen – ein klares schlichtes 60s Ambiente und gutes Essen. – Sonnenstr. 19

Wir machen Cupcakes – ist ein winziger ganz bezaubernder Miniladen mit leckeren Cupcakes. – Utzschneiderstrasse 12

Vintage Cupcakeladen in München
Cupcakeladen in München: Wir machen Cupcakes

Café Lotti: Romantischer Shabby Chique – Schleißheimer Str. 13

Hoover&Floyd: Kuchen und Essen im grandiosen Ambiente der 20er und 30er Jahre – Ickstattstraße 2, 80469

Café Jasmin: Traditionsreiches Café in originalgetreuem Stil – Steinheilstraße 20

Barroom: Charmante und intime Bar mit Belle-Époque-Flair, wo der Inhaber persönlich die Cocktails kreiert und mixt.Milchstraße 17

Café Fräulein: Café im Shabby Chique Stil, bekannt für seine Zimtschnecken – Frauenstraße 11

Der verrückte Eismacher: … macht unglaublich verrücktes Eis! – Amalienstraße 77

Kongress Bar: Cocktailbar im Stil der 50er Jahre Theresienhöhe 15

Vintage und Retro Shops

Alexa’s – ist einer der ältesten Vintage Läden in München und absoluter Kult. Seit über 30 Jahren verkauft Alexa True Vintage Mode gemischt mit ein wenig Repros. – Utzschneiderstraße 10

Alexas ist der älteste Vintage Laden Münchens
Der Vintage Flaneur zu Besuch bei Alexa

Maison Chi Chi – Die bezaubernde Chi Chi Bouvet führt mit ihrem Maison Chi Chi einen wunderschönen Vintageladen mit hochwertiger und eleganter Repro-Mode. – Baaderstraße 64

Der Vintage Flaneur beim Retroladen Maison ChiChi in München
Der Vintage Flaneur beim Retroladen Maison ChiChi

Cat with a hat – ein True-Vintage-True-Munich-Laden mit Münchner Originalen – Baaderstraße 53

Cat with a Hat: True Vintage in München
Cat with a Hat: True Vintage in München

Tricia Leonard VintageTrue Vintage Laden in München mit besonders schönem Schmuck. – Baaderstraße 53

Fräulein HeleneHochwertige Damenmode mit VintageflairRumfordstr. 45

Vintage Love – Vintage Love legt großen Wert auf Exklusivität und Einzigartigkeit, daher findet man dort selten ein Teil zweimal. – Frauenstraße 22, 80469 München

Gross Real Wear: Ein spannendes Konzept von hochwertiger Retro-Mode bis Skaterkleidung – Ledererstraße 2

Der Gürtelmacher Thomas W. Beckert – Hier liegen Genie und Wahnsinn eng beieinander –  Sendlinger Str. 49

Cove & Co – Maßanzüge und feine Trachten beim Traditionsmaßschneider – Josephspitalstraße 6

Cove & Co, Maßschneiderei in München
Cove & Co, Maßschneiderei

Hammer und Nagel – Eine echte Werkstatt für Maniküre & Pediküre für Männer, unbedingt ansehen! – Blumenstraße 3

Pomade Shop – weithin bekannter Shop für Pomade, Haar- und Bartpflege – Blumenstraße 3

Gerdismann – kultiger SecondHand-Laden –  Fraunhoferstraße 9 & Barerstr. 74

Ralf’s Fine Garments Seeker for Seekers – ausgewählte Marken und Produkte für Männer, die auf der Suche nach dem Besonderen sind – Fraunhoferstraße 29

Statement Denim Store – Coole Mode für Männer die das Besondere schätzen – Fraunhoferstraße 8

 

Andere Arten von verrückten Läden im Vintage Stil

Omas Köstlichkeiten – Kleiner Laden voll mit Schokolade, Tee, Marmelade und Retro-Geschenkartikeln – Sendlinger Str. 49

Sams & Son -Die coolste Schatzkammer an Antiquitäten die ihr euch vorstellen könnt –  Fraunhoferstraße 23

Szenedrinks & Delikatessen – Klasse statt Masse auch auf dem Tisch – Baaderstraße 66

Hot Wollé – Nur ein Wollladen? Nein, geführt von Petra Perle, einem Urgestein der Münchener Künstlerszene wird es ein Abenteuer – Müllerstr. 50

Haben will – Wundervoller Antiquitätenladen – Fraunhoferstr. 41

Vintage Dance Studio – Alles Vintage, oder was? Steptanz, Burlesque, Charleston, Clogging, Cancan, Vintage Jazz u.v.m. – Maillingerstraße 6

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20er Jahre Make-up – Wissenswertes und Tipps

Foto einer Dame aus den 20ern

Seit Neoswing und der Elektroswing wie der von Alice Francis (mit der es ein Interview in Ausgabe 15 des Vintage Flaneurs zu lesen gibt) die Partyszenen der Großstädte erobern, erwacht bei vielen Menschen das Interesse an Vintage und Retro – besonders auch was das Styling betrifft. Das dramatische Aussehen der Flappergirls und ihr Flair von Wildheit in einer konservativen Umwelt fasziniert Damen wie Herren. Besonders das 20er Jahre Make-up war ausdrucksstark und rebellisch  – wir wollen das genauer betrachten:

Päärchen im modernen 20er Jahre-Look der Neoswingparties
Dank vieler neues Neoswing und Elektroswingparties ist das Interesse an 20er Jahre Stylings neu entfacht. – Flickr by SunshInecIty

Die Nutzung von Makeup in den 20er Jahren

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Benutzung von Makeup in den 20ern noch recht neu und heiß umstritten war. Die starke Schminke, die wir heute mit der Roaring 20s verbinden, war nicht das, was jede Dame normal trug. Aber es gab sie, die jungen Frauen, die gegen jede Konvention rauchten, für damalige Verhältnisse viel zu kurze Kleider trugen und wild feierten und tanzten, nicht selten zu heißen Swing-Rhythmen. Diese Mädchen, die Flappergirls, waren in ihrem starken Makeup inspiriert von den damals langsam aufkommenden Filmdiven und Stars wie Josephine Baker. Das extreme Makeup erklärt sich so fast von selber: Für einen schwarz-weiß Film, zudem ja auch Anfangs ohne Ton, musste sehr viel extreme Schminke genutzt werden, als später, als der Farbfilm kam. Die Schminke wurde statt Sprache und Farbe zum Träger von (oft dramatischen) Emotionen im Film.

Das Bedürfnis, den Schönheiten aus Kino und von Plakaten zu entsprechen, inspirierte aber zunehmend auch Frauen, die mehr auf gesellschaftliche Konventionen gaben als die Flappergirls, und so wuchs auch der Markt für Schminke und Schönheitsprodukte beständig seit den 1920ern. Um sich keine Eitelkeit vorwerfen zu lassen waren solche Produkte gern als gesundheitsfördernd getarnt. So oder offen gab es das meiste, was wir auch heute nutzen, damals schon.

Dame der 20er Jahre
Das 20er Jahre Styling war dramatisch und manchmal schockierend – flickr by Ky Olsen

Typisch für die 20er Jahre Optik waren:

All dies kann natürlich je nach Anlass für Tag oder Nacht und nach persönlichen Vorlieben stärker oder dezenter getragen werden.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie sich schon am 20er Jahre-Styling versucht? Was war einfach, was war schwierig? Und hat es Ihnen gefallen oder finden Sie ein späteres Jahrzehnt anziehender?

(Foto oben: www.flickr.com/photos/ky_olsen/5115675956/ – Flickr by Ky Olsen, alfred-cheney-johnston-3)

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Frozen Hibiscus – Elegante Vintage Mode mit Augenzwinkern

3 Damen in Vintage Mode von Retro Label Frozen Hibiscus

(Advertorial) Wunderschöne Retro Kleider mit ausgefallenen Details, so kennen und lieben wir das Berliner Modelabel Frozen Hibiscus. Und das nicht erst seit kurzem, schon seit vielen Ausgaben des Vintage Flaneurs ist Designerin Claudia mit ihren Kreationen bei uns zu finden. Derzeit feiert sie mit einer fulminanten Jubiläumskollektion das zehnjährige Bestehen von Frozen Hibiscus. Dazu gratulieren wir ihr herzlich und nutzen die Gelegenheit, Ihnen Label wie Kollektion zu präsentieren.

Beschreib uns kurz dein Vintage Modelabel “Frozen Hibiscus”

Frozen Hibiscus ist ein ein vintage-inspiriertes Label für außergewöhnliche Kleidung im Stil der 20er-50er Jahre sowohl für Damen als auch für Herren. Wir interpretieren diesen Stil, fröhlich-frisch und mit einem Augenzwinkern, neu. Design, Schnitte und Produktion werden ausschließlich in Berlin ausgeführt. Frozen Hibiscus ist quasi eine Berliner Pflanze. Alle Kreationen können auf Wunsch auch auf Maß gefertigt werden.Retro Damen und Herrenmode von Frozen Hibiscus

Was hat dich zu Frozen Hibiscus inspiriert?

Zu Frozen Hibiscus inspiriert haben mich meine Vorliebe zur Hawaiianischen Kultur, dem Tiki-Stil und generellem Faible für die 20er-50er Jahren (Kleidung, Musik, Tanz und Möbel). Der Hibiscus ist die Blume Hawaiis und symbolisiert das fröhliche Lebensgefühl der Hawaiianer, das Frozen steht für das Konservieren der Stile vergangener Zeiten.

Du hast gerade eine neue Kollektion draußen: Magst du uns was zu ihr erzählen?

Die aktuelle Kollektion von Frozen Hibiscus ist eine Jubiläumskollektion. Frozen Hibiscus wird dieses Jahr 10 Jahre alt! Die Kollektion heißt „Vintage Voyage“ und macht eine Reise durch drei Dekaden des letzten Jahrhunderts und durch die letzten 10 Jahre von Frozen Hibiscus. Wir streifen durch die „Seaside Holidays“ der 1930er Jahre mit ihren eleganten, maritimen Strandoutfits, die paradiesischen „Hawaiian Flower“-Looks der 1940s sowie den coolen Beatnik-Style der 1950er „Jazzclubs“. Die Kollektion ist ein Mix aus Designklassikern vergangener Kollektionen und neuen Kreationen. Z.B. wird es vier Overall-Varianten geben, etwas Südseezauber und mexikanische Einflüsse, aber auch Outfits für den Herren. Dieses Mal habe ich dafür mit vier Models gearbeitet: drei bezaubernde Fräuleins und einem adretten Herren.

Outfit Brighton sitzend 2 IMG_5998

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Ich liebe die Inszenierung von Looks und einem vermeintlichen Lebensgefühl vergangener Zeiten, aber nicht auf die plakative Art und Weise wie es oft in der Retro-Richtung zu finden ist. Vintage steht heutzutage ja nicht mehr nur für alte, gebrauchte Dinge sondern auch für eine Art Wertigkeit, z.B. Qualität/Haltbarkeit oder einem Wertegefühl, etwas Besonderem mit Geschichte. Ich finde die Übersetzung dazu sehr passend für Frozen Hibiscus: engl. Adjektiv für hervorragend; altehrwürdig; erlesen. Vielleicht wird ein Frozen Hibiscus-Teil auch irgendwann mal ein echtes „Vintage“-Stück, was Jahrzehnte überdauert hat.

Was sind deine Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Ein Musthave ist natürlich ein Outfit von Frozen Hibiscus! J Z.B. unser Kleid „Liz“ oder einen unserer Bleistift- oder A-Linienröcke mit schicker Bluse oder Kurzpullover oder einer unserer Overalls. Für die Herren empfehle ich eine unserer Bundfaltenhosen, Hemden oder Weste.

Was würdest du unseren Lesern gerne mitgeben?

Habt Spaß an eurer Kleidung, die Konfektionsgröße ist irrelevant. Sie sollte nur richtig sitzen. Investiert in hochwertige Kleidungsstücke, dann habt ihr länger was davon. Und nicht zu vergessen: unterstützt die kleinen Labels und Läden, denn sie können euch die beste Beratung geben und auf eure Wünsche eingehen, um euer Lieblingsteil zu finden! Aloha!

Stöbern Sie durch unsere Galerie unten!

Sie finden die aktuelle Kollektion von Frozen Hibiscus hier

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Josephine Baker – Tänzerin, Showgirl, Stilikone

Josephine Baker by Lucien Walery

in Ausgabe 15 unseres Vintage Flaneurs erzählte uns Neo-Swing-Musikstar Alice Francis im Interview, dass Josephine Baker eines ihrer großen Vorbilder war. Und da Josephine Baker auch für uns eine der größten Stilikonen war, wollten wir uns einen Text zu ihren Ehren nicht nehmen lassen:

„Schönheit ist eine Frage des Glücks. Ich wurde mit schönen Beinen geboren. Was den Rest angeht: Schön? Nein. Unterhaltsam? Ja!“

Josephine Baker war eine Tänzerin und Stilikone,

die sich in den 20er-Jahren auf dem Höhepunkt ihrer beispiellosen Karriere befand.

Die dunkelhäutige Baker wurde am 3. Juni 1906 als Freda Josephine Baker in St. Louis, Missouri in ärmlichen Verhältnissen geboren. Mit 15 Jahren heiratete sie bereits in zweiter Ehe und behielt auch nach der Trennung den Nachnamen ihres Ehemanns Willie Baker.

Schon früh zeigte die junge Josephine ein Talent fürs Tanzen. Nach einigen Komparsenauftritten tanzte sie mit 16 Jahren bereits für ein Theater in Philadelphia, zog anschließend nach New York. Dort trat sie in mehreren Shows auf und ergatterte schließlich auch Engagements in Europa. 1925 stand sie für „La Revue Nègre“ in Paris auf der Bühne und begeisterte dort das Publikum mit dem Charleston. Die Revue wurde auch in Brüssel und Berlin aufgeführt und machte Baker so europaweit bekannt. In der anschließend aufgeführten Show „La Folie du Jour“ tanzte sie wild in einem Bananenröckchen – es sollte ihr berühmtestes Outfit werden. In anderen Städten wurden Bakers Auftritte aufgrund ihrer freizügigen Kostüme jedoch verboten.

Schnell wurde Josephine Baker dank ihrer aufsehenerregenden, unterhaltsamen Auftritte zu einem der bekanntesten Stars und zur bestbezahlten Entertainerin in Europa. Für das europäische Publikum war die dunkelhäutige, knapp bekleidete Schönheit, die so wild und exotisch tanzte, etwas völlig Neues. Auch andere Berühmtheiten wie Pablo Picasso und Ernest Hemingway verehrten sie, namhafte Modeschöpfer sendeten ihr maßgeschneiderte Kleider. Joesphine Baker gab der Mode des Art Déco einen wilden Touch, trug neben Flapper-Outfits viel Schmuck, Pelz oder Federn und ausgefallene Kopfbedeckungen. Auch ihr ausschweifender

Lebensstil sorgte für Furore, etwa wenn sie sich in ihrem luxuriösen Auto durch Paris fahren ließ oder sich mit ihrem Haustier, einem Gepard mit Diamanthalsband, auftrat. Baker wurde für die Damen Frankreichs zur umschwärmten Stilikone; sie frisierten und kleideten sich wie die Tänzerin, kauften für ihre Töchter Josephine-Baker-Puppen und bewunderten die Amerikanerin für ihre Emanzipation.

1927 heiratete Baker einen sizilianischen Steinmetz und trug fortan als erste Afroamerikanerin einen europäischen Adelstitel. Da diese Ehe ebenfalls kinderlos blieb, adoptierte sie zahlreiche Kinder unterschiedlicher Hautfarbe und Kultur.

In den 20er- und 30er-Jahren war Josephine Baker auch als Sängerin tätig, spielte in Filmen mit und festigte ihren Status als talentierte Entertainerin. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, trat sie nicht nur vor französischen Truppen auf, sondern engagierte sich auch für das Rote Kreuz und arbeitete für die Widerstandsbewegung und den Geheimdienst. Ebenso unterstützte die Tänzerin, der bei ihren Auftritten in den USA offenkundiger Rassismus entgegenschlug, später die dortige Civil-Rights-Bewegung.

Am 12. April 1975 starb Josephine Baker an einer Hirnblutung. Sie wurde in Frankreich als erste US-Amerikanerin mit militärischen Ehren beerdigt.

Weitere Bilder mit Josephine Baker

wikipedia zu Josephine Baker

Text: fashionpress.de

Foto: Lucien Walery

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Damsel & Squire: Klassische Eleganz und cooler Retro-Glamour

Hoffnungsvolles neues Blut will die Vintage Welt erobern: Damsel & Squire heißt das frische Label und zeigt bezaubernde Mode für Damen und auch für Herren. Uns beantworteten Sie einige Fragen.

Mode des Vintage Labels Damsel & Squire

Bitte beschreibt uns kurz euer Label „Damsel & Squire“:

Wir, Robert und Nicole Pyne, haben uns getraut den Schritt zu wagen und ein familiengeführtes Modeunternehmen gegründet.

Das Modelabel „Damsel & Squire“ (zu deutsch: Fräulein und Kavalier) kombiniert klassische Eleganz und coolen Retro-Glamour zu lässiger Mondänität. Es sind sowohl alltagstaugliche Outfits, wie auch Abendmode in der Kollektion inbegriffen.

Die Kollektion ist von traditionellen, wie ikonischen Designs aus England und Deutschland, wie auch Stoffen inspiriert – vom Aran-Woll-Pullover bis zum Harris Tweed. Ihren handwerklich anspruchsvollen Charakter erhält die Kleidung durch zarte Details wie von Hand gehäkelte Spitzenelemente, die in Kragen und Ärmel eingearbeitet sind oder bestickte Cardigans, die ebenfalls von Hand gestrickt sind. Wir wollen eine gute Kreuzung zwischen dem „Guten Alten“ und dem understated „Rock’n Roll“ schaffen.

Die Frühjahrs- und Sommer-Kollektion 2016 ist gekennzeichnet durch eine starke Formgebung und Proportionierung: Ausgestellte Röcke werden mit schmal geschnittenen Tops, kurzen Jacken und schlank geschnittenen Blusen kombiniert. Für den „Squire“ gibt es einen Drei-Teiler mit klassischer Weste, Dreiknopf Jacket und dezenter Bundfaltenhose. Die Formgebung ist inspiriert von den 40s bis hin zu den 60s. Wir wollen keinen klaren Era-Stempel und finden Era-Hopping gut, da man aus jeder vergangenen Zeit etwas Schönes schöpfen kann. Wir konzentrieren uns auf das weite Feld der 40er bis 70er. Eine Zeit in der Krieg, Wiederaufbau, Revolutionäre Musikalische Entwicklungen, Emanzipation und auch Kunst – und Kultur viele verschiedene Facetten hatten. Dieses spiegelt sich auch in der interessanten Kleidung wieder. Nicht umsonst wird diese immer wieder stilistisch zitiert und kopiert.

Was hat euch zu „Damsel & Squire” inspiriert?

Vintage und Retro Fashion vo Damsel & SquireNicole: Robert ist stark verankert in der Mod-Szene in London und Brighton durch seinen Job als Bassist für „The Rifles“ und sucht für seine Bühnenauftritte immer wieder etwas, was besonders ist. Er hat viele Ideen für neue Herrendesigns, die ich dann für ihn zeichnen und verwirklichen darf. Die Mod-Szene ist sehr anspruchsvoll und die Herren achten sehr stark auf Passformen und ihre Frisuren. Komischerweise ist der Mod-Trend nicht so stark in der Damenwelt und/oder in Deutschland vertreten. Vielleicht weil es viel mehr gute 60s inspirierte Herrenlabel gibt und es ein ziemlich englischer Trend war. Wer weiss.  Wir dachten da fehlt etwas im Angebot für die Damen, da ich selbst gerne 60s Kleidchen trage. Unsere nächste Kollektion wird sich stark mit dieser Thematik befassen. Wir haben außerdem in London zusammen Swing Dancing Kurse besucht und haben immer gedacht, wie schön es wäre, wenn man ein schönes Partneroutfit zum tanzen tragen könnte, das nicht kitschig oder lächerlich aussieht sondern für sich selbst als einzelnes Outfit steht aber trotzdem unauffällig zusammen passt. Wir versuchen in unseren Kollektionen Herren und Damenkollektionen zu entwickeln, die miteinander funktionieren.

Des Weiteren wäre da meine berufliche Vergangenheit beim Londoner vintage Label „Collectif“ als Kreativdirektorin zu arbeiten und mein Entrepreneur-Geist. Das hat sicher auch dazu beigetragen, dass wir beide gesagt haben „Jetzt oder Nie!“. Wir haben außerdem den moralischen Aspekt stark berücksichtigt, da ich viel Erfahrung mit der Produktion im fernen Osten habe und diese Arbeitsweise mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte. Aus der jetzigen Produktion kenne ich jede/n Näher/in persönlich und weiss, dass alle in guten Verhältnissen mit fairer Bezahlung arbeiten. Auch die Materialien sind von Herstellern aus Europa, da man genau nachverfolgen kann wo jede einzelne Faser genau her kommt. Ich kann außerdem garantieren, dass keine schädlichen Chemikalien in unseren Stoffen.

Ganz knapp gefragt: Warum Vintage?

Abendgarderobe von Damsel & SquireNicole: Robert und ich leben Vintage, wir lieben beide die Musik der vergangenen Jahre, das Interior, Instrumente, Kleidung, wir versetzen uns gerne in das Lebensgefühl und hätten am liebsten selbst am Woodstock teilgenommen. Ich habe eine Sammlung an Vintage Kleidern aus allen Eras kreuz und quer. Robert hätte gerne an den geheimen Parties während der Prohibition in Amerika teilgenommen. Er ist zudem ein großer Elvis-fan und hätte alles dafür getan mal ein Konzert von ihm gesehen zu haben. Ich hätte viel lieber mit den Rolling Stones oder Led Zeppelin in deren besten Zeiten meine Mähne geschüttelt oder wäre gerne zu den Beatles ohnmächtig geworden. Ich hätte gerne ein Wörtchen mit Coco Chanel gewechselt oder high tea mit Mr. Selfridge genossen. Wie schon gesagt, jede Era hat ihre attraktiven Künstler, Musiker oder Modeerscheinungen. Es gab Dynamische politische Entwicklungen. Es war nicht alles auf Bequemlichkeit und Schnelligkeit ausgelegt, wie heute. Die Pop-Industrie schafft heute unserer Meinung leider (so gut wie) nichts mehr, was man ohne darüber nachzudenken auch noch beim 100sten hören gut findet. Wir vermissen den guten Geschmack und die Wertigkeit in der Bekleidung und in der Musik die man heute hört. Man schätzt den Anzug oder das Kleid nicht mehr so sehr. Nur die selteneren Herren sparen für einen maßgeschneiderten Anzug. Maßschneiderei ist bis auf die Saville Row etwas, das man im Alltag nicht antrifft. Wir bieten Maßschneiderei an. Jeder Körper ist individuell und die Standardisierung der Größen, wie schnelle Geschwindigkeit in der Mode machen uns einfach nostalgisch. Wir wollen mit unserem Label einfach etwas Besonderes anbieten mit Stoffen, die von Traditionsunternehmen hergestellt werden. Wir wollen dass man mit der Qualität, die wir anbieten, das gute Stück ab und zu mal aus dem Schrank hervor holt und die Sorgfalt, die in unserem Produkt steckt zu schätzen weiss. So wie Früher eben.

Was sind eure Musthaves für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Vintage Mode kann auch Alltagstauglich seinRobert: Für den mondänen Herren darf der Pollunder, die Strickkrawatte, wie auch das Einstecktuch nicht fehlen. Jeder Herr sollte sowohl schöne Budapester, wie auch Loafer besitzen. Wir freuen uns immer, wenn wir einen gut sitzenden Anzug sehen, auch diesen sollte ein Herr für den großen Anlaß bereit haben.Bei der Dame von Welt darf keine Pussy–Bow-Bluse im Kleiderschrank fehlen. Der klassische Bleistiftrock und dazu schlichte Loafer in Kombination mit einem Twin-Set fürs Büro. Wir finden auch, dass man als Dame unbedingt einen Tellerrock zum tanzen besitzen sollte. Ein schönes Seidentuch und der klassische Trench dürfen auch nicht fehlen. Zur Abrundung sollte man auf jeden Fall noch eine Fransenjacke für den Rock’n Roll-Faktor besitzen, Dame oder Herr.

Was würdet ihr unseren Lesern gerne mitgeben?

Robert: Liebe Leser haltet Ausschau nach unserer nächsten Kollektion! Wir freuen uns über ein größeres Following bei unseren Social Media Plattformen. Wir sind sowohl bei Instagram, Twitter und Facebook, wie auch mit einem eigenen Blog auf WordPress vertreten. Man kann unser aktuelles Lookbook für den Frühling und Sommer 2016 auf unserer Webseite www.damselandsquire.com herunter laden.

Wir stehen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Wir werden bald mit einem sehr bekannten Vintage Label in Kollaboration treten. Auch diesbezüglich die Augen offen halten!

Also lebt und geniesst ohne zu hetzen. Unterstützt unabhängige Unternehmen, wie den Vintage Flaneur und uns, weiterhin. Wir hoffen, bis bald!

 

Euer Rob und Nicole.

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Daphne & Josephine: Vintage Stil, Kultur und Musik

Wussten Sie.. dass es eine Art Liga der Hundeliebhaber unter den Vintage Labels und Läden gibt? Wir gehören dazu, immerhin ziert Redaktionshund Finchen von Anfang an unser Logo. Und so ist es auch bei Daphne & Josephine: Dieses Projekt trägt den Namen zweier hinreißender Mopsdamen. Doch auch abgesehen davon ist Daphne & Josephine ein bemerkenswerter Laden mit liebevollen und tiefsinnigen Hintergedanken. Davon können auch Sie sich in unseren 5 Fragen überzeugen.

Diese Mopsdamen sind die Namensgerberinnen des Vintage Ladens Daphne & Josephine
Diese Mopsdamen sind die Namensgerberinnen des Vintage Ladens Daphne & Josephine

Beschreibt uns kurz euren Vintage-Laden Daphne & Josephine

Die Kettners haben den Vintage-Laden Daphne & Josephine gegründet
Das Ehepaar Kettner steckt hinter dem überzeugenden Retro-Gesamtkonzept

Das Projekt „Daphne&Josephine“ von Daniela und Claus-Peter Kettner ist eine Plattform für Stil, Kultur und Musik der 1920er bis 1950er Jahre. Der Laden in der Hüxstraße 124 in Lübeck steht vor allem für die Mode und den Lifestyle dieser Epoche. Bekleidung und Accessoires für Damen und Herren, Originale und Stücke im Retrolook werden ergänzt durch die Entwicklung und das Design eigener Bekleidungs –und Schuhmodelle unter dem Label „Brilliant Thieves“. Ein Klavier im Laden? Diverse Veranstaltungen bilden den kulturellen und musikalischen Teil des Projektes, After Work Events mit Live-Musik bilden allmonatlich den Schwerpunkt unterschiedlicher Veranstaltungen mit den Themen Musik und Tanz der 1920er bis 1950er Jahre , der Prohibitionsball „The Great Gatsby“ und ein alljährlicher „Swing in den Mai“ in stilechten Locations mit tollem Ambiente runden die „Vision“ Daphne & Josephine ab, eine Vintage-Gesamtprojekt eben…

 

Was hat euch zu Daphne & Josephine inspiriert?

Schuhe des Retrolabels Daphne und Josephine
Solche wundervolle Schuhe werden bei Daphne & Josephine hergestellt und verkauft

Das Konzept Daphne & Josephine basiert auf einer 2-stündigen Wartezeit der Eheleute Kettner auf dem Wiener Flughafen, der zunehmenden Flugangst des Familienvorstandes und dem gesamten Vorrat an Grand Marnier in der Bar in der Abflughalle. Inspiration?

Tonfilmschlager, Swingmusik, Tanz, Glamour der 1920er bis in die Zeit des Rock’n Roll, eine Möglichkeit alles zu vereinbaren, alles anzubieten und diesen Lifestyle mit Anderen teilen zu können – was passt da besser als eine Location, ein Laden, der alles unter einen Hut (!) bringt. Als Basis ein kleines, schönes Vintage Bekleidungslädchen. Idee geboren! Name?

„Some Like It Hot“, „Manche mögen’s heiss“, wer erinnert sich nicht gerne an den Klassiker von Billy Wilder mit der unvergessenen Stilikone Marilyn Monroe und den großartigen Jack Lemmon und Tony Curtis als….genau: Daphne & Josephine, die fraugewordene Bassgeige und das Saxophon, ein Arbeitstitel war schnell gefunden und war gleich der endgültigen Namensgebung. Welche Namen die beiden Möpse haben, die tagtäglich die Aktivitäten im Laden vom roten Sofa aus betrachten, versteht sich doch dann von selbst.

 

Ganz knapp gerfragt: Warum Vintage?

Prohibitionsball
Eindrücke vom Prohibitionsball

Alles kommt und geht, verändert sich, passt sich an, in der Musik wie in der Mode. „Vintage“ ist für uns die Übertragung einer Zeit, eines Lebensgefühls früherer Epochen in die heutige Zeit. Das Daphne & Josephine sich für die Epoche der 1920er-1950er Jahre entschieden hat, liegt wohl in der Hauptsache daran, dass insbesondere die Mode dieser Zeit eine unschlagbare Präsenz von Eleganz und Erotik vorweisen kann, für die Dame ebenso wie für die meisten der Herren, die in dieser Zeit scheinbar die Affinität zu kulturellem und modischen Flair noch nicht verloren hatten.

 

Was ist euer Musthave für die Dame von Welt und den mondänen Herren?

Das Retro-Label Brilliant Thieves
Das Retro-Label Brilliant Thieves

Für die Dame und den Herren sind es die (modischen) Grundsätze die heute wie damals gelten: Ein Selbstbewusstsein, Dinge die gefallen, zu präsentieren und sich damit zu identifizieren ohne zu belehren. Gerne aber auch Anregungen zu geben und doch Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu zeigen.

Das zeigt sich bei der Dame in der Präsentation ihres Outfits: Strümpfe, Kleider, schöne Schuhe. Zurückhaltend aber mit der nötigen Chuzpe zu zeigen, dass man auch mal ohne eine angepasste Alltagsuniform aus Jeans und Sweater den Alltag bestreiten kann. Musthave hier: Entsprechend der Körpermaße die Kleidungsart wählen, Flapperkleid steht nicht jeder Dame 😉

Den Herren wird’s nicht leicht gemacht, Mondänität (gibt es den Begriff als Substantiv überhaupt?) auszuleben. Gute Angebote des Marktes sind oft rar, Hemd und Weste geht aber immer. Kopfbedeckungen werden wieder toleriert und gut getrimmte Bärte jeder Art beliebt. Musthave hier: gehobenes Schuhwerk, bitte auch hinten putzen 😉 und es gilt wie eh und jeh: „After six only black“.

 

Was würdet ihr unseren Lesern gerne mitgeben?

Liebe Kundinnen und Kunden: Sollten Sie als noch nicht Retrobegeisterte oder modeenthusiastisch Veranlagte der Versuchung nicht widerstehen können und einen „Vintage-Laden“ besuchen, der von seinen Besitzern mit viel Herzblut, Motivation, Liebe zum Detail und unendlich viel Zeit eingerichtet und geführt wird, empfehlen wir, von gewissen alltägliche Redewendung temporär Abstand zu nehmen. Hier die Liste der TOP 5 „NoGos“ bei Besuchen in Vintage (Bekleidungs)läden:

  1. „Hach Gott ist das witzig hier!“
  2. „Ich will mich aber nicht verkleiden!“
  3. „Wann soll ich DAS denn anziehen?“
  4. „Das sieht ja aus wie von meiner Oma!“
  5. „Sind die Originalstücke aus den 1920ern Second Hand?“

(Die Vintage Flaneur Redaktion möchte noch „Gibt’s das auch in einer anderen Größe?“ hinzufügen)

Lassen Sie die Atmosphäre einer anderen Zeit auf sich wirken. Wir können dabei helfen.

Während des Prohibitionsballes wird Alkohol ausgeschenkt.

Wir geben auch Swingtanzkurse.

Es gibt auch Gestreiftes. (Vielen Dank, Vico von Bülow)

Liebe Grüße von Daphne & Josephine

 

Daphne & Josephine online

Sie finden den Laden von Daphne & Josephine

Hüxstraße 124 23552 Lübeck

Mo-Fr: 14.30-19.00 Uhr, Sa: 11.00-15.00 Uhr

 

HABEN AUCH SIE LIEBLINGSSÄTZE IN VINTAGE LÄDEN?

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Ausstellung: Geschichte der Unterwäsche in „hautnah & hochmodisch“

Manja von der Modespitze Plauen/Frieda&Elly besuchte eine Ausstellung, die sich mit einem hautnahen und hochmodischen Modezweig beschäftigt: Dessous und Unterwäsche. Ihnen erzählt sie, wie es war.

Spitze – der verführerische Hauch von ein bisschen mehr als Nichts – ist ein wahrer Evergreen, wenn es um Dessous geht. Deshalb liegt es natürlich nah, dass wir die aktuelle Sonderausstellung auf Schloß Voigtsberg im vogtländischen Oelsnitz besuchen, die sich mit der Geschichte der Miederwaren befasst.

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Schloss Voigstberg in Oelsnitz

In den Räumen des altehrwürdigen Schlosses widmet sich die Ausstellung „hautnah & hochmodisch“ einem Stück sächsischer Industriegeschichte und dem mittlerweile 150jährigen Bestehens der Firma Moritz Hendel & Söhne.

Die Ausstellung zeigt einen umfangreichen Querschnitt der Miederwarenproduktion in Sachsen. Es gibt alte Korsetts zu bestaunen, jede Menge verzierte Strumpfhaltergürtel und Büstenhalter – für den übrigens das erste Patent 1899 an die Dresdnerin Christine Hardt ging.

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Hüfthalter und Corsage aus oelsnitzer Produktion aus den 40er Jahren aus Baumwoll- Jaquart und Kunstseidenatlas und Tüllspitze

Die liebevoll gestaltete Ausstellung wird durch historische Reklame, sei es gedruckt oder als Werbefilm, und Werbefiguren ergänzt. Und was mich besonders erfreut, sind die vielen erhaltenen Originalverpackungen. Historische Maschinen geben zusätzlich einen Einblick in die Herstellungsprozesse früherer Jahre.

Die Ausstellung bietet einen lebendigen Blick auf die Geschichte der Unterwäscheproduktion. Und man hat nicht nur eine Menge zu bestaunen, sondern auch viel zu lesen. In wissenswerten Texten taucht der geneigte Besucher in die Geschichte der Firma Moritz Hendel & Söhne ein. Die oelsnitzer Firma wurde 1865 gegründet und bildete den Grundstock der sächsischen Korsettindustrie. Anhand der Firmengeschichte wird zusätzlich die Entwicklung der Textilindustrie in Sachsen und Deutschland nachgezeichnet.

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Pettidress um 1955 aus Dederon mit 2 Reihen Falbel die bestickt und plissiert ist aus der Sammlung des Museums Voigtsberg

Aber der Besucher erfährt auch viel über die Miederwaren an sich. Sie sind nicht nur modisches Beiwerk, sondern gleichzeitig Ausdruck der aktuellen Kultur und spiegeln den Wandel der Gesellschaft und den Zeitgeist wieder, so wie z.B. die offene, emanzipierte Zeit der 20er Jahre, in der für das enge Korsett nur wenig Platz war. Oder die Zeiten der Rohstoffknappheit während des zweiten Weltkriegs – wo die Unterwäsche auch schon mal aus alten Servietten oder Scheuerlappen (ja, richtig gelesen: Scheuerlappen) entstehen musste. So ist der BH nicht nur ein Stück Stoff mit Draht sondern auch gleichzeitig ein Stück Weltgeschichte.

Korsett um 1890, bestickte Seide mit einem ovalen Tüllspitzenbesatz und einer Ätzspitzenborte aus der Sammlung des Museums Voigtsberg
Korsett um 1890, bestickte Seide mit einem ovalen Tüllspitzenbesatz und einer Ätzspitzenborte aus der Sammlung des Museums Voigtsberg

Wunderbar anschaulich werden die Schritte der Entstehung einer Unterwäscheserie beschrieben – von den Originalskizzen bis zu den Einzelteilen aus denen ein BH besteht, lassen sich die vielen Schritte einzeln nachvollziehen.

Unter den vielen Originalexponaten ist auch ein BH von Marlene Dietrich und ein Korsett von Marika Rökk – zugegebenermaßen hätte ich mir beides etwas glamouröser vorgestellt. Aber davon können Sie sich gern selbst überzeugen.

 

Die sehr lohnenswerte Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober 2015 in Oelsnitz zu sehen:

Schloß Voigstberg

Schloßstraße 32, 08606 Oelsnitz/Vogtl.

dienstags bis sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr

weitere Informationen unter: www.schloss-voigtsberg.de

 

Ihre Manja

(www.modespitze.de)

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Serie: „The Knick“ auf zdf neo

Sie beschweren sich übers Krankenhausessen? Dann wird Ihnen „The Knick“ eine andere Sicht auf die Dinge geben.

Düster muss es gewesen sein, um 1900 in New York, und die Medizin noch weit entfernt von heutigen Standards. Im „Knick“ (kurz für das Knickerbocker-Krankenhaus) spielt die neue Serie „The Knick“, deren erste 2 Folgen gestern Abend, Dienstag dem 18.07.2015 bei ZDFneo liefen.  Die

Von Entzugserscheinungen gezeichnet: Dr. Thackery (Clive Owen).
Von Entzugserscheinungen gezeichnet: Dr. Thackery (Clive Owen).

Chirurgie steht noch an ihren Anfängen und viele Menschen lassen bei den Versuchen, medizinisch besser zu werden, ihr Leben. Diesen Druck erträgt Chefarzt der Chirurgie Christiansen nicht mehr und nimmt sich das Leben – er überlässt seinen Platz damit seinem Freund, Kollegen und genialen Arzt Dr. John Thackery, der mit Hilfe von Kokain und Opium seinen eigenen Weg gefunden hat, mit der Lage umzugehen. Diesen begleiten Sie in der Serie nun bei den Versuchen, die chirurgischen Verfahren zu verbessern aber auch bei seinen Räuschen und Ausfällen – denn ähnlich wie Dr. House ist Dr. Thackery nicht als übersympathische Figur angelegt. Vielmehr ist er einzelgängerisch, ruppig und rassistisch, wenn auch mit Anflügen von Loyalität und Befähigung vor allem zu Männerfreundschaften. Zu ihm stößt der auch wegen seiner dunklen Hautfarbe ungewollte aber ebenso fähige Arzt Dr. Algernon Edwards.

Szene aus "The Knick"
Thackery (Clive Owen, Mitte laufend) kommt einem Schwarzen, dem weiße Lynchjustiz droht, vor dem „Knick“ zu Hilfe.

Neben diesem oftmals blutig abgefilmten Teil der Serie beschäftigt sie sich mit den Zuständen rund um das Krankenhaus herum. Sie erleben Sanitäter, die sich um Patienten prügeln – denn wenn sie diese „ihrem“ Krankenhaus bringen (vor allem wenn es wohlhabende Patienten sind), verdient das Krankenhaus am Patienten und die Sanitäter erhalten eine Art „Finderlohn“. Die Problematik der Finanzierung kommt immer wieder zu Wort: Man braucht reiche „Kunden“ oder Gönner, will aber keine Abstriche in der Grundversorgung machen. Desinfektion gibt es noch nicht, die Ärzte arbeiten mit bloßen Händen und grobem Gerät. Elektrizität findet gerade erst ihren Weg und stellt die Menschen auf die Probe. Von Bestechung des Gesundheitsamtes ist die Rede, dessen Mitarbeiter Hausbesitzer dank Schmiergeld nicht zwingen, ihre Häuser mit Elektrizität und fließenden Wasser auszustatten. Dies wäre zum Schutz vor Seuchen gedacht, denn es grassieren Krankheiten wie Typhus und Tuberkulose. Kinder müssen arbeiten. Dunkelheutige leben in Ghettos. Es wird ein hartes, dreckiges Leben skizziert, neben dem das der sehr Reichen wie in einer Seifenblase herläuft.60086-8-02

Szene aus der Serie "The Knick"
Dr. Thackery (Clive Owen) versucht, assistiert von Lucy (Eve Hewson, r.) eine erste Bluttransfusion.

Und es gibt viel Spannendes zu sehen. Wie früher Blut abgepumpt wurde zum Beispiel, mit einer Handpumpe. Oder wie der Sanitäterwagen mit handbetriebenem Warnhorn durch die Straßen fährt.

„The Knick“ besticht durch zwiespältige Charaktere in einer harten Welt, Menschen, bei denen Gutes und Schlechtes so nah beieinanderliegen, dass es nicht mehr auseinanderdividiert werden kann – passend zu den rauhen Zeiten, in denen sie sich bewegen. Mit Clive Owen ist Dr. Thackery groß besetzt. Die Stimmung der Serie ist, wie man sie sich nur wünschen kann, düster mit der Hoffnung auf Licht. Allerdings, das sei gesagt: Dank der ausführlichen Operationsszenen und der dabei nicht selten sterbenden Menschen ist „The Knick“ nichts für zarte Gemüter. Denen mit einem starken Magen und Faszination für die Jahrhundertwende wird sie dagegen gefallen und Stoff zum Nachdenken geben. Wir waren plötzlich ganz dankbar fürs Krankenhausessen heute…

Die Serie „The Knick“ läuft Dienstag Abends, um 22.30 auf ZDFneo60086-8-01

 

Alle Bilder: Copyright: ZDF/Mary Cybulski

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Buchtipp: Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

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Es gibt wirklich viele tolle Kochbücher im Vintagestil. Ich muss es wissen, denn ich habe viele in meinem Schrank stehen (nicht, dass ich oft dazu käme, etwas daraus zu machen – meist muss ich mich aufs Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen-lassen beschränken). Doch manchmal gibt es Schmuckstücke, die besonders auffallen, und so ist es auch mit diesem: Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

Kochen und Backen mit Herzblut und Retroflair

Vielleicht kennen Sie Frau Herzblut schon, als Bloggerin oder schon seit vielen Ausgaben als Autorin für den Vintage Flaneur – und bei uns ist sie nicht umsonst, sondern weil sie großartige Arbeit leistet. Sie bewundern ihre Rezeptseiten bei uns im Heft? Dann hat Ihnen das Buch noch viel mehr davon zu bieten.

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Frau Herzblut hat damit Anfang des Jahres ein grandioses Debut hingelegt, mit Rezepten, die sich sehen lassen können, passenden bezaubernden Sytlingideen, einem schlüssigen Gesamtkonzept und natürlich wahnsinnig tollen Fotos. Denn neben dem Kochen und Backen sind Dekorieren und Fotografieren unbestreitbare Talente dieser begabten Dame. Und alles, wie der Name schon sagt – voller Herzblut. Liebevoll arrangiert Frau Herzblut ihre Kreationen zu verschiedenen Themen mit passenden Deko-Elementen im Vintage Stil. So wird das Hawaii-Thema wunderbar sommerlich, Alice im Wunderland so romantisch verwunderlich wie man es sich nur wünschen kann und die Vorschläge für die Silvesterparty werden stilvoll in schwarz-weiß und Gold gehalten (womit ich Ihnen schon das eine oder andere aus ihrem zweiten Werk erzähle, das ebenso schön anzusehen und inspirierend ist wie ihr hier zu sehendes erstes Buch). Und so dürfen wir Ihnen, liebe Köchinnen und Dekoqueens, Bäckerinnen und Naschkatzen, dieses Stück Kochliteratur wärmstens ans Herz legen. Mit dem Versprechen: es wartet noch einiges Spannendes und Schönes auf Sie!

 

 

 

 

 

Carolin StrotheFrauHerzblut-Alice

Frau Herzblut – Feine Köstlichkeiten & liebevolle Stylingideen

Gebundene Ausgabe (Hardcover): 112 Seiten, ca. 65 Farbfotos, mit handgefertigten Illustrationen

Verlag: Busse Collection

Erscheinungstermin: Februar 2015

€ 18,95 (D) € 19,50 (A) 27,50 CHF (CH)

ISBN 978-3-512-04055-9

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Der Vintage Flaneur bei der Fashionweek Berlin/Sommer 2015

Viele haben es mitbekommen – letzte Woche tummelte sich unsere Redaktion anlässlich der Fashionweek 2015 in Berlin. Stellen sich die Fragen: Was ist das, was wollen die da und wie wars?

Fashion Week – Was ist das?

Zweimal im Jahr wird Berlin mit der Fashionweek zu einem Modezentrum. Zentral sind die viel in den Medien besprochenen „Runways“, auf denen einige große Designer ihre Kollektionen für den nächsten Sommer präsentieren – dort kommt man nur auf Einladung hinein, die Plätze sind sehr begrenzt. Wichtig außerdem sind die vielen Messen verschiedener Größe. Sie sind vorrangig für Einkäufer. Der Boutiquebesitzer Ihres Vertrauens sucht sich also Messen, auf die er gehen möchte, schaut sich dort an, was die Labels anbieten und bestellt die Kleidung, die dann ein Jahr später für Sie im Laden hängt. Auch für die Presse sind die Messen offen, für Privatpersonen jedoch meistens (noch) nicht. Daneben gibt es zahlreiche „Showrooms“ in denen Designer und Labels abgekoppelt von großen Veranstaltungen ihre Kollektionen auf Termin zeigen und sich auch oft Zeit für einen Kaffee und ein Gespräch nehmen. Darumherum gruppieren sich zahllose Veranstaltungen, Partys, Preisverleihungen usw.

Was macht der Vintage Flaneur auf der Fashionweek 2015?

Für uns gibt es viele Anreize, uns zur Zeit der Fashionweek 2015 nach Berlin zu begeben. Wir wollen neue, spannende Labels für Sie, liebe Flaneure, finden, die wir Ihnen dann im Vintage Flaneur vorstellen. Wir wollen unsere bestehenden Kontakte erweitern und stärken – es ist soviel besser, sich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten als nur Emails zu schreiben oder zu telefonieren. Wir besuchen alte Bekannte. Wir halten nach für uns interessanten Trends Ausschau, das hilft uns, das nächste Jahr schon recht früh zu planen. Wir haben also viel zu tun. Alles zu sehen ist unmöglich und Berlin ist groß, wir müssen vorher eine gute Auswahl treffen und dann gehts los.

Wie wars?

Spannend. Und anstrengend. Das ist es immer. Unsere Erlebnisse in Kurzform, da alles andere viel zu lang wäre:

Montag: Abends Anreise in Berlin, der Tag war mit Reisevorbereitungen gefüllt. Die Party von Amorelie schaffen wir leider nicht, wir landen zu spät.

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Die neue Lena Hoschek Kollektion wird romantisch – sie ist von der französischen Provence inspiriert.

Dienstag: Während sich Frl. Peter mit Miss Mole trifft, sind Herr Duijm und Frl. Dovermann beim Lena Hoschek Runway. Die Anreise gestaltet sich dank eines liegengebliebenen Busses als kompliziert, doch angekommen lohnt es sich: Die kommende Kollektion (für Sommer 2016) ist hinreißend und wir treffen interessante und nette Menschen (Konrad vom Firebirds Festival, Enie van der Meiklokjes, Niki von Miss Lillys Hats…passende Bilder finden Sie bei Facebook und Instagram). Weiter gehts zur ersten Messe, der Bread & Butter, im letzten Jahr noch eine Riesengeschichte, inzwischen leider abgestürzt. Dennoch verbringen wir dort den Rest des Tages in angeregter Unterhaltung mit verschiedenen Labels, insbesondere haben wir eine großartige Zeit mit Blutsgeschwister. Auf die Lena Hoschek Party, auf die wir so gern gegangen wären, mussten wir dann verzichten – die nächsten Tage würden noch lang und wir waren da schon kaputt. Es hört sich wenig an, aber es ist eine Herausforderung.

Mittwoch: Wir sind zur Beauty und Fashion Lounge von PR Reichert eingeladen, dürfen tolle Mode bestaunen, unsere Haut checken lassen, Kontakte knüpfen und uns etwas verwöhnen lassen. Von dort geht es weiter zur Panorama, einer der derzeit größten Messen. Dort treffen wir nochmal Blutsgeschwister und verbringen außerdem Zeit bei Vive Maria, Mademoiselle Tambour und Stop Staring und sehen spannende neue Marken – und schon ist der Tag wieder rum, die Messe schließt und wir sind den Abend alle noch verabredet.

Donnerstag: Besuchen wir den Showroom von Miss L Fire um die neue Kollektion zu bewundern. Danach gehts nochmal ins Messegetümmel. Die Show & Order hat zwar das eine oder andere Label zu bieten, aber es hält uns nicht sehr lang. Wir ziehen weiter zur „Seek“, eine Messe, die vorrangig Herrenmode zeigt. Der Aufenthalt dort wird lang, anstrengend und ergiebig, es gibt so viele spannende Labels, von Herrenmode über Schuhe zu Pflegeprodukten und sogar Schreibwaren. Auch hier müssen wir eine Party, die Pike Night von Pike Brothers und „Fein & Ripp“ leider wegen akuter Erschöpfung ausfallen lassen.

Freitag: Ist unser Rückflugtag. Wir haben etwas freie Zeit zum Bummeln, da Klaus von Retronia, den wir besuchen wollten, seinerseits auf der Seek ist. Nach einem Ausflug zu Steiff (unsere Kleine braucht schließlich ein Mitbringsel) geht es dann zu Anna C. Menzel, schicke Hüte bestaunen und ein Stück Kuchen essen. Dann folgt noch ein Termin, der uns wichtig ist: Marlenes Töchter feiert zusammen mit Class of Berlin und Rock-a-Tiki Geburtstag, da müssen wir wenigstens kurz reinschauen. Und wir treffen selbst in diesem kurzen Zeitraum, neben den bereits aufgezählten, liebe und oft schon bekannte Gesichter, wie Sheila Wolf, Redcat 7, Jasmin the Strange oder Feine Schnitte Berlin. Und dann geht es auch schon wieder Heim.

Berlin, wir mögen dich. Es war wieder eine wilde, aufregende, anstrengende Zeit und wir freuen uns schon aufs nächste Mal – sobald die Blasen an unseren Füßen verheilt sind.

Weitere Fotos finden Sie bei Instagram und auf unserer Facebookseite! 

 

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Man trifft spannende Menschen
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Schöne Kleider stöbern kommt gleich nach „Zeit mit lieben Menschen verbringen“
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Das komplette Vintage Flaneur Team (also auch Herr Duijm :-)) mit unserer Autorin und Redakteurin bei pinup-fashion.de/magazin Danni Zühlke.
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Wir bei Vive Maria 🙂
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Mit Mademoiselle Tambour <3
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Wundervolle Zeit bei Blutsgeschwister
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Vor dem Lena Hoschek Runway 😀
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Vintage Lifestyle Badezimmer im Retro-Stil

Liebe Flaneure,

wenn man uns die Frage stellt: „Warum mögt ihr eigentlich Vintage?“ dann ist eine der ersten Antworten sicher: „Weil Vintage das Leben schöner machen kann„. Das kann übrigens auch für Ihr Badezimmer gelten. So zaubern Sie Ihr Vintage Lifestyle Badezimmer:

Verschönern Sie Ihr Bad
In solchen Döschen lassen sich hervorragend Wattestäbchen und -pads unterbringen
Verschönern Sie Ihr Bad
Parfumfläschchen oder Lippenstifte sind in Glasschalen sicher verwahrt

Badezimmer sind ja nicht immer der schönste Ort, sollten es aber bei Lichte betrachtet sein, verbringt man doch nicht unwesentlich Zeit dort (und das gilt immerhin für beide Geschlechter). Mit einfachen und vielfach preiwerten (das ist ja auch zur Abwechslung einmal schön) Mitteln können Sie bezaubernde Vintage-Elemente in Ihr Badezimmer einbauen. Die passenden Orte für Ihre Suche sind für die Jäger und Sammler Floh- und Antikmärkte, für die, die es einfacher wollen simple Einrichtungshäuser und für den Surfer gerne auch ebay.

Verschönern Sie Ihr Bad
In Nostalgie-Blechdosen ist Ihr Makeup gut aufgehoben

Die Mittel der Wahl: Alte Spiegel (oder auch alte Bilderrahmen in die Sie Spiegel einfügen lassen) und jede Menge Porzellan- oder Glasschälchen und -behälter, oder auch Nostalgie-Blechdosen. Ihre Wattepads und Wattestäbchen müssen ja nicht in hässlichen Plastikverpackungen ihr Dasein fristen. Und auch für größere Ansammlungen von Makeup-Waren findet sich in einer schönen Blechbox sicher Platz. Make-up-Entferner und andere Flüssigkeiten können Sie in Glasflakons aufbewahren (allerdings müssen Sie dabei besonders auf Reinlichkeit achten und den Flakon regelmäßig säubern).

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Auch für den Herren gilt: Wenn Sie nicht umfüllen wollen, kaufen Sie schöner

Ein kleiner Tipp für Neu-Käufer: In den Niederlanden gibt es zahlreiche kleine Wohn-Accessoire-Läden, in denen es die schönsten Döschen und Deko-Elemente zu kleinen Preisen gibt.

Mit solch kleinen Hilfsmitteln lässt sich ihr Bad einfach verschönern und veredeln, auch ohne, dass Sie ein Dekorationsexperte sind. Und wieder – ist Ihr Leben ein Stückchen schöner.

Viele weitere Ideen, Vintage in Ihr Leben zu bringen, finden Sie im Vintage Flaneur.

Helfen auch Sie anderen Nostalgie-Verliebten: Wie verschönern Sie Ihr Leben?