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Vintage Hochzeit – Kerstin Mechler von küssdiebraut im Interview

Vintage Brautkleid von küssdiebraut

In der Modestrecke zum Thema "Vintage Hochzeit" der aktuellen Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs können Sie auch die traumhaften Modelle von küssdiebraut bewundern. Das junge deutsche Premium-Label, das wir Ihnen heute näher vorstellen möchten, wurde 2009 von der Designerin Kerstin Mechler gegründet; sie entwirft bezaubernd lässige Brautmode mit abgestimmten Accessoires, die jedem Kleid einen individuellen Charakter verleihen. Der typische küssdiebraut-Look ist schlicht, authentisch und mit viel Vintage-Charme. Die Designerin liebt innovative Materialien, außergewöhnliche Silhouetten und die Vielfalt, die aus beidem entstehen kann – das macht die Kollektionen von küssdiebraut so unverwechselbar und abwechslungsreich!

Vintage Hochzeit mit dem Modell Zoe von küssdiebraut

Modell Zoe aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Die neue Kollektion 2017 besticht durch außergewöhnliche kurze und lange Brautkleider – modische Formen, leichte Stoffe und eine vielfältige Accessoireauswahl. Ein frecher Retro-Wind weht in den kurzen Petticoat-Brautkleidern, die fröhliche 50ies Stimmung verbreiten. Neben diesen neuen Varianten der kurzen Braukleider in schwingenden Formen gibt es aber auch schmal fließende, lange und dabei sinnlich-feminine Silhouetten, inspiriert vom Hippielook und mit viel Boho-Glamour! Es finden sich hochgeschlossene Modelle, verschiedene Arm- und Trägervarianten und tiefe Rückenausschnitte, wie sie z.B. auch in der Hochzeitsstrecke im Vintage Flaneur - Ausgabe 22 - zu sehen sind. Auch Overall und Brautanzug sind ein wichtiges und zeitgemäßes Thema bei küssdiebraut. Das Premium Label steht für einen modernen Stil, der sich durch eine lässige Kombination aus neuem Vintage Look und urbanem Touch auszeichnet.

Vintage Hochzeit mit dem Modell Dana von küssdiebraut

Modell Dana aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Für den Vintage Flaneur hat die Designerin Kerstin Mechler noch ein paar ganz persönliche Fragen zu Ihrem Label küssdiebraut beantwortet:

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf als Designerin gekommen? Was hat Sie dazu angetrieben?

Mich hat Kleidung schon immer fasziniert, ich habe als Jugendliche einfach drauf los genäht, mit Stoffen experimentiert – aber damals noch ganz ohne Hintergedanken 😉 Bei der Berufswahl bin ich dann auf Modedesign gestoßen und war sofort begeistert.

Was macht Ihr Label küssdiebraut aus?

Unser Konzept war von Anfang an, ein anspruchsvolles Designprodukt zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Dabei ist unser Stil modern und eher schlicht, in der Kombination mit unseren unterschiedlichsten Accessoires kann die Braut ihr Brautoutfit dadurch selbst individuell mitgestalten.

Woher holen Sie sich Ihre Inspirationen für neue Kollektionen?

Inspirationen sammle ich im Unterbewusstsein immer und überall, das kann ich nicht konkret beschreiben. Aber wenn zu einer gewissen Zeit im Jahr die Entwurfsphase ansteht, beginnt sie für mich mit der Auswahl neuer Stoffe. Sobald ich die Materialien in den Händen halte und fühle, entstehen automatisch die passenden Schnittformen und Silhouetten in meinem Kopf.

Brautkleid Shelly von küssdiebraut

Modell Shelly aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Mit welchen Stoffen und Details arbeiten Sie aktuell am liebsten?

Mir ist es wichtig, dass unsere Kleider angenehm, luftig und leicht zu tragen sind. Daher wähle ich stets weiche, fließende Stoffe wie zarte Seide, filigrane Spitzen und softe Elastanqualitäten.

Gibt es ein Modell, mit dessen Entwurf Sie eine besondere Erinnerung oder Geschichte verbinden?

Nicht so direkt ... aber ich glaube, die Geburt unserer Kinder hat meine Handschrift noch etwas weicher und stimmiger werden lassen. Daher gibt es für mich die Kollektionen vor und die mit den Kindern – vielleicht empfinde ich das auch nur selbst so 😉

Unter Ihren kurzen Brautkleidern finden sich viele Kleider in tea length oder mit Petticoat – haben Sie selber eine Liebe für Vintage Kleider? Was fasziniert Sie am Vintage Stil?

Für mich bedeutet Vintage eine Anerkennung früherer Jahrzehnte bzw. deren Kleidung und Lebensstil. Dabei mag ich besonders die Eleganz und die Frische der 50er Jahre, die wir in unseren kurzen Petticoat-Kleidern widerspiegeln. Aber ebenso auch die Aufgeschlossenheit und Lebensfreude der Hippiezeit, die wir in unseren Boho-Modellen anklingen lassen.

Vintage Hochzeit mit dem Modell Poppy von küssdiebraut

Modell Poppy aus der Kollektion 2017 von küssdiebraut.

Für welche Sorte Frau bzw. Braut entwerfen Sie Ihre Kleider?

Die küssdiebraut-Braut ist kein Mäuschen, das sich hinter einem großen Brautkleid versteckt oder verkleiden möchte. Sie ist selbstbewusst, kennt sich und ihren Stil, möchte ihren Hochzeitstag nach den eigenen Vorstellungen feiern und sich dabei in ihrem Brautkleid wohl und authentisch fühlen!

 

Herzlichen Dank an Kerstin Mechler für das Interview. Werfen Sie abschließend noch einen Blick auf die wundervolle Kollektion von küssdiebraut, es lohnt sich!

(Advertorial)

 



Was ziehe ich heute an? Die Pariser Antwort auf die Frage aller Fragen – Literaturtipp

Style Guide von Inès de la Fressange: Was ziehe ich heute an?

In der aktuellen Ausgabe Nr.22 des Vintage Flaneurs beschäftigen wir uns u.a. mit dem ominösen Phänomen des Pariser Modestils und verweisen dabei auch auf den Style Guide "Pariser Chic" von Inès de la Fressange. Für alle Modebegeisterten, die noch immer nicht genug von der Pariser Eleganz haben, ist sicherlich auch der im April 2017 erschienene, zweite Band "Was ziehe ich heute an? Pariser Chic - Einfach perfekt für jeden Anlass" ein inspirierendes Lesevergnügen.

Vom Mädchenabend mit den besten Freundinnen über den Nachmittag mit den Kids auf dem Spielplatz bis zur perfekten Business- und Abendgarderobe – Inès de la Fressange zeigt uns den perfekten Stil einer Pariserin für alle Gelegenheiten.
Die Modeikone zeigt eine Garderobe aus zeitlosen und einfachen Basics, die sich zu großen Teilen garantiert schon im eigenen Kleiderschrank befinden und in immer neuen Kombinationen einfach stylish aussehen. Zu jedem Look präsentieren Fotos die einzelnen Teile im Detail und dazu das perfekte Ergebnis. Dazu gibt es amüsante Tipps, welche modischen Kniffe zu empfehlen sind oder doch eher vermieden werden sollten.

Zugegeben: True Vintage Ladies und Rockabellas mit Leib und Seele auf der Suche nach Tipps für den perfekten Vintage Look im Pariser Stil werden im Style Guide von Inès de la Fressange und Sophie Gachet nicht fündig. Die Paris Looks von Inès de la Fressange sind modern, reduziert, aber immer lässig elegant und zeitlos. Auch dieses Mal geben die Farben Schwarz, Weiß, Beige und Dunkelblau in den modischen Vorschlägen den Ton an. Das kleine Schwarze und der schicke Hosenanzug sind immernoch unverzichtbares Musthave im Kleiderschrank der modisch sicheren Frau. Viel Wert legt Fressange dieses Mal außerdem auf den jeweiligen Look abrundende Handtaschen, die besonders, wenn es mit den Kindern an die Frische Luft geht, groß genug, praktisch und trotzdem schick sind.

Bei allem geht es Fressange keineswegs darum, jeder neuen Trendvorgabe hinterher zu rennen, vielmehr geht es ihr um eine solide, modische Grundausstattung und die Kombination zeitloser Basics, die letzten Endes für einen modisch souveränen und eleganten Pariser Look sorgen.
"Was ziehe ich heute an?" ist ein praktisches Ideenbuch für stilbewusste und mode-interessierten Leserinnen, das sich leicht und unterhaltsam liest und durch seine reiche Bebilderung viel fürs Auge bietet. Es zeigt jeder Frau, wie sie sich leicht und unkompliziert anzieht und jeden Tag in ihrer Kleidung absolut wohlfühlt. Lässig und elegant wie eine Pariserin eben.

Inès de la Fressange/ Sopie Gachet
Was ziehe ich heute an? Pariser Chic - einfach perfekt für jeden Anlass

Broschiert, 160 Seiten,
mit 150 farbigen Abbildungen
aus dem Französischen von Ursula Held
erschienen im Knesebeck Verlag
Preis € 24,95 [D] 25,70 [A]
ISBN 978-3-95728-084-8

(Promotion)



Veranstaltungstipp: Die 18. Landpartie auf Schloss Bückeburg – Zeitreise in die 20er Jahre

Veranstaltungstipp: Die 18. Landpartie auf Schloss Bückeburg

(Advertorial)

Vom 15. - 18. Juni 2017 findet auf Schloss Bückeburg die 18. Landpartie statt, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe heißt Sie Herzlich Willkommen! In diesem Jahr steht die Landpartie unter dem glamourösen Motto der Golden 20's:  Vier Tage lang schmücken stilvolle Inszenierungen „like the golden Twenties“ das Schloss, den Schlosspark und das übrige Veranstaltungsgelände und nehmen die Besucher der 18. Landpartie mit auf eine Reise in die vor Lebensfreude nur so sprühende Zeit der funkelnden 20er Jahre!

Veranstaltungstipp: Die 18. Landpartie auf Schloss BückeburgAls Bonus für alle Vintage Fans: Besucher im authentischen 20er Jahre Outfit, gerne mit Perlenkette und Cloche oder im mondänen Flapper Dress mit Wasserwelle und Kopfschmuck, erhalten freien Eintritt!!

Rund 200 ausgewählte Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren im exklusiven Rahmen der 18. Landpartie auf Schloss Bückeburg ein erlesenes Assortiment aus den Bereichen Haus und Garten, Mode, Lebensart, Kulinarik, Kunsthandwerk und Floristik. Genießen Sie das Flair des „Goldenen Sommers“ auf den neuen liebevoll dekorierten „Lieblingsplätzen“ und lassen Sie sich von dem umfangreichen, thematisch abgestimmten Rahmenprogramm begeistern!

Für die opulent gestaltete Gatsby-Bühne haben sich Rico Grese und Leonard Garner von Mimi Berlin etwas Einzigartiges einfallen lassen: eine szenisch dargestellte Modenschau der Goldenen 20er! Täglich wird auf der Gatsby Bühne und auf der Bühne in der Wagenremise  Mode aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts präsentiert, zum Teil historische Originale, von der Alltagskleidung bis hin zum glamourösen Flapper Dress.

Veranstaltungstipp: Die 18. Landpartie auf Schloss Bückeburg

Doch auch die Besucher-Outfits im Stil der 20er werden auf der 18. Landpartie honoriert: jeden Tag wird um 16.15 Uhr im Rosenrondell das Outfit des Tages gekürt! Und natürlich darf auch getanzt werden! Mehrmals täglich führt die Tanzschule Lindyfeld auf der Gatsby Bühne den Lindy Hop und den legendären Charleston vor und animiert zum Mittanzen.

Auch Oldtimer-Freunde kommen auf der 18. Landpartie voll auf ihre Kosten: am Freitag und Samstag (16.-17.06.2017) können Sie die automobilen Klassiker der 20er Jahre während der Oldtimer-Einfahrten am Schlosstor bewundern. Und wem nach all den vielen Eindrücken vielleicht der Sinn nach ein wenig Entschleunigung steht, der ist sicherlich am Sonntag, 18.06.2017 um 13.00 Uhr auf dem 20er Jahre Picknick im Fürstlichen Schlosspark gut aufgehoben.

Mehr Infos zum wahrhaft vielfältigen Rahmenprogramm der 18. Landpartie finden Sie auch auf der Webseite zum Event oder auf facebook.

 

Die 18. Landpartie - Golden 20'sVeranstaltungstipp: Die 18. Landpartie auf Schloss Bückeburg

15. – 18. Juni 2017

Öffnungszeiten: täglich 10 - 19 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 15€ -  2-Tageskarte: 21€ - Kinder & Jugendliche bis einschl. 15 Jahre haben freien Eintritt

Freier Eintritt für alle Besucher im authentischen 20er Jahre-Outfit!

Kostenlose Kinderbetreuung auf dem Ausstellungsgelände.

 

Veranstaltungsort

Schloss Bückeburg

Alexander Perl

Schlossplatz 1, 31675 Bückeburg

 

Kontakt zum Organisationsbüro

Landpartie Schloss Bückeburg GmbH & Co. KG

Mechthild Wilke / Stefanie Janzen

Herbartstr. 1, 26122 Oldenburg

Telefon: 0441.13138  |  Fax: 0441.27058

 

 

 

 

 

 

 



Vintage Hochzeit – Brautkleider von noni: farbenfroh und federleicht

Vintage Hochzeit mit noni

(Advertorial)

In unserer Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs widmen wir uns einmal mehr dem Thema Vintage Hochzeit und zeigen Ihnen dabei u.a. die wunderbaren Kleider des Kölner Labels noni, das wir Ihnen heute näher vorstellen wollen:

Vintage Brautkleid Fleur von noni

Brautkleid Fleur aus der Linie noni federleicht

Hinter dem Namen noni stehen die Designerinnen Johanne Bossmann und Judith Müller und ihr fünfzehnköpfiges Team. Seit 2005 entwerfen die beiden Designerinnen in ihrem Kölner Atelier einzigartige Brautkleider und hochwertige Accessoires. Typisch für die Kleider von noni ist der puristische Stil und die Liebe zu klaren Formen und Schnitten, wie sie z.B. auch in den sechs neuen Modellen der “noni Kollektion“ zu erkennen sind.

Vintage Brautkleid Mia von Noni

Modell Mia aus der noni Kollektion 2017

Aber auch die farbenfrohe Vintage Braut mit einer Vorliebe für schwingende Röcke und Petticoats wird bei noni mit Sicherheit fündig, denn auch die Kleider im Stil der 50er Jahre sind seit jeher ein noni-Markenzeichen! Kleine Details in pink und rosa oder zartem blau und grün verleihen den Kleidern in tea length und aus elfenbeinfarbener Dupionseide farbige Akzente und Leichtigkeit.

Neben den fröhlichen Rockabilly Hochzeitskleidern mit Petticoats in kräftigen Farben (mehr zum richtigen Tragen des Petticoat lesen Sie hier) finden sich natürlich auch klassische, bodenlange Kleider im modernen oder verträumten Stil, z.B. in der neuen Linie "noni federleicht". Mit den sieben neuen Kleidern dieser Linie mit Brautkleidern aus eleganter Seide, Seidenchiffon, edlem Tüll oder hochwertigem Organza interpretiert das Designer-Duo den romantischen Bohemian-Stil für die Saison 2017 neu und bleibt dabei seinem puristischen Stil dennoch treu. Im Übrigen bezieht Noni alle Stoffe von europäischen Anbietern – ein weiteres Markenzeichen.

Vintage Brautkleid von noni

Foto aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs
Fotografie: Coeval, H&M: Ioanna - Hair & Make Up, Model: Sumaiya, Kleid: noni

Grundsätzlich kann sich jede zukünftige Braut bei noni Länge, Form, Farbe und die Accessoires ihres maßgeschneiderten Kleides ganz nach Wunsch zusammenstellen. Das Gleiche gilt auch für die Kleider im 50er Jahre Stil, auch hier gilt es zwischen verschiedenen Ausschnittvarianten, Ärmellängen, Brautjäckchen aus zarter Spitze und farbigen Bändern auszuwählen und das Kleid damit zu individualiseren. Am Ende ist jedes noni-Kleid so wunderschön und einzigartig wie seine Braut!

Neugierig geworden, liebe Vintage Bräute? Dann schauen Sie doch bei noni vorbei!

(Foto oben aus Ausgabe 22 des Vintage Flaneurs von Coeval, H&M: Ioanna Hair & Makeup, Model: Michelle Ramone, Kleid: Noni)



Vintage Mode: Wie trage ich einen Petticoat?

Darf man den Petticoat sehen oder nicht?

Der Petticoat gehört zur retro Mode dazu wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Vielen fällt er bei dem Thema sogar als erstes ein. Tatsächlich wird er jedoch auch heiß umkämpft - denn wie trägt man ihn denn eigentlich, diesen Unterrock?

Kleine Geschichte des Petticoat

Beim Petticoat (übersetzt etwa "Kleiner Umhang") handelt es sich um einen bauschigen Unterrock aus verschiedenen Stufen. Der Stoff ist je nach gewünschter Fallform sehr steif, klassisch sind Petticoats aus Perlon oder Nylon (heute auch oft aus Tüll), manches Mal verziert mit Rüschen oder Spitze. Meistens besteht er aus einer ersten Stufe, die noch schmal fällt - dem Sattel. Es folgen die ausladenden Stufen, die den Rock der Oberbekleidung in die gewünschte Form heben und dabei die schmale Taille betonen.

Man kann sich denken, dass formende Unterröcke nicht erst seit den 50ern existieren (zumal die vielen Stofflagen einen zusätzlichen Vorteil haben: Sie wärmen die Dame im Winter). Es gibt sie bereits seit dem 16. Jahrhundert. Auch die nach 1840 aufkommenden und weit weniger angenehm zu tragenden Reifröcke (oder Krinolinen) gehören in diese Kategorie.

1947 aber enstand unter Christian Dior ein neues weibliches Formenideal, das seinen Geschichte machenden "New Look" prägte. Die Damen sollten weich abfallende Schultern haben, runde Hüften und eine extrem schmale Taille. Nicht zuletzt wurde hier auch wieder angefangen, das in den 20ern weitestgehend unpopulär gewordene Taillenkorsett zu tragen. Die schmale Taille konnte aber auch durch einen sehr engen oder eben einen weiten, durch einen Petticoat gestützen Rock hervorgehoben werden. (By the way: Ob Sie eher der der niedliche Weite-Rock-Typ sind oder der Sexy-Pencilskirt-Typ, das können Sie in diesem amüsanten Test herausfinden) - unterm Bild gehts weiter

Sieht man etwa meinen Petticoat?!?

Sieht man etwa meinen Petticoat?!? - Bild aus Ausgabe 18 von Miss Giggles, H&M: Clockstopper Studios, Model: Silvana Denker

In den 50ern gelangte der Petticoat dann zu weiterer Popularität, auch mit dem Boom um den Rock'n'Roll zusammenhängend. Schon hier tat sich erstmals die Frage auf: Darf der Petticoat unter dem Rock hervorschauen oder ist das absolut ungehörig? Immerhin müssen Sie bedenken, dass viele Eltern dieser Zeit überaus prüde waren. Von den Streitigkeiten ungerührt überlebte der Petticoat noch eine ganze Weile, bis in den späten 60ern der Minirock, aber auch mit Twiggy ein wiederum vollkommen neues Formenideal für Frauen aufkam, in das dieser Unterrock überhaupt nicht mehr passte.

Ausgestorben ist er freilich nicht. Natürlich zum einen in der Vintage- und Rock'n'Roll-Szene. In vielen traditionellen Tanzbekleidungen lebte er die ganze Zeit weiter, etwa im Square Dance oder bei den hiesigen Tanzmariechen. In der Braut- und Abendmode ist er ebenfalls ein Evergreen. Wann immer jemand einem Kleid oder Rock eine gefällige, ausgestellte Form geben will, setzt er einen Petticoat ein - wie oft haben Sie schon in Läden Kleider gesehen, bei denen unten die eingenähten Tüllbahnen unter dem Rock hervorschauten? Womit wir zu der umkämpften Frage kommen: Darf das überhaupt sein?!?

Wie lang muss und darf ein Petticoat sein?

Wieviel darf man vom Petticoat sehen?

Foto aus Ausgabe 5 des Vintage Flaneurs von Redtro Photography, H&M: Eliza Dotlittle, Model: Tinka Demand

Eines kann man ganz sicher sagen: Ein zu kurzer Petticoat, das geht nicht. Das hat ganz praktische Gründe. Ist der Unterrock billig und nur ein bisschen Tüll, hat er dann keinen Effekt. Ein echter Petticoat aber macht dann eine Stufe in den Rock, der darüber getragen wird: Es gibt einen Knick, wo der Unterrock aufhört, danach fällt der Rock gerade nach unten. Das sieht wirklich seltsam aus.

Spannender und für mehr Unmut sorgend ist die Frage nach dem zu langen Petticoat. Ursprünglich durfte ein Petticoat nicht unterm Rock hervorschauen. Er war Unterwäsche und genauso wenig wie man seinen BH oder sein Höschen (oder, hätten Sie es gewusst?: bei den Herren auch die Hosenträger) herausblitzen ließ, sollte auch der Unterrock zu sehen sein. Das gehörte sich nun wirklich nicht. Wer es also sehr ernst nimmt mit solchen althergebrachten Regeln, der hat hier sicher recht. Ganz ehrlich: Wir hier in der Redaktion stehen nicht darauf, wenn der Petticoat zu sehen ist. Als Herausgeber einer Modezeitschrift wissen wir aber auch: Alte Regeln sind nicht immer das, wonach sich die Mode richtet (Gott sei Dank). Sie richtet sich auch schlicht nach dem, was eben de facto getragen wird. In einer Zeit, in der das Hervorschauen von Unterwäsche nun wirklich nichts Außergewöhnliches ist (erinnern Sie sich an die Zeit, mit den Hüfthosen und den Tangas?!? DAS war gruselig!) und in der Röcke an und für sich fast schon etwas Besonderes sind kann man nicht unbedingt die alten Messlatten anlegen. Auch haben wir ja schon gelesen, dass bereits in den späten 50ern junge Menschen ihre Eltern damit provozierten, den Petticoat herausschauen zu lassen - über den historischen Background kann man sich also nicht wirklich beschweren. Und ganz ehrlich: Viele der Dekolletés der modernen retro Kleidung wären damals mit Sicherheit auf große Ablehnung gestoßen.

Kurz: Wir plädieren für die Friedensfahne. Man sollte Bescheid wissen, was man tut, das sicher. Allzuoft macht man sich durch den heraushängenden Petticoat vor allem als verkleidet und uninformiert kenntlich. Aber was man nun letzten Endes kleidsam findet, bleibt ja einem selbst überlassen. Wir selber finden es schöner, den Unterrock nicht zu sehen - also werden Sie das im Vintage Flaneur auch kaum finden.

Aber vielleicht sehen Sie es ja anders? Oder genauso? Wie stehen Sie dazu? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Letzter Tipp:

Sie möchten sich einen Petticoat kaufen? Wir können hier nur zu Qualität raten. Ein 25-Euro-Petticoat aus einem Billiglohnland und ein teurer oder gar ein echter Vintage Petticoat - das sind wirklich Welten.

Ein Petticoat kann auch elegant sein

Foto aus Ausgabe 7 von Redtro Photography, H&M und Model: Mademoiselle Parfait de la Neige


Bild oben: Foto aus Ausgabe 16 des Vintage Flaneurs von Vanessa Marie Fotografie, H&M: Melanie Draeger, Model: Julia Rockets



Vintage Veranstaltungen April 2017

Steamtropolis April 2017

Dies ist ein offener Post, weitere Veranstaltungen tragen wir gern nach. Schreibt uns an frl_dovermann@vintage-flaneur.de!

Der April geht gleich in die Vollen - kein Aprilscherz! 🙂

 

01. April 2017

KÖLN: Soiree TamTam

Groteske Show. schillernd schräg, glamourös skurril, freaky andersartig. Neo Nostalgie, Cabaret, Burlesque, Musik und Artistik in einer Veranstaltung!

Und weiter gehts in die dritte Runde von Soiree Tamtam - die Freakrevue am Samstag, den 01. April 2017 um 20:30 Uhr Showbeginn im Klub Berlin, Köln-Ehrenfeld.

VVK 20 EUR via Paypal an pinkpaprika2002@yahoo.de  oder direkt vor Ort im Klub Berlin.
Weitere Infos auf Facebook!

 

01. April 2017

WITTEN: Steamtropolis

Steamtropolis April 2017

(c) Simone von Steamtropolis

Vintage mal ganz anders, das bietet die Steampunkscenerie ihren Anhängern schon lange. Und natürlich gibt es auch in diesem Bereich viele ausgefallene Veranstaltungen - wie Steamtropolis in Witten.

Hier werden Sie zu einer 2-tägigen Reise in die dampfbetriebene Parallelwelt eingeladen – erleben Sie ein oder am besten gleich zwei wahrhaft phantastische Tage in der STEAMTROPOLIS in der Werk-Stadt Witten, OHNE Szene- oder Altersbeschränkungen oder Dresscode (adäquate Kleidung wird aber gerne gesehen)!
Hier wird das Tor in eine viktorianisch anmutende Gegenwart geöffnet, frei von Elektrizität, jedoch voller extrovertierter Freigeister, verrückter Erfinder und formidabel
gewandeten Herrschaften! Geboten werden unter anderem ein Markt, ein viktorianischer Lesezirkel, Musik uvm.
WERK°STADT
Mannesmannstr. 6
D-58455 Witten

Besuchen Sie die Veranstaltung auf Facebook oder unter www.steamtropolis.de.

 

23. April 2017

GÜTERSLOH: Tweedrun

Tweedrun Gütersloh 2017

(c)Gütersloh Marketing GmbH

Am 23. April findet der Gütersloher Tweed Run bereits zum 4. Mal statt. Der stilvolle Radausflug erfreut sich großer Beliebtheit und sowohl die Teilnehmer- aber besonders auch die Besucherzahlen steigerten sich seit Beginn kontinuierlich. In diesem Jahr steht der Gütersloher Tweed Run auch im Zeichen des 200. Geburtstages des Fahrrades und wartet mit einem phänomenalen Rahmenprogrammpunkt auf.

Der Tweed Run ist bei den Güterslohern sehr beliebt und zieht nicht nur zahlreiche Teilnehmer, sondern auch jede Menge Zuschauer an, die sich das stilvolle Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Im letzten Jahr waren 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, stilecht gekleidet in Tweed-Kostüme und –Anzüge, mit Schiebermütze oder Hut. „Stilvolle Retro-Kleidung und historische Fahrräder passen einfach nach Gütersloh. Denn unsere Region hat eine glänzende Vergangenheit nicht nur als Fahrradproduktionsstandort, sondern auch in der Textilherstellung. Wir freuen uns sehr, dass der Tweed Run bei den Güterslohern so beliebt ist.“, so Jan-Erik Weinekötter, Geschäftsführer der Gütersloh Marketing (gtm).

Auch in diesem Jahr startet der Tweed Run wieder am Stadtmuseum. Hier treffen sich die Radlerinnen und Radler ab 12 Uhr und können vor dem Start die Atmosphäre an der Museumsinsel sowie ein attraktives Rahmenprogramm genießen. Dazu gehören ein Barbier und ein Vintage-Fotostudio, in dem man sich im Retro-Look ablichten lassen kann. Gemeinsam mit den Tänzern der Gruppe „Lindyfeld“ können dann auch die Zuschauer das Tanzbein schwingen. Für die passende Live-Musik sorgen die Sazerac Swingers, die die gtm für den Tweed Run gewinnen konnte. „Die Sazerac Swingers sind ein weiterer Höhepunkt beim Gütersloher Tweed Run exklusiv zum Jubiläumsjahr des Fahrrades.“, freut sich Jan-Erik Weinekötter.

 



London Edge Februar 2017

Alternative Mode Messe London Edge

Wer den Vintage Flaneur regelmäßig liest kennt sie bereits: Die London Edge, das Mekka für alternative Mode. Zweimal im Jahr findet die Messe statt, so auch im Februar 2017 - bereits zum 35. Mal.

Bei der London Edge versammelt sich die Creme de la Creme der alternativen Szenen: Rock, Gothic, Punk, Metal, Grunge aber natürlich auch die großen Vintage Labels lassen sich nicht bitten. Viele der dort vertrenen Labels werden Ihnen also ein Begriff sein: Collectif Clothing zum Beispiel ist nur eine von vielen Brands neben Lindy Bop, Hell Bunny und vielen anderen. Kleidung, Schuhe, Schmuck und Accessoires: Alles, was die kommende Saison zu bieten hat wird vorgestellt. So zieht die London Edge jedes halbe Jahr alles was an Einkäufern, Presse und Bloggern aus den Szenen Rang und Namen hat ins wundervolle London ins Business Design Centre zum Wareneinkauf, Networken, Staunen und Informieren.

Doch die London Edge ist mehr als nur eine Messe: Sie bietet auch einen Catwalk, eine legendäre Aftershow-Party und ein großes Rahmenprogramm. Ganz neu diese Saison war der London Edge Award, mit dem vom Newcomer bis zur alteingesessenen Marke Labels in verschiedenen Bereichen ausgezeichnet wurden. In der Jury saß übrigens - neben weiterer Presse, Schlüsselfiguren der Szenen und Top Einkäufern - auch der Vintage Flaneur 🙂 Sie möchten wissen, wer gewonnen hat?

  • Best Londonedge Retro Clothing Brand – Collectif
  • Best Londonedge Retro Footwear Brand – Lola Ramona
  • Best Londonedge Alternative Clothing Brand – Jawbreaker
  • Best Londonedge Alternative Footwear Brand – New Rock
  • Best Londonedge Jewellery Brand – Extreme Largeness
  • Best Londonedge Accessories Brand – Manic Panic
  • Influencers Choice LondonEdge February 2017 – Hex Bomb

Wir beglückwünschen natürlich alle Gewinner 😀 Sie sollten sich die Marken ansehen, es ist massig Lohnenswertes dabei!

Die Bilder zeigen wir im Anschluss - aber sagen Sie doch mal? Würden Sie sich das nicht auch gerne einmal ansehen? Vielleicht zusammen mit einem Besuch in London? Sie müssen schon zugeben, das bringt einen zum Träumen 🙂

(alle Fotos: Connie Taylor - www.connietaylorphotography.com)



Ombré Lippenstifte im Test

Catrice Ombré TwoTone Lippenstifte

Zugegeben, unsere Redaktion war Anfangs mehr als irritiert, als die sogenannten Ombré Lippenstifte (oder auch Two Tone- oder 2-in-1-Lippenstifte - Lipliner und Lippenstift in einem) herauskamen. Ombré für die Haare war ja schon eine zweischneidige Sache, Sie erinnern sich? Ombré, das ist ein Farbverlauf über die Länge, damals der Haare, von hell nach dunkel. Das konnte prima aussehen, aber im Zweifel wirkte es wie rausgewachsene Haarfärbung - und das war dann alles andere als schön.

Und nun auf den Lippen? Wir dachten mit Grauen an die 90er - oder waren es bereits die 2000er - als es eine Weile Mode war, die Lippen sehr dunkel zu umranden und dann heller auszumalen. Schauderhaft! Aber der Trend ist nicht zu übersehen, bringen doch zahlreiche Make-Up-Marken gerade solche Lippenstifte heraus. Und als sich uns die Gelegenheit bot, den von Catrice zu testen, kämpften wir die innere Skepsis nieder und schauten uns das Produkt genauer an.

Der erste Eindruck

Neben dem zuvor genannten "Ohje-Gefühl" müssen wir sagen, dass die Lippenstifte hübsch aussehen und angenehm duften.

Die Benutzung

Die Lippenstifte haben eine schöne, cremige Konsistenz. Das ordentliche Auftragen ist allerdings etwas schwierig und braucht eine ruhige Hand und etwas Übung. Die Befürchtung, die Lippen könnten zu schmal für das Lippenstiftkonzept sein, bewahrheitete sich aber nicht.

Das Ergebnis

Erstaunlich schön nach unseren anfänglichen Befürchtungen. Die Lippen bekommen lediglich einen leichten 3D-Effekt, die Angst vor einem vollkommen überzogenen Lipliner mit sehr hellen Lippenstift konnten wir begraben. Die Farbe verwischt bei diesem hier etwas zu leicht, und das Rot könnte intensiver sein - der rosafarbene gefällt dagegen gut.

Fazit

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt seine Vorbehalte zu überwinden. Fräulein Kunkel hat den rosa Lippenstift gleich entführt. Das Fräulein Dovermann bleibt lieber bei tiefem und vor allem matten Rot, ganz eindimensional, aber klassisch. Allerdings wechselt Fräulein Dovermann solche Dinge selten - sie benutzt auch annähernd nur eine Handtasche... Für Experimentierfreudige oder Lippenstiftliebhaberinnen sind Ombré-Lippenstifte, von welcher Firma auch immer, sicher eine schöne Abwechslung.

Tolle Make-up oder Frisurentipps gibts übrigens in jeder Ausgabe des Vintage Flaneurs.

 



Schmuck-Tripp nach Hamburg

Perlenketten

Die Einladung von Bijou Brigitte nach Hamburg, um mir die kommende Frühjahrs-Sommer Kollektion anzusehen, habe ich natürlich mehr als gerne angenommen. Ich bin wirklich gerne in Hamburg. Zugegeben, es war anders geplant. Ich hatte meinen Besuch am heimischen Schreibtisch gut durchgetaktet und hatte vor, so viele Läden zu besuchen, dass ich schon wusste, dass es so nicht möglich ist. Zum Schluss war die Zeit doch viel kürzer als gedacht und die Wege länger als geplant, so findet ihr hier statt eines kleinen Laden Guides (den wir bei Gelegenheit gerne nachreichen) "nur" einen Einblick in die kommende Schmuckwelt - und Sie begleiten mich auf meinem kleinen Ausflug. Aber auch damit wünschen wir viel Spaß!

Obwohl ich nun so wider Erwarten lang brauchte um zum Event von Bijou Brigitte zu kommen: Ich hatte dort eine sehr schöne Zeit. Neben vielen Schmuckstücken, die auch uns Vintage Ladies hervorragend stehen werden, gab es dieses Buch zu bestaunen „110 x Outfit of the day“. Es ist nicht Vintage an sich, aber wenn man Spaß an individueller und manchmal auch mutiger Mode hat, bietet es viele Inspirationen – und bereitet mir also viel Freude. Umso mehr, als dass ich in eben diesem Buch, im fernen Hamburg, einem mir bekannten Gesicht begegnete. Andrea und ich kennen uns schon eine ganze Weile, nicht besonders gut aber man folgt sich auf Facebook und hat auch schon einmal einen Kaffee zusammen getrunken. Andrea hat diesen immer inspirierenden Blog „Michou loves Vintage“ – und hat zu diesem Buch Texte als Ko-Autorin beigetragen. Ein schöner Zufall, der mich ebenso amüsierte wie erfreute.

Was die Schmuckkollektionen angeht: Es gibt viele Klassiker, wie Perlenketten in allen Schattierungen und funkelnden Blingbling für die Elstern unter uns. Fingerringe mit Blumen passen perfekt in den Sommer, ebenso wie die maritimen Klassiker. Sehr schön fand ich hier die Seestern-Motive, aber auch Taschen im sommerlich blau-weiß gestreiften Gewand erwarte uns. Ganz bezaubernd fand ich auch den Echtsilber-Schmuck, in der maritimen Ausführung (mit zierlichem Kompass an der Kette und zarten Ankerarmbändern) ebenso wie in romantischem weiß. Die neuen Kollektionen kommen ab sofort nach und nach in die Filialen von Bijou Brigitte.

Es war schon spät, als ich mich bei Bijou Brigitte verabschiedete, aber ich hatte noch einen Termin, den ich mir nicht nehmen lassen wollte: Jetzt hatten wir schon in Ausgabe 20 des Vintage Flaneurs über den neuen Friseursalon von Belle La Donna, dem „Stand by me“, berichtet, dann wollte ich ihn auch besuchen – und gleich einmal antesten, einen neuen Schnitt hatte ich schon lange nötig (als Chefredakteurin und Mutter einer 2jährigen reicht die Zeit da oft nicht). So bekam ich von Belle, die ich inzwischen so oft getroffen habe, dass uns ein freundschaftliches Verhältnis verbindet, einen frischen Anstrich und Schnitt. Belles Salon liegt zusammen mit der Vintage Boutique Mistress & Master, deren Besitzer Machere ein Hamburger Unikum ist – endlich hatte ich nun auch einmal die Gelegenheit, Machere persönlich kennenzulernen. Und der Abend wurde noch besser, denn ich und Belle waren noch mit Bella zum Essen verabredet, der Vertrieblerin für Blutsgeschwister im Norden und eine fantastische Person. Wir verbrachten einen langen und leckeren Abend im Saints & Sinners mitten auf der Reeperbahn, bevor es ins Hotel ging.

Der kommende Morgen begann recht turbulent und ich konnte gegen meine Planung erst gegen 12 auschecken, was mir meinen Besuch bei Carlos Kella strich – das gehört zu den unbedingt nachzuholenden Punkten. Aber ich war schon um eins mit der bezaubernden Paula Walks zum Mittagessen im Cafe Paris verabredet – ein Treffen auf das ich mich sehr freute. Danach war meine Heimfahrt schon so bald, dass ich keine großen Touren mehr machen konnte – aber eine halbe Stunde für eine dem Bahnhof nahe Benefit Browbar hatte ich noch, und da ich auch das normalerweise nicht schaffe, genoss ich es sehr. Dann ging es noch auf einen Sprung zu Vintage & Rags, ebenfalls direkt am Bahnhof, und dann war meine Zeit in Hamburg auch schon wieder vorbei!

Weitere Bilder finden Sie auf unserem Instagram Account 🙂



Düsseldorfs retro Friseure: Salon Walter Steiner

Vintage Friseur in Düsseldorf

Ihnen reichen die Frisuren Tutorials allein nicht, die im Vintage Flaneur zu finden sind? Sie möchten sich lieber frisieren lassen? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Die Düsseldorfer retro Damenwelt (und nicht nur die retro Damenwelt) hat einen neuen, fantastischen Salon, den sie besuchen kann um sich aufhübschen zu lassen. Der Salon Walter Steiner eröffnete Anfang November nach aufwändigen Renovierungsarbeiten seine Pforten und ist eine wahre Augenweide und ganz sicher einen Besuch wert.

Ausschließlich mit echten Requisiten aus den 50er Jahren ist der Salon von Carola Steiner und Jessica Walter ausgestattet. Die beiden Friseurmeisterinnen nennen sich „Fräulein Kitty“ und „Fräulein Jette“ und sind spezialisiert auf Frisuren der 40er bis 60er Jahre. Nur die Haarpflege von Balmain und „Sexy Hair“ (vegan) entsprechen dem aktuellen Zeitgeist.

Fünf Jahre haben die Jungunternehmerinnen vom rosacremefarbenen Moulinexfön bis zur Kadus Trockenhaube originale Einrichtungsteile gesammelt, um den neuen Hot Spot der eleganten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts zu gestalten.

Die beiden Inhaberinnen leben auch privat im Stil dieser Zeit und hatten in ihren Berufen diese Seite auch schon immer gelebt: Carola Steiner durfte mit Ausnahmegenehmigung ihres bisherigen Arbeitgebers ihre individuellen Outfits auch im Job tragen; Jessica Walter frisierte bei Szeneevents.

Auch Kundinnen mit Freude am aktuellen Zeitgeist werden hocherfreut gestylt. Sie sollen nur Freude an Kaffee in kleinen Sammeltässchen mitbringen.

Die Damen bieten eine breite Palette an Angeboten: Frisuren für privat, Shows, Events, Bälle, Hochzeiten, Film, etc. Olaplexbehandlungen, Extensions in diversen Längen und Farben, aber auch Maniküre, Make ups für jede Gelegenheit und natürlich historische Frisuren mit Schwerpunkt auf die 1920er bis 1960er Jahre. Auch außer Haus besuchen Fräulein Kitty und Fräulein Jette Sie gerne auf Festivals, Bällen, Junggesellenabschied und ähnlichem.

Adresse: Düsseldorfer Kronprinzenstraße 96

Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Dienstag 10 - 21 Uhr, Mittwoch 10 - 19 Uhr, Donnerstag 10 - 19 Uhr, Freitag 10 - 19 Uhr, Samstag 8 - 15 Uhr

Termine außerhalb der Öffnungszeiten und Außerhaus sind natürlich ebenfalls auf Vereinbarung möglich

www.salon-walter-steiner.de