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Die Frau für Glamour pur – Visagistin Dorothée Hartmann im Interview

Make-up Kunst von Visagistin Dorothée Hartmann

(Advertorial) In der aktuellen Ausgabe des Vintage Flaneurs finden Sie eine wunderbar glamouröse Modestrecke mit Abendmode im Stil der 20er Jahre. Den hollywoodreifen Look mit Wasserwelle und perfektem Make-up verdanken unsere Models in diesem Fall der Stylistin Dorothée Hartmann, die sich und Ihre individuellen Make-up Kreationen in dem folgenden Interview einmal genauer vorstellt:

Erzähl uns ein bisschen davon wie du zu deinem Beruf gekommen bist: wann hast du dich entschieden Visagistin zu werden und seit wann arbeitest du in diesem Job?

Mir war schon sehr früh in meiner Jugend klar, dass ich einen kreativen, handwerklich ausgerichteten Beruf ergreifen wollte. Außerdem habe ich sehr früh verstanden, dass es mir sehr liegt, die weibliche Schönheit, Vielfältig- und Wandelbarkeit so zu beeinflussen, dass eine neue, andere und wunderschöne Frau entsteht.
Es passte für mich perfekt Kosmetik, Ästhetik, Glamour, Frausein, historische Stilepochen, Perfektion, Farben und Materialen einsetzen zu können. Das alles waren Ursachen und Beweggründe, die mich beeinflusst haben.
All die unterschiedlichen Facetten zu vereinen und einen eigenen Wiedererkennungswert meiner Arbeiten zu schaffen waren für mich die primären Überlegungen, die mich veranlassten diesen Beruf zu wählen, der mir die Möglichkeit gibt meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und einen ganz eigenen Stil zu schaffen.
Heute bin ich seit 27 Jahren im TV, Foto-, Show- und Kunstbusiness tätig.

Make-up Kunst von Visagistin Dorothée Hartmann

Was macht deinen speziellen Stil aus? Wofür bist du bekannt?

Mein Ziel heute ist es weibliche, hyper-glamouröse Zauberwesen entstehen zu lassen. Kreationen aus perfektem Make-Up, Handarbeit mit individueller Handschrift, und z.B. Reptilienhäute mit Strass, Perlen und Glimmer, Spitzenmalerei, Netze, Netzoptiken sind Kennzeichen meiner Arbeit. Stylitisch biete ich eine Kombination aus Haute Coiffeure (selbstentwickelte Haarteile), Facepaint (Spitzenoptiken) und Bodypaint (Lingerie, Dessous, Glamour und Skelette).

Somit bin ich in der Branche bekannt für handgemalte Spitzen-Schleier in 3 D-Optik mit Strass Elementen, Perlen, Federn etc.

Bodypainting von Visagistin Dorothée Hartmann

Für wen arbeitest du bzw. hast du schon gearbeitet? Und in welcher Art von Kooperation arbeitest du am liebsten?

Ich habe schon für sehr viele Unternehmen, Fernsehshows wie z.B. Wella, L’Oreal, Henkel, Marbert, für RTL, den WDR, Brainpool, die Harald Schmidt Show, das 40 jähriges Porsche Design Event in LA 2012, die Show für Mercedes Benz S-Class Coupe/weltweite Werbekampagne mit Start auf der IAA 2013 gearbeitet, nehme aber auch Aufträge von privaten Personen an, die sich in eine völlig andere, glamouröse Person verwandeln möchten, je nach Anlass.
Dass ich in erster Linie allein arbeite, ergibt sich schon aus den besonderen Anforderungen an meinen Job und die Einzigartigkeit der Ergebnisse, die erzielt werden sollen und die nur durch meine Fähigkeiten entstehen können. Dabei kann mir vielleicht jemand assistieren, jedoch nie wirklich helfen!

In unserem 20er Jahre Shooting für die Ausgabe 25 hast du den Models Spitzenornamente mit Perlen gezaubert, wo hast du diese Make-up Kunst gelernt?

(Dorothée lächelt.)

Die Kunst des Malens von Netzen- und Spitzenschleiern konnte mir niemand vermitteln oder beibringen, ich habe mir diese Techniken selbst in sehr mühevollem autodidaktischem Lernen erarbeitet und heute zu einer so hohen Perfektion entwickelt, dass dieses auch nicht ohne weiteres reproduzierbar ist. Somit kann ich diese Technik sehr exklusiv anbieten!

Hast du ein paar Tipps für unsere Leserinnen für ein perfektes Vintage Make-up?

Für das perfekte Vintage Make-Up müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein bzw. unbedingt beachtet werden:

  1. Schneewittchen Make-Up als Basic Teint
  2. Pfirsich Rouge oder Pompon Wangen
  3. Lange falsche Wimpern
  4. Blutrote, matte Lippen
  5. Lange, mandelförmig gefeilte rote Fingernägel
  6. Pechschwarzer, 5oer Jahre-Style geschwungener Sophia Loren Eyeliner
  7. Eleganter, locker frisierte Chingion (Haare) oder Lockenmähne

Die einfachste Lösung ist natürlich mich zu buchen.
Ich bin erreichbar unter dorothee.hartmann@icloud.com

 

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20er Jahre Party geben

Frau im 20er Jahre Kleid vor Piano

Feiern wie der große Gatsby mit einer grandiosen 20er Jahre Party – das ist derzeit das hohe Ideal einer Feier. Legendär erscheinen die Zusammenkünfte der Roaring Twenties, unabhängig davon, ob im glanzvollen Amerika oder dem verruchten Berlin der Weimarer Republik. Rauschhaft kommt sie uns vor diese Zeit und vor allem ihre Parties, hemmungslos und prachtvoll. Wer kann sich dieser Ästhetik schon entziehen? Auch wir lieben sie und haben in Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs so einiges Glitzerndes und Glamouröses für ein solches Fest zusammengetragen.

In diesem Zuge kam eine Leserin auf uns zu und fragte nach Tipps für eine eigene Festivität im Stil der 20er. Seither frage ich mich, ob man die so wirklich geben kann.

Die 20er Jahre – abseits der Pracht

Werfen wir einen kleinen, nur oberflächlichen Blick nach hinten: Die 20er Jahre waren wirklich sehr weit von unserem heutigen Leben entfernt. Im Zuge von schillernden Figuren wie dem Großen Gatsby blenden wir gerne aus, dass es eine finanziell und gesellschaftlich sehr schwierige Zeit war. Der erste Weltkrieg war gerade vorbei, viele Menschen bitter arm, vom Krieg traumatisiert, viele Väter, Söhne, Brüder waren nicht zurückgekommen oder seelisch oder körperlich verletzt. Viele alten Überzeugungen, moralisch wie politisch, waren in den Grundfesten erschüttert worden. Es war eine pessimistische Generation, von F. Scott Fitzgerald und Getrude Stein als „verlorene Generation“ oder Frankreich als „Generation in Flammen“ bezeichnet. Und auch abseits des Krieges war die Lebenswelt eine andere: An eine Wohnkultur wie heute beispielsweise war gar nicht zu denken in einer Zeit, wo viele in Zimmern mit nur der allernötigsten Ausstattung lebten, ohne Bad, ohne fließendes Wasser, ohne Elektrizität (das gab es natürlich alles schon, aber es war keineswegs für jeden zugänglich). Das schreibe ich nicht, um den moralische  Zeigefinger gegen 20er Jahre Feiern zu erheben, sondern weil es elemtarer Bestandteil auch der Feierkultur war. (lesen Sie unter dem Bild weiter)

Zwei Damen in 20er Jahre Kleidern
Aus Ausgabe 19 von Jamari Lior, H&M: Little Shop of Beauty, hinten: Teresa von Thée in Vecona Vintage, vorne: Paula Walks in Frock & Frill

Das androgyne Schönheitsideal des Flappergirls beispielsweise hat eigentlich einen eher unschönen Hintergrund: Die jungen Mädchen hatten lange gehungert und waren mangelernährt, daher waren sie per se viel schmaler als Frauen heute. Und auch, dass das Korsett damals in die Kritik geriet und as lockere Kleid in Mode kam, hatte nicht nur mit modischer Entwicklung und Emanzipation zu tun: Viele Frauen mussten nun, da die Männer auf dem Schlachtfeld waren, arbeiten und legten das Korsett daher ab, nicht aus hehren Idealen. An dieser Stelle stößt man einmal mehr auf das spannende Phänomen, dass der Krieg, bei all seinen Schrecken, die Frauenbewegungen immer vorangetrieben hat (das gilt auch für den zweiten Weltkrieg wieder). Durch das Wegfallen der Männer zu Hause kam es für die weiblichen Mitglieder der Familie zu einer anderen Situation. Das Arbeiten war mühselig, gab aber auch ein neues Selbstbewusstsein. Und es war oft kein Vater und kein Bruder zu Hause, der die jungen Mädchen, die nach Ablenkung vom Alltag hungerten, zu Hause hätten halten können – was ihnen die Möglichkeit gab, Feiern zu gehen, zu rauchen und gegebenenfalls auch moralische Grenzen hinter sich zu lassen.

Die eben erwähnte Wohnsituation trieb viele Menschen aus dem Haus. Wie viel schöner war es doch in einer Bar oder einem Café oder einem der legendären Tanzhäuser Berlins (wenn man es sich leisten konnte) als in einem kargen Zimmer. Liebe Flaneure, gerade die großen Tanzhäuser müssen unglaublich gewesen sein, mit unendlich viel Phantasie (und Budget wie es scheint) eingerichtet, mit Wasserfällen, Telefonleitungen von Tisch zu Tisch, Spiegeln, Lüstern, exotischen Tieren und und und. Investitionen in Amüsementbetriebe lohnten sich: Keiner wollte zu Hause bleiben, und der eben überstandene Krieg ließ den Menschen das Geld aus der Tasche fließen. Das Leben konnte so kurz sein, es wollte genossen und die Erinnerungen an die Übel der Welt vergessen werden.

Vergessen, das ist ein wichtiges Stichwort für diese Generation ohne Zukunft. Und Drogen gehörten da für viele dazu. Zum Mythos der goldenen 20er gehören rauhe Mengen an Alkohol untrennbar dazu (übrigens nicht nur zu den Feiern, trinken war alltäglicher als heute, weil es weniger umstritten war). Aber nicht nur das, auch andere Rauschmittel wie Opiate, Kokain oder Heroin waren zu bekommen und wurden viel hemmungsloser genutzt als heute. Schwierig zu bewerten erscheint mir die Sexualität der damaligen Zeit, zwischen alten Moralvorstellungen und dem Gefühl, das Leben sofort genießen zu müssen (und vielleicht für eine Nacht mit Gefälligkeiten auch von einem Herren den ganzen Abend eingeladen zu werden).

Ganz sicher ist jedoch: Mit Tipps für eine „echte 20er Jahre Party“ stoße ich an meine Grenzen. Wir können und wollen die Zeit nicht zurückdrehen. Und ich kann Ihnen schlecht raten, lebende exotische Vögel als Dekoration in Ihr Wohnzimmer zu setzen, Ihren Gästen eine Schellackplatte aufzulegen und Ihnen dann reichlich Opiate anzubieten. Seien wir ehrlich: Wenn wir eine 20er Jahre Party feiern, dann lehnen wir uns optisch und musikalisch an, aber wir feiern einen Traum, einen Mythos, und sollten das auch genau so genießen.

Nun aber doch: Tipps für die 20er Jahre Party

Damit aber wenigsten ein bisschen der passende Flair aufkommen kann, will ich wenigstens versuchen Ihnen etwas an die Hand zu geben. Am einfachsten ist der Weg zu einer professionell organisierten 20er Jahre Party zu gehen wie der Boheme Sauvage oder „Party like Gatsby“, e sgibt derzeit verschiedene Anbieter. Da ist schon für eine tolle Location und oft ein bombastisches Unterhaltungsprogramm gesorgt. Sie müssen nur noch die passende Garderobe (die Sie zum Beispiel in Ausgabe 25 der Vinatge Flaneurs finden) sorgen und für das passende 20er Jahre Make-up.

Es soll aber doch bei Ihnen daheim sein?

Passende Kleidung und Make-up sollten selbstredend auch hier nicht fehlen. Für das Essen spare ich mir Tipps – die Essgewohnheiten der 20er sind weit weg von unseren und Sie werden viele „echte Rezepte“ nicht nachmachen können oder wollen. Machen Sie einfach etwas Leckeres, nicht wahr? Sorgen Sie für passende Musik (je nach Geschmack, alte Schlager, Swing oder Elektro-Swing beispielsweise). Ein Trichter-Grammophon ist natürlich sehr zierend, funktionierende Repros sind für nicht allzuviel Geld zu bekommen – allerdings dürfen Sie von einem 60 Euro Gerät auch keine große klangliche Leistung erwarten. Außerdem bräuchten Sie dann noch jede Menge Nadeln und natürlich passende Schellackplatten – wenn es ums Musikhören geht bleiben Sie also vielleicht einfach bei Ihrem gewohnten Gerät. Als Dekoration bieten sich massig Stoffe an, dunkle und Gold vielleicht. Prächtige Blumen, große Vasen, alte Teppiche, es darf üppig sein. Versuchen Sie Ihre Wohnung zu verzaubern, dann erreichen Sie die Stimmung, die wir alle an den 20er Jahre Partys so lieben.

(Bild oben: Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Model: Lisa Denise, Mode via Fräulein Backfisch)

Frauen im 20er Jahre Stil
Aus Ausgabe 25 von Jamari Lior, H&M: Dorothée Hartmann, Models. Kety Biela und Malena, Mode via Fräulein Backfisch (vorne), Vecona Vintage und Maliné (Turban) hinten
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Vintage Weihnachten – Weihnachtsbräuche und -symbole

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole

Weihnachten – das ist ein überaus verheißungsvolles Wort! Jeder von uns verbindet mit der Vorweihnachts- und Festtagszeit sicherlich ganz spezielle Erinnerungen aus Kindertagen. Für die meisten von uns gehört der Duft von Plätzchen in die Adventszeit, ebenso wie Kerzenschein und Zeit mit der Familie. Unvorstellbar außerdem: Ein Weihnachten ohne den lichtgeschmückten Weihnachtsbaum und das oft üppige Festtagsessen.

Um ein richtiges Vintage Weihnachten zu feiern, ist mehr nötig als das perfekte retro Styling für sie und ihn oder true vintage Christbaumkugeln. Weihnachten bedeutet vor allem Zeit für Familie und hat viel mit Tradition und Brauchtum zu tun. Für einige Familien gehört es z.B. bis heute zum Heiligen Abend, in die traditionelle Christmette zu gehen und manche stellen noch immer, wie schon ihre Eltern und Großeltern, eine Weihnachtskrippe in ihrem Wohnzimmer auf.  Eine gute Gelegenheit, den Bräuchen und Symbolen der Adventszeit und der Weihnachtstage einmal auf den Grund zu gehen!

Vorweihnachtszeit – Wann kommt endlich das Christkind?

Zur Vorweihnachtszeit gehört ganz klar der Adventskranz. Mit jedem Adventssonntag wird eine weitere der vier Kerzen entzündet bis das Weihnachtsfest endlich vor er Tür steht. Der Adventskranz geht dabei auf den Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 für die Kinder in seinem Haus einen Holzkranz mit 23 Kerzen baute. An jedem neuen Morgen durfte eine weitere Kerze angezündet werden. Unser heutiger Adventskranz aus Tannengrün ist eine vereinfachte Version dieses Holzkranzes und hat zog erst um 1900 in jeden weihnachtlich gestimmten Haushalt ein.

Auch der bei Kindern wie Erwachsenen so beliebte Adventskalender gehört in die Vorweihnachtszeit. Bis zum Heiligabend darf jeden Tag ein neues Türchen geöffnet werden. Dabei gibt es den Adventskalender tatsächlich noch gar nicht so lange: Die fabelhafte Idee hatte ein Unternehmer aus München im Jahr 1903: er druckte einen Kalender mit 24 Feldern, auf den Kinder zunächst bunte Bilder kleben konnten. Die Idee, hinter den Zahlen und Türchen Schokolade oder andere Süßigkeiten zu verstecken, entwickelte sich sogar noch sehr viel später.

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole
Fotos aus Ausgabe 19: Fotografie und Bearbeitung: Jamari Lior, H&M: Christina vom Little Shop of Beauty in Bonn, Model: Paula Walks.

O Tannenbaum – Der Weihnachtsbaum

Zum Weihnachtsfest gehört hierzulande ein passender Baum, d.h. eine schöne, dunkelgrüne Tanne, die dann mit allerlei Glaskugeln, Figuren, Strohsternen, Kerzen und wahlweise ganz viel Lametta behangen wird.

Schon im Mittelalter galten grüne Zweige in der Winterzeit als Hoffnungsträger, sie standen für neues Leben und so hängte man Misteln, Tannen- und Eibenzweige auf, um damit in der kalten Weihnachtszeit das Leben zu feiern und böse Geister fern zu halten.

 

Im Mittelalter wurde das Weihnachtsfest übrigens öffentlich gefeiert: dazu gehörten schon damals Weihnachtsmärkte, Festumzüge auf den Straßen und Krippenspiele in den Kirchen. Die meisten Weihnachtsbäume wurden öffentlich auf großen Plätzen aufgestellt, ganz ähnlich wie die Maibäume und sie hießen dementsprechend auch Weihnachtsmaien.

Einer der ersten erwähnten Weihnachtsbäume stand 1419 im Freiburger Heilig-Geist Spital. Er war nicht wie heute üblich mit Glasschmuck und Kerzen versehen, sondern wurde mit Lebkuchen, Äpfeln und Nüssen behängt, die dann am Neujahrstag geplündert werden durften.

Erst mit der Aufklärung, in deren Kontext die teils bis ins Mittelalter zurückreichenden Bräuche als Aberglauben bekämpft wurden, hielt das Weihnachtsfest in die immer wichtiger werdende Familie und den geschützten Privatraum Einzug und so fand auch der Weihnachtsbaum allmählich seinen Weg in die Wohnzimmer, zunächst allerdings vornehmlich in protestantischen Familien. Für Katholiken war weiterhin die Weihnachtskrippe die wichtigste Requisite der Weihnachtszeit.

Es glitzert und funkelt – Der Christbaumschmuck

Für viele von uns gehören Lichter an den Weihnachtsbaum und wahrscheinlich kennt jeder von uns einige Verfechter der Tradition, nur echte Kerzen an den Baum zu stecken und die Lichterketten mit Nicht-Achtung zu strafen. Die Tradition, den Weihnachtsbaum, mit Kerzen zu schmücken, ist übrigens noch gar nicht so alt. Erst im 19. Jahrhundert und mit den Stoffen Stearin und Paraffin brachte das Kerzenlicht weihnachtliches Leuchten in die Haushalte und an den Tannenbaum.

Ebenso verhält es sich mit den gläsernen Christbaumkugeln, im 18. Jahrhundert behängte man die sogenannten Zuckerbäume noch mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen, die gerne auch schon vergoldet sein durften. Wann genau dann die große Produktion der gläsernen Weihnachtsbaumkugeln einsetzte, kann offenbar nicht mehr mit Sicherheit zurückverfolgt werden. Es existiert z.B. die Geschichte, dass sich im Jahr 1847 einer der traditionellen Glasbläser in Lauscha die schönen Äpfel und Nüsse für den Baum nicht leisten konnte und sich den Baumschmuck daher selbst aus Glas anfertigte. Belegbar dagegen ist, dass 1848 in Lauscha ein erster Auftrag über sechs Dutzend Glaskugeln aufgegeben wurde.

Vintage Weihnachten - Bräuche und Symbole
Fotos aus Ausgabe 19: Fotografie und Bearbeitung: Jamari Lior, H&M: Christina vom Little Shop of Beauty in Bonn, Models: Teresa von Thée & Paula Walks.

Christkind, Santa Claus & Co

Am 24. Dezember hat all das Warten dann endlich ein Ende: an Heiligabend kommt das Christkind (oder in vielen Familien inzwischen der Weihnachtsmann) und legt die Geschenke unter den festlich geschmückten Tannenbaum. Doch das ist nicht überall der Fall: In den Niederlanden dagegen ist nicht der 24. Dezember der höchste Weihnachtstag, sondern der Nikolaustag und damit der 6. Dezember. In Großbritannien, den USA und Australien bringt Santa Claus oder Father Christmas die Geschenke durch die Schornsteine in die Häuser und die Bescherung folgt erst am Morgen des 25. Dezembers.

Abseits von diesen inzwischen schon allseits bekannten Figuren der Weihnacht gibt es aber auch noch andere spannende Weihnachtsbräuche und Symbole: in Spanien sind es beispielsweise die Heiligen Drei Könige, die den Kindern am 6. Januar die Geschenke bringen und ihre Ankunft wird schon am Tag zuvor mit großen Straßenumzügen gefeiert. Während in Spanien fast überall Weihnachtskrippen aufgestellt werden, finden sich unsere so geliebten Weihnachtsbäume eher selten.

In Italien ist Weihnachten (natürlich!) ebenfalls ein großes Familienfest, auch hier werden die Kinder am Dreikönigstag beschenkt, hier ist es allerdings die weise Hexe Befana, die durch die Kamine in die Häuser rutscht und in den Schuhen der Kinder Geschenke hinterlässt. In einigen Teilen des Landes werden die Kinder auch schon am Heiligen Abend durch das Gesû bambino (das Christkind) oder von Babbo Natale, eine Version des Weihnachtsmannes, beschenkt.

Auch, wenn es sicher noch sehr viel mehr zu den vielen Symbolen der Weihnachtszeit zu sagen gäbe, endet hier unser kleiner Ausflug durch die Welt der Weihnacht, der sie hoffentlich ein wenig auf diese besondere Zeit des Jahres einstimmen konnte.

Erzählen Sie uns doch gerne in einem Kommentar von Ihren speziellen Bräuchen und Erinnerungen oder was Sie traditionellerweise an Ihren Weihnachtsbaum hängen.

Abendmode für die Festtagszeit, jede Menge Geschenktipps, Do it Yourselfs und vieles mehr finden Sie auch in der Weihnachtsausgabe 25.

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Vintage Mode für den filmreifen Winter

Frau im Vintagelook isst Popcorn

Liebe Flaneure, erstmalig zeigen wir Ihnen heute eine ganze geschlossene Strecke aus der Ausgabe 25: Die filmreife Vintage Wintermode im Kino!

Aus der Vintage Flaneur Redaktion

Was fast niemand weiß, obwohl es alle kennen: Ein Bild kommt nicht so aus dem Druck, wie es am Bildschirm aussieht. Sie können es selber versuchen und mal ein Foto daheim ausdrucken. Sie werden sehen, dass es die Farben verändert, die Schärfen und noch mehr. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, wie der Typ des Druckers und das Papier, auf dem Sie drucken.

Genau das gilt auch für uns: Wenn wir unsere Daten in die Druckerei schicken, wissen wir nie zu 100 % was wir als Produkt zurückbekommen. Es ist auch für uns immer eine Überraschung – meistens eine gute, aber eben nicht immer. So kam die Strecke zur Wintermode im Kino zu dunkel heraus. Dafür kann niemand etwas: Die Fotografin Yvonne Sophie Thöne hat ebenso tolle Arbeit geleistet wie Visagistin Nicole Blasel und die Models Marcel Häfner, Madame Donna de la Miez, Mina Ignis und Miss Sunset oder die Location, die Wied-Scala in Neitersen.

Über Vintage Glamour und Wintermode

Das können wir so natürlich nicht stehen lassen. Wir wissen, dass die meisten von Ihnen unsere Modestrecken lieben und immer gespannt erwarten, was die Modewelt zu bieten hat. Und so sollen Sie auch heute unser Vintage Wintermode sehen. Für alle, die die Ausgabe 25 des Vintage Flaneurs bereits haben als Zusatz zur gedruckten Strecke. Und für alle, die ihn noch nicht haben, als Anreiz: Die Ausgabe 25 ist nämlich sehr schön geworden. Die zweite Foto-Strecke voll mit glamouröser Abendmode sieht toll aus, spannende Artikel (über Kino und Filme, über Absinth, über Babylon Berlin und so viel mehr) säumen die Strecken und Do-it-yourselfs regen zum Zeit nehmen und Nachmachen an. Nicht zuletzt gibt es die schönsten Geschenktipps für Weihnachten. Hier finden Sie weitere Infos.

Und nun wünschen wir Ihnen ganz viel Spaß mit unserer filmreifen Vintage Wintermode!

Gruppe von Menschen in Vintage Wintermode betritt ein Kino
Mina Ignis: Mantel via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux – Madame Donna de la Miez: Jacke und Rock via TopVintage – Miss Sunset: Mantel via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Collegejacke, Jeans und Portemonnaikette: Rumble59
Frauen in Retrofashion suchen ihren Platz im Kino
Miss Sunset: Kleid: Vive Maria – Madame Donna de la Miez: Kleid via Dotty & Dan, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Menschen in Vintagemode im Kino bringen popcorn
Madame Donna de la Miez: Oberteil und Pencilskirt: Rumble59, Hut: Maliné – Miss Sunset: Kleid: Orsay, Hut: Maliné – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage
Frau in Retrokleidung vor Kinoleinwand
Madame Donna de la Miez: Kleid via TopVintage, Headpiece: Maliné
Frauen in Vintagekleidung im Kino klappen Stühle runter
Miss Sunset: Rock und Strickjacke via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Vive Maria, Strickjacke und Handschuhe via Dotty & Dan, Hut: Maliné
Päärchen in Retromode füttern sich im Kino mit Popcorn
Miss Sunset: Strickkleid via TopVintage, Hut: Laurence Leleux – Marcel Häfner: Hemd, Weste, Jackett und Hose: Vecona Vintage
Päärchen in Vintagefashion sitzt im Kino
Marcel Häfner: Hemd, Weste und Hose: Vecona Vintage – Madame Donna de la Miez: Pullover und Rock via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Rockabilly im Kino machen Popcornschlacht
Mina Ignis: Kleid via TopVintage, Schuhe: Keds – Miss Sunset: Overall via Dotty & Dan, Mütze: Coy – Art to wear/Berliner – Marcel Häfner: Jeans und Hemd: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans und Collegejacke: Rumble 59, Schuhe: Keds
Menschen in Retrokleid und Knickerbocker sitzen im Kino
Miss Sunset: Kleid: Blutsgeschwister – Marcel Häfner: Knickerbocker, Weste und Mütze: Retronia, Strümpfe via Retronia – Mina Ignis: Bluse und Rock via Dotty & Dan, Hut: Laurence Leleux
Frauen in Retrokleidung langweilen sich bei Actionfilm
Madame Donna de la Miez: Kleid: Vive Maria, Tasche via Dotty & Dan – Miss Sunset: Kleid via TopVintage, Hut: Maliné – Mina Ignis: Strickkleid: Blutsgeschwister
Frau im Vintageoutfit sitzt im Kino
Miss Sunset: Hose und Pullover via TopVintage, Hut: Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
zwei Päärchen in Vintage Mode sitzen im Kino
Madame Donna de la Miez: Rock und Strickoberteil via TopVintage – Mina Ignis: Kleid: Blutsgeschwister – Miss Sunset: High Waist-Hose und Bluse via Dotty & Dan – Marcel Häfner: Jeans und Gürtel: Rumble 59, Hut via Coy – Art to wear/Berliner Hutsalon
Päärchen im schicken Vintagelook verlässt Kino
Mina Ignis: Kleid via TopVintage – Marcel Häfner: Knickerbocker und Weste: Retronia, Strümpfe via Retronia
Rock'n'Roll Päärchen im Kino Gang
Marcel Häfner: Oberteil, Jeans und Gürtel: Rumble59 – Madame Donna de la Miez: Jeans: Rumble59, Bluse: Vive Maria

 

Frau im Vintagelook isst Popcorn
Mina Ignis: Strickjacke: Blutsgeschwister
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True vintage Schuhe – Schicke Fußbekleidung von Retro Unique

vintage Stiefel von Retro Unique

(Advertorial) Alle, die sich das ehrgeizige Ziel gesetzt haben, wirklich true vintage zu leben, wissen es schon längst: Ein true vintage Outfit will von Kopf bis Fuß durchdacht sein! Also gehören zu Kleid, Hut und Handtasche auch die passenden vintage Schuhe oder Stiefel und in dieser Hinsicht wird man bei Retro Unique sicherlich fündig und auch alle mit einem Faible für Bikerboots und Westernstiefel sind bei Retro Unique an der richtigen Adresse.

Lesen Sie unser kleines Interview und erfahren Sie mehr über Retro Unique und das außergewöhnliche Sortiment des Shops, der Vintageherzen höher schlagen lässt:

Wofür steht Retro Unique?vintage Stiefel von Retro Unique

Retro Unique gibt es seit dem Jahr 2006 und steht für ein Unternehmen welches mit Herzblut vintage Schuhen ein zweites Leben bei einem neuen Liebhaber einräumt. Wir legen viel Wert auf eine hochwertige Aufarbeitung unserer Lederstücke. Ein kompromissloser Kundenservice ist für uns genauso wichtig wie die Qualität unserer Ware.

Woher kommt Ihre Leidenschaft für vintage Schuhe?

Es ist einfach schön, an Frauenbeinen hübsche Stiefel und Schuhe zu sehen. Unsere vintage Schuhe heben eine Einzigartigkeit Ihrer Trägerin hervor; es ist eine Gegenbewegung zur Massenware unserer aktuellen Zeit. Ein gelungenes vintage Outfit, am besten natürlich mit einem unserer Paar Schuhe, belohnt uns für die umfangreiche Arbeit, die wir vor dem Einstellen unserer Artikel haben.vintage Stiefel von Retro Unique

Wo finden Sie all die außergewöhnlichen Second Hand Modelle und worauf achten Sie bei der Auswahl?

Die Ware kommt größtenteils aus alten Schuhmachereien, aus Theater- und Filmfundus sowie aus dem Ausland, wie z.B. unsere Western- und Bikerstiefel.

Welche Bandbreite kann der Kunde bei Ihnen finden, sind Sie auf bestimmte Jahrzehnte oder bestimmte Modelle spezialisiert?

Wir haben derzeit 70er-90er Westernstiefel und Bikerstiefel für Sie & Ihn, 50er-90er Schnürschuhe im Granny Stil der 20er Jahre sowie Damenstiefel der 70er-90er Jahre im Sortiment. Für Wünsche oder Bestellungen außerhalb dieses Sortiments sind wir aber immer offen und bemühen uns diese Ware dann zu besorgen im Rahmen unseres Möglichen.

Welche Schuhmodelle sind gerade jetzt zu Beginn der kälteren Saison beliebt? Was bieten Sie im Herbst und Winter an?

Derzeit haben wir unseren Shop um mehrere, hunderte Paare von Damenstiefeln und Schnürschuhen bereichert. Da bleibt kein Stil unberührt; einige unserer Modelle sind sogar gefüttert und somit bestens für die kalte Jahreszeit geeignet.

Schauen Sie doch einfach mal bei Retro Unique vorbei: www.retro-unique.de und www.retrounique.de

Mehr Schuhe im Vintage-Stil finden Sie auch im Vintage Flaneur.

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„An einem Tag mit Hut ist man nicht in Eile“ – Hutmacherin Antia im Interview

Fräulein Zauberhaft und Antia - Die Hutmacherin

(Advertorial) In Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs präsentieren wir Ihnen alles rund um den vintage Hut und zeigen schöne Hutmode passend zum Herbst. Auch von Antia – der Hutmacherin ist in der Ausgabe 24 der ein oder andere wundervolle vintage Hut zu sehen. Als gelernte Modistin hat sie natürlich besonders viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Hutformen und viele, gute Tipps für alle, die gerne mehr Hut tragen möchten. Dem Vintage Flaneur hat Antia einige Fragen zum Thema beantwortet und erzählt von ihrer Herbst- Winter Kollektion.

Wann begann deine Leidenschaft für Hüte? Und wann hast du dich dazu entschieden, Modistin zu werden?

Meine Leidenschaft für Hüte und Kopfputz habe ich bereits von Kindesbeinen an. Als Kind war Omas Hutschrank mein Reich und bot mir grenzenlosen Eintritt in die Welt der Phantasie: Ich wurde zur Prinzessin, Piratenbraut, war auf Pferderennen und bin mit großen, alten US Cars gefahren. Später waren Flohmärkte und Secondhandshops meine Ziele, um immer wieder neue Hut und Kleiderschätzchen zu finden. Damals wurden meine mit Stolz getragenen Errungenschaften milde belächelt und als „Oma Klamotte“ betitelt und auch abgetan. Heute nennt man es Vintage und wird zu meiner Freunde vermehrt getragen.

Während meine Schulzeit erfuhr ich, dass es den Handwerksberuf der Modistin (frühere Bezeichnung – Putzmacherin) gibt und ja, was kann ich mehr sagen, ab da war klar was ich machen werde.

Was ist typisch Antia? Wofür stehen deine Hüte?

Meine Hüte stehen für die Weiblichkeit, für das (wieder) sichtbar-Sein, für das eigene Empfinden, für die eigenen Augen – für das Bild, welches neu aus einem Spiegel herausschaut und so schön ist. Es ist dieses unbeschreiblich wunderbare Gefühl was so ein kleines Kopfputz-Schätzchen mit der Trägerin machen kann. Plötzlich hat man Zeit, die Schritte werden langsamer und das Hütchen macht sich selbstständig. Nicht selten geschehen kleine unerwartete federleichte Ereignisse… Türen werden aufgehalten, Gentlemen bieten sich an beim Tragen zu helfen oder ziehen im vorbei gehen den Hut. Das Lächeln kommt zurück…

An so einem Tag mit vintage Hut ist man nicht in Eile…vintageinspirierter Hut

Vermisst du als Modistin eigentlich die vergangenen Zeiten, in denen Hüte noch ganz selbstverständlich zu einem kompletten Outfit gehörten? Oder findest du, dass die Möglichkeiten sich auszudrücken heute vielfältiger sind?

Hm, das ist eine Frage, die nicht mit ja oder nein beantwortet werden kann.

Definitiv war es eine ganz wunderbare und enorm ausdrucksstarke Zeit der Mode, doch war diese auch sehr streng reglementiert. Der Hintergrund der gesellschaftlichen Ordnung, die Stellung der Frau, die Rechte der Frau – alles war anders und spiegelte sich auch entsprechend in der Mode wieder.

Gerade mal vor 40 Jahren gab es eine Reform des Ehe- und Familienrechts. „Beide Ehegatten sind berechtigt, erwerbstätig zu sein.“ Vorher musste Frau den Ehegatten um Erlaubnis fragen, ob sie arbeiten gehen darf. Ohne Berufstätigkeit hatten die Damen damals somit um einiges mehr Zeit für sich selbst zur Verfügung. Geht man noch weiter zurück und nimmt nur mal die Gegebenheiten, so gab es größere Autos, in die es einfach war mit großem Hut und enger schmaler Kleidung bequem hineinzugleiten (oftmals stand auch der private Chauffeur hilfreich zur Seite). Versucht man heutzutage in diesem Outfit in einen kleinen Corsa und/oder eine ältere hohe Straßenbahn einzusteigen – so hat man ein kleines Problem.

Danach kam die komplette Wende. Die Achtsamkeit auf sich selbst wurde beiseitegelegt und alles verschwand unter Hektik, Stress und einem immensen Grad an „Funktionieren müssen“. In den 1980er Jahren erlebte man das große Schließen der Hutsalons.

Die Zeiten ändern sich jedoch erneut und die Damen wie auch die Herren beginnen sich die Zeit zu nehmen die Weiblichkeit wiederzuentdecken und liebevoll auszuleben. Herren, die sich in ihre Liebsten neu verlieben weil ein Umbruch geschieht und die Damenwelt wieder weiblich wird. Dies ist so schön zu sehen insbesondere dies auch miterleben zu können.

Hüte von Antia - Die Hutmacherin
Fräulein Zuaberhaft macht ihrem Namen alle Ehre mit dem roten Hut von Antia.

Trägst du eigentlich auch privat oft einen vintage Hut und zu welchen Anlässen?

Ja, da ich mit „Hut“ aufgewachsen bin, gehört er einfach und selbstverständlich dazu. Für mich ist der Hut das berühmte i-Tüpfelchen an Ausdruck, ein Accessoire, aber auch der im ursprünglichen Sinne Schutz vor Kälte, Regen, Sonne… Ein weiterer, wenn auch sehr persönlicher Grund, ist, dass ich nicht wirklich begabt bin, schöne Frisuren zu zaubern und es wie ihr ja alle kennt diese furchtbaren Bad Hair Days gibt, so trage ich auch im Alltag Hut und es sieht einfach schön aus.

Auf Messen und Events im Vintage-Style ist Hut natürlich eine äußerst angenehme Pflicht. Sehr gerne greife ich aber auch zu einem kleinen Fascinator oder Headscarf (hach, so herrlich unkompliziert), je nach Lust, Laune und Outfit. Oft höre ich von Frauen „wann soll ich einen Hut tragen“ oder „sowas steht mir nicht“, hier kann ich nur erwidern: Jedem steht Hut, es gibt so viele verschiedene Formen und Variationen, hier findet sich für jedes Köpfchen ein Hütchen. Und tragen? Wann man Lust dazu hat! Ihr selbst seid der Anlass. Hüte passen auch wunderbar auf Jeans und Hosen. Es muss nicht immer Rock oder Kleid sein. Und wenn es „nur“ ein kleiner Fascinator ist, es hebt das Outfit nochmals besonders hervor.

Jetzt, wo der Herbst vor der Tür steht, beginnt auch wieder die Zeit für wärmende Hutmode und die Farben werden gedeckter. Welche Materialien, Farben und Hutformen verwendest du jetzt besonders gern?

Bei neuen Hut Kollektionen arbeite ich gerne mit meiner Berliner Designerin Fräulein Zauberhaft zusammen und lasse mich von Ihr beraten. Sie wählt Farben und Materialien aus, skizziert und beschreibt Formen und Tragevariationen von neuen Hütchen, die sie sich vorstellt. So sind bereits wundervolle „Vintage inspirierte Träumchen“ entstanden. Als Tochter der Hutmacherin ist sie inmitten von Hutformen und Materialien aufgewachsen und hat ein ganz eigenes und wunderbares Gespür für Harmonie und Ausdruck entwickelt.

Aber hört Sie selbst:

Unser beider Leidenschaft ist es ist schönen und oftmals einzigartigen Hut und Kopfputz zu entwerfen und anzufertigen. Wir durchforsten alle erdenklichen Fundorte nach Bändern, Spitzen, Federn, Schleier, Broschen und vieles mehr, um wunderbare Hüte zu machen, die kein anderer haben wird.
Speziell für den Herbst geht es natürlich auch in gedecktere Farben. Wir lieben warme Ton in Ton Farben aber auch Mischungen und Kontraste wie z.B. ockergelb zu braungrau aber auch zu moosgrün oder azurblau, anthrazit zu braun aber auch zu aubergine und flaschengrün  uvm.

Unverzichtbar sind klassische Muster wie Pepita, Leo oder besonders in diesem Herbst Tartan. Für diese kühlere und kalte Jahreszeit verarbeiten wir hauptsächlich Haarfilz und bevorzugt in Langhaar und Velour Qualitäten. Natürlich ist auch Wollfilz immer dabei – dieses Material verwenden wir vermehrt für unsere 40er und 50er Jahre Hut-Kollektionen. Verbunden mit der richtigen Hutform ist der Hut nicht nur schön und wärmend, sondern wird zudem zum unverzichtbaren Accessoire.

Eines noch – dies hat mir meine Lehrherrin, aus dem legendären Hutsalon Ilona, mit auf den Weg gegeben. Haltet euch immer vor Augen: „Man wird nur angeschaut wenn man gefällt“

Nehmt also die Blicke, die ihr an einem Tag mit Hut bekommt als Kompliment, als überaus positive Resonanz und als „Ja – du gefällst mir, sehr“ und lächelt…

Eure Putzmacherinnen

Antia & Alisha/ Fräulein Zauberhaft

www.antia.de

Alles für das perfekte Outfit mit vintage Hut finden Sie im Vintage Flaneur Nr.24

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Frozen Devil – Fruchtige Sorbets mit Schuss für Genießer

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil

(Advertorial) Was gibt es Schöneres als eine kühle Erfrischung an einem sommerlich-warmen Tag mit Sonnenschein? Die leckeren Sorbets mit Schuss von Frozen Devil sind aber nicht nur im Sommer ein Genuss, sondern sicher auch ein Highlight für einen schönen Feierabend. Im Interview hat uns die Inhaberin von Frozen Devil Dunia El-Said ganz persönlich von der Firmengründung und den tollen Sorbet-Sorten erzählt:

Möchten Sie uns Ihre Geschichte zu erzählen: Wie kamen Sie auf die Idee, qualitativ hochwertige Eissorten mit Alkohol zu produzieren und Frozen Devil zu gründen?

Seit 20 Jahren beschäftige ich mich als Beraterin der Lebensmittelbranche mit dem Thema Lebensmittel. Die letzten 8 Jahre habe ich mich schwerpunktmäßig dem Dessert gewidmet. Was mir gefehlt hat war ein hochwertiges Dessert, gefroren, speziell für Erwachsene, aber leicht und fruchtig sollte es sein. Ich habe zunächst ein Jahr lang diese Idee mit mir herum getragen und dann endlich mit den Versuchen für ein Sorbet mit Schuss begonnen. Nach einem weiteren Jahr hatte ich drei leckere Sorbets entwickelt. Nun stand ich vor der Frage was damit tun… Viele Freunde und vor allen Dingen meine Familie haben mich bei dem Schritt in die Selbstständigkeit unterstützt.

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil
Der Bestseller von Frozen Devil – Mango & Gin

Sie sind Unternehmerin und Mutter, wie Sie uns erzählt haben, gab es spezielle Hürden zu meistern. Welche Eigenschaften braucht man als Start-Up-Unternehmen Ihrer Meinung nach besonders?

Ja als Mutter zweier Kinder und mit einem Mann, der beruflich sehr stark eingespannt ist, braucht es eine 100% ige Überzeugung für die eigene Idee. Trotz der Überzeugung braucht man den Rückhalt der Familie, da unendlich viele Stunden Arbeit den Weg in die Selbstständigkeit pflastern. Zudem benötigt man ein finanzielles Polster, denn es ist zunächst einmal eine finanzielle Durststrecke angesagt. Welche Eigenschaften man besonders benötigt? Ein starker Wille seine Idee zu verwirklichen , Offenheit Veränderungen anzunehmen: Der Weg geht nicht gerade nach oben, es treten Umstände auf, mit denen man nicht rechnet, Spaß am Netzwerken, denn vieles läuft zunächst nur über Kontakte, Bereitschaft viel Neues zu lernen, denn wer beherrscht schon von A wie Akquise über S wie Steuer bis P wie Produktion alle Bereiche…?

Was ist Frozen Devil und welche Sorten gibt es? Haben Sie selbst einen Favoriten unter den Sorten von Frozen Devil?

Frozen Devil ist das erste handgefertigte Sorbet mit Alkohol welches in den Supermärken zu kaufen gibt.  Frozen Devil steht für exquisiten Genuss. Lieber Klasse statt Masse. Alle Produkte sind Vegan, Glutenfrei und ohne Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt. Es gibt die Sorten: Mango & Gin, Strawberry & Rum und Blueberry & Vodka.

 

Meine Lieblingssorte ist Blaubeere mit Wodka, obwohl diese am schwersten zu produzieren ist und ich jedes Mal bei der Reinigung meiner Eismanufaktur darüber nachdenke besser ein helles Sorbet zu produzieren.

Der Bestseller ist Mango mit Gin. Die Kunden lieben den Geschmack als würde man in eine Flugmango beißen. Der Gin verstärkt dieses wundervolle Aroma noch weiter.

Sorbets mit Schuss von Frozen Devil

Worauf achten Sie besonders hinsichtlich der Zutaten?

Für mich ist es wichtig, dass die Zutaten kein allergenes Potential haben. Zudem kaufe ich die Früchte immer bei einem Händler, von dessen Qualität ich überzeugt bin. Nur so kann ich eine gleichbleibende Qualität des Endproduktes garantieren.

Wo produzieren Sie und wo kann man Frozen Devil kaufen?

Hergestellt werden die Devils in Bad Godesberg in meiner eigenen Eismanufaktur. Ich habe mich sehr bewusst dagegen entschieden die Produktion an ein Femdunternehmen abzugeben, da ich ansonsten nicht nach meinem Verfahren gearbeitet werden würde. Der Nachteil ist allerdings, dass ich nur langsam wachsen kann, da die Produktionskapazitäten begrenzt sind. Der Prozess ist sehr zeitintensiv dafür erhalte ich ein Spitzenprodukt.
Kaufen kann man die Devils in Bonn bei Edeka Mohr, Edeka Schüller, im Early Bird, im Schni, bei Kooki, Herrn Schlösser und im BTHV. In Hamburg bei Feinkost Ahrend. In Köln bei Edeka Engls. Wir versenden das Eis sehr gerne in speziellen Verpackungen oder man kann es nach Rücksprache mit mir in der Eismanufaktur abholen.

Haben Sie drei Tipps für uns und unsere LeserInnen wie man möglichst cool durch den Sommer kommt?

„Cool bleiben“ gelingt prima bei einem Spaziergang am frühen Morgen bevor der Trubel und die Hitze des Tages aufsteigen, Mittags einfach mal Eiswürfel an die Arme und den Kopf reiben und abends ein Frozen Devil mit Freunden genießen und dabei Spaß haben!

Haben Sie auch Lust auf einen Frozen Devil bekommen? Dann schauen Sie bei Frozen Devil vorbei: www.frozen-devil.com

Mehr Tipps für den Sommer finden Sie u.a. auch im Vintage Flaneur Nr.23.

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Vegane Vintage Mode von Glücksgöttin – bunt, fröhlich und feminin

Glücksgöttin Vegane Vintage Mode

(Advertorial) In der Gartenparty-Modestrecke der Sommerausgabe Nr.23 des Vintage Flaneurs können Sie unter anderem ein paar bezaubernde Kleider des Labels Glücksgöttin entdecken. Glücksgöttin steht für nachhaltige, vegane Vintage Mode und für verspielte, farbenfrohe Vintage Kleider. Dieses Label und die Designerin hinter Glücksgöttin, Stephanie Springstrow, möchten wir Ihnen heute gerne einmal näher vorstellen:

Seit wann gibt es Glücksgöttin und wofür steht dein Label? Was hat dich zur Gründung von Glücksgöttin motiviert?

Glücksgöttin gibt es seit 2012. Mir gefiel die Art und Weise nicht, wie (die meiste) Kleidung entsteht. Umso tiefer man recherchiert, um so gruseliger wird es. Und die faire Mode, die es bereits gab, war mir persönlich nicht verspielt und weiblich genug.

Vegane Vintage Mode von GlücksgöttinGlücksgöttin steht explizit für vegane Vintage Mode, was bedeutet das bzw. worauf muss man achten, damit Mode vegan ist?

Nachdem ich selbst seit 6 Jahren vegan lebe, ist es selbstverständlich für mich gewesen vegane Kleidung zu produzieren. D.h. ich verzichte auf Wolle, Seide, Leder, Horn, Muscheln und verwende überwiegend Baumwolle. Tierleidfreie Mode ist mir neben der Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema.

Kannst du deine Kundinnen beschreiben: was sind das für Frauen, die bei Glücksgöttin ihre Kleider kaufen? Oder für welche Sorte Frau entwirfst du deine Kleider?

Das sind lebensfrohe und selbstbewusste Frauen, die etwas Besonderes suchen und mutig ihren eigenen Weg gehen. Neulich habe ich eines der schönsten Komplimente von einer Kundin bekommen. Sie meinte, egal wo sie sich befindet, sobald sie ein Glücksgöttin-Kleid trägt, fühlt sie sich als etwas ganz Besonderes.

Vegane Vintage Mode von Glücksgöttin
Stephanie Springstrow von Glücksgöttin.

Viele Glücksgöttin-Kleider sind farbenfroh, leicht und verspielt. Gibt es bestimmte Farben oder Muster, mit denen du jetzt im Sommer besonders gern arbeitest?

Im Grunde entstehen alle Kleider aus dem Augenblick heraus. Ich sehe ein Stück Stoff und weiß was daraus werden soll. So entstehen immer wieder wunderbare Einzelstücke…und es bleibt spannend. In den Sommermonaten wird es natürlich noch ein bisschen bunter und blumiger. Momentan habe ich eine Schwäche für die ganz nostalgischen beziehungsweise romantischen Modelle.

Wo findest du eigentlich all die schönen Stoffe für die Glücksgöttin-Kleider?

Wie bereits erwähnt, ist Nachhaltigkeit für mich ein wichtiges Thema. Daher verwende ich zu 99% vorhandene Materialien. Ich bin ständig auf der Jagd nach gut erhaltenen Stoffschätzen. Fündig werde ich auf Flohmärkten, Ebay und Secondhand-Läden. Denn nachhaltig ist das Stück Stoff, das am längsten lebt.

Vegane Vintage Mode von GlücksgöttinWas bedeutet Vintage für dich? Lebst du selbst vintage?

Ich selbst bevorzuge alte, beseelte Dinge mit Charme und in guter Qualität. Stil und Klasse, statt liebloser Masse. Ich halte es jedoch locker und springe in den Epochen gerne hin und her oder mixe alles wild miteinander. Erlaubt ist was gefällt. Irgendetwas ist immer vintage an mir, sei es die Friseur, ein Accessoire oder das Glücksgöttin Kleidungsstück (ich selbst trage natürlich auch gerne Glücksgöttin). In Hosen wird man mich sehr selten antreffen.  Ich finde der Vintage Stil ist eine wunderbare Möglichkeit aus jeder Frau die schönste Seite hervor zu locken.

Herzlichen Dank, liebe Stephanie für das Interview & viel Erfolg mit Glücksgöttin!

 

Neugierig geworden? Dann schauen Sie noch schnell bei Glücksgöttin vorbei:

https://de-de.facebook.com/GluecksgoettinveganeMode/

http://www.ebay.de/usr/gluecksgoettin*vegane*mode?_trksid=p2047675.l2559

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Schwanger im Vintage Stil

Schwanger im Vintagestil

eine Schwangerschaft im Vintage Stil – geht das zusammen? Schon in meiner ersten Schwangerschaft habe ich meine Probleme, mich während dieser Zeit schön anzuziehen, mit Ihnen geteilt. Auch in der zweiten Schwangerschaft stand ich wieder vor der Frage: wie kleide ich mich schwanger im Vintage Stil? Und ein bisschen anders ist es ja immer: Mein Bauch ist viel größer als in der ersten Schwangerschaft und während Greta ein Dezemberkind war, kommt unser zweiter Nachwuchs voraussichtlich Ende August – und der Sommer stellt da ganz andere Anforderungen als der Winter… Abgesehen davon hat sich an meiner Grundeinstellung aber nicht viel geändert. Ich wollte Kleider, die mir gefallen. Und dabei sollten sie nicht unbequem sein – unbequem ist eh schon genug. Ich wollte für die Monate nicht extra viel Geld in Kleidung investieren, die ich danach nicht mehr brauchen würde (wir wollen aber auch nicht mehr als zwei Kinder haben).  Und so blieben auch die alten Probleme:Schwanger beim Walldorf Weekender

„Echte“ alte Schwangerschaftsmode ist teuer und entspricht auch wirklich nicht meinem Geschmack. Dasselbe gilt aber für neue Schwangerschaftsmode – was H&M mir da zu bieten hat, das ist einfach nicht mein Ding (auch wenn das immerhin erschwinglich ist). So bin ich auch durch diese Schwangerschaft mit einem Minimum an „echter“ Schwangerschaftsmode gekommen: Genau 1 Kleid habe ich gekauft, für meine standesamtliche Trauung. Für mein Empfinden sind nach wie vor Asos und Mamalicious die einzigen Labels, die funktionieren, wenn man richtige Schwangerschaftskleider haben will. Es gibt da ab und an Schönes. Und wer sich das nun fragt: Die kirchliche Trauung habe ich kein Umstandskleid getragen, sondern ein Kleid im lockeren 20er Jahre-Stil. Das würde zwar jetzt nicht mehr passen, aber im März war es kein Problem.Schwanger und Vintage bei der Berlin Fashion Week

Im Großen und Ganzen bin ich aber wieder bei meinen geliebten, ebenso schönen wie pflegeleichten Jersey-Kleidern gelandet. Entgegen meiner Befürchtungen klappt das auch bis jetzt, am Ende der Schwangerschaft und mit so großem Bauch, dass ich regelmäßig gefragt werde, ob ich Zwillinge bekäme. Meine Labels dafür stehen auch fest: King Louie, Blutsgeschwister und Vive Maria. Damit habe ich mein bislang schon arbeitsreiches Jahr gut über die Bühne gebracht, den Walldorf Weekender, die Berlin Fashion Week aber auch den Alltag mit Computerarbeit, Hund und Kind.

Und wenn Sie jetzt noch weitere Inspirationen wünschen: Wir haben die gute Gelegenheit genutzt und in einem der Fotoshootings für Ausgabe 23 erstmaltig mit Babybauch gearbeitet. Nica del Mar stellt in der Strecke viele schöne Kleider vor, die auch ihren Schwangerschaftsbauch zieren. Die Ausgabe bekommen Sie hier.

Umstandsmode in Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs
Foto aus Ausgabe 24 des Vintage Flaneurs, von Delicate Photography, H&M: Katrin Werger, Model: Nica del Mar, Kleid: Blutsgeschwister, Schmuck: Kleinkariert, Deko: Depot
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Veranstaltungstipp: Das Classic Festival Schloß Lembeck 21.-23.07.2017

Das erste Classic Festival auf Schloß Lembeck

(Werbung) Heute haben wir einen ganz besonderen Tipp für alle Oldtimer-Fans: vom 21.-23.07.2017 findet auf dem wunderschönen Gelände des westfälischen Wasserschloss Lembeck (40km nördl. von Essen bei Dorsten) erstmals das Classic Festival Schloß Lembeck statt. Die Besucher erwartet ein Oldtimer-Festival im einzigartigen und stilvollen Ambiente eines typisch westfälischen Wasserschlosses bestehend u.a. aus einer Ausstellung für gepflegte Old- und Youngtimer; diverse Marktstände präsentieren Lifestyle-Produkte rund um das Thema Oldtimer und im eleganten Festzelt erwartet den Besucher mit dem mehrfach ausgezeichneten Star-Koch Thomas Püttmann ein anspruchsvoller Restaurant-Betrieb. Wer lieber picknicken möchte, wird auch dafür sein Plätzchen finden: mit speziellen Picknick-Tickets erhalten Freiluftfans einen großzügigen Parkplatz auf der Picknickwiese vor dem Schloss für zwei Personen und können vor wunderbarer Kulisse eine Pause einlegen.

Auch für die passende musikalische Unterhaltung ist gesorgt, am Samstag und Sonntag spielen die Speedos für das Oldtimer-liebende Publikum und sorgen für Stimmung und Partylaune. Und natürlich darf auch das richtige Outfit in einem so stilvollen Ambiente nicht fehlen: Besucher im eleganten Vintage Outfit sind erwünscht und gern gesehen. Am Sonntag, 23.07.2017 wird unter allen Besuchern das schönste, nostalgische Besucher-Outfit gekürt!

Das erste Classic Festival auf Schloß LembeckConcours d’Elegance mit Publikumswertung!

Zu jedem stilvollen Oldtimer-Festival gehört auch ein sogenannter „Concours D’Elegance“ – die Präsentation der Teilnehmerfahrzeuge einer Veranstaltung vor einer Fachjury und dem Publikum. Normalerweise begutachtet eine Fach-Jury die Fahrzeuge und vergibt auf Basis diverser Kriterien die entsprechenden Platzierungen. Beim Classic-Festival Schloß Lembeck soll das jedoch erstmals anders sein! Hier ist das Publikum die Jury und gibt per Stimmkarte sein Votum ab. So entscheidet das Publikum, welches das vermeintlich schönste Fahrzeug ist, damit haben auch Fahrzeuge eine Gewinnaussicht, die bei einer Fach-Jury-Wertung kaum Chancen hätten, nur weil vielleicht der eine oder andere „Makel“ daran ist. Das Publikum jedoch entscheidet nach persönlichem Geschmack und Sympathie und ist unbestechlich.

Der Concours d‘ Elegance findet nur am Samstag, den 22. Juli 2017 ab 14.30 Uhr statt, der glückliche Sieger wird um 17.00 Uhr verkündet.

Oldtimer Ausfahrt auf dem Classic Festival Schloß Lembeck

Oldtimer-Ausfahrt

Für alle Oldtimer-Enthusiasten, die den Besuch des Festivals am Sonntag mit einer kleinen Ausfahrt kombinieren möchten, besteht die Möglichkeit sich mit Abfahrt um 10:30 Uhr zu einem 2,5 –stündigen, gemütlichen Ausflug durch das Münsterland anzumelden. Sie erhalten dazu ein detailliertes, einfach aufgebautes Roadbook incl. Kartenmaterial und können so ganz gemütlich das angrenzende Münsterland erkunden. Beim Start erhalten Sie ferner ein schönes Lunchpaket mit Snacks und Getränken, sodass Sie jederzeit entlang der Strecke ein gemütliches Picknick einlegen können.

Ab 13:00 Uhr erreichen dann alle Fahrzeuge wieder das Festival-Gelände und haben die Sondererlaubnis im Schritt-Tempo durch den Schlosspark zu fahren – dabei werden die Fahrzeuge dem Publikum über Lautsprecher kurz präsentiert.

Zum „Sonntag-Ausflug“ sind teilnahmeberechtigt:
Max. 75 gut gepflegte, schöne und besondere Fahrzeuge bis max. Baujahr 1985. Der Veranstalter behält sich das Recht einer Fahrzeugauswahl vor. Die Teilnahme mit dem angemeldeten Fahrzeug ist verpflichtend und darf ohne Zustimmung des Veranstalters nicht mehr getauscht werden.

Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier: https://www.classic-festival.de/allgemeine-infos/sonntag-ausflug

Eintrittspreise
1-Tages-Ticket (Samstag oder Sonntag)
Erwachsene: Vorverkauf 16,00€ – Tageskasse 19,00€
Kinder bis 12 J.: Vorverkauf 5,00€ – Tageskasse 6,00€
2-Tages-Ticket
Erwachsene: Vorverkauf 25,00€ – Tageskasse 30,00€
Kinder bis 12 J.: Vorverkauf 6,00€ – Tageskasse 7,00€
Picknick-Ticket
1 Auto + 2 Personen an 1 Tag: 45,00€ (inklusive Zugang zum Gelände)
Das Classic Festival Schloß Lembeck
  • Organisation:
Classic-Festival Oldtimer GmbH
Thomas Schlott, Klaus Koehne
Telefon: 02202 / 188 26 46
Fax: 02202 / 293 48 76
Mail: info@classic-festival.de
  • Alle Informationen finden Sie auch unter: www.classic-festival.de
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Jetzt wird es bunt! – Kleinkariert im Interview mit dem Vintage Flaneur

Nadine Vieker von Kleinkariert

(Advertorial) Accessoires sind das A und O für ein gelungenes Vintage Outfit und wer auf der Suche nach besonderem, fröhlich-bunten Schmuck oder einem einzigartigen Fascinator ist, der wird bei Kleinkariert sicherlich fündig. Auch zum Beispiel in der Sommerausgabe Nr.23 des Vintage Flaneurs zeigen wir einige hinreißende Stücke von Kleinkariert, in die man sich direkt verlieben kann. Heute möchten wir Ihnen das Gesicht hinter Kleinkariert vorstellen: Nadine Vieker designt für ihr Label nicht nur Schmuck, sondern auch bezaubernde und detailverliebte Fascinator und ebenso tolle Röcke mit einzigartigen Prints.

Liebe Nadine, woher kommt deine Begeisterung für Vintage Mode und Schmuck? Seit wann spielt Vintage für dich eine Rolle und was fasziniert dich daran?

Schon in der frühen Kindheit bin ich mit Rock’n’Roll in Berührung gekommen. Meine ältere Schwester war ein grosser Elvis-Fan und ich war davon überzeugt, dass Sie ihn auch heiraten würde (damals war mir nicht klar, dass Elvis schon lange tot war). Gemeinsam haben wir uns viele Filme angesehen und ich war begeistert von diesen „Dreh-Röcken“, die so schön beim Tanzen abstehen. In meiner Jugend habe ich dann selbst mit Kleidung und Frisuren experimentiert. Das, was ich gerne anziehen wollte, gab es nicht zu kaufen, weshalb ich anfing, selbst Hand und Nadel anzulegen. Die Liebe zur Rock’n’Roll-Musik hat mich soweit ich denken kann immer schon begleitet.

Kleinkariert - Vintage Mode und Accessoires

Seit wann gibt es Kleinkariert?

Kleinkariert  wurde im Jahr 2008 gegründet und  zunächst neben dem Beruf ausgeübt. Mein kleines Label erfreute sich schnell an einem festen Kundenstamm, der die in liebevoller Handarbeit gearbeiteten Produkte aus feinsten Rohstoffen zu schätzen wusste und mir so die Entscheidung, Anfang 2017 in die Selbstständigkeit zu wechseln, erleichterte.

Dein neues Logo ist sehr sommerlich-fröhlich, darauf ist ein Flamingo zu sehen, und es passt wunderbar zu deiner Sommerkollektion. Erzähl uns ein bisschen davon: Mit welchen Themen und Motiven arbeitest du diesen Sommer?

Nun, der Flamingo als heimliches Maskottchen begleitet Kleinkariert schon seit der Gründung. In diesem Jahr wollten wir dem Lebensgefühl unserer Kundinnen ein bisschen mehr Sonne im Herzen hinzufügen und ihnen ein noch breiteres Lächeln ins Gesicht zaubern, so dass der Slogan „Kleines Label, grosse Liebe“ um den Satz „Das fühlt sich an wie Urlaub“ erweitert werden kann. Und dieser Satz beschreibt nicht nur das Design mit sommerlichen Farben, Tiki-Motiven, Flamingo-Prints oder Hibiskus-Blüten, sondern auch den Tragekomfort der Kleinkariert-Röcke, die eben niemals kneifen, sondern jede Kalorieneskapade mitmachen.

Headpiece Strawberringo von Kleinkariert
Headpiece Strawberringo von Kleinkariert

Mit welchen Materialien arbeitest du eigentlich und woher nimmst du deine Ideen?

Woher ich meine Ideen nehme, kann ich selbst nie genau sagen. Wenn ich durch die Gegend laufe, ist eine Auge immer absolut Kleinkariert fokussiert. Ich sehe etwas, habe die Idee und kann es meist kaum erwarten, diese in die Tat umzusetzen. Gerne verwende ich „alte“ Materialien. Also solche, die bereits vor langer Zeit ihren eigentlichen Dienst eingestellt haben. Das kann besonders im Schmuckbereich beispielsweise altes Sammlerspielzeug sein. Oft finden sich in der Kleinkariert-Kleidung original Vintage-Stoffe wieder. Bei neuen Stoffen achte ich darauf, dass diese  fair gehandelt sind.

Was sind deine persönlichen Top 3 für den Sommer? Ohne welche Dinge gehst du nicht aus dem Haus?

Puh… ich persönlich mag gerade sehr gerne alles was aus Bambus ist. Das kann Schmuck oder auch ein damit dekoriertes Headpiece sein. Ich selbst gehe nie ohne Ohrringe aus dem Haus, denn die Kleinkariert-Ohrringe sind immer ein Hingucker und auch meine Kundinnen berichten mir, dass sie sehr oft dafür Komplimente bekommen.

Tiki-Ohrringe von Kleinkariert
Sommerliche Tiki-Ohrringe von Kleinkariert

Du fertigst u.a. auch ganz zauberhafte Fascinator an: findest du die Frauen sollten mehr Hüte & Co tragen?

Ich finde gerade die Hut- und Frisurenmode der „guten alten Zeit“ faszinierend und bin auch jedes Mal erstaunt darüber, wie viel Mühe sich Frau damals gegben hat. Gerade die Hutmode wertet jedes Outfit auf und lenkt den Blick der anderen direkt auf das wichtigste: den Kopf – selbst ohne aufwendige Frisuren.

Herzlichen Dank an Nadine von Kleinkariert für das Interview!

Schauen Sie schnell noch bei Kleinkariert vorbei: www.kleinkariert-klunker.de

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Wahl zur Miss Vintage Flaneur 2017 – Die finale Wahl

Und weil es so schön ist nochmal unsere zwei Missen 2017 und 2016, Little Miss Richard und Rose Delicate

Ja, die Aufregung heute war schon gewaltig, wurde doch endlich final unsere Miss Vintage Flaneur 2017 gekürt.

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Europas größte Vintage Onlineboutique

Gestern berichteten wir ja bereits von der ersten Live-Runde der Miss-Wahl. Nochmal zur Erinnerung: Nachdem wir online alle Bewerberinnen vorgestellt hatten, wurden aus diesen per halb Jury-Voting/halb Facebook-Wahl die besten 9 gewählt – jeweils 3 aus der Kategorie „normal“, 3 aus der Kategorie „Bestage“ (ab 40 Jahren) und 3 aus der Kategorie „Plussize“ (ab Gr. 44). So waren wir sicher, dass eine schöne Mischung an Frauen live beim Firebirds-Festival gegeneinander antreten würde (auch wenn die Kategorien hier keine Rolle mehr spielen) – und so war es denn auch. Die Aufgabe der Damen war es, sich für ein bestimmtes Budget beim Sponsor der Wahl, der Online Retro-Boutique TopVintage, ein Tagesoutfit zusammenzustellen. Gestern stellten diese 9 Damen sich der Jury bestehend aus: Anna von 30s to 50s, Vintagemodel Paula Walks, Miss Vintage Flaneur 2016 Rose Delicate, Vintage Flaneur-Redakteurin Frl. Kunkel und (um das ganze noch spannender zu machen) einem Jurymitglied das spontan aus dem Publikum ausgesucht wurde. Diese wählten die 3 besten Kandidatinnen aus, es wurden Little Miss Richard, Lilian de la Fleur und Jenny Starshine (übrigens eine Dame der Kategorie normal und 2 Bestagerinnen, falls es Sie interessiert). Alle Kandidatinnen sowie ihre ebenso unterschiedlichen wie grandiosen Outfits können Sie mit vielen tollen Fotos hier sehen. 

Heute folgte das furiose Finale. Auch heute gilt: Alle Kleider wurden gesponert von TopVintage, die Fotos sind von Cherry Pictures.

Die Wahl

Ganz ehrlich, was muss das für ein Gefühl sein? Gegen so viele tolle Frauen angetreten zu sein und jetzt hier zu sitzen, hinter der Bühne beim Firebirds-Festival. Die Fotos geben uns da nur kleine Einblicke, aber sie fangen die Anspannung und Aufregung doch gut ein.

Endlich geht es auf die Bühne. Zunächst die Jury, wie gestern schon: Die hinreißend aussehenden Anna von 30s to 50s (Queen of Vintage meine Liebe), Paula Walks, Rose Delicate und Frl. Kunkel, in der Mitte auch heute ein charmanter Gentleman aus dem Publikum, der übrigens gestern nicht bei der Wahl dabei sein konnte und so ganz unvoreingenommen war. Auch Moderator Bert Callenbach betritt adrett wie gestern das Parkett. Er holt die Kandidatinnen für einen ersten Walk auf die Bühne. Die Damen zeigen heute ein Abendoutfit, wundervoll sind sie anzusehen. Auch heute müssen sie sich nicht nur optisch bewähren, sondern auch einem kurzen Interview standhalten. Während sie sich noch einmal dem Publikum präsentieren, rauchen der Jury die Köpfe. Sie vergibt ihre Punkte, die Backstage in Windeseile ausgerechnet werden und dann von Paula Walks an Moderator Bert weitergereicht werden.

Trommelwirbel. Dann die Bekanntgabe des dritten Platzes: Lilian de la Fleur.

Lilian de la Fleur bekommt ihren Bronze-Platz als erste
Lilian de la Fleur bekommt ihren Bronze-Platz als erste

Die Anspannung der beiden übrig gebliebenen Kandidatinnen bleibt. Wer wird gewinnen und die Miss Vintage Flaneur 2017? Jenny Starshine – ist auf dem zweiten Platz!

Jenny Starhshine ist die strahlende Zweitplazierte
Jenny Starhshine ist die strahlende Zweitplazierte

Und noch während Jenny Starshine sich ihren Applaus abholt wird Little Miss Richard klar, was das bedeutet.

Little Miss Richard wird es klar
Little Miss Richard wird es klar

Sie hat es geschafft, Little Miss Richard hat den ersten Platz!

Little Miss Richard hat gewonnen
Little Miss Richard hat gewonnen
Rose Delicate, die Miss Vintage Flaneur 2016, überreicht Little Miss Richard, Miss Vintage Flaneur 2017, die Schärpe
Rose Delicate, die Miss Vintage Flaneur 2016, überreicht Little Miss Richard, Miss Vintage Flaneur 2017, die Schärpe
Miss Vintage Flaneur 2016 und 2017
Miss Vintage Flaneur 2016 und 2017
Und alle zusammen
Und alle zusammen
Die strahlende Siegerin
Die strahlende Siegerin
Kein böses Blut zwischen den Kandidatinnen: Glückwünsche von Jenny Starshine..
Kein böses Blut zwischen den Kandidatinnen: Glückwünsche von Jenny Starshine..
und herzliche Umarmungen von Lilian de la Fleur
und herzliche Umarmungen von Lilian de la Fleur
Jury, Moderator Bert und unsere Kandidatinnen
Jury, Moderator Bert und unsere Kandidatinnen
Und weil es so schön ist nochmal unsere zwei Missen 2017 und 2016, Little Miss Richard und Rose Delicate
Und weil es so schön ist nochmal unsere zwei Missen 2017 und 2016, Little Miss Richard und Rose Delicate
Unsere Miss Vintage Flaneur 2017 Little Miss Richard
Unsere Miss Vintage Flaneur 2017 Little Miss Richard
Abschlussfoto mit der Jury und der neuen Miss sowie Moderator Bert
Abschlussfoto mit der Jury und der neuen Miss sowie Moderator Bert

 

Und zum Abschluss – OUTTAKES und Behind the Scenes :-)!

Fertig machen
Fertig machen
Zeit für Späßchen muss sein - das findet auch Paula Walks
Zeit für Späßchen muss sein – das findet auch Paula Walks
Hot hotter Jenny Starshine
Hot hotter Jenny Starshine
To see or not to see...
To see or not to see…
Spaß behind the scenes
Spaß behind the scenes bei Jenny Starshine und Lilian de la Fleur
Markus von 30s to 50s ist immer dabei
Markus von 30s to 50s ist immer dabei
Da freut sich jemand über seine Tasche
Da freut sich jemand über seine Tasche
Bert sorgt sexy für Empörung ;-)
Bert sorgt sexy für Empörung 😉
Der Mann hinter den Kulissen
Der Mann hinter den Kulissen
Der Wind bläst
Der Wind bläst
Ja, der Wind bläst gewaltig
Ja, der Wind bläst gewaltig
Selfie-Time!
Selfie-Time!
Und noch mehr Selfies
Und noch mehr Selfies
Süße Küsse nach der Wahl - da ist wohl jemand ganz schön stolz :-)
Süße Küsse nach der Wahl – da ist wohl jemand ganz schön stolz 🙂
Und auch ein Tränchen fehlt nicht
Und auch ein Tränchen fehlt nicht
Die Frau hinter der Kamera: Melanie von Cherry Pictures
Die Frau hinter der Kamera: Melanie von Cherry Pictures <3 (Wer hat das Foto wohl gemacht?!)
Das wohlverdiente Bier danach
Das wohlverdiente Bier danach
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Wahl zur Miss Vintage Flaneur 2017 – Runde 1

Alle Kandidatinnen zur Miss Vintage FlaneurWahl

Heute war es endlich soweit: Heute nachmittag fand auf dem Firebirds Festival in Trebsen die erste Runde der Wahl zur Miss Vintage Flaneur live und in Farbe im Modezelt statt. Es war voll und aufregend und all das wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Bevor wir aber zum Bericht mit jeder Menge Fotos kommen, erst die „Formalien“: 9 Damen traten gegeneinander an, 3 aus der Kategorie „normal“, 3 aus der Kategorie „Bestage“ (ab 40 Jahren) und 3 aus der Kategorie „Plussize“ (ab Größe 44). Diese 9 wurden im Vorfeld durch ein Voting halb Jury/halb Facebook-Likes ausgewählt. Heute spielten die Kategorien zwar keine Rolle mehr, aber sie sorgten dafür, dass wir mal wieder zeigen konnten, wie vielfältig Schönheit ist. Heute kamen die besten 3 weiter, morgen wird die Miss Vintage Flaneur 2017 gekürt.

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Europas größte Vintage Onlineboutique

Außerdem wichtig: Alle Kleider, die die Damen hier auf dem Laufsteg tragen, sind alle von der Onlineboutique TopVintage gesponsert worden: Aufgabe war es, für ein bestimmtes Budget ein tolles Tagesoutfit zusammenzustellen. Für die Fotos danken wir der bezaubernden Melanie von Cherry Pictures, die selber eine tolle Miss abgeben würde (lediglich das Publikums-Bild ist von Herrn Dovermann).

Der Beginn der Wahl

Im Vorfeld holen unsere Kandidatinnen ihr Outfit bei uns ab. Sie müssen übrigens Haare und Makeup selber machen. Langsam macht sich Aufregung breit, immerhin soll es bald losgehen. Frank/Herr Dovermann vom Vintage Flaneur koordiniert alles. Anspannung, aber auch fröhliches Geplauder, Erwartungsfreude und Komplimente gehen durch die Reihe, für Späßchen bleibt immer ein wenig Zeit. Nach Besprechungen mit allen Missen, der Jury, der Technik und Moderator Bert kann die Wahl dann endlich beginnen. Moderator Bert übernimmt das Ruder. Nach einer Anmoderation hilft er galant den Damen für eine erste Präsentations-Runde auf die Bühne. Damit erschöpfen sich seine Aufgaben aber nicht, denn unsere Jury ist noch nicht komplett. Wenn auch überaus bezaubernd anzusehen: Anna von 30s to 50s, Retro-Model Paula Walks, Rose Delicate – unsere Miss Vintage Flaneur 2016 – und Vintage Flaneurs-Redakteurin Frl. Kunkel sind ein grandioser Anblick. Aber um das Feld noch etwas weiter zu streuen haben wir einen Platz für einen Publikums-Juror freigehalten, den Bert spontan auswählt. Ein mutiger Herr findet sich bereit, sich all den Ladies zu stellen. Nun sind alle Beteiligten beisammen und es wird ernst.

Schauen Sie sich die Kandidatinnen genau an

Es beginnt die eigentliche Wahl. Denn natürlich geht es nicht nur ums Aussehen: In einem kurzen Interview mit Bert haben die Kandidatinnen kurz Zeit, etwas von sich zu erzählen, bevor sie ihre gewählten Outfits präsentieren.

Den Anfang macht Little Miss Richard in einer mondänen Kombination aus roter High-Waist-Hose, Shirt und spektakulärem Hut.

Little Miss Richards Walk
Little Miss Richards Walk

Zuckersüß und bunt kommt dann Adeline Gadlin auf die Bühne, ganz in Bonbon-Farben, mit putziger Katzenhandtasche, Polkadot-Rock und (leider nicht gut zu sehen) entzückenden Milkshake-Ohrringen. Auch die rosa Nähte an den Strümpfen wollen beachtet werden.

Adeline Gadlin im Interview
Adeline Gadlin im Interview

Einen bezaubernden klassischen Vintagelook zeigt Madame Fraise mit einem hinreißenden Kleid mit Blumenprint in Blautönen, passenden Haarblumen und Spitzen-Handschuhen.

Madame Fraise' Walk
Madame Fraise‘ Walk

Keck und sommerlich betritt Burlesquetänzerin Jenny Starhshine die Bühne. Dass sie zur Kategorie „Bestage“ gehört glaubt man kaum in dem frechen Ensemble aus schwarzem Spitzenrock, Gingham-Oberteil, rotem Schmuck und breitkrempigem Hut.

Jenny Starshine kurz nach dem Interview
Jenny Starshine kurz nach dem Interview

Klassisch Rock’n’Rollerin zeigt dann Miss Angel HellCat all ihre Power in Jeans, rotem Karo-Top und jeder Menge Kirschen an Haarband, Kette und Tasche, sie sieht grandios aus.

Miss Angel HellCats Walk
Miss Angel HellCats Walk

Ganz feminin und zart gibt sich dann Lilian de la Fleur mit einem wunderschönen geblümten engen Kleid, der riesigen Herztasche und passendem rotem Schmuck.

Lilian de la Fleurs Walk
Lilian de la Fleurs Walk

Dass Plussize-Frauen sich nicht in Tuniken und Schwarz verstecken müssen zeigt eindrucksvoll Miss Ivy O’lala mit ihrem ausgestellten Kleid mit wundervollem Pfauenprint und einer spektakulären Handtasche, die ebenfalls von Pfauen geziert wird.

Miss Ivy O'lalas Walk
Miss Ivy O’lalas Walk

Mutig aber etwas schüchtern betritt dann die gerade mal 19 Jahre alte Mademoiselle Cru die Bühne, in einer treffsicheren Kombination aus Sailor-Kleid, Strickjacke und Schwalbenbrosche.

Mademoiselle Cru's Walk
Mademoiselle Cru’s Walk

Und last but not least ziert Fräulein Nicole die Bühne, sie hat sich ebenfalls für das maritime Thema entschieden mit dem Kleid mit Sailor-Print in dunkelblau, passendem Schmuck und rotem Haarband sowie der strahlend roten Herz-Handtasche.

Fräulein Nicole im Interview
Fräulein Nicole im Interview

Die Wertung

Nein, leicht hat es die Jury wirklich nicht, die Damen haben eine tolle Arbeit geleistet, Liebe zum Detail und Facettenreichtum gezeigt. Man sieht die Köpfe rauchen während die Jury ihre Punkte vergibt. Die Damen zeigen derweil noch einmal ihre Auswahl, bevor sie aufgeregt erwarten was kommen mag. Die Jury gibt die Ergebnisse ab, die hinter den Kulissen berechnet werden, alle sind nervös, aber freudig. Dann ist es endlich soweit: Vintage Flaneur-Redakteurin Frl. Kunkel übergibt den 3 Damen, die in die nächste Runde kommen, ihr Abendoutfit, das sie am nächsten Tag präsentieren werden: Als erstes weiß Lilian de la Fleur, dass sie weiter ist. Auch Jenny Starshine bekommt ihr Paket und dann Little Miss Richard. Unsere drei Endkandidatinnen stehen fest und wir freuen uns, sie morgen erneut zu sehen und sind so gespannt, wer denn dann gewinnen mag!

Die Jury hat es nicht leicht
Die Jury hat es nicht leicht
Während die Ergebnisse ausgewertet werden, laufen die Damen noch eine Runde
Während die Ergebnisse ausgewertet werden, laufen die Damen noch eine Runde
Auch die Jury ist gespannt, während hinter den Kulissen gerechnet wird
Auch die Jury ist gespannt, während hinter den Kulissen gerechnet wird

 

Die erste die weiter ist, ist Lilian de la Fleur
Die erste die weiter ist, ist Lilian de la Fleur.
Auch Jenny Starshine hat es in die nächste Runde geschafft.
Auch Jenny Starshine hat es in die nächste Runde geschafft.
Ebenso ist Little Miss Richard weiter.
Ebenso ist Little Miss Richard weiter.
Und ein letzter Blick aufs Team :-)
Und ein letzter Blick aufs Team 🙂

PS

Wo ist eigentlich Chefredakteurin Fräulein Dovermann? Ich sitze hochschwanger im von Leipzig weit entfernten Königswinter und schreibe für Sie diesen Bericht. Ich habe auch mit den Miss-Kandidatinnen Kontakt. Es geht allen gut, ich bekomme immer wieder versichert wie viel Spaß alle hatten und wie sehr die neuen Outfits geliebt werden – auch von den Damen, die nicht weiter sind. und das freut mich ganz besonders. Nicht nur, dass ich bei all den Bildern wieder einmal beeindruckt war, wie Vielfältig die Möglichkeiten von „Vintage“ sind und wie toll Damen jedes Alters und jeder Kleidergröße in diesem Stil aussehen. Auch der Zusammenhalt und diese Freundlichkeit untereinander, ohne Gezicke und Missgunst, beeindruckt mich zutiefst. Danke, ihr Lieben, das macht es zu einem ganz besonders tollen Erlebnis. Ich erwarte mit Spannung den morgigen Endentscheid.

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Interview: Designerin Anne-Marie Morscheck von Atelier DSigns über ihr Vintage Label „Fräulein Valentine“

Logo Atelier DSigns

(Advertorial) In der Sommerausgabe 23 des Vintage Flaneurs zeigen wir in unseren Modestrecken u.a. wunderbare Vintage Kleider von Atelier DSigns aus Düsseldorf. Hinter diesem Namen steht die Designerin Anne-Marie Morscheck, die sich zu einem Interview mit dem Vintage Flaneur bereit erklärt hat und sich und ihre Arbeit heute einmal ganz persönlich vorstellt:

Liebe Frau Morscheck, Sie entwerfen Kleider für die beiden Labels „Atelier DSigns“ und „Fräulein Valentine“ by Atelier DSigns – wofür stehen die Labels jeweils und was machen die einzelnen Kollektionen aus?

Das ich zwei Kollektionslinien habe, mag sicherlich etwas verwirrend erscheinen, hat aber einen ganz einfachen Grund. Ich habe mich 2003 mit dem Label Atelier DSigns selbständig gemacht. Die Kollektion steht für moderne Schnitte, geprägt von asymmetrischen Schnittformen und ungewöhnlichen Materialkompositionen mit einem nostalgischen Anklang.

Seit 2007 ist dann die Linie Fräulein Valentine hinzugekommen. Hier tobe ich mich auf dem Feld der 40er und 50er Jahre aus. Nostalgische Petticoatkleider mit liebevollen Schnittdetails bilden hier den Schwerpunkt. Auf die hochwertigen Materialien sowie die handwerkliche Verarbeitung wird hier großen Wert gelegt. Die Kleider werden nach den Maßen der Kundin angefertigt.

Aus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

Woher kommt ihre Begeisterung für Vintage-inspirierte Mode und die Schnitte der 1950er Jahre? Was lieben Sie besonders an den Schnitten von damals und wie interpretieren Sie sie neu?

Ich liebe den Stil der 50er Jahre. Ich mag die Farben, die Pastelltöne- vanillegelb, pistazie, himbeere… Ich finde die Möbel aus der Zeit wunderschön. Es war alles sehr filigran aber dennoch sehr klar und schnörkellos. Auch die Grafiken und Muster finde ich interessant. Die Mode war sehr weiblich und hat mit der X-Silhouette die Figur der Frau optimal unterstrichen. Es war eine sehr positive Zeit- natürlich auch noch stark von gesellschaftlichen Konventionen geprägt, besonders für die Frauen, aber der Krieg war vorbei, der Wohlstand wuchs und die Menschen freuten sich überlebt zu haben.

Tragen Sie selbst auch Vintage Mode?

Immer wieder werde ich als Modedesignerin damit konfrontiert, wie ich mich selber anziehe. Ich muss ehrlich gestehen, ich verfolge keinen bestimmten Stil oder Look. Ich glaube, ich bin als Designerin, die sich tagein tagaus mit dem Thema Mode beschäftigt, einfach überinformiert und darum mache ich auch nicht jede Mode mit. Der Stil der 50er Jahre gefällt mir unheimlich gut, aber ich selber sehe mich nicht darin. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht in die Frau hineinversetzen kann, die sich in dem Stil kleidet, das ist ja schließlich mein Beruf.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Kollektionen? Wie entstehen Ihre Kleider?

Inspirieren lasse ich mich sehr gerne von Filmen und Fotografien aber auch Musik oder ein bestimmter Stoff, sowie ein Lebensstil kann Inspirationsquelle sein.

Die Kollektion entsteht in meinem Atelier in Düsseldorf. Nach Erstellung einer Ideensammlung (auch Moodbord genannt) skizziere und sortiere ich so lange, bis sich einige essentielle Teile herauskristallisieren. Dann beginnt, wenn nicht schon vorhanden, die Materialrecherche. Anschließend wird der Schnitt und ein Dummie erstellt, anprobiert, korrigiert, erneut anprobiert, korrigiert, bis er gut ist. Schlussendlich wird alles aus dem Originalstoff zugeschnitten und genäht.Aus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

Welche Kleidungsstücke sind für Sie zeitlose Klassiker, die jede Frau über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte tragen kann?

Ein zeitloser Mantel ist eine gute Investition, Etuit- und Hemdblusenkleider lassen sich immer wieder neu interpretieren, ebenso eine Marlene-Hose und ein paar gute Jeans.

Vermissen Sie etwas an der heutigen Frauen-Mode oder sehen Sie darin vielleicht ganz im Gegenteil besondere Stärken?

Die sehr bekannte Trendforscherin Lee Edelkoort propagiert zur Zeit die These, dass die Mode tot ist und das ist, wie ich meine, eine traurige Tatsache. Die Entwicklung der Fast-Fashion, mit zig Kollektionen pro Jahr, macht es unmöglich von Mode zu sprechen, da geht es nur ums konsumieren. Es gibt kaum noch Wissen über Bekleidung. Wie werden die Stoffe hergestellt, wo die Kollektionen und wie sieht ein Kleidungsstück aus, das wirklich sitzt.

Die wenigen Frauen, die sich mit dem Thema Stil (und nicht Trend) auseinandersetzen finden sich besonders in der Vintage- Szene. Ich hoffe, dass sich hier das Denken über die Wertigkeit und auch die Nachhaltigkeit weiter trägt.

Herzlichen Dank für das schöne und interessante Interview!

Zögern Sie nicht und schauen Sie auch gleich auf der Webseite des Atelier DSigns vorbei: www.lookatdsigns.deAus der Kollektion Fräulein Valentine von Atelier DSigns

 

 

 

 

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Zum Verlieben: Wundervoller Vintage Schmuck von Froilein Adrett

(Advertorial) Fast jede Frau liebt Schmuck: Seien es Ohrringe, Ketten, Broschen oder ein Fascinator – mit einem schönen Accessoire lassen sich so manche Vintage Outfits und auch Frisuren ganz nach Stimmung und Vorliebe aufpeppen. Froilein Adrett hat für jeden Geschmack und jede Stimmung das richtige Vintage Schmuckstück: in ihrer aktuellen Kollektion findet man u.a. fruchtige Ohrringe, maritim-verspielte Armkettchen und klassische Schmuckstücke mit Schwalbendesign, aber auch elegante Klassiker. Bei Froilein Adrett wird die Damenwelt mit einer Affinität für Vintage Schmuck mit Sicherheit fündig!

Für den Vintage Flaneur hat Katrin von Froilein Adrett noch ein paar Fragen zu ihrer aktuellen Kollektion und aus der Welt des Schmuckdesigns beantwortet:

Liebe Katrin,woher nimmst du die Ideen für deine Schmuckkollektionen?

Ich lasse mich gerne von alten Filmen inspirieren und versuche die meisten meiner Schmuckstücke den „Originalen“ nachzuempfinden. Aber auch auf Festivals, Vintage-Märkten etc. sehe ich viele Dinge, die mich dazu inspirieren etwas Neues auszuprobieren.

Vintage Schmuck von Froilein Adrett.

Mit welchen Materialien arbeitest du?

Das kann alles mögliche sein: alte Knöpfe oder Schmuckteile aus Lucite, Softplastik, Metall, Bakelit, Catalin, etc. Ich verwende aber auch neuzeitige Elemente aus Resin, Fimo/Polymer, Holz, Bast, Glas, Stoff….. Ich liebe es mit verschiedenen Materialien zu arbeiten und Altes mit Neuem zu verbinden.

Unter welchem Motto steht deine aktuelle Kollektion?

Zur Zeit habe ich passend zur Jahreszeit wieder sehr viel mit Holz, Bambus, Stroh und natürlich Früchten bzw. Obst angefertigt. Mit diesen Themen und Materialien kommt auch für mich während der Anfertigung immer etwas Urlaubsfeeling auf :-))

Gibt es für dich Do’s und Dont’s in Sachen Schmuck und Outfit?

Eigentlich darf und sollte sogar jeder das tragen, was er möchte und in dem er sich wohlfühlt. Schmuck soll glücklich machen. Frei nach dem Motto: mix-and-match and be YOURSELF!

Was meinen eigenen Schmuck angeht:  da bin ich eher jemand, der „tragbaren“, „alltagstauglichen“ Schmuck bevorzugt. Das sieht man auch an meinen selbstgemachten Schätzen. Natürlich habe ich auch das ein oder andere ausgefallene oder auch kitschige Stück, aber an sich mag ich eher solche Stücke, die man wirklich jeden Tag tragen kann und ich lege großen Wert darauf, dass meine Schmuckstücke auch durchaus als „Originale von damals“ durchgehen könnten 😉Schmuck aus der aktuellen Kollektion von Froilein Adrett

Welche Schmuckstücke sollte jede Vintage Lady besitzen, weil sie einfach zu allem passen?

Eine schlichte, feine Perlenkette und dazu passenden Ohrschmuck. Meiner Meinung nach kann man diese Klassiker zu jedem Outfit kombinieren, egal ob klassischer Badeanzug oder schickes Abendkleid.

Vielen lieben Dank für das Interview!

Haben Sie jetzt vielleicht auch Lust auf ein paar fruchtige oder maritime Accessoires passend zur Sommerzeit? Dann schauen Sie doch schnell bei Fräulein Adrett vorbei: https://www.froilein-adrett.de

Mehr bezaubernden Vintage Schmuck finden Sie in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs.

Klassische Eleganz von Froilein Adrett

 

 

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Liberté – Eine Kurzgeschichte im Retro Style

Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined Bohemia

Wir freuen uns sehr, Ihnen heute eine wirklich liebevoll produzierte Foto-Story im Retro Style von Refined Bohemia präsentieren zu dürfen. Die Idee dazu kam Jessica (25) von Refined Bohemia während eines Fotoshootings für Ihre Bridal-Kollektion, das eigentlich für einen Blogpost gedacht war, und so entstand kurzerhand dann eine ganze Kurzgeschichte mit dazu passender Fotostrecke. Auf Jessicas Anfrage, ob wir die schöne Foto-Story nicht über den Vintage Flaneur weiterposten wollten, reagierten wir natürlich mit JA, und so wünschen wir Ihnen nun viel Vergnügen bei der Lektüre:

Ein großes weißes Gebäude, das bereits aus der Ferne gut zu sehen war, bildete den Mittelpunkt der kleinen Stadt. Reisende verirrten sich hier nur selten, denn eine Metropole war dieses schüchterne Fleckchen Erde wahrlich nicht.

Er blickte durch den Sucher seiner Kamera. Eine Routine – er bemerkte es selbst nicht mehr. Die Landschaft wurde ihm in diesem Blick vertraut. Er suchte nach Wiederholungen, Besonderheiten, und nach etwas, das ihm vollkommen neu erschien. Sein Zeigefinger zuckte ungewohnt über dem Knopf, der das Erspähte in seine Unsterblichkeit zu überführen vermochte. Unzählbar oft hatte er das Motiv bereits seiner angestammten Umgebung entrissen. Unzählig oft, doch dieses eine Mal zögerte er.Liberté - Eine Kurzgeschichte im Retro Style von Refined Bohemia

Der Wind, der hier oben rauer wehte als in seiner Heimatstadt, verwandelte sich in das warme Gefühl von Geborgenheit. Und auch der Regen verschwand für ihn so plötzlich, wie er eingesetzt hatte. Leuchten rote Locken, ein tannengrünes Kleid, das eine unbekannte Landschaft illuminierte und ein zurückhaltendes Lächeln waren der Grund für dieses so unbekannte Gefühl der Schwerelosigkeit. Eine junge Dame richtete ihr vom Wind leicht aufgewühltes Haar und hatte Mühe, ihren Schirm festzuhalten.

Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined Bohemia„Darf ich Ihnen zur Hilfe eilen?“, rief der junge Herr ihr zu, alsbald sich seine Augen an die unbekannte Schönheit und seine Bauchgegend an das Kribbeln gewöhnt hatten. „Das ist sehr zuvorkommend von Ihnen“, antwortete die Frau, deren Koffer bereits vom Schaffner höchstpersönlich in ihrem Abteil verstaut wurden. Sie reichte ihm den Schirm und hakte sich in der gleichen Sekunde mit einem selbstbewussten Griff unter den Arm ihres unbekannten Retters ein. „Einem Gentleman wie Ihnen begegnet man hier nicht allzu häufig“, begann sie das Gespräch und mit einem Blick auf seine Kamera fragte sie sich zugleich, was diesen pfiffigen Herrn wohl zu einer solchen Reise trieb. „Durchreise“, er bemerkte zugleich, dass diese Aussage äußerst unangebracht erscheinen musste und schob noch schnell ein: „Ich möchte die Fjorde sehen, von der seit der letzten Abenteuerreise unserer Arktischen Sozietät so viel berichtet wird.“ Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined Bohemia

„Unsere Arktische Sozietät?“, ein fragender Blick ließ ihn aus seinem Tritt kommen und er hatte Mühe, seine Verlegenheit nicht vor ihren Augen zur Schau zu stellen. Eine unangenehme Röte stieg in sein Gesicht. „Entschuldigen Sie das Versehen, ich habe mich ja noch nicht vorgestellt“, antwortete der Engländer und informierte die Dame im selben Aufgebot über allerlei Nützliches aber auch zuhauf Unnützliches über sich. „Ein Abenteurer, zugleich eine rastlose Seele und nun auf der Suche nach landschaftlicher Schönheit und nach sich selbst“, war ihr weitreichendes Urteil über den jungen Herrn, „alles in allem eine äußerst interessante Erscheinung“. „Bitte einsteigen“, ein schriller Pfiff holte sie aus ihren Gedanken zurück in die rauchende Realität dieses dunkelgrünen Stahlgefährts und mit schnellen Schritten eilte sie auf den Waggon zu, noch immer untergehakt bei dem jungen Herrn, der ihrem Schritt problemlos mithielt.

Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined BohemiaSie wollte noch nicht reingehen, zu schön war der Wind, den die langsam anfahrende Karawane auf ihr kleines Plateau trieb und ihr Mitreisender schien das gleiche zu fühlen, denn er blieb bei ihr. Für immer.

„So lassen sie uns auf eine unbekannte Reise gehen, in der wilden See schwimmen und die Sterne der klaren Nacht zählen. Wir werden uns lieben und wir werden frei sein“, rief sie und der Wind trug ihre Worte hinfort. Die junge Frau blickte zurück, ohne Schwermut, sondern im Bewusstsein dass sich ihre Freiheit nun vor ihr ausdehnte wie ein Teppich voll unbekannter Muster.

Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined Bohemia

Liberté - Eine Foto Story im Retro Style von Refined Bohemia

 

Über Refined Bohemia:

Refined Bohemia ist eine Lifestylemarke und steht für liebevoll angefertigte Schmuck-Kleinserien. Die Schmuckstücke verbinden Natur und Nostalgie in moderner Weise, inspiriert vom Boho-Stil und der französischen Bohème. Die verwendete Materialien sind oftmals in Erdtönen gehalten, greifen Naturmotive und -formen auf, und vermitteln das Gefühl von handgemachten Unikaten. Neben Kristallen und Perlen lassen sich auch Anhänger und Spitzenborten aus Antiquitätenläden finden. Die Liebe zum Detail zeigt sich in der Ausgestaltung der Schmuckstücke. Die Materialien kommen zumeist von kleinen Händlern aus Spanien, Portugal, Griechenland oder Amerika und sind oftmals nur in geringer Stückzahl verfügbar, sodass einige Schmuckstücke streng limitiert sind.

Schauen Sie gerne auch bei Refined Bohemia vorbei: https://www.refinedbohemia.com/