Wie kommt man zum Ziel? Schritt für Schritt… oder: Von der Entstehung einer Zeitschrift


Liebe Flaneure,

frisch aus London zurück habe ich beschlossen, mir nun einmal mehr die Zeit für einen Blogbeitrag zu nehmen. Über London berichte ich dabei die nächsten Tage, wenn ich all die Eindrücke verarbeiten konnte.

Foto by Katharina von der Kall/Vintage Flaneur  - Kleidung: ViNSiNN, Johns Vintage, H&M: Sarah Hermann

Foto by Katharina von der Kall/Vintage Flaneur – Kleidung: ViNSiNN, Johns Vintage, H&M: Sarah Hermann

Zunächst kommt die Arbeit, die 1. Ausgabe will in den Druck und es gibt noch massig zu tun: Die Artikel müssen fertig gerichtet und gesetzt werden, es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, einiges musste ich kurzfristig ändern. Das Cover macht uns einen großen Kopf: Das soll ja besonders gut werden. Dazu wollen wir keinen nötigen Barcode, Angabe oder sonstwas vergessen und uns in Schwierigkeiten bringen. Sie können sich nicht vorstellen, wie aufwändig ein Impressum ist (das – zumindest ist es bei mir so – dann sowieso kaum gelesen wird – aber es muss sein)! Rechtschreibung, Schriftgröße, Seitenzahlen, stimmt das Inhaltsverzeichnis? Wurde niemand veregssen? Habe ich für alles die Genehmigung, für jedes kleine Bild? Und jeden Text? Sind alle Fotos und Texte ordentlich beschriftet? Und haben Sie jemals darüber nachgedacht, wie man so riesige Dateien hin- und herschieben kann?!?

 

Die 2. Ausgabe will in Planung sein, das Chaos soll ja weniger werden. Also sammel ich dafür jetzt bereits Autoren, Künstler und Ideen. Sobald Ausgabe 1

im Druck ist werde ich mich um die Shootings für die 2. kümmern müssen, Kleidung organisieren, Termine machen, Orte finden,

H&M-Stylists und Fotografen, alles muss stimmen. Außerdem will ich natürlich Fehler, die ich bei den ersten Shootings gemacht habe nicht wiederholen (ich sage nur: Autos oder Jogger im Hintergrund..). Für die 2. Ausgabe soll es dann auch eine Releaseparty geben, das heißt: Presseverteiler erstellen, Ort finden, Veranstaltung organisieren.

 

Der Vertrieb muss organisiert werden. Die 1. Ausgabe wirds  bei uns geben, da brauchen wir noch die passende Seite – von unserer Baustelle “Internetseite” fang ich hier mal nicht näher an.. Die steckt ja noch in den Kinderschuhen und bedarf schon lange verschiedenster Überarbeitungen. Naja, und eine funktionierende Bestellseite mit paypal und Überweisung, alles rechtlich safe, müssen dann her. Zum anderen der Vertrieb über Läden: Da müssen Partner gefunden und Konditionen festgelegt werden. Und ab der 2. Ausgabe soll es in den normalen Zeitschriftenhandel gehen. Dafür wendet man sich an Vertriebsagenturen – das ist teuer, aber sonst wird der Aufwand einfach zu groß.

Neben Partnern die Kleidung zur Verfügung stellen und den Flaneur verkaufen braucht es Anzeigenpartner, damit sich solch ein Konzept trägt. Das heißt: Mails und Briefe schreiben und beantworten. Mein nächstes Projekt: Ein großer Stapel Briefe an die großen Firmen in England.. Mediadaten erstellen war ein großes Ding, aber das haben wir nun durch.

Für Veranstaltungen brauchen wir einen hübschen Stand, Goodiebags, Flyer, Plakate und so. Wir müssen ja auch für uns werben. Unser neuester Plan: Wir brauchen einen Schrankkoffer ^^ Und damit möglichst viele Leser uns kennenlernen, stecke ich viel Arbeit in Facebook!

Und natürlich muss das alles finanziert werden, ob privat oder aus einem Busienssplan, aus Anzeigen.. Und steuerrechtlich muss alles einwandfrei sein, so stehen auch Umsatzssteuervoranmeldungen an. Unsere normalen Jobs laufen natürlich weiter, bis wir Geld mit dem Flaneur verdienen. Und der leidige HAUSHALT. Ich hasse bügeln. Nur um es mal gesagt zu haben.

 

Meine lieben Flaneure, Gott sei Dank stehe ich nicht alleine da: ich habe tolle Autoren, Fotografen und Künstler und es werden mehr! Ich habe Freunde, Unterstützer, Veranstalter, Ladenbesitzer und Helfer, die uns bei Veranstaltungen unter die Arme greifen, zuverlässige Partner, Dina, die tolle Grafikdesignerin, und immer wieder Hilfsangebote von Außen. Auch

für die Flut an Emails, die ich jeden Tag beantworte, habe ich inzwischen Johanna, die mir hilfreich zur Seite steht. Auch werden immer wieder von außen neue tolle Ideen und Bewerbungen an mich herangetragen, über die ich mich sehr freue, die oft einfließen und aus denen nicht selten Mitarbeiterschaften entstehen. Alleine wäre es aber auch nicht zu machen, nicht wahr? So, und sollten Sie nun Lust haben, an diesem Chaos teilzuhaben, so lasse ich Ihnen meine Mailadresse hier: frl_dovermann@vintage-flaneur.de. Jeder kann etwas beitragen – und wenn es ein liken und teilen bei Facebook ist, um unsere Bekanntheit zu erhöhen 🙂

 

Denn das möchte ich zu guter Letzt festhalten: Bei aller Arbeit und allen Ängsten, die ich zeitweise habe: Der Flaneur und der Verlag machen uns die größte Freude und es ist ein erhebendes Gefühl, ein solches Projekt wachsen zu sehen, von der kleinen Idee mitten in der Nacht zur Zeitschrift mit einer Auflage von vielen Tausend Exemplaren (ab der 2. Ausgabe O.o). Ja, es lohnt sich! Alles!

 

Und: Ich danke Ihnen, für die Aufmerksamkeit und Unterstützung!

 

Und nun heißt es: Flugs weiterarbeiten!! 😀

Wie alles begann.. Eine Nacht im Januar Der Vintage Flaneur bei Let’s Burlesque in Wiesbaden
Wie alles begann.. Eine Nacht im Januar
Der Vintage Flaneur bei Let’s Burlesque in Wiesbaden

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